21.11.2009 01:04 | Meine Presse Merkliste0

Vassilakou: Pflichtkurse für Migranten

17.10.2008 | 18:51 |  RAINER NOWAK (Die Presse)

Wende von Wiens Grünen-Chefin Vassilakou: Sie will von Zuwanderern ein klares Bekenntnis zu gemeinsamen Werten. Und spricht von fehlenden Visionen in der Integrationspolitik.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Integrationspolitik ist bei den Wiener Grünen ab sofort Chefsache: Klingt, als wäre sie bisher nicht sehr erfolgreich gewesen, oder?

Maria Vassilakou: Das Wahlergebnis vom 28. September war nicht nur für die Grünen ein Schock: Wenn sich fast 30 Prozent für FPÖ oder BZÖ entscheiden, darunter viele junge Wähler, sogar welche mit Migrationshintergrund. In Wien trägt die Verantwortung für dieses Wahlergebnis die SPÖ, die seit Jahr und Tag die Probleme ignoriert hat und den Menschen das Gefühl gibt, dass sie im Stich gelassen werden. Aber auch bei uns Grünen sehe ich den Bedarf nach einer Imagekorrektur. Wir haben zu Unrecht das Image, dass wir Probleme schönreden.

 

Wo sind denn die Probleme?

Vassilakou: Dass es nicht gelungen ist, in der Integrationspolitik eine Vision zu formulieren, eine gemeinsame gesellschaftspolitische Perspektive.

 

Da war grünes Multikulti?

Vassilakou: Multikulti ist ein öder Ausdruck, der mir nicht gefällt. Es geht in der Integrationspolitik darum, Zuwanderer zu einem Teil der österreichischen Gesellschaft zu machen. Ihnen in Österreich ein Zuhause zu geben, zu erreichen, dass sie sich im Herzen zu Österreich bekennen. Es bedeutet, dass es Rechte, aber auch Pflichten gibt. Es geht auch und sehr wohl um ein Bekenntnis zu einigen wesentlichen Werten.

 

Die da lauten...?

Vassilakou: Es war ein wesentlicher Fehler der modernen linken Bewegung in Österreich, dass sie diesen Wertediskurs nicht geführt hat. Als Beispiel nenne ich jetzt die Selbstbestimmung des Menschen, soziale Solidarität, Feminismus und etwa das Bekenntnis zum liberalen Rechtsstaat, inklusive der Menschenrechtskonvention.

 

Feminismus? Es ist eklatant, dass es da in vielen muslimischen Familien in Wien Mängel gibt, wie soll man denn die beheben?

Vassilakou: Es gibt absolut patriarchale Traditionen, die auch in Wien gepflegt werden, egal ob mit oder ohne Islam. Fest steht auch, dass die meisten Religionen nicht unbedingt Garant für Gleichberechtigung der Frauen sind. Der Islam ist da alles andere als eine Ausnahme, obwohl es durchaus feministische Bewegungen in islamischen Ländern gibt. Der Islam wird in der Öffentlichkeit leider nur durch die konservative Linie vertreten. In Wien aber sind die größte Gruppe die Alewiten, die modern sind, für Gleichberechtigung und Bildung stehen, und die leider öffentlich kaum wahrgenommen werden.

 

Omar Al-Rawi und Anas Shakfeh haben Ihrer Meinung nach ein Legitimationsproblem?

Vassilakou: Diese Debatte gibt es bereits seit Jahren. Es täte der Glaubensgemeinschaft gut, ihre Strukturen weiter zu öffnen. Denn erst wenn alle Strömungen vertreten sind, entsteht auch in der Öffentlichkeit eine repräsentativeres Bild. Heinz-Christian Strache bedient sich einseitiger Klischeebilder über den Islam, die Wirklichkeit in Wien schaut anders aus.

