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Gesundheitsminister Stöger: Kein Foto auf die E-Card

29.12.2008 | 15:20 |   (DiePresse.com)

SP-Minister Alois Stöger beharrt darauf, den defizitären Krankenkassen schon im Jahr 2009 finanziell unter die Arme zu greifen. Die ÖVP will mit der Entschuldung erst 2010 beginnen.

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SP-Gesundheitsminister Alois Stöger hat am Montag seine Pläne für sein Ressort vorgelegt. Stöger hält wenig von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung von Missbrauch der E-Card - etwa Fotos auf der Karte. Hier habe es in der Vergangenheit nicht wirklich präzisierbare Verdachtsmomente gegeben.

"Jeder Arzt und jede Ärztin der sozialen Krankenversicherung kennt ihre Patientin und ihren Patienten", sagte Stöger im Gespräch mit der Austria Presse Agentur: "Aus meiner Sicht: Diese Missbrauchsdiskussion ist eine vorgeschobene." Es werde zwar den einen oder anderen Patienten geben, der mit der falschen E-Card kommt. "Aber nicht mehr als man mit den Krankenscheinen gehabt hat. Ich glaube, die Kosten der Fotos und der Logistik sind hier horrend", so der Gesundheitsminister weiter.

Entschuldung der Krankenkassen 2009

Den defizitären Krankenkassen will Stöger schon im kommenden Jahr unter die Arme greifen. Die vom Obmann der Wiener Gebietskrankenkassen, Franz Bittner, geforderten 150 Millionen Euro wollte Stöger nicht konkret zusagen. Er verspreche Bittner "gar nichts". Sein einziges Versprechen sei, dass er sich "sehr bemühen" werde, dass den Menschen die Leistungen der Krankenkassen in vollem Umfang erhalten bleiben.

Mit der Entschuldung der Kassen will der Minister rasch beginnen, denn das Geld, das sie derzeit für die Zinsen zahlen müssen, "geht den Versicherten direkt ab". Deshalb gelte hier das Motto: "Je schneller desto besser." Wie genau der Entschuldungsplan aussieht und bis wann er abgeschlossen sein soll, ließ Stöger offen. Das werde in einem Verhandlungsprozess geklärt und sei auch von der wirtschaftlichen Entwicklung und vom Budgetpfad abhängig. Klar ist für den Minister aber, dass die Entschuldung vollständig erfolgen werde.

Die ÖVP reagierte am Montag ablehnend auf diese Aussagen Stögers. In der Regierungsvereinbarung sei festgelegt, dass die vereinbarte Teilentschuldung der Krankenkassen durch den Bund in Höhe von 450 Mio. Euro erst im Jahr 2010 beginnt, erklärte VP-Klubobmann Karlheinz Kopf. Die Kassen seien zunächst selbst am Zug, ernsthafte Einsparungsbemühungen zu zeigen.

Schwerpunkt Krankheitsprävention

Mehr Initiativen soll es nach Stögers Plänen in den kommenden Jahren in der Krankheitsprävention geben. "Wir haben ganz massiv vor, hier einen großen Schwerpunkt zu setzen, wo es darum geht, Gesundheitskosten erst gar nicht entstehen zu lassen", so der Minister. Frauen aus niederen Einkommensschichten, Betrieb und Schule sollten hier speziell berücksichtigt werden.

Screeningprogramme: Stöger skeptisch

"Eher sehr, sehr skeptisch" ist Stöger im Gegensatz zu vielen Experten, was generelle Einladungsaktionen zu Screeningprogrammen - beispielsweise auf Brustkrebs - betrifft. In Österreich erkranken pro Jahr rund 4700 Frauen an Brustkrebs, rund 1600 sterben daran. Wissenschafter gehen davon aus, dass Mammografie-Programme mit Einladungen und Wiedereinladungen von Frauen zwischen 50 und 70 die Todesraten um 30 Prozent senken. Andrea Kdolsky hatte eine flächendeckende Brustkrebs-Früherkennung für das Jahr 2010 angepeilt.

Stöger meint aber, dass solche Untersuchungen am besten dann erfolgen sollten, "wenn sie die Ärztin oder der Arzt in einer allgemeinen Vorsorgeuntersuchung als angezeigt erkennt. In diesem Fall soll es die Mammografie geben, durch Fachpersonal angeleitet, aber nicht generell. Ich halte von Einladungsprogrammen nichts."

