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Humanitäres Bleiberecht: Fekter hat das letzte Wort

24.02.2009 | 18:32 |   (Die Presse)

Der Ministerrat einigte sich auf einen reparierten Entwurf. Die Patenschaften sind keine Voraussetzung mehr, sondern nur noch eine Art letzter Ausweg.

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WIEN(pri/ett). Es war offenkundig beiden Herren ein großes Anliegen, der zuletzt gescholtenen Innenministerin eine Extraportion Lob angedeihen zu lassen. Bundeskanzler Werner Faymann sprach beim Pressefoyer nach dem Ministerrat am Dienstag von einer „sensiblen Materie“ – und Vizekanzler Josef Pröll gratulierte Maria Fekter (ÖVP) zu ihrer „gangbaren Lösung“.

Die sensible Materie nennt sich humanitäres Bleiberecht, auf dessen Neuregelung sich die Regierung soeben verständigt hatte. Was die Regierungsspitze nicht dazusagte: Es handelte sich bereits um den reparierten Entwurf der Innenministerin. Die Erstversion war vor einigen Wochen am Widerstand der Landeshauptleute gescheitert. Also lenkte Fekter in den kritischen Punkten ein.

 

Landeschefs setzten sich durch

Die Letztentscheidung über die Frage, ob ein Aufenthaltstitel gewährt wird oder nicht, liegt nunmehr bei der Innenministerin selbst – und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, bei den Landeshauptleuten. Und die umstrittenen Patenschaften wird es zwar geben, allerdings in deutlich abgeschwächter Form. Sie sind nicht mehr allgemeine Voraussetzung, sondern bloß noch eine Art letzter Ausweg.

 

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Grundsätzlich wird im Rahmen der Asyl- und Fremdenrechtsverfahren künftig automatisch mit untersucht, ob ein Bleiberecht aus humanitären Gründen gewährt wird. Für jene alten Fälle, deren Verfahren vor Mai 2004 begonnen haben, gibt es ein eigenes Antragsrecht auf Landesebene. Das letzte Wort hat, wie erwähnt, die Innenministerin. Ihr wird jedoch ein beratendes Gremium – vulgo: Beirat – zur Seite gestellt. Es wird von NGO und dem Ministerium selbst beschickt. An die Empfehlungen ist die Ministerin de facto nicht gebunden.

Die betroffenen Zuwanderer müssen jedenfalls krankenversichert sein, eine Beschäftigung und eine Wohnmöglichkeit haben. Ist das nicht der Fall, können sie sich einen Paten suchen, dessen Seriosität vom Beirat überpüft wird. Gesetzlich sei ohnedies verboten, dass für eine Patenschaft Gegenleistungen verlangt werden, sagte Faymann. Auch das war nämlich im Erstentwurf kritisiert worden.

 

Fekter „trotzdem zufrieden“

Die Regierungsspitze wähnte sich erfolgreich: Das Ziel sei gewesen, nicht das Signal auszusenden, dass jeder eine humanitäre Ausnahme sei – gleichzeitig sollte aber auch keine restriktive Botschaft übermittelt werden. Die Innenministerin machte erst gar kein Hehl daraus, dass sie sich den Wünschen der Landeshauptleutekonferenz – vor allem in Sachen Letztentscheidung – beugte. Mit dem Gesetz sei sie „trotzdem zufrieden“, gestand Fekter, weil der Grundgedanke ihres ersten Entwurfs erhalten bleibe.

Die gangbare Lösung wusste im Übrigen der steirische Landeshauptmann Franz Voves zu schätzen, der am Dienstag wegen der Schladminger Ski-WM 2013 bei der Bundesregierung vorsprach (und um Geld bat). Er sagte: „Den Wünschen der Landeshauptleute ist überwiegend entsprochen worden.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.02.2009)

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41 Kommentare
 
1 2
Gast: Ludwig Maier
25.02.2009 14:19
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Unfassbar

wie mittelalterlich manche Menschen hier denken. Man sollte meinen, dass nach zwei Weltkriegen und etwaigen Katastrophen die Menschen versuchen sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen. Stattdessen regiert der Penisneid....

Warum kriegt/hat der/die das und ich nicht?

Österreich ist eines der reichsten Länder auf der Welt und manchen hier ist das eigene (umweltverschmutzende) Auto lieber, als einer Familie, die um politisches Asyl angesucht hat das Brot zu gönnen.

Ich gratuliere!! Ich bin wahrlich stolz ein Österreicher zu sein!