Viele junge Wiener Wähler, die sich für die FPÖ entschieden haben, haben offenbar ein subjektiv schlechtes Sicherheitsgefühl: Jeder kennt offenbar irgendjemanden, der von Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund beraubt oder belästigt worden ist: Sehen Sie das auch so, oder stellen Sie das wie das offizielle Wien als Problem in Abrede?

Vassilakou: Das ist nicht subjektiv, es ist durchaus Realität. Wien ist zwar nicht Chicago, aber selbst in meinem Bekanntenkreis weiß ich von Jugendlichen, die geschlagen worden sind, oder denen das Handy oder die Jacke geraubt worden ist: Das ist sehr traumatisch. Wenn dir das mit 14 oder 15 passiert, prägt es dich auch sehr. Ich halte überhaupt nichts davon, das zu beschönigen. Da sind wir einmal mehr mitten in der Schuldebatte. Wenn es einen Ort gibt, wo Jugendliche, die erhöhtes Aggressionspotenzial haben, auffallen und wir sie erreichen können, ist das die Schule. Wir Grünen fordern seit Jahr und Tag Schulsozialarbeit, aber die gibt es in Wien nicht. Grete Laska (Vizebürgermeisterin, Anm.) und Susanne Brandsteidl (Stadtschulratschefin) tragen Mitverantwortung an der immensen Stärkung der FPÖ. Das Aggressionspotenzial der Jugendlichen lässt sich durch Präventionsarbeit in den Griff kriegen. Und dann ist das eine Frage der Aufstiegschancen: Wenn sie mit 15 nach der Schulpflicht keine Lehrstelle und keinen Job bekommen, ist es kein Wunder, wenn die Aggression steigt. Man muss diesen Jugendlichen signalisieren, dass sie einen Platz in der Gesellschaft haben. Dann kann man auch einiges von ihnen einfordern.

 

Das sagen aber alle: Wie soll das mit Einfordern denn funktionieren?

Vassilakou: Wir können die Kinder in der Schule erreichen und wesentlich zu ihrer Weiterentwicklung beitragen. Der Staat muss mehr in die Menschen investieren: Es kostet Geld, flächendeckend Deutschkurse anzubieten. Es kostet auch Geld, entsprechende Grundsätze der Verfassung, der Landeskunde und eben der Rechte und Pflichten zu unterrichten. Und es kostet auch Geld, Qualifikationen anzuerkennen. Doch diese Investitionen lohnen sich.

 

Aber was ist mit dem Einfordern?

Vassilakou: Einfordern heißt, dass man einen angemessenen Zeitraum gibt, um Kurse zu absolvieren. Man könnte beispielsweise sagen, innerhalb der ersten drei Jahre muss ein bestimmtes Fortbildungsprogramm ähnlich wie im kanadischen Modell gemacht werden.

 

Wir reden hier von einem verpflichtenden Programm, nicht?

Vassilakou: Es ist ein Willkommensprogramm für Neuankömmlinge, und es ist ein Fortbildungsprogramm.

 

Und verpflichtend?

Vassilakou: Ich glaube, dass man das einfordern kann. Sie müssen allerdings kostenlos sein. Man muss auch positive Anreize daran koppeln. Wenn diese Kurse erfolgreich absolviert werden, könnten etwa uneingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt und die Staatsbürgerschaft schneller gewährt werden. Ich halte nichts davon, Zuwanderer auf sich allein gestellt zu lassen.

Zur Person: Maria Vassilakou

Die gebürtige Griechin kam am 23. Februar 1969 in Athen zur Welt und 1986 nach Österreich, wo sie in Wien ihr Dolmetsch-Studium begann. Sie engagierte sich dabei politisch in der Österreichischen Hochschülerschaft und wurde im Jahr 1996 für die Grünen in den Wiener Gemeinderat gewählt.
Von 2001 bis 2004 war Vassilakou nichtamtsführende Stadträtin und löste danach Christoph Chorherr an der Spitze des grünen Rathaus- klubs ab. Sie gilt als Pragmatikerin und ist stellvertretende Bundessprecherin der österreichischen Grünen. Ihren Schwerpunkt legt Vassilakou auf die Integration.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.10.2008)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

103 Kommentare
1 2 3
Gast: hugo2
15.01.2009 08:01
0 0

aha

aha sogar bei den grünen ein bisl einsicht über migranten, klug erkannt warum viele wiener jugendliche fpö oder bzö wählten
nazi keule hilft doch nicht um zu gewinnen

also denken

0 0

"Feministische Bewegungen in islamischen Ländern"?

