Wien (red./APA). Bei den Verträgen der Krankenkassen mit den Ärzten strebt der neue Vorsitzende des Hauptverbandes der Sozialversicherungen, Hans-Jörg Schelling (ÖVP), eine Verbesserung der Qualitätskontrolle an. Statt der derzeitigen Selbstkontrolle der Qualität der Ärzte durch die Ärztekammer will der Sozialversicherungschef eine „Liste von Qualitäts- und Objektivierungsmaßnahmen“ diskutieren. Bezüglich Sanktionen verwies Schelling im Gespräch mit der Austria Presseagentur darauf, dass in privatrechtlichen Verträgen die „Auflösung aus wichtigen Gründen“ möglich sei.
Derzeit erfolgt die Ärztekammer-interne Kontrolle durch die 2004 gegründete Agentur Gesellschaft für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Medizin GmbH. „Das wäre ungefähr so, wenn die Wirtschaftskammer die Arbeitsinspektoren im eigenen Bereich hätte und dann entscheidet, wo schicken wir wen hin, was kontrollieren wir und wen strafen wir“, meint Schelling. Grundsätzlich ist der neue Sozialversicherungschef aber um eine gute Partnerschaft mit den Ärzten bemüht.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2009)
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