- 12:02 Martin Graf
Hallo liebe User. Ich freue mich auf eine interessante Stunde.
- 12:03 thomas.s.
Sehr geehrter Herr Graf! Glauben Sie persönlich das die s. g. "Entnazifizierung" erfolgreich war oder sehen sie noch Aufarbeitungsbedarf?
ANTWORT VON Martin Graf:
Ich denke schon, dass sie erfolgreich war und ist.
- 12:08 Jimmi
Glauben Sie, das der Rechtsruck in Österreich ideologisch behaftet, oder reine Populismus-Politik der FPÖ und des BZÖ ist?
ANTWORT VON Martin Graf:
Meiner Meinung nach hat bei der letzten Wahl kein Rechtsruck stattgefunden. Die parteipolitische Landschaft und auch das Wahlverhalten der Bevölkerung ist in einem großen Wandel. Kurz gesagt, Stammwähler werden deutlich weniger und das Angebot der politischen Parteien ist größer geworden. Die Grenzen der klassischen Definition zwischen rechts und links verschwinden zunehmend.
- 12:09 E. Dietl
Finden Sie Mensuren heute noch zeitgemäß?
ANTWORT VON Martin Graf:
Ja, Mensuren sind nach meinem Dafürhalten zeitlos.
- 12:11 Brunhilde
Sie haben gesagt, dass sie nicht alles gut finden, was die Olympia macht. Umgekehrt: Was finden Sie denn gut an dieser Burschenschaft?
ANTWORT VON Martin Graf:
Das öffentliche Einstehen für die eigene Weltanschauung ist für mich das Wesentlichste.
- 12:12 DiePresse.com.Moderator

- 12:15 birgit
S.g. Herr Dr. Graf! Wie beurteilen Sie das Ableben Jörg Haiders? Profitiert dadurch die linke Reichshälfte SPÖ und Grüne? Sind die bürgerlichen Kräfte stark genug ohne Haider Mehreiten bilden zu können?
ANTWORT VON Martin Graf:
Das unerwartete Ableben hat mich tief getroffen und geschockt. Jörg Haider war und ist für das BZÖ die Integrationsfigur schlechthin. Ob durch sein Ableben andere Parteien profitieren werden, kann heute noch nicht beurteilt werden. Es ist jedoch davon auszugehen, falls es dem BZÖ nicht gelingt, ein eigenständiges Profil zu etablieren, dass die politischen Mitbewerber profitieren werden. In diesem Fall gehe ich davon aus, dass die sogenannten bürgerlichen Kräfte zulegen werden.
- 12:17 thomas.s.
Sehr geehrter Herr Graf! Sie haben sich als promovierter Jurist auch sicher mit dem s. g. "Verbotsgesetz" (s. v.a. ns Wiederbetätigung) auseinandergesetzt. Wie soll in naher Zukunft damit verfahren werden? Beibehalten oder abschaffen?
ANTWORT VON Martin Graf:
Zu diesem Thema habe ich in den letzten Wochen alles mir Wichtige bereits gesagt. Ich habe mir auch vorgenommen, im Falle meiner Wahl zum Dritten Nationalratspräsidenten hierzu bis auf Weiteres keine Stellung zu beziehen.
- 12:19 KerstinI_II
Wie ist Ihre generelle Einstellung zum Nationalsozialismus?
ANTWORT VON Martin Graf:
Absolute Ablehnung. In meiner Familie müttelicher- und väterlicherseits hat es in der Zeit vor 1945 kein einziges NSDAP-Mitglied gegeben. Leider können das nur ganz wenige Österreicher von sich sagen.
- 12:20 nicephor
Unzweifelhaft ist der deutsche Sänger Frank Rennicke Gast der Olympia gewesen. Und ebenso unzweifelhaft verherrlicht Rennicke den Nationalsozialismus. Was Gründe waren Ihrer Meinung nach ausschlaggebend für die Einladung von Rennicke und wie hoch schätzen Sie in Ihrem Lebensbund Olympia den Anteil derjenigen, die mit Rennickes Liedinhalten sympathisieren?