Ja, die Saudiarabische Frauenliga und die Persische Lesbenunion...

Für wie dumm hält diese unappetitliche Partei denn die Österreicher?

Gast: userin
23.10.2008 17:37
0 0

Guten Morgen liebe Grünen! Aufgewacht?

Woher dieser Sinneswandel?

Hat etwa ein Grün-Politiker-Kind unliebsame Bekanntschaft gemacht mit einer Horde Jugendlicher mit Migrationshintergrund?

Verlieren denn die armen Migranten jetzt nicht mehr ihre Identität wenn sie deutsch lernen -noch dazu müssen!!!- ? Ohne Trauma?

Multikulti ist plötzlich öde und keine Bereicherung für die hinterwäldlerischen Österreicher?

Patriarchale Traditionen im Islam und keine freiwillige radikale Islamisierung der Frauen die der Frauenemanzipation dient? Was sind das für Töne?

Andere ins Nazi-Eck zu stellen doch ein bisserl zuwenig für ein Partei-Programm?

Grün-Wähler nicht einmal unter den Migranten?
Auch nicht unter den jungen Leuten (wie sonst immer behauptet), vielleicht auch gar nicht unter den Intellektuellen sondern nur wenige mehr oder weniger Proleten wie sie sich ausweisen durch geschriebene bezahlte und unbezahlte Kommentare?


0 0

Kritikfähigkeit

dürfte schön langsam auch bei den Grünen wieder zur Tugend werden. Auf Wirklichkeitsverächter kommen harte Zeiten zu.

Gast: OderSo
20.10.2008 20:16
0 0

Na endlich

Freie Gender-Mainstreaming Seminare für alle!

kobold
20.10.2008 13:46
0 0

Es darf gelacht werden.

Die Grünen ersetzen das poltitische Kabaret. Zuerst haben sie jeden ins rechte Eck gestellt der auch nur andeutungsweise der Meinung war, dass MigrantInnen bestimmte Pflichten haben und jetzt fordern sie selbst verpflichtende Deutsch-Kurse für Einwanderer. Schade, dass es in Österreich kein wirklich gutes Kabaret mehr gibt. Das wäre wirklich eine gute Vorlage. Aber leider, die schwachbrüstigen, vom Staat subventionierten Hofnarren werden diese elende Speichelleckerei einer Zu-Spät-Gekommenen sicher nicht kommentieren. Die sind ja selbst entweder links oder grün.

generator
19.10.2008 12:43
0 0

Wer den Koran, die Hadiths und kommentierende Schriften über den Islam gelesen hat,

dem sollte es nicht sonderlich schwer fallen zu erkennen, dass der Hauptfaktor beim Integrationsproblem der Islam ist, er ist unvereinbar mit unserer Verfassung, weil der keinen Gesetzgeber anerkennt, außer Allah.

Und angesichts der Offenheit des radikalen Islam über seine totalitären Vorstellungen, ist das etwas, das nicht auf irgendeine Art und Weise gefördert werden sollte. „Die Grenze des Islam ist die Grenze der Welt“, heißt es dementsprechend in islam. Quellen

Ungeheuerliche Überlegenheits-Behauptungen sind das Ergebnis:

Omar Bakri Mohammed: „Ich will, dass Großbritannien ein islam. Staat wird. Ich will die Flagge des Islam in der Downing Street 10 wehen sehen."