Antworten Satori
25.02.2009 15:57
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Re: Unfassbar

viele Österreicher haben kein Mitgefühl mit anderen.
Und warum haben sie kein Mitgefühl mit anderen?
Weil sie ihr Wahre Wesen aus den Augen verloren haben und umher irren in Dunkelheit und Staub.
Sie verstricken sich immer tiefer in die Aussenwelt und verlieren darum ihr Wahres Wesen aus dem Blickfeld.
Immer tiefer versinken sie im Meer der vier Gifte und kommen nicht ans andre Ufer
Wer aber sein Wahres Wesen erschaut hat der entwickelt Mitgefühl mit den empfindenden Wesen.
Dann ist man wie eine Lotusblüte, die im Wasser geboren aus dem Wasser erwächst, sich über das Wasser erhebt, vom Wasser unbefleckt dasteht.

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Re: Unfassbar

Floriani-Prinzip:

Heiliger Sankt Florian, verschone unser Haus, zünd andere an.

(Früher hätte ich das noch nicht ausexplizieren müssen:-)

Antworten Antworten Gast: Ludwig Maier
25.02.2009 15:05
0 0

Re: Re: Unfassbar

Hmmmm, und was ist mit Hiob?

Ich bin nicht katholisch, aber: "Wer geduldig alles ertragen hat, den preisen wir glücklich."

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Re: Re: Re: Unfassbar

Für diese alttestamentarisch-biblische Prüfungsgeschichte braucht man doch nicht katholisch zu sein.

So schwere Prüfungen sind nicht für uns "normale Gläubige" vorgesehen, die sind was für Priester- und Freimaurer-Aufnahmeprüfungen.

Satori
25.02.2009 14:06
0 0

Das Wahre Wesen zu erkennen

heißt ein Buddha zu werden.
Ist man erwacht verschwinden die Trennungenn im EINEM.
Dieses EINE ist ALLES.
Ein Erhabener vollzieht keine Trennungen zwischen sich und anderen. Er weiß wohl dass es sie gibt aber er beachtet sie nicht. Im Himmel und in der Hölle verneigt sich alles vor seinem Glanz.
Wer zwischen sich und andren trennt, der ist hoffnungslos verblendet und bis über beide Ohren im Schlamm versunken und hat sich im Dornengestrüpp der Welt verfangen.

Antworten Crusader18
25.02.2009 14:29
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Re: Das Wahre Wesen zu erkennen


Satori = Fishkopf2 ?


Antworten Antworten Satori
25.02.2009 15:59
0 0

Re: Re: Das Wahre Wesen zu erkennen

Ein Löwe brüllt laut
und jeder hört sein Gebrüll

Einen Schakal hört man nicht einmal
wenn er laut bellt

Antworten Antworten Satori
25.02.2009 14:51
0 0

Re: Re: Das Wahre Wesen zu erkennen

Ah, sieh an ein Brunnenhocker!
Wie kann er raus aus dem Loch?
gar nicht.
Verblendet und voll torheit
geht er durch¿s leben
und ist nicht fähig tiefes
Wissen zu verstehen
Ach, der Arme!

Scion
25.02.2009 10:09
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Pate?

Ich sehe schon die Zukunft. "Organisationen" da wird Greenpeace aufs schützen von Asylanten umsteigen. Haben dann keine Bären mehr am Rücken sondern ein Bild von einem Kültürbereicherer mit Kebap in der Hand (:

"Schützen sie unsere Kultur und werden sie Pate" :)

Monte Rico
25.02.2009 10:03
0 0

Recht auf Asyl

Meiner Meinung gehört die ganze Rechtsprechung betr. Asyl überprüft. wir alle wissen das ca 90-95% der Asylanten, Wirtschaftsflüchtlinge sind. Sie sollten sofort abgeschoben werden. Dann kann man sich der restliche Fälle viel besser annehmen und auch schnell zu Entscheidungen kommen.
Als Beispiel wer wirklich Recht auf Asyl haben sollte könnte man folgendes erwähnen:
1. Christen aus einigen fundamentalistischen muslimischen Staaten.
2. Flüchtlinge aus Darfur, Zimbabwe, Tibet und andere unterdrückte Minderheiten.
Wenn sonst jemand nach österreich kommen will, soll er einen Antrag auf Zuwanderung stellen. Falls er eine Qualifikation besitzt die hier in Österreich gebraucht wird, ist er oder sie herzlich willkommen.

Antworten Gast: Holy Ghost
25.02.2009 19:45
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Re: Recht auf Asyl

Woher haben Sie diese Zahlen, aus dem EKIS System.
Das ist ja inzwischen zum Selbstbedienungsladen geworden.
Hass senkt das Denkvermögen.

Antworten geheimrat
25.02.2009 14:29
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Re: Recht auf Asyl


Es gibt kein Recht auf Asyl. Es gibt nur ein Recht im Asyl.

Antworten Sam Lowry
25.02.2009 12:35
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Re: Recht auf Asyl

[..] wir alle wissen das ca 90-95% der Asylanten, Wirtschaftsflüchtlinge sind [..]

Echt wirklich, sie wissen das? Sie sehen auch beim Aufgriff sofort ob jemand zurückgeschickt werden soll? Ohne Überprüfung und Recherche der Hintergründe? Wow!!

