Winter verurteilt: "Muss Religion beleidigen dürfen"

23.01.2009 | 15:08 |  KLAUS HÖFLER (Die Presse)

Die FPÖ-Abgeordnete Susanne Winter wurde zu 24.000 Euro Geldstrafe und drei Monaten bedingter Haft verurteilt. "Ich bin aufgewühlt", sagte Winter nach der Urteilsverkündung. Sie beruft.

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GRAZ. Ihre Verbitterung über das Urteil entlud sich in einer kleinen unbewussten Handbewegung. Während Susanne Winter nach der Urteilsverkündung bereits erste Interviews gab, knickte sie wenige Zentimeter unter dem Strauß von vorgehaltenen Mikrofonen den Stängel der mitgebrachten Schwertlilie zwischen ihren Fingern. Die Blume, Symbol für Reinheit und Unschuld, hatte der FPÖ-Politikern nicht das erhoffte Glück gebracht.

„Ich bin aufgewühlt“, bekannte Winter in einer ersten Replik auf den – nicht rechtskräftigen – Schuldspruch: drei Monate bedingte Haft und 24.000 Euro Geldstrafe unbedingt. „Ein unverständliches Urteil“, befand Winter.

Vor dem Straflandesgericht in Graz musste sich die vormalige Grazer Stadträtin und nunmehrige blaue Nationalratsabgeordnete für ihre umstrittenen Aussagen zum Islam verantworten. Im Rahmen des Gemeinderatswahlkampfs hatte sie vor einem Jahr beim Neujahrstreffen behauptet, der islamische Prophet Mohammed habe den Koran im Rahmen epileptischer Anfälle geschrieben und wäre – weil er ein sechsjähriges Mädchen heiratete – „im heutigen System ein Kinderschänder“. Als Fazit riet sie, „den Islam dorthin zurückzuwerfen, wo er hergekommen ist: jenseits des Mittelmeeres“.

„Diese Aussagen können Hass schüren“, heißt es in der aktuellen Urteilsbegründung. Sie seien keine kritische Auseinandersetzung mit dem Problem, sondern ohne erkennbaren Anlass gemacht worden – „nur um den Applaus bei den Sympathisanten abzuholen“, so der Richter. Der Staatsanwalt vermutet in seinem Plädoyer gar „xenophobe Motivation hinter den Äußerungen“ und fragt sich, „ob Winter aus der Geschichte irgendetwas gelernt hat“.

 

„Wahrheit mit Gottes Hilfe“

Sie wollte nicht hetzen und herabwürdigen, verteidigte sich die FPÖ-Politikerin während der sechsstündigen Verhandlung mehrmals. Sie habe, betonte Winter in ihrem Schlusswort, nur die Wahrheit gesprochen – „meine Wahrheit, und die ist mit Gottes Hilfe gesprochen worden“.

Ihr Verteidiger hatte davor mit offensiveren Argumenten überrascht. „Man muss eine Religion beleidigen dürfen“, Bernhard Lehofer. Man dürfe Muslime nicht nur provozieren – „man muss es sogar machen“, meinte der Advokat. Ergänzt durch den Tipp: „Die muslimische Religion muss lernen, gelassener damit umzugehen.“

Für Winter selbst bleibt der Islam kein österreichisches Kulturgut. Schließlich würden sich auch in Tourismusprospekten keine Moscheen wiederfinden, sondern schöne Berge und Seen. Dieses Bild, das Brauchtum und Gedankengut der nationalen Bevölkerung gelte es möglichst unverfälscht zu erhalten, begründete Winter ihre Ablehnung.

Diese wollte sie aber nur in Richtung „Radikalislam“ verstanden wissen. Warum sie diese Konkretisierung nicht in ihrer Ansprache vorgenommen habe, will der Richter wissen. Einerseits würde man im Rahmen von Wahlkampfveranstaltungen zwar auf verkürzte, provokante Aussagen zurückgreifen, gibt Winter zu bedenken. Andererseits könne man die schlichte Botschaft „Kein Daham dem Radikalislam“ (Slogan der Wahlkampfplakate, Anm.)so verkürzt auch wieder nicht sagen: „Man muss ja 20 Minuten Redezeit ausfüllen“, argumentiert sie. Sie habe jedenfalls keinesfalls religiöse Symbole oder Gefühle verletzen wollen“, beteuert Winter. Sie fühle sich deshalb weiterhin unschuldig und werde den Instanzenweg beschreiten.