Oder die Verlautbarung eines belgischen Imam: „Wir werden bald die Macht in diesem Land übernehmen. Diejenigen, die uns jetzt kritisieren, werden es bereuen. Sie werden uns dienen müssen. Bereitet euch vor, denn die Stunde ist nahe."

Smith
19.10.2008 12:43
0 0

Die nächsten Gemeinderatswahlen in Wien stehen bevor

und die Grünen erkennen, dass Multikulti gescheitert ist. Haider schau oba.

0 0

Vassilakou

... ein Nazi bei den Grünen? Ich bin sprachlos.

Waren es nicht die Grünen, die stets gerufen haben: Wir sind die Hinterwelter, die sich anpassen müssen und alles was aus dem Ausland kommt ist gut?


Ausländer
19.10.2008 12:39
0 0

kostenlos für wen?

"Vassilakou: Ich glaube, dass man das einfordern kann. Sie müssen allerdings kostenlos sein."
Ich hoffe, Fr Vassilakouhat gemeint, sie müssen für Steuerzahler kostenlos sein.

Hans Lody
19.10.2008 11:48
0 0

Das Ende des Beissreflexes

Solange der Jörg genau DAS gefordert hat war der Aufschrei der Grünen unüberhörbar und die Aussage man könne Migranten zu nichts zwingen (schon gar nicht die Landessprache zu lernen oder gar sich zu integrieren)
obligatorisch.Schon klar-hätte der Jörg gesagt 4x4=16 hätten die Grünossen die Mathematik neu erfunden nur um sich ja konträr zu äussern.Man bekommt also den Eindruck dass der Tod unseres Jörgl die Grünen dazu bewegt seine Meinung zu äussern (die wie sie ja still u heimlich wussten richtig ist) nur weil ER sie nicht mehr äussern kann...sich diese Forderung ausgesprochen von einem Gutmenschlein jedem Anflug von Xenophobie entzieht (weils ja sie sagt u nicht Er) somit also das natürlichste auf der Welt ist.Man merkt also um Stimmen zu fangen ist denen jedes Mittel recht.Auch mit Wortspenden des (toten) Erzfeindes hausieren zu gehen.

Varia
19.10.2008 11:26
0 0

Als leidenschaftlicher Befürworter von Hilfe für Asylanten wurde ich Islamkritsch und das zu recht!

Wer über stringente Fremdbestimmung die Rechte von Bürgerin zertrampelt solle wieder Mitbestimmung und Mitverantwortung zulassen, bevor über weitere Bevormundung, großzügige Zuwanderung, Islame auf die Bevölkerung loslässt.

Schlußendlich sind es die kleinen Leute die dafür aufkommen und - zum Hohn - die Reichen gegen das Kopfabhacken werden beschützen müssen.

Haider war der besser Sozialist, habe ich gelesen und gehört, das ist wohl der Grund warum er von Funktionären so gehaßt und seiner Landesumgebung so gemocht wurde.

Es ist der Gedanke des Korruptionstötens nicht gestorben - der Gedanke wird wachsen.

parapente
19.10.2008 11:05
0 0

Die Meisten dieser "Zuwanderer"

WOLLEN sich nicht integrieren. Hat man das schon mitbekommen?

derpradler
19.10.2008 11:03
0 0

Visionen

-die Muslime hatten , als sie hier ankamen ein Vision, jetzt haben sie ein klares Ziel!