ANTWORT VON Martin Graf:
Ich muss offen gestehen, ich kenne kein einziges Lied von Herrn Rennicke und bin daher nicht in der Lage, Ihre Frage seriös zu beantworten.
- 12:21 grumpel
Anschlussfrage an Brunhilde: Was finden Sie denn nicht gut an "Olympia"?
ANTWORT VON Martin Graf:
Über Vereinsinternes beziehe ich öffentlich keine Stellung.
- 12:23 kripale
Sehr geehrter Herr Dr. Graf, wieso gehören Sie eigentlich der FPÖ an? Wenn Sie Ihre politische Laufbahn von vorne starten könnten, würden Sie es mit ihrem heutigen Wissensstand lieber in der ÖVP versuchen?
ANTWORT VON Martin Graf:
Ich bin aus tiefer Überzeugung der FPÖ beigetreten und seit meiner Schülerzeit fasziniert mich die Bewegung, die aus der Revolution von 1848 entstanden ist. Mit dem eigenen Leben wurden zu dieser Zeit die Grund- und Freiheitsrechte sowie die Demokratie erkämpft. Ich habe keine Minute in meinem Leben daran gedacht, einer anderen Partei beizutreten.
- 12:26 DiePresse.com.Moderator

- 12:27 totti
Warum werfen sie 3 Spielerinnen aus dem Verein Hellas nur weil sie gegen sie demonstriert haben ?
ANTWORT VON Martin Graf:
Ich bin bei Hellas Präsident und seit 40 Jahren Spieler, Mitglied und Fan des Vereins. Als Präsident mische ich mich nicht in das operative Geschäft des Vereins ein. Der Vorstand hat zu einem Zeitpunkt, bei dem ich im Parlament in Sitzungen tätig war, eine Entscheidung gefällt, sich von drei Spielerinnen der Damenkampfmannschaft zu trennen. Die drei Spielerinnen waren zu keinem Zeitpunkt Mitglied des Vereines. Es ist im Fußballsport nicht unüblich, sich von aktiven Sportlern zu trennen. Vereinsintene Beschlüsse pflege ich nicht in der Öffentlichkeit zu kommentieren.
- 12:30 thomas.s.
Sehr geehrter Herr Graf! Warum wird die Olympia, Ihrer Ansicht nach, vom DÖW als rechtsextrem eingestuft. Ist Rechtsextremismus eine vertretbare Position?
ANTWORT VON Martin Graf:
Das DÖW ist eine sehr links angesiedelte Organisation. Aus der Sicht des DÖW ist meinem Dafürhalten nach jede Position, die nicht links angesiedelt ist, bereits rechtsextrem. Insofern müsste vor Beantwortung Ihrer Frage definiert werden, was man unter Rechtsextremismus versteht, um diese seriös beantworten zu können.
- 12:35 AlexandervL
Sehr geehrter Herr Dr. Graf, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch auch aus Deutschland zu Ihrer Wahl zum Dritten Nationalratspräsidenten. Meine Frage: Wie erklären Sie sich die teilweise massive Ablehnung gegen Ihre Person, vor allem in den Kreisen der Grünen und weiten Teilen der öffentlich-rechtlichen Medien? Besten Dank & beste Grüße. Alexander von Laubnitz
ANTWORT VON Martin Graf:
Danke für die Glückwünsche! Die Ablehnung der Grünen bzw. der politischen Linke betrifft nicht ausschließlich meine Person, sondern meine Gesinnungsgemeinschaft insgesamt. In den letzten vier Wochen habe ich keine einzige Kritik erhalten betreffend meiner Tätigkeit im Parlament. Stets wurde nur meine Weltanschauung kritisiert. Insofern bin ich froh, in einem Land zu leben, das die Grund- und Freiheitsrechte und damit auch die Freiheit über die Weltanschauung schützt. Insofern muss ein Politiker auch untergriffige Anschuldigungen aushalten.