Ob sie die Aussagen noch einmal machen würde? „Es sind Kernbotschaften, die die FPÖ weiter vertreten muss – wenn vielleicht auch anders formuliert“, sagt Winter und knetet dabei den Stängel der gebrochenen Lilie weiter.

Die Blume hätte es wissen müssen: „Nicht alle Arten sind winterhart“, heißt es in einschlägigen Gartenmagazinen.

DAS URTEIL

Susanne Winter wurde aufgrund ihrer Aussagen im Gemeinderatswahlkampf wegen Verhetzung nicht rechtskräftig zu einer bedingten Haftstrafe von drei Monaten und zu einer unbedingten Geldstrafe von 24.000 Euro verurteilt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.01.2009)

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1199 Kommentare

Der exakte Tatbestand der Verhetzung, da ist nichts zu deuteln

Gerald, Ihre „logischen“ Klimmzüge sind lesenswert, aber leider falsch!
Mit Verlaub, es ist Unsinn, wenn Sie sagen wollen, Mohammed ist kein Prophet. Er ist ein Prophet, aber eben kein christlicher. Sagen Sie, Mohammed ist kein christlicher Prophet, niemand wird Ihnen das verübeln. Wenn Sie aber sagen, Mohammed ist kein Prophet, dann haben Sie die Moslems gegen sich, weil für die Moslems ist er ein Prophet, der einzige und darum der wichtigste.
Wenn Sie mich provozieren wollen, bitte schön gerne, dann schreibe ich Ihnen auch noch den Wortlaut des § 283 StGB hier herein. Dort geht es nicht darum, wie viele Leute Sie hassen für Ihre Aussage, dort heißt es, wer zu einer feindseligen Handlung gegen eine bestimmte Gruppe auffordert, der ist zu bestrafen. Winter hat aufgefordert, die Moslems „hinter das Mittelmeer zurückzuschmeißen“.
Das ist der exakte Tatbestand der Verhetzung, da ist nichts zu deuteln.

Re: Der exakte Tatbestand der Verhetzung, da ist nichts zu deuteln

Das was Sie da semantisch herumhantieren mit schon Prophet, aber kein christlicher Prophet, ist zwar auch lesenswert, aber haarsträubender Unsinn. Für Christen ist Jesus z.B. Gottessohn und jetzt setzen Sie Jesus und Gottessohn oben in Ihr Posting statt Mohammed und Prophet ein. Da müssten Sie eigentlich selbst merken, wie hanebüchen Ihre verschwurbelten Ausführungen sind. Ein Moslem kann sich durch die Aussage Jesus sei Gottessohn übrigens auch schwer beleidigt fühlen. Ist das jetzt auch ein Fall für § 183, denn damit würdige ich ja seinen Glauben herab? Blöderweise ist es ein zentraler Bestandteil meines Glaubens. Und genau aus diesen Gründen gehören Paragraf 183 und 288 abgeschafft. Ein Staat der seinen Bürger und Parteien per Gesetz vorgeben möchte was sie zu sagen haben, ist einfach nur totalitär und einer freien Demokratie unwürdig.

Einen Beitrag umschreiben, schön, aber wie geht das?

Gerald, Sie reden sich in einen Wirbel hinein. Warum soll oder kann ein Moslem beleidigt sein, wenn ein Christ erklärt, Jesus sei seinem Glauben zufolge Gottessohn? Das müssen Sie mir erklären.
Darüber hinaus schaffe ich es nicht meinen vorauslaufenden Beitrag so umzuschreiben, daß anstelle von Mohammed und Prophet Jesus und Gottessohn zu stehen kommt. Wie soll das gehen. Moslems kennen keinen Gottessohn. Also, was jetzt?
Fest steht demgegenüber, es gibt viele Propheten, christliche, islamische und andere. Mohammed den Prophetenstatus abzuerkennen, beleidigt einen Moslem. Zu sagen, er sei kein christlicher Prophet, ist einfach richtig, nichts sonst. Kein Moslem wird etwas dagegen haben. Diese Aussage ändert ja nichts an seinem Status als Moslem-Prophet.
Was wollen Sie eigentlich?
Nach meinem Eindruck – ich mag mich irren – suchen Sie verzweifelt nach Argumenten, wie Sie den Islam abwerten können, nur damit Sie auf die Moslems eindreschen können. Warum machen Sie das?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Zynicus
24.01.2009 15:14
0

