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Homo-Ehe: ÖVP will Klärung in den nächsten Monaten

08.12.2008 | 18:17 |   (Die Presse)

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften: ÖVP-Generalsekretär Kaltenegger ist gegen eine Zeremonie am Standesamt.

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Wien (red./APA). In die Diskussion um gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Homo-Ehe kommt nach dem Wechsel an der ÖVP-Führung jetzt Bewegung. Der neue ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger wünscht sich diesbezüglich „in den nächsten Monaten“ eine Klärung.

In der Frage, wo eingetragene Partnerschaften von gleichgeschlechtlichen Paaren geschlossen werden sollen, hat es ÖVP-intern Differenzen gegeben. ÖVP-Chef Josef Pröll war für das Standesamt eingetreten, andere hatten die Bezirksgerichte genannt. Geht es nach Kaltenegger, dann wird zwar eine Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften am Standesamt erfolgen. Eine Zeremonie soll es dort aber nicht geben. „Ich glaube nicht, dass in Österreich die Zeit schon reif ist, eine Zeremonie am Standesamt abzuhalten“, erklärte Kaltenegger am Montag im Interview mit der Austria Presseagentur: „Sollte sich die Gesellschaft ändern, werden wir diese Haltung vielleicht überdenken.“ Generell bleibe die Volkspartei bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften bei ihrer Position „rechtliche Gleichstellung ja, Adoption nein“.

Die Grünen sprachen daraufhin am Montag von einem „ÖVP-Eiertanz“. Die Volkspartei nähere sich „im Schneckentempo“ der Gleichstellung von lesbischen und schwulen Partnerschaften. Die FPÖ betonte ihr Nein zu einer „Homo-Ehe“. Für das BZÖ gibt es gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise wichtigere Themen.

 

Programmdebatte im Frühjahr

ÖVP-Generalsekretär Kaltenegger kündigte außerdem an, dass die ÖVP im Frühjahr die Diskussion über ein neues Parteiprogramm starten werde. Für die Debatte darüber will er sich zwei bis drei Jahre Zeit gönnen: „Ein Jahr ist sicherlich zu wenig.“ Daran sollen sich auch Personen außerhalb der ÖVP, die schon bis Oktober 2007 an der von Pröll geleiteten „Perspektivengruppe“ mitgearbeitet haben, teilnehmen. Das aktuelle Parteiprogramm der ÖVP stammt aus dem Jahr 1995.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.12.2008)

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22 Kommentare
Gast: seltsam
10.12.2008 14:25
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Was mich immer wieder irritiert..

... ist, dass nur allzu gerne (vor allem aus einer bestimmten Richtung) die kirchliche Ehe und die Zivilehe in einen Topf geworfen werden.

Die (römisch-katholische) kirchliche Ehe ist sicherlich eine Reproduktionsgemeinschaft, die vorehelichen und außerehelichen Sex verbietet, und jeden innerehelichen am liebsten mit einem Kind gesegnet sieht. Nur hat es keinerlei Relevanz in einem Rechtsstaat, was eine x-beliebige Religionsgemeischaft von ihren Mitgliedern verlangt. Solange es nicht ungesetzlich ist.

Die Zivilehe ist schlicht ein Geben und Nehmen des Paares gegenüber der Allgemeinheit: zwei erwachsene Menschen übernehmen Verantwortung füreinander, etwa im Krankheitsfall oder bei Einkommensausfall eines Partners, was das Sozialsystem entlastet. Dafür "schenkt" der Staat dem Paar bestimmte Privilegien wie Besuchsrechte oder Bevorzugung im Erbfall.

Und deshalb konservative Proteststürme, weil dieser Vertrag auch gleichgeschlechtlich Liebenden offen stehen soll..? Armselig.

Antworten Gast: doris
10.12.2008 23:49
0 0

Re: Was mich immer wieder irritiert..

Leider ist auch die Zivilehe noch eine Beischlafsgemeinschaft, in der sexuelle Untreue Scheidungstatbestand ist. In diesen Bereich sollte sich der Staat nicht einmischen.

Vielleicht aber sollte Ehe Ehe bleiben, da sie offenbar einem weit verbreiteten Bedürfnis entspricht und auch sinnvoll ist als rechtlicher Schutz von Familien mit Kindern.