- 12:36 nicephor
Würden Sie sich eine Wiedervereinigung aus FPÖ und BZÖ wünschen?
ANTWORT VON Martin Graf:
Nein. Ich denke, dass sich das BZÖ von der FPÖ bereits so weit inhaltlich wegentwickelt hat, dass ein Zusammengehen keine Verbesserung für die FPÖ bringen würde.
- 12:39 Reptil
Wie sehen sie eigentlich ihre Beziehung zu den Grünen? Immerhin hat diese Partei ein riesen Problem mit ihren Werten und hätt sie, berücksichtig man die Meldungen der letzten Tage, am liebsten raus aus dem Nationalrat. Ist eine demokratische Zusammenarbeit mit solchen Ausgrenzern überhaupt möglich?
ANTWORT VON Martin Graf:
Ich persönlich habe in den letzten 14 Jahren eine stets korrekte Zusammenarbeit auch mit den Grünen gepflogen. Dies wird auch künftig der Fall sein. Wer im Parlament sitzt, entscheidet der Wähler und nicht der politische Mitbewerber. Bei den Grünen hege ich oft den Verdacht, dass sie diese Grundspielregel der Demokratie noch nicht völlig verinnerlicht haben.
- 12:40 KerstinI_II
Finden Sie, dass es Parallelen zwischen der NSDAP und der heutigen FPÖ unter H.C. Strache gibt?
ANTWORT VON Martin Graf:
Nein.
- 12:41 dionysos
Was ist in der momentanen Zusammensetzung des Parlaments Ihre Wunschregierung? Die große Koalition wurde von Ihrer Partei ja immer systematisch kritisiert. Sehen Sie eine Alternative?
ANTWORT VON Martin Graf:
Wunschregierung habe ich keine. Alternativen gibt es immer, man muss sie nur suchen wollen.
- 12:42 DiePresse.com.Moderator

- 12:45 kripale
Eine Frage zum Parlamentarismus: Das österreichische System ist von mächtigen politischen Parteien geprägt. Personen und vor allem Inhalte treten in den Hintergrund. Wie sieht für Sie das ideale politische System aus und was können Sie in Ihrer neuen Position tun, um diesem näher zu kommen?
ANTWORT VON Martin Graf:
Mein ideales politisches System ist eine echte Demokratie. Ich bin ein Verfechter dafür, den Parteien, Kammer- und Verbändestaat möglichst auf ein Minimum zu reduzieren. Mit anderen Worten: Ein Verfechter dafür, dass die Entscheidungen im Parlament getroffen werden. Meiner Meinung nach treten Personen nicht in den Hintergrund, bei den Inhalten muss ich Ihnen leider recht geben. Mein Beitrag ist, alles in meiner Macht stehende zu unternehmen, um die parlamentarische Demokratie zu stärken.
- 12:48 thomas.s.
Sehr geehrter Herr Graf! Wie sehen Sie den Islam in Österreich/der EU (unabhängig von seiner politischen Variante)? Jemand der für Meinungs- und Gesinnungsfreiheit eintritt, kann ein zunehmender Anteil an Muslimen und einer stärkere Rolle des Islams ja nicht stören, oder?
ANTWORT VON Martin Graf:
Ich bin auch froh, in einem Land leben zu dürfen, welches das Grundrecht auf Religionsfreiheit als Ausfluss der Revolution 1848 hochhält. Ebenso bin ich froh, dass die Trennung Kirche und Staat (Säkularisierung) vollzogen ist. Religionen und/oder Religionsführer gleich welcher Konfession, die sich fundamental politisch engagieren, lehne ich ab bzw. sehe ich als Gefahr für die Demokratie westlicher Prägung.
- 12:50 DiePresse.com.Moderator

- 12:52 KerstinI_II
Denken Sie nicht, dass Slogans wie "Daham statt Islam" an Hetze gegen andere Religionen (Antisemitismus) erinnern? Ist nicht auch Hitler erst durch wirtschaftliche Missstände und vielen unhaltbaren Versprechungen an die Macht gekommen?
