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Rot–Schwarz: Misstöne stören die Schalmeienklänge

29.10.2008 | 18:13 |   (Die Presse)

Wenn die angesagte Konflikt-Vermeidung nicht funktioniert. In der SPÖ macht sich nun Verunsicherung breit.

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Wien (ett). Zwischen Wunschdenken und Wirklichkeit liegen bei SPÖ und ÖVP offenbar Welten. „Wir wollen nicht den Konflikt herausfiltern, sondern den Konsens“, sagte Innenministerin Maria Fekter (ÖVP). „Das Gemeinsame vor das Trennende stellen“, betonte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures. Die beiden Koordinatorinnen der rot-schwarzen Regierungsverhandlungen waren bei ihrer ersten gemeinsamen Pressekonferenz bemüht zu unterstreichen, dass SPÖ und ÖVP diesmal schon bei den Verhandlungen über eine „Koalition neu“ einen anderen Stil pflegen.

Allerdings waren die beiden Parteien kurz zuvor beim Ministerrat in altgewohnter Manier aneinandergekracht. Der Grund: Es gab massive Differenzen rund um den am Nachmittag für das „Österreich“-Gespräch mit allen Parteichefs angekündigten „Kassasturz“ und die Folgen für das Budget. Vor der zweiten großen Verhandlungsrunde heute, Donnerstag, herrschte dicke Luft: Es gab kein gemeinsames Pressefoyer nach der Regierungssitzung. SPÖ-Chef Werner Faymann und ÖVP-Obmann Josef Pröll stapften hastig davon.

In der SPÖ macht sich Verunsicherung breit: Man habe das Gefühl, dass Josef Pröll bei den Verhandlungen auf der Bremse stehe, während man selbst nicht mit gezinkten Karten spiele, wie der „Presse“ versichert wird. Die Stimmung wird von den Sozialdemokraten als „seltsam“ beschrieben.

Beim Presseauftritt von Bures und Fekter, einige hundert Meter weiter im Parlament, waren ganz andere Töne zu hören. Man wolle bei den Regierungsverhandlungen „nicht den Konflikt medial über Wochen hinweg zelebrieren“ (Fekter), Verhandlungspartner der anderen Partei sollen nicht medial unter Druck gesetzt werden. Daher wollen SPÖ und ÖVP einzelne Verhandlungsergebnisse erst verkünden, wenn Konsens besteht. Begründung von Bures: Oft sei in Regierungsverhandlungen schon „so viel Glas zerbrochen“ worden, dass eine Zusammenarbeit danach schwierig gewesen sei.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin macht kein Hehl daraus, dass sie „in so schwierigen Zeiten“ die Zusammenarbeit der beiden größten Parteien weiter für sinnvoll hält. Fekter ließ alles offen: Für sie ist zwar eine Zusammenarbeit auf breiter Ebene grundsätzlich gut. Aber es werde erst die Zeit zeigen, ob bei den Koalitionsverhandlungen die Ergebnisse oder die Konflikte zunehmen. „Daran wird man ablesen können: Geht's oder geht's nicht mit den beiden Parteien.“

Bures ist dafür, nicht alles im Detail im Koalitionspakt zu fixieren: Kurzfristige Maßnahmen – etwa zur Bewältigung der Finanzkrise – sollten genau festgeschrieben werden, längerfristig sollten Zielvorgaben formuliert werden. Ob dies ein Ausweg aus dem Konflikt um die EU-Volksabstimmung sein könnte, ließen die Koordinatorinnen offen.

AUF EINEN BLICK

Koalitionsverhandlungen. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures und ÖVP-Innenministerin Maria Fekter koordinieren die Regierungsverhandlungen, die in acht Untergruppen geführt werden.

Heute, Donnerstag, trifft sich die große Runde mit allen Verhandlern zum zweiten Mal. Themen: Kassasturz sowie Frauen und Familie.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.10.2008)

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22 Kommentare
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hoffentlich wird das nichts

Ich hoffe, daß nichts aus der halbgroßen Koalition wird.

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wie in alten zeiten...