Gast: Oberkochem
19.10.2008 09:55
0 0

eine mehr

Eine Lächerlichkeit mehr. Darauf kommt es grad auch nicht mehr an. Das Problem sind nicht die zernepften Subproletarier, die zu faul, zu blöd, oder auch "nur" als Billigstarbeitskräfte mit ihrem jammervollen Überlebenskampf mit endlos langem Arbeitstag hoffnungslos überfordert sind, auch nur irgendetwas im weitesten Sinn "Kulturelles" zu machen. Das sind arme Schweine, die zu Hause getreten worden sind, dort im Allgemeinen keine Chance hatten etwas zu lernen, die auch ihre mitgebrachte Sprache nicht gerade elegant beherrschen. Man hat billigstes Arbeitskräftematerial importiert und mokiert sich jetzt schäbig darüber wie "blöd" die seinen. Blöd sind in dieser Angelegenheit einzig und alleine die "eingeborenen" deutschmuttersprachigen Österreicher! Deren weibliche Exemplare haben grad mal noch die Hälfte der, zum Erfüllen des "Generationenvertrages", nötigen Kinder. Deren Kinder lernen und sprechen ein bereits reichlich defektes Deutsch! Die sollen Deutsch lernen! In den Spiegel gucken!

0 0

welche Werte? ?

Teilweise Zustimmung zu obigen Aussagen !

Warum der WOLF trotzdem nicht einverstanden ist, die Wertediskussion ist sehr gefährlich! Wo und wann wird sie dann letztendlich wieder aufhören ? Sobald die Ausländer "angepaßt" sind, dann schimpfen die Wiener wieder auf die "langhaarigen " ?? oder auf die die "falsche" Musik hören ??
Nein, die Antwort darf nicht Bevormundung und Kulturanpassung sein (welche Kultur? lügende Bankmanager so wie Elsner und Co? Autoraser wie Jörg H. ??) !!!

Solange österreichische Gesetze eingehalten werden, geht uns der Rest nix an !!
Keine Gedankenpolizei, keine Wertepolizei !!!

Was tatsächlich notwendig wäre, nämlich eine massive Einwanderungsbeschränkung, wird eben NICHT erwähnt !!

Kito
19.10.2008 12:56
0 0

Re: welche Werte? ?

Was den Roten immer anhängt: Mystifikation und sofortige Hypothesenfindung, die peripherst zusammenhängend erscheint, um vom Kernthema abzulenken.
Völlig einerlei, ob Langhaarige als unhübsch erkannt werden, FAKT ist: Nach dreißig Jahren Umverteilung nach unten (=verpufftes Fördergeld) ist jede Argumentation rechtens, die eine Anpassung an das gängige System einfordert. JEDE Argumentation, kapiert? Weswegen? L'État c'est moi. Und viele andere Bürger mit mir. Addieren Sie ÖVP+FPÖ+BZÖ-Wahlergebnisse und akzeptieren Sie, daß es einer überwiegenden Mehrheit mittlerweile langt.
Wo wollen Sie denn ansetzen? Denken Sie wirklich, daß eine bloße Einhaltung der Mindestrichtlinien (=Gesetze) ausreichend ist, um eine funktionierende Gesellschaft zu ermöglichen? In einem wohlstandsverwöhnten Land, wie es unseres ist? "Werte" sind enorm wichtige, nichtkodifizierte Einigungen, die über das vorhandene Mindestmaß, welches nur vorsieht, daß A und B sich nicht derschlagen, hinausgehen.

0 0

Re: Re: welche Werte? ?

man nehme die Familienwölfe:
a) jung dynamisch Unternehmer liberal
b) mittelalt sektenhaft
c) pensioniert, bauerlich konservativ
d) Frühpensionist, einfach, krank
e) revolitionär
f) verängstigt kleinbürgerlich
g) von Emotionen getrieben kreativkünstlerisch
h) pragmatisch sozial sportlich
i) Führungsperson zweifelhafte Unseriösität

Es gibt keinen gemeinsamen Wert, sondern gewisse unterschiedliche Sichtweisen der Dinge und gewisse Gemeinsamkeiten . Manche Zuwanderer teilen die Werte der EINEN - manche die der ANDEREN !!!

Also, wozu der Aufwand ? An wem soll sich Einwanderer X anpassen ?


modestus
20.10.2008 10:01
0 0

Re: Re: Re: welche Werte? ?

sie haben sehr schön die vielfalt einer gesellschaft definiert..
...jetzt definieren sie eben schön die gemeinsamkeiten..
....angefangen bei gemeinsamer geschichte...etc..