Elektronische Gesundheitsakte geplant

Die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) soll nach Stögers Plänen bald kommen. Sie will der Minister als Möglichkeit zur Nutzung der modernen Kommunikationstechnik realisieren. "Die Sensibilität der Gesundheitsdaten muss man berücksichtigen", so Stöger. Diese Daten sollten dezentral gespeichert sein, aber die Ärzte sollten auch an für den Patienten sinnvolle Informationen schnell herankommen. Stöger: "Dieses Projekt ist innovativ und sollte auch zügig fortgesetzt werden." Man könnte damit auch Informationsschnittstellen im Gesundheitswesen entschärfen.

(APA/Red.)

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90 Kommentare
 
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aquilo
05.01.2009 20:18
0 0

Missbrauch kann auch dem rotem Machtwillen dienen!

Ein führendes med. Labor in einer Landeshauptstadt wurde von der GKK kontaktiert und mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Bestimungen der Blutgruppe im Rahmen der Mutter-Kind-Pass Untersuchungen falsch seien?
Die Ursache : Der Pass wurde im im Verwandtenkreis herumgreicht und es wurden eben zu verschieden Zeiten verschiedene Blutproben abgenommen!
Big Brother hat es bemerkt, aber er hat ja besseres zu tun, als die ungerechtfertigte Inanspruchnahme von Solidarleistungen zu verhindern und eine Bestrafung dafür zuzulassen. Es ist das ohne jeden Zweifel ein glatter Diebstahl.
Aber die eigentliche Aufgabe von Big Brother SV ist es Wählerstimmen zu optimieren. Und jede Stimme sit eine Stimme, auch wenn diese von Sozialgaunern stammt. Und sie müssen ganz schön wegetreten sein, wenn Sie mehr als einmal raten müssen, welche Partei die maßgeblichen Funktionäre der SV vertreten! Freundschaft!

Antworten Gast: e.e.
17.01.2009 12:26
0 0

Re: Missbrauch kann auch dem rotem Machtwillen dienen!

Vielleicht reduziert sich dann der Missbrauch wenn mit der falschen Blutgruppe behandelt wird.

Insider
01.01.2009 21:09
0 0

Transparenz wirkt auf Rote wie Weihwasser auf den Teufel

Aus diesem Grund weigert sich Stöger die e-card sinnvoll gestalten zu lassen. Ziemlich dumm oder vielleicht auch verschlagen. Solange es noch genug arbeitende Österreicher gibt, denen ungefragt die Sozialversicherung abgeknöpft wird und die, wenn sie spezielle medizinische Betreuung oder Hilfsmittel brauchen, bei den Gebietskrankenkassen als Bittsteller vorsprechen dürfen, muss das ausgenützt werden. Multikulti hat es somit leichter Großfamilien zu versorgen und dankt vielleicht mit Kreuzerln bei Wahlen. Dass eine transparente e-card, wo aktuell eingenommene Medikamente registriert sind, somit sofort kontrolliert werden könnte, ob Neuverschreibungen nicht ungewollte Folgen hätten, doppelte Untersuchungen vermeidbar wären und noch viele andere Vorteile bieten könnte, interessiert den Gesundheitsminister nicht. Sinnvolle Maßnahmen sind nichts für rote Macher. Wozu klare Linien, wenn es umständlich geht?

Gast: mecki
30.12.2008 08:54
0 0

ohne hirn

genosse stöger verhindern sie den mißbrauch der e-cart indem sie ein foto auf der e-cart anbringen lassen. wenn milliarden für migranten und ausländer ausgegeben werden, muss dies doch drinnen sein. und spielen sie den mißbrauch nicht herunter, denn dies glaubt ihnen kein mensch.

Gast: Dublin
30.12.2008 06:52
0 0

Der Stöger schlägt doch alles!

Selbst die Iren schaffen das. Jeder Sitzplatz gegenüber den "Beamten" hat eine Kamera eingebaut. Da wird a Foto geschossen und a Stund später ist der Ausweis MIT FOTO fertig!
Also wenn ich des gestammel des Herren richtig interpretiere sind die Roten depperter als die Iren?!?
GOTT SCHÜTZE ÖSTERREICH!!

