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Nationalrat: Frauenanteil nur bei 27 Prozent

17.10.2008 | 12:54 |   (DiePresse.com)

50 der 183 Abgeordneten im neuen Nationalrat sind weiblich. Damit liegt die Frauenquote bei 27,3 Prozent. Im vorigen Nationalrat betrug sie noch 31,7 Prozent.

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Das Parlament wird "männlicher". Seit Freitag steht so gut wie fest, wie die Abgeordneten-Reihen im Nationalrat zumindest in den ersten Wochen der neuen Legislaturperiode aussehen. Frauen wird man nicht allzu viele sehen: Nur 50 der 183 Abgeordneten sind weiblich. Damit liegt die Frauenquote bei gerade einmal 27,3 Prozent. Im alten Nationalrat, der am Montag wohl zum letzten Mal zusammentritt, beträgt sie noch 31,7 Prozent.

Einzig bei den Grünen ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. Zehn Frauen sitzen hier neben zehn Männern. Dazu dürfte es mit Eva Glawischnig auch wieder eine Klubobfrau geben - die erste seit 1999, als Heide Schmidt und ihre Liberales Forum aus dem Nationalrat flogen und Madeleine Petrovic bei den Grünen an Alexander Van der Bellen übergab.

Bei der SPÖ mit ihren 19 Mandatarinnen wird eine Frauenquote von einem Drittel haben. Die ÖVP bringt es nur noch auf 13 weibliche Abgeordnete oder 25,5 Prozent.

BZÖ: Nur zwei Mandatarinnen

Die Freiheitlichen, die zuletzt überhaupt nur eine Mandatarin in ihren Reihen hatte, haben die Zahl ihrer Frauen versechsfacht, trotzdem liegt die Quote bei nur 17,6 Prozent. Der BZÖ-Klub ist überhaupt ein fast reiner Männerverein: Die Orangen entsenden zwei Mandatarinnen und haben somit eine Quote von 9,5 Prozent.

Besonders schelcht sieht es für Frauen in Kärnten und im Burgenland aus, wo alle neun bzw. fünf Sitze an Männer gehen. Grünen-Landeschefin Christine Brunner schaffte es vom Burgenland aus wenigstens über die Bundesliste, Ursula Plassnik auf gleichem Weg von Kärnten aus. Düster ist die Lage auch in Niederösterreich, wo nur fünf der 31 dort vergebenen Mandate von Frauen besetzt werden, das sind 16,1 Prozent. Von den sechs Vorarlberger Sitzen wird gerade einmal einer von einer Frau belegt, der ÖVP-Mandatarin Anna Franz - Quote 16,6.

Ebenfalls noch unter dem Schnitt liegt Salzburg mit 25 Prozent Frauenanteil. Darüber sind Oberösterreich (28,6), Tirol (30,0) und die Steiermark (37,5 Prozent) angesiedelt. Den besten Frauenanteil weist die Bundeshauptstadt Wien mit 39,3 Prozent auf. Von den Abgeordneten, die über die Bundesliste kommen, sind 32,4 Prozent weiblich.

Noch männlicher als der Nationalrat ist übrigens der Bundesrat. Das Verhältnis 46 Männer zu 16 Frauen ergibt eine Mandatarinnenquote von 25,8 Prozent.

(APA/Red.)

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6 Kommentare
Gast: ASVG-Skalve
17.10.2008 19:49
0 0

27 Prozent BeamtINNEN und BonzINNEN sind genug!

Wir wollen nicht mehr weibliche Bonzen, sondern Vertreter(INNEN) von ASVG-Sklaven! Fuck this System!

TU Student
17.10.2008 15:06
0 0

Verhalten zaehlt

Dafuer ist die Kinderquote im Parlament ueber 90% ;)

Zacharias
17.10.2008 14:36
0 0

Die Grünen sind geschlechtermäßig ausgeglichen - was hat es ihnen genützt?

Die Antwort lautet natürlich: Garnix. Weil es vollkommen wurscht ist, ob schlechte Politik von Frauen oder von Männern gemacht wird, und weil Emanzipazion keine Frage von Binnen-Is ist oder Frauenquoten, sondern eine Frage von Qualifikations-Chancen, eine Frage von Bezahlung, von solchen ,,bösen Realitäten'' eben, zu denen die Grünen aber seit jeher eine problematische Einstellung haben.

topiltzin
17.10.2008 13:18
0 0

Na und?

Sagt das auch nur das Geringste über die Qualität der Politik aus, die dort drin gemacht wird? Die meisten Damen, die nicht mehr dem NR angehören, sind bis dato jedenfalls nicht wirklich ein Verlust. Und zwar nicht, weil sie Frauen sind, sondern weil sie alles andere als überzeugende Vorstellungen hatten...

Peregrin
17.10.2008 14:02
0 0

Re: Na und?

Dafuer gibt es ja die Laura Rudas, die die geringe Zahl der Damen mit ihrer Masse an prolligen Zwischenrufen wieder wettmacht.

topiltzin
17.10.2008 13:19
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Re: Na und?

Dafür ist die Winter jetzt drin... ist das jetzt gut, weil Frau, oder böse, weil FPÖ?

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