ANTWORT VON Martin Graf:
Der Slogan ist eine marketinggerechte Zuspitzung eines zunehmenden Problems in Österreich, dem fundamentalpolitischen Islam. Insofern hat die FPÖ auf ein wachsendes Problem erfolgreich aufmerksam gemacht. Um künftig Faschismus zu verhindern, sind alle demokratischen Kräfte aufgerufen, zum Wohle Österreichs zusammenzuarbeiten.
- 12:54 Hobby Ökonomikus
Wie stehen Sie zu deutschnationalen Burschenschaften wie Wiking oder Wartburg?
ANTWORT VON Martin Graf:
Ich kenne weder eine Burschenschaft mit dem Namen Wikung noch mit dem Namen Wartburg.
- 12:57 nicephor
Halten Sie die Einführung eines Mehrheitswahlrechts (in welcher genauen Ausführung auch immer) in Österreich für sinnvoll?
ANTWORT VON Martin Graf:
Nein. In meinem Buch habe ich im Vorwort mich mit dem Mehrheitswahlrecht bzw. den Gründen dafür auseinandergesetzt und dargelegt, aus welcher meiner Meinung nach undemokratischen Haltung heraus es viele Menschen gibt, die für ein Mehrheitswahlrecht eintreten.
- 13:00 Anatol
Sehr geehrter Herr Graf! Welche Einstellung haben Sie eigentlich gegenüber der Europäischen Union? Wollen Sie ebenfalls einen Austritt, so wie das von der FPÖ mehrmals angedeutet wurde?
ANTWORT VON Martin Graf:
Die FPÖ hat keine Andeutungen zu einem Austritt aus der EU gemacht. In der Diskussion haben wir uns auch mit dem Thema beschäftigt, was zu unternehmen wäre, wenn es nicht gelingt, die Interessen Österreichs in der EU nachhaltig durchzusetzen. In diesem Fall darf es kein Tabu sein, nach ergebnislosen Versuchen einen Austritt in Erwägung zu ziehen. Grundsätzlich will die FPÖ eine EU anderen Zuschnitts nach dem Vorbild De Gaulles - ein Europa der eigenständigen Vaterländer.
- 13:05 se-michi
In einem Flugblatt, welches von der Burschenschaft Olympia ausgegeben wurde in den 90er Jahren erschien folgendes Zitat: „Bist du häßlich, fett, krank oder fremd im Lande, bist Du von Sorgenfalten, Weltschmerz oder linksliberaler Gesinnung gepeinigt, trägst Du alternative oder Schicky-Kleidung oder gar ein Flinserl im Oher, studierst du Psychologie, Politologie oder Theologie oder gar nicht, hast du den Wehrdienst verweigert oder eine Freundin mit, die weder schön noch still ist, kurz: bist Du auf irgendeine Weise abnormal oder unfröhlich, dann bleib lieber zu Hause.“ Distanzieren Sie sich von so einer Aussage oder halten sie diese für richtig?
ANTWORT VON Martin Graf:
Dieses Flugblatt stammt aus den 80er-Jahren, war eher als witziger Gag gemeint, der in der Öffentlichkeit gründlich danebengegangen ist. Aus heutiger Sicht müssen wir zur Kenntnis nehmen, das die Political Correctness keinen Spaß versteht. Aus diesem Grunde empfehle ich meiner Burschenschaft, Einladungen bzw. Werbematerialien anders zu gestalten. In den letzten 23 Jahren hat sich die Burschenschaft Olympia an meinen Rat gehalten.
- 13:06 DiePresse.com.Moderator
Danke an Martin Graf, dass er sich für den Chat Zeit genommen hat. Vielen Dank auch an unsere Leser für die vielen Fragen.
- 13:10 Martin Graf
Ich bedanke mich bei allen, die mitgemacht haben, diese Stunde interessant zu gestalten.