Gast: Walter P. Chrysler
29.12.2008 18:48
0 0

Fitnesscenter schlägt Gesundheitsministerium

Bei meinem Fitnessstudio habe ich eine kleine Plastikkarte als Ausweis erhalten. Auf dieser Karte ist auch mein Foto, welches mit einer kleinen Webcam aufgenommen und innert Sekunden auf den Ausweis gedruckt wurde. Warum das bei den E-Card nicht möglich sein soll, verstehe ich nicht. Deswegen bin ich wahrscheinlich auch nicht Gesundheitsminister geworden.

Gast: Neoliberal
29.12.2008 18:41
0 0

Geldwerte Leistungen

Mein Gott, es kostet ja nix. Oder doch? Bei so einem Arztbesuch können schnell mal Kosten von 50-60 Euro zusammenkommen. Und wird ein Rezept ausgestellt, winkt der 100er auch. Aber wir haben es ja. Und wenn schon kein Foto auf der ECard, dann bitte Lichtbildausweis+Ecard. Aber nur bei jenen, die der Arzt nicht kennt. Bei der Bank brauchen Sie ja heutzutage für jeden Furz einen Lichtbildausweis, aber bei der ECard...

Antworten Gast: e.e.
17.01.2009 12:22
0 0

Re: Geldwerte Leistungen

Dort geht die Überprüfung der Identität nicht gegen das Geschäft.

Antworten amornwan
30.12.2008 18:10
0 0

Re: Geldwerte Leistungen

wissen Sie nicht dass Rotfurzer noch 200 Jahre geistig nachhinken? Die Rotwähler sind alle Wähler mit Intelligenz unter 50!

Antworten Antworten Gast: e.e.
17.01.2009 12:21
0 0

Re: Re: Geldwerte Leistungen

anscheinend nicht nur deren Wähler, wie man sieht!

dagegen
29.12.2008 18:14
0 0

Man bekommt wirklich den Eindruck, als

würden die Roten ihrem zukünftigem Stimmvieh (Migranten, noch-Ausländer usw) zuarbeiten.

Da gibt¿s nur zwei Möglichkeiten:
a) der Missbrauch ist zahlentechnisch nicht der Rede wert bzw. völlig harmlos oder
b) gewisse Zeitgenossen versuchen bewusst was zu verstecken.

Mit höherem Verwaltungsaufwand wegen dem Foto und ähnlichen Blödheiten braucht er aber wirklich nicht zu kommen... das is ja lächerlich.

Gast: Idee
29.12.2008 17:53
0 0

Wie verbohrt kann man sein??

E-Card + Lichtbildausweis (Führerschein, Personalausweis, etc...)
UND DAS PROBLEMCHEN IST GELÖST.

Antworten Gast: Idee?
29.12.2008 18:35
0 0

Re: Wie verbohrt kann man sein??

also ich war da in nem gr. Krankenhaus zur Untersuchung - man hat kürzlich einen gültigen Ausweis von mir verlangt und kopiert- ich was sehr überrascht - allerdings nicht negativ - war o.k.
der Ausweis wurde kopiert - gestört hat mich das Vorzeigen gar nicht - das Kopieren schon - jetzt kann jeder dort mein schönes Jugendphoto ansehen, so er/sie in meiner Geschichte blättern darf - Anonymität gleich null - eine Kopie bei Zweifel ja SO Nein!

Antworten Antworten Gast: e.e.
17.01.2009 12:19
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Re: Re: Wie verbohrt kann man sein??

Mal sehen ob der Kopf zum Röntgenbild passt ;)

Antworten amornwan
29.12.2008 18:16
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Re: Wie verbohrt kann man sein??

Wenn Arzt Lichtbildausweis verlangen wäre auch dieses Problem gelöst! Ein HOCH der Ärztlichen Gemütlichkeit auf Kosten der Steuerzahler!!!

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Re: Re: Wie verbohrt kann man sein??

Urlaub unseres Hausarztes.
Reaktion des Arztes, den ich wegen eines Rezeptes besuchte und der mich nicht kannte, auf meine Frage, ob er einen Ausweis sehen möchte - "DAFÜR WÜRDE ER NICHT BEZAHLT!" - !!!
Hauptsache Honorar, alles andere egal?