Gerald, es ist sinnlos mit diesem aufgeblasenen Narren zu diskutieren!

Der nimmt sich und seinen verzapften Unsinn so ernst, daß in seinem beschränkten Weltbild andere Meinungen nicht mehr Platz haben. Das sind die Ideologen, die lieber die ganze Welt in Scherben fallen lassen, als ihr Unrecht einzugestehen!

Re: Niemand wird mundtot gemacht, das ist Blödsinn

was sie, bester cicero aber wieder unterschlagen, ist, dass sich in einigen islamischen staaten das vorbild mos im recht widerspiegelt und dass HEUTE kinder an alte männer verheiratet werden. das HEUTE mo als der beste mensch aller zeiten und vorbild von HEUTIGEN angesehen wird.

die halbe wahrheit sagen und die andere hälfte unterschlagen ist auch lüge.

mfg
mc

Hier und anderswo

Ja, ja, Sie Kleinschreiber und daher Kleindenker!
Wir reden hier von Österreich, vom österreichischen Strafgesetzbuch und von einer österreichischen Politikerin, die sich der Verächtlichmachung einer verehrten Person in einer Religion und der Verhetzung gegen diese Religionsgemeinschaft schuldig gemacht hat.
Was in anderen Ländern dieser Erde vor sich geht und ob das gut oder schlecht ist, hat in diesem Zusammenhang überhaupt keine Bedeutung.
Aber niemand hindert Sie, wenn Sie die Verhältnisse in islamischen Ländern für reformbedürftig einschätzen, aufzustehen und eine weltweite Kampagne für diese Reformen zu starten.
Viel Erfolg!
Wenn Sie damit aber nur einen Beitrag leisten wollen zur Verhetzung gegen die hier ansässigen Moslems, die sich an die österreichischen Gesetze halten und daher 9-Jährige nicht als heiratsfähig betrachten, dann wartet auch auf Sie der Strafrichter.
Wie hätten Sie’s gerne?

Antworten Antworten Gast: for freedom of speech
23.01.2009 17:50
0

Re: Re: Religionen und Hendel-Diebe

"Alle, insbesondere auch die hier haufenweise auftretenden Schwadroneure verlangen nur, es straflos übertreten zu dürfen.
Feine Demokraten!"

unsinn.

was "herabwürdigung" darstellt, ist ermessenssache. dieser spielraum kann enger oder weiter ausgelegt werden. er ist von verschiedenen wandelbaren faktoren beeinflusst. aber wie wollen sie das objektivieren?

wären sie auch so eifrig über die "schwadroneure" empört, wenn diese nun rechtskonservative katholiken kritisierten, die einen künstler wegen "herabwürdigender darstellung" von jesus klagen würden?

Antworten und Nicht-Antworten

Du meine Güte, was alles herhalten muß, um Winter verteidigen.
Den Propheten Mohammed, die wichtigste Person im Islam, einen Kinderschänder zu nennen, ist nicht herabwürdigend, das ist nur Ermessenssache? Was es nicht alles gibt!
Wenn Kinderschänder nicht herabwürdigend ist, was ist dann herabwürdigend?
Die Antwort werden Sie wohl schuldig bleiben müssen!

Re: Antworten und Nicht-Antworten

Werter Cicero. Da Sie auf präzise Formulierungen soviel wert legen, erwarte ich die auch von Ihnen. Fr. Winter hat Mohammed keinen Kinderschänder genannt, sondern erklärt, dass er im heutigen System ein solcher wäre.
Wie nennen Sie im heutigen Rechtssystem einen 50jährigen Mann, der an einer 9jährigen die Ehe vollzieht?