Martin Graf im Chat: "Mensuren sind zeitlos"
29.10.2008 | 13:55 | (DiePresse.com)
Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) über Rechtsruck, Entnazifizierung und Burschenschaften: Der wegen seiner Mitgliedschaft in der Burschenschaft "Olympia" umstrittene Graf stellte sich den Fragen der DiePresse.com-User.
59 Kommentare
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Die extreme Linke wird immer schwächer in ihrer Argumentation
Dr. Graf hat die provokanten und dummen Fragen der vereinten links-grünen Extremisten, denen alles, was nicht links von Marx und Ho Chi Minh angesiedelt ist, schon rechtsextrem vorkommt, gut und professionell beantwortet.Mehr ist dazu nicht mehr zu sagen; jetzt beginnt die Sacharbeit im Parlament. Die extreme Linke mag sich sonstwohin beissen, aber ihre große Zeit geht dem Ende entgegen. Ohne einige linke Journalisten und die linksextreme ZIB Redaktion hätt sie überhaupt keine Öffentlichkeit mehr. Gott sei Dank lassen sich immer weniger Wähler davon beeindrucken.
Um mit Wowereit zu sprechen: und das ist gut so!
Re: Die extreme Linke wird immer schwächer in ihrer Argumentation
er hat einfach auf nichts eine wikliche antwort gegeben und ist städnig ausgewichen. aber sie sind ja offenbar leicht zuriedenzustellen...Re: Re: Die extreme Linke wird immer schwächer in ihrer Argumentation
No na! Uns reichen ja schon der Krone-Werner. der Uhudler-Norbi und der Rugia-Wampo! Und das ist gut so! Venceremos! Prost!Kehrt vor der eigenen Tür...
Also ich finde Frauenfußball mindestens genauso unappetitlich wie Mensurenfechten, aber erstens hat das nichts mit einer Qualifikation für ein solches Amt zu tun und zweitens will ich nicht wissen, welche Abgründe sich bei den Freizeitbeschäftigungen linker Gutmenschen auftun.Der Herr Müller freut sich sicher sehr über die Erwähnung seines Namens, denn ohne hätte ihn sicher niemand gekannt.
Wer pro Abtreibung ist und "Flaggerl-Gaggerl"-mäßig sein Land schmäht, hat sowieso keinerlei Legitimation, einen auf "moralisch" zu machen...
piercing
da sich so viele poster sorgen um die psychologishen auswirkungen einer mensur machen, gebe ich zu bedenken, dass diese in erster linie eine höchstpersönliche entscheidung des einzelnen burschenschafters ist. den fürsorglichen postern gebe ich aber noch weiteres zu bedenken: da es sich auch um das verstümmeln bzw. entstellen eines körperteils geht, müssen sie sich in noch viel größerem ausmaß sorgen um die gepiercten, tätowierten machen und in diesem zusammenhang einmal die piercing- und tatoo-studios unter die lupe nehmen. diese steinzeitlichen verstümmelungsrituale sind womöglich dem döw auch ein dorn im auge, gab es doch in dieser zeit noch keine entwickelten demokratien, sondern ausschließlich das faustrecht. ich schlage eine soziologische untersuchung der gepiercten bevölkerungsgruppen vor und in weiterer folge eine integrationsstudie vom döw bzw. den grünen. auf steuergeld natürlich.Je nachdem
An den Kommentaren sieht man's an, daß wer links ist Herrn Graf nicht zuhören will, wer in der Mitte oder rechts ist, wenigsten die Argumente von Herrn Graf zur Kenntnis nimmt. Eigenartig wie in ihren Verhalten extreme Linke und extreme Rechte sich überschneiden.mensurfechten
... hat absolut nichts mit dem fechtsport zu tun! wärend es beim "richtigen" fechten mit degen/florett/säbel auf unglaubliche schnelligkeit, reaktionsfähigkeit und taktik ankommt und schutzkleidung zum vermeiden von verletzungen pflicht ist, wird beim mensurfechten in mehr oder weniger langen "choreographien" aufeinander eingedroschen. jeder der je gefochten hat weiß dass man zuallererst mit der beinarbeit beginnt!und bevor jetzt die hasstiraden von der rechten flanke kommen: sooo links und warmduschrig bin ich gar nicht, aber burschenschaften? wozu? geht doch einfach in eine karaokebar und sprecht ein paar leute an! (das erfordert natürlich ein gewisses maß an gewissen dingen...)