Antworten Antworten Antworten Gast: genau das ist
30.12.2008 02:07
0 0

das problem - wie verhindert man, dass arzt und ecard-betrüger zusammen eine, wie man milde sagen könnte, "interessensgemeinschaft zu lasten dritter" bilden.


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: e.e.
17.01.2009 12:17
0 0

Re: das problem - wie verhindert man, dass arzt und ecard-betrüger zusammen eine, wie man milde sagen könnte,

Ärzte müssten verpflichtet werden die Identität der behandelten Person, wenn mit der SV abgerechnet wird, zu überprüfen. Sollte sich nachträglich ein Missbrauch herausstellen, dann sollte der Arzt als Mittäter zur Verantwortung gezogen werden. (Beihilfe zum Betrug). Auch eine Bank verlangt einen amtlichen Lichtbildausweiß, wenn Geld transferiert wird. Aber derzeit wird der Arzt nicht gegen sein Geld arbeiten auch wenn Dritte geschädigt werden.
Übrigens auch Jahreskarten der ÖFFIS sind mit Lichtbilder ausgestattet. Warum nur? So leiden Bürger weiter unter unfähige Politiker.

W. Serro
29.12.2008 17:49
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Weltenfremder linker Träumer

Zitat:
"Stöger hält wenig von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung von Missbrauch der E-Card - etwa Fotos auf der Karte. Hier habe es in der Vergangenheit nicht wirklich präzisierbare Verdachtsmomente gegeben."

Das diese Sozis sowas von weltfremd durch das Leben träumen. Einfach sagenhaft.

Bei seiner Rotfilterbrille wundert es einem nicht, dass die OÖ-Gebietskrankenkasse - der er jahrelang vorstand tief in den roten Zahlen steckt.

Und weil er dort versagt hat, haben ihn die Roten einen Ministerposten angeboten.

Na ja - schlechter wie Darabos und der Dauergrinser kann er ja kaum sein.

Gast: leser
29.12.2008 16:53
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wie naiv ist er wohl ?

der mann hat noch nie sich mit den realen tatsachen auseinandergesetzt....oder ? wieso keine fotos + fingerprint... dann wäre das auch ein ausweis...

Antworten W. Serro
29.12.2008 17:50
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Re: wie naiv ist er wohl ?

Er kann sich punkto Naivität mit Darabos durchaus messen;-)

Gast: Weitblick
29.12.2008 16:29
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Warum EINMAL was sinnvolles machen?

Wer mit der eCard schon mal im Ausland war und sie benötigt hat, weiß, dass die eCard OHNE Lichtbildausweis wertlos ist. Jeder Arzt und jedes Krankeinhaus verlangt einen Reisepaß, um überprüfen zu können, ob auch der Patient der rechtmäßig Inhaber der eCard ist.

Unser neuer Gesundheitsminister, so hat man den Eindruck, hat nur das einzige im Sinn, den maroden Kassen und Parteifreunden schnell Geld zuschießen zu wollen. Sinnvolle Lösungen, die verhältnismäßig wenig kosten, dem einzelnen aber viel bringen und auch den Missbrauch vorbeugen, werden abgelehnt.

Merlin
29.12.2008 14:43
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Rote Klientel

Ein Foto kostet ca. 20 Cent pro Karte - aber klar, der Minister will seine rote, arbeitslose, illegal eingewanderte Klientel nicht um ihre unverdienten Gesundheitsleistungen bringen.

Antworten amornwan
01.01.2009 06:57
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Re: Rote Klientel

für meine Wenigkeit bedeutet dies Vorleistung zum massenweisen Betrug!

Antworten megadoc
29.12.2008 15:30
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Unsinn

- sowohl die Kostenangabe, hier geht es ja nicht nur um das Foto allein, sondern auch um die Logistik (Anforderung eines Fotos, Zuordnung, Aufbringung, ....)

- als auch das Gezeter um den Missbrauch; den wird es in einzelnen Fällen geben, aber er wiegt keinesfalls die Mehrkosten auf (nicht einmal einen Bruchteil).

Antworten Antworten amornwan
01.01.2009 07:01
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Re: Unsinn

diese Fettsäcke die in den Büros sitzen werden von den Steuerzahlern/ Beitragszahlern bezahlt und haben zu arbeiten .

 
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