...faymann ist ein würdiger kreisky-epigone: schulden, schulden, schulden; defizit ist egal.

dass das keine lösung ist und das volk nur jahrzehntelang drauf den polpulistischen schwachsinn ausbaden muss, haben wir ja hautnah erlebt - bei kreisky, dem irren.

aber die spö tut, als wäre nichts gewesen, und bejubelt kreisky, den gewissenlosesten politiker seit 1945;

naja, eine partei, die ein che-guevara-denkmal bejubelt...
"man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte..."

Antworten Gast: Leser
30.10.2008 14:58
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Re: wie in alten zeiten...

So weit bracht man gar nicht zurückblicken, Auch der gute Karl heinz hat fleißig Schulden gemacht..

Antworten Gast: Sepp
30.10.2008 10:16
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Re: wie in alten zeiten...

Bis zur Finanzkrise (die bald überstanden sein wird) aber leider zu einer tiefen Rezession führen kann/wird, sind Schulden wohl falsch gewesen. Jetzt ist es aber an der Zeit die 2 Jahre alten Pläne zu überarbeiten, da sich die Umstände redikal verändert haben. Die Masse der Bevölkerung wird viel weniger ausgeben und die Wirtschaft wird das radikal spüren. Ein restriktive Budgetpolitik wird das nicht verbessern (Mit noch weniger Geld geben wir wohl nicht mehr aus, oder?). Vorzeitige Abschreibungen und Bau von Bahnhöfen sind sicher kein Mittel für die Masse der Bevölkerung. Es gibt aber ein Rezept: Steuern runter für alle und Defizit in Kauf nehmen, um die Rezession zu bekämpfen. (nur weniger Geld wird auch die Politik zum Sparen bringen). ÖVP/SPÖ haben noch nicht verstanden, das es diesmal keine Delle, sonderen ein echter Einbruch ist.

my2cent
30.10.2008 10:55
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Re: Re: wie in alten zeiten...

etwas riskant ihr vorschlag, da die leute derzeit verunsichert sind und steuersenkungen angespart werden könnten

und dann haben sie a) kein geld mehr und b) keinen aufschwung aus dem privaten konsum

vielleicht ist es doch nicht ganz so einfach?

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wie in alten zeiten...

...faymann ist ein würdiger kreisky-epigone: schulden, schulden, schulden; defizit ist egal.

dass das keine lösung ist und das volk nur jahrzehntelang drauf den polpulistischen schwachsinn ausbaden muss, haben wir ja hautnah erlebt - bei kreisky, dem irren.

aber die spö tut, als wäre nichts gewesen, und bejubelt kreisky, den gewissenlosesten politiker seit 1945;

naja, eine partei, die ein che-guevara-denkmal bejubelt...
"man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte..."

Gast: Deckard
30.10.2008 07:11
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Keine Angst...

....die schwarzen Brüder kommen schon angekrochen wenn Raiffeisen erst kracht. Denn die- das pfeifen die Spatzen in der Bankenbranche- sitzen gaaanz tief im Island Schlamassel. Und die Wahrheit über die unzähligen schwarzen Gemeinden die sich heftig verspekuliert haben würde auch gewährleisten, daß die ÖVP auf Jahrzehnte nicht mehr in der Regierung ist...

my2cent
30.10.2008 08:14
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Re: Keine Angst...

island wird unabhängig von der raiba gerettet, da sitzen andere kaliber mit im boot als die raiffeisen

Gast: Tom92
29.10.2008 23:23
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Ich bin sowas von

RATTIG! *grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*

Tom93
29.10.2008 20:29
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raus mit der korrupt-unfähigen övp aus der regierung!

die övp will nicht nur immer noch die das AUA-desaster verschuldet habenden manager decken. jetzt will sie auch noch alle versuche die wirtschaftskrise aktiv zu bekämpfen sabotieren. sabotage UND Korruption, das ist zuviel! die spö sollte eine minderheitsregierung bilden, die nötigen maßnahmen ohne övp beschließen und die schuldigen am AUA-skandal bestrafen!

Antworten Gast: Nelkenrot
30.10.2008 11:19
0 0

Re: raus mit der korrupt-unfähigen övp aus der regierung!

Laßt Dr. Faymann und sein Team arbeiten!

Antworten Antworten Gast: xy
30.10.2008 12:36
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Re: Re: raus mit der korrupt-unfähigen övp aus der regierung!