Darüber hinaus braucht es aber ein Rechtsinstitut für zwei Menschen (egal welchen Geschlechts, unabhängig von ihrer sexuellen Einstellung und Beziehung), die als Partner bereit sind, dauerhaft ein definiertes Bündel an Pflichten, Obsorge und Verantwortung für einander zu übernehmen, das sonst der Staat übernehmen müsste. Sie verdienen daher auch den Schutz jener Rechte, die sie sich gegenseitig einräumen. Ich wäre dagegen, hier wiederum nur gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu privilegieren. Auch 2 alte Freundinnen/Schwestern, die für einander da sein wollen und Hetero-Partnerschaften sollten möglich sein.

Silvester
10.12.2008 08:42
0 0

Es ist ja alles klar!

Homo-ehe ist Unsinn!

Tut¿s endlich einmal was für die normalen Familien!

Begriffserklärung:

Normale Familie = Vater, Mutter, Kinder (im Idealfall ist der Mann der Familienerhalter und die Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder.)
Darum sollte sich die ÖVP endlich kümmern und nicht um solchen Schmarren wie Homo-Ehe!


Antworten Gast: Gast
10.12.2008 15:13
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Re: Es ist ja alles klar!

Im Idealfall?
Warum? Viele Frauen gehen auch gern arbeiten und können ebensogut Geld verdienen wie Männer? Warum sollte nicht auch der Mann zu Hause bleiben?

Was, wenn plötzlich Ihr Kind erklärt, dass es schwul ist? Soll schon in den besten und traditionellsten Familien vorgekommen sein. Sagen Sie ihm dann auch, das ist ein Schmarrn?
Ist es Schmarrn, nur weil es Sie nicht betrifft?
Ist "normal" nur, was Sie verstehen können?
Ist die "normale" Familie bei dieser Scheidungsrate nicht genauso gut die, das jede 2. Familie geschieden ist?

Gast: Gast
09.12.2008 15:25
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Kleinkariert

Wie kann man nur so kleinkariert sein.
Wer wird gestört darin, wenn Homosexuelle sich wie Heteros versprechen einen Bund einzugehen?
Es wird keine einzige Ehe weniger geben bei den Heteros. Die Ehe wird doch nicht dadurch gefährdet, dass auch Homosexuelle sie für sich selbst ernst nehmen.

0 0

Re: Kleinkariert

was heißt hier kleinkariert?
man kann doch nicht zwei dinge gleichstellen, die nicht gleich sind.
es ist etwas besonderes, wenn frau und mann sich verbinden, denn auch die homos wurden so gezeugt und nicht anders und diese besondere stellung soll auch als solche erkennbar bleiben.

Antworten Antworten Gast: Gast
10.12.2008 15:16
0 0

Re: Re: Kleinkariert

Für ein Homosexuelles Paar ist es genauso etwas besonderes, wenn sie sich verbinden. Was ist denn an heteros besser? Wo ist das Besondere?

Warum ist die Liebe nicht gleich? Gehen Sie in die Kirche? Falls ja: hätte jesus sich daran gestört wenn Männer Männer oder Frauen Frauen lieben? Und in diesem Fall: beruhigen Sie sich: in der Kirche ist es eh nicht möglich.
Falls nein: dann ist es ohnedies keine besondere Zeremonie sondern ein 15 Minuten-(Fest)-Akt am Standesamt, den andere nicht einmal mitbekommen, warum wollen Sie sich daran stören?

Es stört also Mann und Frau, wenn Männer sich aus dem selben (hoffentlich) Gedanken auch verbinden wollen: weil sie sich ehrlich lieben?

harbard
09.12.2008 14:39
0 0

ÖVP will Klärung in den nächsten Monaten

...vorher wird eine erhebung gemacht!
...im "christlich-sozialen" umfeld!

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Wenn sich zwei verstehen kann es sein dass Hormonelle oder geistige Hintergründe eine wichtige Rolle spielen!

Wer wann wen in seine Erbschaft einbezieht ist keiner Bewilligung durch Dritte notwendig.

Renten und Versorgung sind dabei tatsächlich ein heikles Thema, betrachtet man die Einbürgerungsschwindeleien.

Kinder als Beweis des Vollzugs sind auch nicht das Beweismittel, obwohl über Gentest schon.

Soll eine übertragen HIV-infektion als Beweis gelten? Warum setzt die Politik nicht einfach eine Grenze gegen Folgeschaden?

Bei Homos gibt es keine Scheidung!