Semantik können wir glatt sparen

Gerald, Ihre semantischen Spitzfindigkeiten führen auch nicht zum Ziel.
Winter hat nicht gesagt, ein 50jähriger Mann, der ein 9jähriges Mädchen heiratet ist in unserem Rechtssystem ein Kinderschänder. So etwas kann sie gar nicht sagen, weil in unserem Rechtssystem kein 50jähriger Mann ein 9jähriges Mädchen heiraten kann.
Sie aber sagte, Mohammed wäre ein Kinderschänder, denn er hat ein 9jähriges Mädchen geheiratet.
Daß Frau Winter da etwas in ihrer Dummheit mißverstanden hat, steht auf einem anderen Blatt. Aber bitte, sie hätte mildernde Umstände wegen Dummheit beantragen können.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Austrotürke
24.01.2009 11:39
0

Re: Re: Antworten und Nicht-Antworten

@ Gerald

Ich habe Ihnen schon zig mal widerlegt, daß die Sache mit den 9 Jahren nicht stimmen kann...

Die Wahhabiten nehmen alle Hadithe von Buchari als authentisch an, und richten ihre Gesetzgebung danach...

Deshalb können Sie diesen Hadith, welcher auch in Buchari steht, nicht abstreiten, denn, dann müßten sie auch die anderen Hadithe in frage stellen, und dann würde ihr Rechtssystem zusammenbrechen...

Aber Sie kennen sich nicht einmal in Ihrer eigenen Religion aus, wie soll ich Ihnen den Islam erklären...

Jesus war in religiösen Sachen genauso streng, ich kann Ihnen dies mit dem Neuen Testament belegen...

Aber die meisten von Euch haben sich eine Light-Religion mit Inhaltsleere zusammengeschustert welche euch als Zeitvertreib und Unterhaltung dient...

So wollt Ihr auch den Islam sehen, aber im Islam hat jedes Wort Gewicht, und man muß dafür Rechenschaft ablegen; wenn nicht im Diesseits dann im Jenseits;


Nur, solange das Gesetz gilt, hat er es zu beachten!

Danke für diesen Beitrag!

Speziell von Politikern (wie viel verdient diese Dame durch mein Steuergeld?) sollte man erwarten können, dass sie die aktuellen gesetzlichen Regelungen kennen - egal ob sie das Gesetz mögen oder nicht.

Re: Nur, solange das Gesetz gilt, hat er es zu beachten!

Winter argumentiert das Gesetz wäre vom Gericht falsch angewendet worden. Die Politikerinnen die meinen selbst entscheiden zu können an welche Gesetze sie sich halten müssen und an welche nicht sitzen eher bei den Grünen.

Re: Re: Nur, solange das Gesetz gilt, hat er es zu beachten!

Ich gebe Ihnen recht, dass das Gesetz schwammig ist. Ich bin auch kein Freund dieses Gesetzes.

Ich, persönlich, lehne mich aber lieber auf die sichere Seite, um der Gesellschaft nicht zusätzlich zu schaden.

Antworten Gast: for freedom of speech
23.01.2009 17:31
0

nun gut

dann beschweren sie sich aber in zukunft nicht, wenn ein paar katholiken ihre religion ebenfalls sehr ernst nehmen und anfangen, "empfindlich" auf abfällige äußerungen (selbst wenn sie "humorvoll" gemeint oder ausdruck künstlerischer freiheit wären)zu reagieren.

gleiches recht für alle. was spricht nach ihrer logik dagegen?

Das Recht muß für alle gelten und alle müssen es beachten

Wie kommen Sie auf die Idee, ich könnte mich beschweren, wenn die Katholische Kirche, der ich angehöre, sich gegen Verächtlichmachung ihre Werte und Riten aussprechen würde.
Ich könnte mich eher beschweren, wenn sie es nicht macht.
Aber Sie können ganz ruhig sein, die Katholische Kirche ist erhaben genug einiges ohne Widerspruch auszuhalten.
Im Gegenteil, sie ist erhaben genug, sich für Mißverständnisse zu entschuldigen. Papst Benedikt XVI. hat ein derartiges Mißverständnis in seiner Regensburger Rede ausgelöst und hat sich danach dafür entschuldigt.
Allein dieser Vorgang zeigt, wie wichtig es ist, daß im Strafgesetzbuch die Verächtlichmachung der Religionen untersagt ist.
Im übrigen, gleiches Recht für alle, heißt nicht, alle müssen gleich empfindlich auf einen Mißstand reagieren. Es muß nur das Recht für alle gelten und alle müssen es beachten.

