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Fritz Kaltenegger wird neuer Generalsekretär der ÖVP

29.11.2008 | 12:56 |   (DiePresse.com)

Der Direktor des Österreichischen Bauernbundes, Fritz Kaltenegger, wird neuer ÖVP-Generalsekretär. Der Nachfolger von Hannes Missethon gilt als enger Vertrauter von ÖVP-Chef Josef Pröll.

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Mit Fritz Kaltenegger (37) schickt der neue ÖVP-Obmann Josef Pröll einen engen Vertrauensmann in die Parteizentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse. Dem gebürtigen Kärntner kommt dabei die schwierige Aufgabe zu, das Profil der Volkspartei in der Koalition mit der SPÖ zu erhalten und gleichzeitig die angekündigte programmatische Erneuerung umzusetzen.

Kaltenegger gilt im Bauernbund als "absolutes Organisationstalent". Mit Pröll verbindet ihn eine enge Freundschaft und eine langjährige berufliche Beziehung: Vor seinem Wechsel in den Bauernbund war Kaltenegger Prölls Büroleiter im Landwirtschaftsministerium.

Diplomat statt Kampfhund

Kaltenegger folgt auf Hannes Missethon, der sich nach der schweren Wahlniederlage vom 28. September aus der ÖVP-Zentrale verabschieden wird. Seine Kür wird auch als Zeichen dafür gewertet, dass sich die ÖVP nach den offenen Koalitions-Konflikten der vergangenen Jahre nun wieder auf ruhigere Zeiten einstellt: Kaltenegger, wie Pröll Absolvent der Wiener Universität für Bodenkultur (Studienzweig "Landschaftsplanung"), gilt als diplomatisch, besonnen und belastbar und nicht als "Kampfhund" zur Fortsetzung der offenen Konfrontationspolitik der Ära Missethon-Kalina.

Vom Parlamentsklub zum Sekretär

Die Parteikarriere des am 1. August 1971 in Wolfsberg geborenen Bauernsohnes begann im ÖVP-Parlamentsklub, wo er ab Oktober 2001 für Landwirtschaft, Umwelt und den politisch heiklen Temelin-Sonderausschuss zuständig war. Im März 2003 wechselte Kaltenegger als Kabinettschef ins Büro von Landwirtschaftsminister Josef Pröll, das er bis zu seiner Berufung zum Direktor des ÖVP-Bauernbundes mit September 2005 leitete.

Sprungbrett für Parteikarriere

In der ÖVP lässt diese Karriere durchaus auf höhere Weihen hoffen, gingen doch sowohl Neo-Parteichef Pröll als auch sein Vorgänger Wilhelm Molterer den Weg vom Büroleiter im Landwirtschaftsministerium über den Bauernbund-Direktor, bevor sie zum Sprung an die Spitze ansetzten. Und wie viele aus der neuen Führungsriege der ÖVP stand auch Kaltenegger seinem neuen Parteichef in der sogenannten "Perspektivengruppe" bei (als Leiter der Arbeitsgruppe "Lebensräume").

 

 

 

 


 

 

 

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8 Kommentare
Gernot H.
01.12.2008 16:14
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Bauern wohin man sieht....

Und mit welcher Partei werden die bürgerlichen Österreicher bedient? Mit keiner! Die ÖVP wird als Kleine-Landwirte-Partei nicht mehr viel mehr prozent bekommen, als es Bauern gibt, so um die 5%.

Gast: W.G.
30.11.2008 07:53
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Bauern an die Macht

EU und WTO haben die Bauernhöfe dermaßen maltraitiert, daß es keine Arbeitsplätze für Bauernsöhne mehr gibt. Sollten die Herrn aus dem bäuerlichen Eck jedoch genau so flink und treffsicher agieren wie bisher
(der Bauernbund ist in der Analyse und Agitation träger, als das größte vortellbare Trägheitsmoment), und Veränderungen mit Knallerbsenargumenten abspeisen, werden allesamt bald ihren neuen Bauernhof wieder räumen müssen.

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Noch ein Bauer!

Habt Ihr wirklich nur mehr Bauern?
Wo bleibt der Aufschrei des Wirtschaftsbundes?

Horst
29.11.2008 19:34
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Bauern

Der größte Bauer Österreichs kürt einen anderen Bauern. (Die "Furchenzieher" sind am Werk!)

die fliege
30.11.2008 06:53
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Re: Bauern

ziehen sie doch eine eigene furche, aber bitte bergab. legen sie sich hinein und warten sie auf den nächsten regen der sie wegspült! ist das nicht ein guter vorschlag?

Horst
30.11.2008 11:22
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Re: Re: Bauern

Kommt das von einer Fliege aus dem Kuhstall oder dem Schweinestall... (zumal man Fliegen nicht gerade ein hohes Maß an Intelligenz nachsagt.)

die fliege
01.12.2008 06:30
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Re: Re: Re: Bauern

ein hirnloses verzweifeltes reposting!
das bedarf keiner antwort.

Geldfux
29.11.2008 16:47
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Kein Kampfhund,also ein richtiger Bauernbund-Hofhund ?

Wenn nun Pröll und sein Lager in der ÖVP Hannes Missethon als Kampfhund bezeichnen, dann ist dies auch eine hinterhältige Kritik an Herrn Alt-Parteiobmann Molterer.
Aber Molterer war und ist noch immer uneinsichtig. Als man Molterer schon vor Jahren geraten hatte, sein ungepflegtes Stoppelfeld im Gesicht zu entfernen, beanspruchte er dieses als Ausdruck seiner Persönlichkeit. Nun ist er halt auch als politische Person gescheitert. Aber sein Ausspruch:"Es reicht" war richtig, bloss sein Plakattext: "Geben Sie mir ihre Stimme, ich gebe Ihnen mein Wort" erwies sich schon 24 Stunden nach der Wahl als unhaltbares Versprechen.
Was früher in der ÖVP die Mitgliedschaft beim CV für die berufliche Karriere bedeutete, das ist jetzt ein Studium der Landschaftspflege auf der BOKU oder die Mitgliedschaft beim Bauernbund. Zeichen schrulliger, schollenhafter Verbundenheit. Auch die Teilnahme an allen Erntedankfesten ist jetzt Plicht wie der Ruf:"Gelobt sei Pröll in Ewigkeit Amen.!!