Gast: Realität
19.10.2008 09:09
0 0

Gänzlich unglaubwürdig

Eine Umkehr der Parteilinie um 180 Grad, veröffentlicht
ausschliesslich in der Presse ?
Warum liest man im schweindlrosa Kampforgan nichts von diesen "neuen" Erkenntnissen ?
Die neue Parteivorsitzende gibt ja sonst auch gern
Pressekonferenzen, um ihre abstrusen Ideen unters Volk zu bringen (zuletzt ua "halbe Lohnsteuer für Frauen").
Diese plötzliche Wandlung glaubt euch NIEMAND mehr.

Und wie war das nochmal mit den grünen Forderungen
"automatisches Bleiberecht" oder "Familienzusammen-
führung ohne Quote" ?

Zum Glück (für unser Land) seid ihr nun bald endgültig weg vom Fenster.

MfG Realität

Gast: quasimodo
19.10.2008 07:01
0 0

typisch Politiker(in), es is halt alle`s net wahr, und damit befindet Sie sich in bester rot, schwarzer, Gesellschaft .


Zapflhuber
18.10.2008 20:53
0 0

Schau schau,

wie man eine Kehrtwende macht haben sie aber vom Gusi abgeschaut...

0 0

Kost' ja nix

Warum sollten Wirtschaftsimmigranten nicht zahlen? Bei Asylwerbern sehe ich es vollkommen ein, dass hier der Staat den Menschen unter die Arme greifen muss. Doch warum bei Menschen die aus rein wirtschaftlichen Gründen ins Land kommen? Vielleicht rentiert es sich durch die zusätzlichen Kräfte für die Wirtschaft aber da würde ich lieber zuerst Zahlen sehen.

Doch neben dem Finanzierungsproblem. Wie sieht es mit der EU dabei aus? Muss jemand der von außerhalb der EU hierher kommt verpflichtend Deutsch lernen und ein EU-Bürger, im Sinne des freien was auch immer Verkehrs, nicht?

Wie einer der Vorredner gemeint hat: hier bedarf es noch einiger Nachjustierungen.


Gast: Ein gast ohne account
18.10.2008 18:45
0 0

" ... , dass sie sich im Herzen zu Österreich bekennen."

"Nimm ein Flaggerl für dein Gaggerl." ... oder so ...

Antworten Gast: gast
18.10.2008 21:34
0 0

Re:

Zwischen fahnenschwenkendem Nationalismus Marke "Balkan" und einer Verinnerlichung westlicher Werte und Errungenschaften liegen Welten.

Ich habe das selbst erlebt, glauben sie mir, wenn die Menschen ihr Herz für ihre Mitmenschen verschließen und mit Heimat, Treue, Vaterland, Volksgemeinschaft und anderen Kollektivbegriffen auffüllen endet das meist böse. (Bosnien, Kosovo, ...)

Immigranten sollen lernen warum Rechtsstaat, Freiheit, Gleichberechtigung, Demokratie, Verfassung, Gewaltverzicht und Religionsfreiheit wichtige Grundlagen einer Gesellschaft sind, ohne die ein Staat wie Österreich nie so lebenswert sein könnte wie er ist. Ob sie sich nachher eine Fahne ans Auto kleben oder zu Nationalspielen auf die Faröer-Inseln mitfahren ist dann doch wirklich egal.

citoyen
18.10.2008 18:01
0 0

Es wird Zeit, daß das normale Österreich sich nicht mehr alles gefallen läßt!

Siehe da - die linksradikalen Grünen müssen nur kräftig Stimmen verlieren, um eine halbwegs vernünftige Position einzunehmen.