Re: Das Recht muß für alle gelten und alle müssen es beachten

wären sie tatsächlich katholik, was ich sehr sehr schwer bezweifle, wüssten sie, dass sich der papst nicht entschuldigt hat. er hat gesagt, es tut ihm leid, dass man ihn nicht verstanden hat.

sie und katholik, da lachen ja ihre berühmten hühner.

mfg
mc

Schön, wenn meine berühmten Hühner lachen!

Der Papst hat durch ein nicht ausreichend präzisiertes Zitat für Verärgerung bei den Moslems gesorgt. Er wies auf dieses Mißverständnis hin und erklärte, das täte ihm leid. Was ist das sonst als eine Entschuldigung. Diese Entschuldigung bedeutet ja nicht, er hätte sein Zitat zurückgenommen. Aber bitte, das ist minder wichtig.
Was Ihre Zweifel betrifft, ich sei ein Katholik, muß ich Sie enttäuschen.
Nach dem Zweiten Welt.k.rieg war ich eines von 23 Gründungsmitgliedern der Katholischen Jugend Österreich und war jahrelang Spitzenfunktionär in dieser Jugendbewegung. Weil ich kein Berufsjugendlicher werden wollte, wechselte ich später in die Katholische Aktion, nämlich in die Männerbewegung. Jahrelang war ich auch Vorstandsmitglied der von der Österreichischen Bischofskonferenz getragenen Katholischen Filmkommission, in deren Rahmen ich auch kurze Zeit im Internationalen Katholischen Filmbüro, beheimatet am Vatikan, tätig war.
Jetzt lachen meine berühmten Hühner, aber über Sie!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ahaspher
24.01.2009 15:18
0

Re: Re: Das Recht muß für alle gelten und alle müssen es beachten

Sie haben recht! Der Mann scheint einer der Insrigen zu sein, ist aber zu feige, es auch einzugestehen!

Re: Das Recht muß für alle gelten und alle müssen es beachten

Die Logik verstehe ich jetzt nicht. Dass die katholische Kirche erhaben genug ist sich für Mißverständnisse zu entschuldigen zeigt wie wichtig das strafrechtliche Verbot der Verächtlichmachung einer Religion ist?

Mal abgesehen davon, dass es sehr wohl viele Katholiken gab die gegen Haderer, den gekreuzigten Frosch oder sonstige Albernheiten Sturm gelaufen sind, ohne dass sich die Staatsanwaltschaft groß darum gekümmert hätte. Die Erhabenheit des Papstes spielt da keine Rolle, weil das Recht auf Religionsfreiheit auf die Gläubigen und nicht den Pontifex Bezug nimmt.

Gast:
23.01.2009 16:53
0

Die "Dame" ist genauso peinlich wie ihre Anhängerschaft




Antworten Gast: Historiker
24.01.2009 15:21
0

Warte nur ein Weilchen, lieber Gast, dann wird die halb Österreich peinlich sein, wie diese Dame!

Mir ist Österreich heute peinlich! Diese "Regierung" und erst recht seine Peinlichkeit UHBP selbst!!!

Antworten Gast: for freedom of speech
23.01.2009 17:13
0

da haben sie durchaus recht und trotzdem:

dass noch im jahr 2009 ein blasphemie-paragraph zur anwendung kommt, stimmt nicht gerade optimistisch.

"herabwürdigung religiöser lehren" - gehen wir nun fröhlich zurück in die zeit der inquisition?

und sollte etwa die katholische kirche in zukunft auch so empfindlich reagieren?

und wer definiert die grenzen, was als "herabwürdigung" zu verurteilen ist? der spielraum würde wohl von faktoren wie zeitgeist, wachsender intoleranz und politik bestimmt werden.

wie man an den reaktionen auf die karikaturen in dänemark erkennen konnte, haben manche zeitgenossen aber einen eher niedrigen toleranzlevel.

