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Regierung: Rekord an Reklame

19.03.2009 | 18:45 |   (Die Presse)

34 Millionen Euro gab Rot-Schwarz 2008 für Öffentlichkeits-Arbeit aus. Werner Faymann und Josef Pröll führen die Reklame-Liste an.

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Wien (oli). Der heutige Bundeskanzler gab als Verkehrsminister im Jahr 2008 6,2 Millionen Euro für Öffentlichkeitsarbeit aus, der damalige Landwirtschaftsminister 4,6 Millionen. Insgesamt gab die Bundesregierung 2008 34,7 Millionen Euro aus. 2007 waren es rund 27,6 Millionen Euro gewesen. 2008 wurde auch der bisherige Rekord aus dem Jahr 2006 (34,1 Millionen Euro) gebrochen. Damals, es regierte noch Schwarz-Blau, war ebenfalls ein Wahljahr gewesen.

Der Grünen-Abgeordnete Karl Öllinger, der diese Zahlen mittels parlamentarischen Anfragen zutage förderte, sah sich auch die Ausgaben in der Vorwahlzeit (die letzten drei Monate vor der Wahl am 28.September 2008) genauer an: In diesem Zeitraum gab die Regierung insgesamt zehn Millionen Euro für Inserate, Kampagnen, Medienkooperationen et cetera aus. „Ein exzessiver Missbrauch von Steuergeldern für Wahlpropaganda“, wie Öllinger findet.

Bemerkenswert, so Öllinger, sei auch, dass Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) von ihren knapp 3,5 Millionen Euro 1,4 Millionen allein für Medienkooperationen – der Großteil (600.000 Euro) entfiel auf die Tageszeitung „Österreich“ – ausgegeben hat.

Schmied hat immerhin richtige Zahlen abgeliefert. Andere Ministerien, kritisiert Öllinger, hätten das nicht getan. Das Frauen-, das Landwirtschafts-, das Wissenschaftsministerium hätten Zahlen genannt, die so nicht stimmen könnten und viel zu niedrig angesetzt seien. Beim Landwirtschaftsministerium würden allein schon die Einzelposten für Inserate und Medienkooperationen zusammengezählt einen höheren Betrag ergeben als die vom Ministerium übermittelte Gesamtsumme der Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit.

 

Grüne: Lockl-Nachfolger heute

In Öllingers Partei, bei den Grünen, steht heute, Freitag, eine Personalentscheidung an: Der Nachfolger von Lothar Lockl als Kommunikationschef der Grünen wird präsentiert. Lockls zweite Funktion, die des Bundesparteisekretärs, soll erst im Zuge der Parteireform nachbesetzt werden.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.03.2009)

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7 Kommentare
Gast: Michi
21.03.2009 21:00
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Schlechtes Gewissen oder Propaganda ?

Wer mit Taten nicht die Herzen erreicht, der versucht es auf besonderst pefiden Weisen. Diebstahl von Steuergelder nennen es die einen, kein Fingerspitzengefühl im Hinblick der Wirtschaftskriese sehen es die anderen. Unumstritten ist der fehlende Bezug zu Macht und Selbstdarstellung. Vergleicht man im Internet und Berichten aus den Medien die Regime - ob China oder ehemalige Regime in Mitteleuropa, so haben Sie eines gemeinsam: perfekte Propagandamaschinen. Ich komme so wie viele anderen gar nicht umweg diese zu "konsumieren". Ob ich eine Zeitung aufschlage, oder ob ich beim Autofahren die übergroßen Plakatständer sehe, ich werde stets mit "Propaganda" ausgesetzt. Es stellt sich die Frage nach dem Warum? Werbefachmänner sind sich einig - es geht darum, einfache Botschaften zu "fixieren". Dabei ist nicht der Slogen entscheidend, sondern die Regelmässige Aussetzung dessen. Spannend ist die Frage nach dem Wahlausgang, wenn die FPÖ gleichviel investeiren könnte.

harbard
21.03.2009 10:18
0 0

Regierung: Rekord an Reklame

...deswegen wird es auch nicht besser!
...

derpradler
20.03.2009 14:00
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Der blanke HOHN

was diese ZWEI da aufführen!

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467 850 000 öS!!!

dem beispiel von hr. kopf folgend, der im zuge der steuerreform die entlastung ebenfalls in öS angegeben hat, 20 000 im höchstfall, habe ich die werbeausgaben umgerechnet. eine schöne summe!

es dürfte allgemein bekannt sein, dass die größten nieten, bzw. ein schlechtes produkt, massiv beworben werden muß.
gute produkte verkaufen sich auch ohne erhöhten werbeaufwand.

Gast: ET
20.03.2009 08:56
0 0

Mit dieser Volksinformation

wird versucht Tote am Leben zu halten.
Offensichtlich ist der Regierung schon bewusst, dass es bald einen demokratischen Wechsel gibt. Da wird natürlich versucht, dass für die neue Regierung nichts mehr bleibt, wo abkassiert werden kann. Zur Sicherheit hat man auch die kommenden Generationen schon so viel Schulden aufgehalst, dass diese Ungeborenen auch schon abkassiert sind.

Gast: aeiou
20.03.2009 07:49
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Tja, auch mit noch soviel veplemperten Steuereinnahmen

kabn man nicht gesund beten, was krank ist.

Gast: erwintschi
19.03.2009 23:12
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Die brauchens halt

Wenn solche schwachbrüstigen PolitikerInnen keine Ideen haben, schmeißem sie halt auf diese Weise das Stuergeld hinaus.
Aber, wer hat sie denn gewählt?

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