Re: mensurfechten/Karaokebar
Kann mir jemand sagen wozu Karaokebars? Nur um Leute - mit gewissen "Dingen?" - anzusprechen?Re: mensurfechten
Wie realistisch die Regeln der olympischen Fechtdisziplinen sind, ist eine andere Frage, mit der Beinarbeit beginnt man dort, weil die Regeln das eben erfordern und befoerdern. Dass man versucht, mit untergewichtigen Drahtbuegeln Sensoren zu streifen und Gegentreffer sorglos in Kauf nimmt, wenn man nur ein Alzerl schneller ist, destilliert die Essenz der Fechtkunst ja auch nicht gerade heraus. Auf Schnelligkeit, Reaktionsfaehigkeit und Taktik kommt es natuerlich auch bei Mensuren an, nur das die Rahmenbedingungen halt anders sind und weniger vor und zurueck gehopst wird.Re: mensurfechten
Sie wollen Beinarbeit? Wie waere es mit einer Saebelkiste? Das Stillstehen und Nicht-wegzucken bei der Mesur hat vor allem mit dem Mutbeweis zu tun.Mensur...
Mir war in meiner Studentenzeit die Mensa immer lieber als die Mensur! hier wurde ich auf angenehmere Weise meine Zeit los!A propos Mensur:
Wenn es "geil" ist, sich allerlei Metall ins Gesicht oder sonstwohin zu hängen oder mit "coolen" Tatoos den Körper zu verunstalten, dann dürfte auch eine Mensur noch "zeitgemäß" sein!
Re: A propos Mensur:
Piercings und Mensur haben doch überhaupt nichts miteinander zu tun!Bei der Mensur geht es um "Disziplin", "Tapferkeit" und "Überwindung von Ängsten". (?)
Disziplin - ein Begriff, bei dem es mir mittlerweile in so manchem Kontext die Haare aufstellt.
Tapferkeit - kann man heute nur noch durch die Mensur Tapferkeit zeigen? Was bedeutet dieser Begriff eigentlich in diesem Zusammenhang?
Überwindung von Ängsten - das kann man ja wohl auch anders.
Piercings und Tattoos mussten halt irgendwann mal entstehen - ist schon eine Zeit her, na und? Ich hab selber ein Piercing in der Nase, und mir gefällt's. Schon mal was von individueller Freiheit gehört? Jeder kann seinen Körper schmücken, wie er will - basta! Gewöhnen Sie sich dran. Manche Leute machen's, weil's ihnen gefällt, und nicht, weil es "geil" oder "cool" ist.
Genau so.
Der aufrechte Martin Graf genießt unsere Hochachtung.Er sollte 1. Präsident sein, nicht 3.!
Und die Grünen könne sich samt dem DÖW brausen.
Re: Genau so.
Ich kenne Herrn Graf nicht, daher kann ich über ihn persönlich nicht urteilen. Die hirnlose Schmisspartie, die er aus Versorgungsgründen in Seibersdorf untergebracht hat und die uns viel Geld gekostet hat, die hat er allerdings zu verantworten. Als sogenannter guter Steuerzahler (mehr als EUR 100.00,-- ESt pro Jahr) interessieren mich keine "aufrechten Haltungen", sondern ob der Typ für mein Geld etwas leistet. Pour le merite ist nämlich so etwas wie seinerzeit "Made in Gablonz"!Re: Re: Genau so.
Gratulation Herr "Pragmatiker". Sie verdienen mehr als 17.000,00 Euro im Monat.Als Kriecher (ohne aufrechte Haltung) gut erschleimt!