::

was ist der sinn von meinungsverboten? das ändert weder fakten noch denkweisen. mir kommen die politisch korrekten apostel so vor wie kleine kinder, die sich die augen zuhalten und glauben, man sieht sie nicht.

Re: ::

armer deix: morgen werde ich ihn für seine jesus karikaturen klagen! und jeder der über die katholische kirche lästern kommt vor den kadi! kostet neuerdings 24 000 euo im theokratischen österreich!

Re: Re: ::

machen die katholiken terror? töten sie bei kritik menschen? hat man angst vor ihnen? hat man angst davor, wenn man kein genehmes urteil fällt, dass sich katholiken an der familie des richters rächt?

nein, alles muss man mit nein beantworten.

daher wird kein staatsanwalt anklage erheben.

die justiz war und ist stets auf der seite der stärkeren und mächtigen.

mfg
mc

Re: Re: ::

A Propos Deix.

Der hat schon vor drei Jahren erkannt vor wem man zu kuschen hat.

http://www.zeit.de/2006/07/Deix?page=1

Gast: rae turdz
23.01.2009 16:17
0

Lustig finde ich den Kommentar bzgl "linke als Einfallsschneise des Islam"

Aber Hallo? Welcher Landeshauptmann war auf Iranischen Konferenzen und schwadronierte mit Ahmadinedjad über die angebliche Nichtexistenz von Konzentrationslagern? Ich kann Ihnen nur sagen: es war kein Grüner und kein Roter.

Welcher Landeshauptmann ist persönlicher Freund des Sohnes von Gaddhafi und von Udai Hussein? Kein Grüner, kein Roter?

Wo sind die Überschneidungspunkte zwischen Rechtsextremen und Moslems? Beim Judenhass.


Re: Lustig finde ich den Kommentar bzgl

Ich weiß nicht welchen LH Sie mit Ahmadinejad schwadronieren gesehen haben, österreichischer war es jedenfalls keiner.

Gerade in den letzten Wochen gab es zahlreiche Anti-Israeldemos bei denen wüst gegen Israel und die Juden gehetzt wurde. Seltsamerweise waren dort neben den moslemischen Demonstranten fast nur Linke (Antifa) dabei. Wahrscheinlich waren das als Linke getarnte Rechte, gell?

Wahrscheinlich wird das jetzt Ihre heile Welt erschüttern, aber: NationalSOZIALISTEN sind eigentlich Linke, nur eben nationale Linke! Und weiter: Selbsternannte Linke hassen die Juden genausosehr wie die Rechten es tun, weil für sie die Juden das böse Kapital (de Gstopften) verkörpern ("Ostküste" schon mal gehört?). Rechts- und Linksextreme sind also fast deckungsgleich, nur dass die einen an eine dumme Rassenlehre glauben und die anderen alle Menschen gleich machen wollen.

Antworten Antworten Gast: Zynicus
23.01.2009 21:16
0

Richtig!

Alle Ideologen sind letztlich Idioten, die sich das selbständige Denken ersparen wollen!

Gast: Gast
23.01.2009 16:12
0

Gewalt im Islam?!

Muhammed geriet als Prophet in die Situation, einerseits als Künder der ‹Lehre des Geistes› zu wirken und andererseits auch als Oberhaupt einer Gemeinde für diese tätig zu sein.

Also musste er sich zwangsläufig auch mit politischen Belangen befassen. Das war um so schwieriger, weil seine Gemeinde ständigen Angriffen von aussen ausgesetzt war und sie nicht gerade unter friedlichen Umständen leben konnte.

Widersacher waren zuhauf - wie bei allen Propheten, und wie das auch heute noch der Fall ist -, weshalb Muhammeds Gemeinde der stetigen Gefahr ausgesetzt war unterzugehen, wenn sie auf die Angriffe nicht gegenwehrende Stellung bezog.