Nur: das haben andere schon seit vielen Jahren verlangt und sind dafür als Rechtsradikale, Faschisten usw. beschimpft worden. Mit dem Vokabular, das radikale Grüne und Linke immer auspacken, wenn sie keine Argumente mehr haben.

Die Meinung dieser extremen Emanze ist im übrigen vollkommen irrelevat. Die Grünen haben ihre Zukunft schon hinter sich, und das ist gut so.

1 2 3

Schlagzeilen Politik

  • Regierungsbilanz: Das verlorene Jahr
    Das Kabinett „Faymann I“ hat in seinem ersten Jahr viel getan. Nur das Wichtigste nicht. Selten war die Zeit für die Vorbereitung unpopulärer, aber notwendiger Reformen besser als im Vorjahr. Eine verpasste Chance.
    Rauer Wind gegen EU-Duo: „Schwach und unbekannt“
    Van Rompuy steht unter Druck der Länder, Ashton muss Parlament überzeugen. Sie wissen wohl, dass sie der „kleinste gemeinsame Nenner“ der 27 EU-Länder waren und sind.
    Avraham Burg: „Traumawettbewerb“
    Avraham Burg provoziert: Der Sohn eines Holocaust-Überlebenden und frühere Knessetpräsident fordert die Überwindung des Holocaust-Traumas. Leistet er damit einen Beitrag zur Schlussstrichdebatte?
  • Gasstreit: Putin als Timoschenkos Wahlhelfer
    Mit seiner „Großzügigkeit“ unterstützt Russland die einstige Erzfeindin. Die Ukraine darf fortan ohne Angst vor Sanktionen weniger Gas einkaufen als bisher vertraglich vereinbart war.
    Lafontaine-Krankheit: Zukunfts-Debatte bei Linkspartei
    Personell hat die Linke keine Reserven, programmatisch ist sie zerrissen. Im Jänner will Lafontaine entscheiden, ob und in welcher Form er seine politische Arbeit weiterführt.
    U-Ausschuss: Eiszeit zwischen Koalition und Opposition
    Gegenseitige Blockadedrohungen im Parlament. Grund für die verhärteten Fronten sind die Vorgänge im aktuellen Spionage- und Spitzel-U-Ausschuss.
  • Vorratsdatenspeicherung: ÖVP "äußert irritiert"
    Der Gesetzesentwurf von SP-Ministerin Bures sorgt in den Ministerien des Koalitionspartners für Verstimmung. Dass der Entwurf jetzt ohne vorherige Abstimmung begutachtet werde, sei "ein bisschen ein Affront".
    Kinderrechte: Kundgebung der Kinder
    Die Kinder gingen heute in Wien auf die Straße. Bei einer Kundgebung der Kinderfreunde auf der Mariahilfer Straße wurden mehr Mitspracherechte für die Jüngsten verlangt.
    Gorbatschow will eine neue Partei gründen
    Mögliches politisches Comeback: Der letzte sowjetische Präsident Michail Gorbatschow spielt mit der Idee einer Parteigründung in Russland. Diese Partei solle in Opposition zur Regierung stehen.
  • Sex-Skandal in Italiens Linker: Transsexueller tot
    Der Skandal um den italienischen Oppositionspolitiker Piero Marrazzo zieht weite Kreise. Ein Transsexueller, der in die Affäre verwickelt war, ist tot. Er soll noch mehrere prominente Kunden gehabt haben.
    Grüne Zukunftsdebatte mit Chaos-Potenzial
    Unter anderem "das klimafeindliche Schnitzel" wird am Wochenende bei einem sehr experimentellen Zukunftskongress der Grünen debattiert. Im Vorfeld fand eine rege Diskussion im Internet statt.
    Abbas hofft weiter auf Aussöhnung mit Hamas
    Der palästinensische Präsident und Fatah-Chef will noch im Dezember einen neuen Wahltermin fixieren. Die Hamas hatte erklärt, dass ohne "nationales Einvernehmen" keine Wahl abgehalten werden könne.