Aber gell, was sollts - wenn der Asylwerber nach Abschiebung in seine Heimat gefoldert oder ermordet wird hat man sich halt geirrt.

Kleine Empfehlung: trennen sie zwischen Einwanderung, Zuzug, Saisonarbeit, Gastarbeit, Familienzusammenführung und ASYL.

ASYL ist eine Frage der Menschlichkeit !!!!!!

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Re: Re: Recht auf Asyl

Es könnte leicht in ein paar Wochen passieren, daß wir Österreicher in die Lage kommen, anderswo um Asyl betteln zu müssen.

0 0

Re: Re: Recht auf Asyl

wollen sie pöbeln und polemisieren oder diskutieren? ich glaube ersteres.

mfg
mc

Monte Rico
25.02.2009 10:02
0 0

Recht auf Asyl

Meiner Meinung gehört die ganze Rechtsprechung betr. Asyl überprüft. wir alle wissen das ca 90-95% der Asylanten, Wirtschaftsflüchtlinge sind. Sie sollten sofort abgeschoben werden. Dann kann man sich der restliche Fälle viel besser annehmen und auch schnell zu Entscheidungen kommen.
Als Beispiel wer wirklich Recht auf Asyl haben sollte könnte man folgendes erwähnen:
1. Christen aus einigen fundamentalistischen muslimischen Staaten.
2. Flüchtlinge aus Darfur, Zimbabwe, Tibet und andere unterdrückte Minderheiten.
Wenn sonst jemand nach österreich kommen will, soll er einen Antrag auf Zuwanderung stellen. Falls er eine Qualifikation besitzt die hier in Österreich gebraucht wird, ist er oder sie herzlich willkommen.

Crusader18
25.02.2009 09:53
0 0

Es gibt kein Bleibe-Recht !


Wer in unserem Land bleiben darf, entscheiden immer noch wir Österreicher !

Wir wollen diese Personen aber nicht hier haben !


Antworten Satori
25.02.2009 19:01
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Re: Es gibt kein Bleibe-Recht !

Zwischen Österreicher und Nicht-Österreicher; wo ist da der Unterschied?
Raus mit der Sprache!

Antworten Antworten Crusader18
26.02.2009 10:34
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Re: Re: Es gibt kein Bleibe-Recht !


Sind Sie so geistig zurückgeblieben, um so einen einfachen Satz nicht zu verstehen ?


Antworten Antworten Antworten Satori
26.02.2009 14:27
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Re: Re: Re: Es gibt kein Bleibe-Recht !

ein grashocker hat noch nie das
Fünftafelgebirg gesehen
und doch sagt er:"Es ist weit"
Das ist doch sehr zurückgeblieben,
oder du Holzschädel, du?

Antworten Antworten Antworten Satori
26.02.2009 14:25
0 0

Hohohoho! durchschaut!

ich verstehe mehr als du,
ich sehe mehr als du,
ich höre mehr als du,
ich fühle mehr als du.
Ich verstehe das gesetz des
Werden und Vergehens
Ich sehe das Unsichtbare
Ich höre das Unhörbare
Und fühle das Fassungslose.
Im Wahren Wesen gibt es
keinen Unterschied zwischen
Nicht und Österreichern
Der Holzschädel da!
der wird¿s nie verstehen!

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Re: Re: Es gibt kein Bleibe-Recht !

> Raus mit der Sprache!

Als ob ICH grad im Zorn quesn wär :-o))

Antworten Gast: grantler
25.02.2009 14:02
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Re: Es gibt kein Bleibe-Recht !

Und ich als Österreicher will so jemanden (intoleranten) nicht in Österreich haben!!

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Re: Re: Es gibt kein Bleibe-Recht !

ojee ... das widerspricht sich ;-)

rekursiv

Antworten Satori
25.02.2009 13:54
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Re: Es gibt kein Innen und Aussen!

Das Wahre Wesen ist ursprünglich rein und ohne Fehler, nur durch Abweichung davon entstehen Fehler.
Das Wahre Wesen ist in den Zehntausend Dingen und die Zehntausend Dinge sind das Wahre Wesen.
Ob einer aus der Ferne kommt oder nicht das spielt keine Rolle, im Seelengrund sind alle dasselbe.
Wer erkennt dass das Wahre Wesen in den Zehntausend Dingen ist, und dass die Zehntausend Dinge eins mit dem Wahren Wesen sind, der ist ein Erleuchteter, ein Sieger, ein Buddha.
Von diesem Standpunkte aus gibt es keinen Unterschied zwischen Innen und Aussen, Gut und Böse oder Fremd und Eigen.
Jemand mit wachen Verstand wird das verstehen und selbst erkennen, die andren sind immer noch in Maras Klauen und mit Fesseln gebunden an den Aussendingen.

 
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