@Pragmatiker
Das ist eben das Übel der Zeit.Ob jemand aufrecht und anständig ist, interessiert Sie nicht, sondern nur der Profit.
Irgendwann werden auch Sie merken, dass Geld nicht alles ist - vielleicht erst dann, wenn Sie selbst Opfer mangelnder Anständigkeit geworden sind.
Re: @Pragmatiker
der pleitestaat ist längst realität und anständigkeit ist weltanschauung-je nach dem wer sich von wem betrogen fühlt. Jeder und jede interessensvertretung möchte für sich das größte stück vom kuchen haben aber dafür ist und wird immer zu wenig geld da sein um die wünsche aller zu befriedigen. desshalb sind die politiker nicht mehr als hampelmänner des geldes(ohne gestaltungsspielraum). mal ehrlich glauben sie denn wirklich noch an das märchen vom politiker der etwas ändern kann? da glaube ich doch lieber an das was ich auf meinem konto habe und damit bewirke ich für mich gute dinge. damit bin ich zwar auch eine marionette des geldes aber es ist immerhin meines geldes und nicht das fremder leute...Re: @Pragmatiker
Erst nachdenken, dann reden(posten).Politiker sind doch nur marionetten des geldes. Ohne geld kann ein politiker nichts bewirken. Im Pleitestaat hilft auch anstand wenig um etwas zu verändern.
Re: Re: @Gast:ich
Erst nachdenken, dann reden(Posten), das gilt auch für Sie.Denn wären Politiker anständig, dann gäbe es den Pleitestaat nicht. Klaro?
Re: Re: Re: Ratio
Der pleitestaat ist realität, und anständig ist immer weltansicht-jeder und jede interessensvertretung möchte das meiste vom kuchen für sich.doch dafür gibt es zu wenig geld und es wird immer zu wenig geld dafür geben um die wünsche aller zu befriedigen. desshalb sind politiker nur hampelmänner des geldes.
Das haben sie mit ihrer beengten weltanschaung wieder nicht in betracht gezogen-gell
Re: Re: Re: @Gast:ich
Der pleitestaat ist realität, und anständig ist immer weltansicht-jeder und jede interessensvertretung möchte das meiste vom kuchen für sich.doch dafür gibt es zu wenig geld und es wird immer zu wenig geld dafür geben um die wünsche aller zu befriedigen. desshalb sind politiker nur hampelmänner des geldes.
Das haben sie mit ihrer beengten weltanschaung wieder nicht in betracht gezogen-gell
Re: Genau so.
die bösen, bösen grünen und der böse döw....dass sie meinen er sollte 1.präsident sein erweckt den eindruck, dass sie um diese uhrzeit schon betrunken sind.Einfach nur unappetitlich
hätte auch noch eine frage gehabt
können sie folgendes wiederholen:"ich bin österreicher" ?
Sie wundern sich ...
Diese "Themen" lese ich normalerweise nur schmunzelnd, aber bei manchen Dingen sollte man einfach nicht schweigen:Wenn Ihnen diese Frage wichtig ist, warum haben Sie diese dann nicht beim Online-Chat gestellt? Weil es Ihnen gar nicht um Antwort ging? Weil nur ein weiterer Versuch ist, mehr oder weniger deutliche Unterstellungen anzubringen? Weil Sie die Grundregeln einer demokratischen Kultur nicht verstanden haben, nicht verstehen wollen oder diese Ihnen einfach nicht wichtig genug sind?
Warum sollten Sie sich auch um demokratische Kultur den Kopf zerbrechen, solange Sie anderen genau diese Missachtung "vorwerfen" (oder besser Unterstellen, denn zum Vorwerfen gehören eben Argumente)?
Ich weiß schon, das Schlimme am Faschismus waren ja nicht die Methoden, sondern nur die falschen Ziele.
Sie wundern sich, warum der selbsternannte "Antifaschismus" für viele Menschen in unserem schönen Österreich nur mehr ein Brechmittel ist?
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