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Re: Wenn sich zwei verstehen kann es sein dass Hormonelle oder geistige Hintergründe eine wichtige Rolle spielen!

Renten und Versorgung und Erben sind generell, nicht nur für homos, heikle themen, weil ungerecht und bürokratisch. freuen tun sich nur die notare.

Antworten Gast: frage
09.12.2008 09:31
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HÄ ???


du solltest um 6 in der früh nicht posten

du blamierst dich

Antworten Antworten Kantig
14.12.2008 16:20
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Re: HÄ ??? Das machst Du jedes mal mit HÄ ???


Gast: Gast
08.12.2008 23:43
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„Sollte sich die Gesellschaft ändern, werden wir diese Haltung vielleicht überdenken.“


Bin gespannt, was die urbanen bürgerlichen Wähler dazu sagen…


Gast: Gast
08.12.2008 23:42
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„Ich glaube nicht, dass in Österreich die Zeit schon reif ist, eine Zeremonie am Standesamt abzuhalten“


Vielleicht nicht Herr Kaltenegger, aber Österreich ist reif genug, um es auszuhalten, wenn sich ein Liebespaar einen Blumenstrauß schenkt!


Antworten Gast: Hetero
09.12.2008 13:05
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Re: „Ich glaube nicht, dass in Österreich die Zeit schon reif ist, eine Zeremonie am Standesamt abzuhalten“

Schwachsinnsargument. Weil die HomoEhe ein Blödsinn ist, wird die Zeit dafür NIE reif sein - ob am Standesamt oder sonstwo.

Antworten Antworten Gast: Gast
09.12.2008 15:22
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Re: Re: „Ich glaube nicht, dass in Österreich die Zeit schon reif ist, eine Zeremonie am Standesamt abzuhalten“

Ich nehme an, Sie als Homosexueller schreiben das? Oder?

Gast: Oberkochem
08.12.2008 23:40
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wer braucht das?

Der Zug dampft in die falsche Richtung. Zwar wird man aus rechtstheoretischen Gleichheitserwägungen kaum um eine Gleichstellung hetero- und homosexueller Menschen herumkommen, aber das ginge ungleich besser in einer anderen Richtung. Die geschlechtlichen Präferenzen ihrer Mitglieder sind solange für eine Gesellschaft ohne jegliche Relevanz, solange dadurch die biologische Reproduktion der Gesellschaft nicht ernsthaft gefährdet wird. Anstatt die Homos "anzugleichen", wäre es ungleich vernünftiger alle Rechtswirkungen einer Ehe ohne Nachwuchs auf Null zu reduzieren. Heiraten soll wer auch immer wo auch immer mag. Nur bitte ohne Rechtswirkung im staatlichen Bereich. Einzig die Zeugung (NICHT Adoption) und das Großziehen von Nachwuchs soll mit Rechtsfolgen ausgestattet werden. Alles andere Vorgehen ist grober Unfug. Im klassischen römischen Recht war das übrigens recht ähnlich. Die wußten schon warum ... Für Ehe die Kirche, etc., für Kinder der Staat ....

Gast: BZO
08.12.2008 23:06
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Wichtigeres was??

Schade das DR. Jorg Haider nicht mehr lebt.. sicher eine bessere "gesunde" Einstellung ..die haben Angst..

Gast: Graf Gudenus
08.12.2008 22:37
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Für das BZÖ gibt es gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise wichtigere Themen.

Weicht man Haider Jörg's Lettzte Tage seiner Menschheit aus

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Programmdabatte? Gleichgeschaltete ÖVP braucht Fusionsbeschluß!


Die ÖVP braucht keine Programmdebatte vor dem Hintergrund DIESES Regierungsprogrammes mehr. Wie will sie jetzt noch glaubwürdig irgendwelche Ziele formulieren?

Mein Vorschlag: Die ÖVP möge sich gleich mit der SPÖ und der KronenZeitung fusionieren. Gleichgeschaltet wurde sie ja bereits.

Dann ist endlich Platz für eine ECHTE bürgerliche Partei.

Antworten Gast: CPU
09.12.2008 13:07
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Re: Programmdabatte? Gleichgeschaltete ÖVP braucht Fusionsbeschluß!

ÖVP wählen ist deppert.

Antworten Gast: Gast
08.12.2008 23:47
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@ ECHTE bürgerliche Partei


Nun, Neubau und die Josefstadt sind bereits grün