«Allah verbietet euch nur, mit denen, die euch bekämpft haben des Glaubens wegen und euch aus euren Heimstätten vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben, Freundschaft zu machen. Und wer mit ihnen Freundschaft macht - das sind die Missetäter.»

Vieles in bezug auf seine Person und seine Lehre wurde aber verfälscht.

Re: Gewalt im Islam?!

und christus hat sich töten lassen.

mo hat getötet, eigenhändig und ist HEUTE vorbild für alle mohammer.

mfg
mc

Re: Gewalt im Islam?!

Anscheinend haben Sie noch nie so richtig den Koran und die Hadithen gelesen.

Da der Koran „ewig gültig“ und der Krieg nach islamischer Auffassung erst zu Ende ist, wenn nur noch Allah verehrt wird (Sure 2:193 / Sure 8:39), wird den Kampfes- und Mordbefehlen auch heute noch Folge geleistet. Zum Glück für uns nur von einem Teil der Muslime.

Das sollte uns aber nicht in falscher Sicherheit wiegen. Das zeigen die Zustände in der islamischen Welt, wo systematisch Andersgläubige schikaniert, vertrieben und ermordet werden. Wenn erst einmal der Islam durch Einwanderung und Vermehrung die Vorherrschaft hat, dann könnte es in nicht allzu ferner Zeit ähniche Zustände auch in Europa geben.

Von den weltweit rund 2,1 Milliarden Christen leiden ca. 200 Millionen – also etwa jeder zehnte Christ – wegen ihres Glaubens unter Diskriminierungen, schwerwiegenden Benachteiligungen und zum Teil heftigen Anfeindungen, Folterungen etc.etc..

Quelle IGfM
http://tiny.pl/vccr

Re: Re: Gewalt im Islam?!

das freut doch das linke herz, wenn christen leiden. für diese verfolgten haben sie noch nie ihre ach so gutmenschliche stimme erhoben. im gegenteil.

mfg
mc

Gast: Gast01
23.01.2009 15:53
0

Bitte machen wir Schluss.

Das was hier geschiet, hat mit der freien Meinungsvielfalt nichts zu tun.Einige wenige betreiben hier eine regelrechte Schlacht gegen den Islam unter dem Motto"Freie Meinungsäusserung". Was sich hier abspielt, ist mehr als nur eine Diskussion, sondern eine versuchte Demütigung anders Gläubiger. Die Presse soll nun diese lächerliche "Diskussion" stoppen und verantwortungsvoll handeln.

Antworten Gast: gast
23.01.2009 17:04
0

diskussion stoppen? warum?

ein problem mit der meinungsfreiheit?

guter rat:
versuchen es Sie es mal mit gegenargumenten!

Re: Bitte machen wir Schluss.

Zum besseren Verständnis empfehle ich Ihnen die Lektüre von Artikel in zwei verschiedenen renommierten Blättern:

http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E2671621C1A9B4E51A70E106F774BB376~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2008-14/artikel-2008-14-toetet-sie.html


Antworten Gast: plebs potus
23.01.2009 16:09
0

Re: Bitte machen wir Schluss.

Da bin ich auch dafür:

Filterfunktion für:"Überfremdung", "Grünossin", "Bevölkerungsaustausch", "Gutmensch" u. dgl. Neonazi-Newspeak

Antworten Antworten Gast: gast
23.01.2009 17:15
0

in welche zeiten wünschen sie sich zurück?

wenn sie einen diskurs, einen meinungsaustausch, eine diskussion nicht ertragen, dann ziehen sie sich besser zurück und schauen sie sich die teletubbies an.


Re: in welche zeiten wünschen sie sich zurück?

Interessant, dass es immer Linke sind, die eine Diskussion stoppen wollen wenn sie in Erklärungsnot
geraten.

Bitte machen Sie Schluss und gehen Sie!

Wenn Sie eine offene Diskussion nicht aushalten, dann wechseln Sie ins Standardforum, dort wird der Zensor heute schon knapp vorm Kollaps sein.
Wenn Sie sich gedemütigt vorkommen, weil Ihnen die Argumente ausgegangen sind, so ist das Ihre Sache. Jemanden verbal zu demütigen ist jedenfalls nicht strafbar, solange man ihn nicht beschimpft.
Für mich jedenfalls ist die vergleichsweise moderate Zensur hier ein Grund warum ich diese Zeitung abonniert habe. Ich hoffe es bleibt auch so, sonst werde ich mich nach Alternativen umsehen.