Dr. Faymann?? Seit wann hat der einen Titel????

Antworten Gast: BM
30.10.2008 07:37
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Re: raus mit der korrupt-unfähigen övp aus der regierung!

Bissi kindisch, Ihr Gut-Böse-Schema. Aber der Mühe der Sachlichkeit haben Sie sich ja noch nie unterzogen.

Knieriem
30.10.2008 05:20
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Re: raus mit der korrupt-unfähigen övp aus der regierung!

Ich weiß nicht, was es ist, aber von irgend etwas nehmen Sie zu viel!

Antworten Gast: Lampe
29.10.2008 22:51
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Re: raus mit der korrupt-unfähigen övp aus der regierung!

Also, Ihnen muss wirklich der A... mit Grundeis gehen, sonst wuerden Sie doch nicht so ausfaellig werden. Aber regen Sie sich doch ab, Herr Faymann wird das Werkl schon schupfen.
Als brillanter Taktiker und ausgezeichneter Politiker wird er das Schiff "Oesterreich" mit starker Hand durch alle Gefahren fuehren. Seine sozialistischen Genossen werden ihm tatkraeftig beistehen und nach 5 Jahren Regierung Faymann werden alle voll des Lobes sein.

Oder wird's ganz anders: angschmiert, angschmiert.

Antworten Gast: Leider, Leider
29.10.2008 22:38
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Re: raus mit der korrupt-unfähigen övp aus der regierung!

Hoffentlich bildet die SPÖ eine Minderheitenregierung, dann kann sie zeigen wie tüchtig sie im Wirtschaften ist! Dann haben wir ausgesorgt, denn dann besitzen wir nichts mehr, keinen Konsum. keine BAWAG, die ÖBB ist dank gewerkschaftlicher Hilfe auch schon am Tropf, die AUA pfeift dank streikender Mitarbeiter und unfähiger Manager und Betriebsräten auch schon aus dem letzten Loch und Herr Faymann muß seine Wahlversprechen einhalten. Es wird ein herrliches Leben? Wollen wir das wirklich? Armes Österreich, das hast Du nicht verdient!

Antworten Antworten Gast: klaxer
30.10.2008 00:03
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Re: Re: raus mit der korrupt-unfähigen övp aus der regierung!

Die ÖBB wurde unter VP-Schüssel in 20 verschiedene Firma gespalten und die riesigsten Verluste gibts dort, weil vorm Walde und Huber die Big bosse waren - alles Schüsselvasallen - zahlen alles die Steuerzahler.
Bei der AUA sind ebenso die Chefs von der Schüsseligen Administration eingesetzt worden - und haben alles an die Wand gefahren - werden auch alles die Steuerzahler blechen müssen.
BAWAG war von Gewerkschaft und mußte verkauft werden - keine Geld vom Steuerzahler notwendig gewesen.
Konsum - eine Gesellschaft > Konkurs mit anschließendem Filialenverkauf - auch kein Geld vom Steuerzahler.
Was sagens jetzt Sie Wirtschaftsexperte?

Antworten Gast: Martin S
29.10.2008 20:46
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Re: raus mit der korrupt-unfähigen övp aus der regierung!

Geh#, trinken 's noch a Glaserl Wein und gehen's am besten zum Wampo oder zum Grinsemann, Sie nimmt doch eh keiner Ernst!

harbard
29.10.2008 19:33
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In der SPÖ macht sich nun Verunsicherung breit

...das ist zumindest sicher!

Antworten Gast: G Ast
29.10.2008 20:29
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Re: In der SPÖ macht sich nun Verunsicherung breit

Solange die Giftspritze Fekter mit am Tisch sitzt haben die Sozen sicher nichts zu lachen.

Antworten Antworten Gast: Rudolf
29.10.2008 23:51
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Die SPÖ braucht Fekter nicht

sie hat doch den Wunderwuzzi Faymann, der wird in einer Minderheitsregierung alles bestens regeln....

Antworten Antworten Antworten Gast: Anton
30.10.2008 12:40
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Re: Die SPÖ braucht Fekter nicht

... und der liebe Werner wird auch das Defizit aus der eigenen Tasche zahlen, weil er soo ein Braver ist.