Re: Bitte machen wir Schluss.

Also müssen wir alle der gleichen Meinung sein und den Islam lieben keinesfalls anzweifeln oder wie? Ist das Meinungsfreiheit? Wenn hier die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird wäre das doch nicht legal oder?

Antworten Antworten Gast: gast
23.01.2009 17:23
0

ich frage mich ja langsam

ob die spürbar wachsende angst vor anderen meinungen, aber auch davor, seine meinung offen vertreten zu können, ein aspekt dieser viel beschworenen "bereicherung" darstellt.

selbst die einst so "gesellschaftskritischen" linken intellektuellen halten sich bei diversen sozialen problemen (renaissance patriarchaler haltungen und reaktionärer ideen) vornehm zurück.
es gäbe heute genügend themen, die einer künstlerischen auseinandersetzung bedürften. aber ich vermute, dass einige der denkerhelden und künstlerInnen einfach angst haben, die wirklichen "heißen eisen" anzufassen.
dabei wären grade sie es, die helfen könnten, bestimmte themen nicht den rechten zu überlassen.

Re: ich frage mich ja langsam

die reissen nur die go auf, wie es den herrschenden in den kram passt. vor der religion des friedens werden sie zu bibbernden angsthäschen und ja kein falsches wort sagen. nur gegen christen sind sie sehr stark.

mfg
mc

Gast: Frage
23.01.2009 15:50
0

Wie heißen Richter und Staatsanwalt, die hier für ein Urteil sorgten?

Ich würde gerne wissen, wie der Richter und der Staatsanwalt heißen, die hier Winter einzudunken versuchten. Dass dieses Urteil nicht halten wird ist klar. Spätestens am europäischen Gerichtshof für Menschenrechte muss die Politjustiz klein bei geben.

Trotzdem sind die Namen von Richter und Staatsanwalt von Interesse. Sollte die Moslempartei zusammen mit Kleinparteien wie der SPÖ, den Kommunisten bzw. Grünen eine Regierung bilden können, wissen wir, wer dann Justizminister und Staatssekretär wird.

Es ist in Wahrheit absolut lächerlich, wenn ein Richter ein Gesetz anwendet, hinter dem das Volk in Wahrheit seit Jahrzehnten nicht mehr steht.

Allein die Tatsache, dass es dieses Gesetz noch gibt, zeigt wieder mal wie faul und unfähig die jahrzehntelang uns Quälende Olegarchie von SPÖ und ÖVP ist. Wie kann heute noch, wo doch keine Sau mehr wert auf Religion legt, ein derart volksferne Gesetze noch angewandt werden können?

Antworten Gast: Bald
23.01.2009 16:44
0

Re: Wie heißen Richter und Staatsanwalt, die hier für ein Urteil sorgten?

Wieso, wollen Sie ihnen ein paar Drohbriefe schicken oder selbst vorbeikommen? Sind wir schon wieder so weit?

Re: Wie heißen Richter und Staatsanwalt, die hier für ein Urteil sorgten?

Richter: Christoph Lichtenberg
Staatsanwalt: Wolfgang Redtenbacher

Sagen mir zumindest bisher beide nichts.

Nach der nächsten Wahl ...

... könnten sie aber vielleicht Minister werden?
Oder Verfassungsrichter? Oder ???

Re: Nach der nächsten Wahl ...

... könnten sie aber vielleicht Minister werden?
Oder Verfassungsrichter? Oder ???

Mitglieder im Revolutionsrat.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ceterum censeo
23.01.2009 20:11
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Re: Re: Nach der nächsten Wahl ...

Ich glaube eher, das wird dann "Wohlfahrtsausschuss des Allerbarmers" oder so ähnlich heißen! Schaut euch jedenfalls schon um eine Passage nach Argentinien um.

Nach der nächsten Wahl ...

... könnten sie aber vielleicht Minister werden?
Oder Verfassungsrichter? Oder ???

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