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Vermögenssteuern: Wifo fordert Anhebung

15.04.2009 | 11:29 |   (DiePresse.com)

Das Wirtschafts-Forschungs-Institut ist für höhere Vermögens- und Ökosteuern, um im Gegenzug Arbeit zu entlasten. Die steirische SPÖ betont, dass ihr Wirtschafts-Grundsatzpapier nur Diskussionsgrundlage sei.

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Unterstützung für die Forderung aus Teilen der SPÖ nach höheren Vermögenssteuern kommt vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Wifo-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller plädiert für ein "Gesamtkonzept", in dem Vermögens- und Ökosteuern angehoben werden, um die Lohnnebenkosten vor allem im unteren Einkommensbereich zu senken.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut hat bereits im Vorjahr ein Konzept vorgelegt, das deutlich über die von der Regierung beschlossene Steuerreform hinausging. Während die Regierung eine Entlastung von 2,3 Mrd. Euro beschloss, trat das Wifo für eine Senkung von Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuer um bis zu 5,7 Mrd. Euro ein. Im Gegenzug sollten Steuern auf Energie, Vermögen, Tabak, Alkohol und Glücksspiel um insgesamt bis zu drei Mrd. Euro angehoben werden.

"Unser Strukturreformkonzept gilt nach wie vor", sagte Schratzenstaller gegenüber der APA. Durch die Wirtschaftskrise und die steigende Arbeitslosigkeit sei eine Senkung der Lohnnebenkosten nun "umso dringlicher geworden". Außerdem müsse man sich jetzt schon Gedanken machen, wie die Kosten der Wirtschaftskrise finanziert werden soll. Klarheit werde ein "Kassensturz" nach der Krise bringen: "Wenn die Krise vorbei ist wird man sehen, wie schlimm es um die öffentlichen Finanzen bestellt ist. Schratzenstaller glaubt, dass der "Druck der Verhältnisse" dann den Ausschlag für eine Reform der Steuerstrukturen geben wird. Möglich wäre demnach die Wiedereinführung einer reformierten Erbschafts- und Schenkungssteuer, eine neue Vermögenszuwachssteuer und die Anhebung der Grundsteuer.

Voves-Papier "nur Diskussionsgrundlage"

Ausgelöst worden war die Diskussion von dem steirischen SP-Landeshauptmann Franz Voves. Er wird am Wien das Wirtschafts-Grundsatzpapier der steirischen SPÖ "NEW" ("Neue Europäische Wirtschaftspolitik") vorstellen, in dem die Forderung nach höheren Vermögenssteuern enthalten ist. Im Vorfeld der Präsentation sind die Steirer nun bemüht, den Druck aus der Debatte zu nehmen: Das Papier will man "ausschließlich als Diskussionsgrundlage" verstanden wissen.

Österreich hebt im internationalen Vergleich niedrige Vermögenssteuern ein: Während vermögensbezogene Steuern im OECD-Schnitt 2,0 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, sind es hierzulande nur 0,6 Prozent (stand 2006). Nach Abschaffung der Vermögenssteuer in den 90er Jahren und der Erbschafts- und Schenkungssteuer im Vorjahr existieren in Österreich an Vermögenssteuern nur noch die Grundsteuer der Länder (2008 etwa 600 Mio. Euro), die Grunderwerbssteuer (651,6 Mio. Euro) sowie die Kapitalverkehrssteuer (88,9 Mio. Euro). Zum Vergleich: Allein die Tabaksteuer brachte im Vorjahr 1,424 Mrd. Euro.

 

(APA)

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13 Kommentare
Gast: Thomas Kranz
15.04.2009 18:33
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Wifo fordert Anhebung

Sozial gestaffelte "Breitnersteuern"- "Unbeirrt von all dem Geschrei der steuerscheuen besitzenden Klassen, holen wir uns das zur Erfüllung der vielfachen Gemeindeausgaben notwendige Geld dort, wo es sich wirklich befindet!“ Stammt aus 1929. Breitner wurde 1910, trotz gewerkschaftlichen Tätigkeit, zum Prokuristen der Länderbank ernannt; Hugo Breitner, Sohn eines Börserats, Finanzstadtrat und seine Ideen: Die Betriebs- kosten der Schulzahnkliniken liefern die vier größten Wiener Konditoreien [...] Die Schulärzte zahlt die Nahrungsmittelabgabe des Sacher. Die gleiche Abgabe vom Grand-, Bristol- und Imperial Hotel liefert die Aufwendungen für die Kinderfreibäder. So wurde das städtische Entbindungsheim aus den Steuern der Stundenhotels erbaut und seine Betriebskosten deckt der Jockey-Klub mit den Steuern aus den Pferderennen. Die Vermögenssteuer ist älter als manche die dieses Vorhaben befürworten, gewechselt haben nur die Namen. Diese SPÖ hat Vordenker, aber keine Nachdenker!

Gast: Thomas Kranz
15.04.2009 18:32
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Vermögenssteuern: Wifo fordert Anhebung

Sozial gestaffelte "Breitnersteuern"- "Unbeirrt von all dem Geschrei der steuerscheuen besitzenden Klassen, holen wir uns das zur Erfüllung der vielfachen Gemeindeausgaben notwendige Geld dort, wo es sich wirklich befindet!“ Stammt aus 1929. Breitner wurde 1910, trotz gewerkschaftlichen Tätigkeit, zum Prokuristen der Länderbank ernannt; Hugo Breitner, Sohn eines Börserats, Finanzstadtrat und seine Ideen: Die Betriebs- kosten der Schulzahnkliniken liefern die vier größten Wiener Konditoreien [...] Die Schulärzte zahlt die Nahrungsmittelabgabe des Sacher. Die gleiche Abgabe vom Grand-, Bristol- und Imperial Hotel liefert die Aufwendungen für die Kinderfreibäder. So wurde das städtische Entbindungsheim aus den Steuern der Stundenhotels erbaut und seine Betriebskosten deckt der Jockey-Klub mit den Steuern aus den Pferderennen. Die Vermögenssteuer ist älter als manche die dieses Vorhaben befürworten, gewechselt haben nur die Namen. Diese SPÖ hat Vordenker, aber keine Nachdenker!

Gast: Thomas Kranz
15.04.2009 18:26
0 0

Vermögenssteuern: Wifo fordert Anhebung

Sozial gestaffelte "Breitnersteuern"- "Unbeirrt von all dem Geschrei der steuerscheuen besitzenden Klassen, holen wir uns das zur Erfüllung der vielfachen Gemeindeausgaben notwendige Geld dort, wo es sich wirklich befindet!“ Stammt aus 1929. Breitner wurde 1910, trotz gewerkschaftlichen Tätigkeit, zum Prokuristen der Länderbank ernannt; Hugo Breitner, Sohn eines Börserats, Finanzstadtrat und seine Ideen: Die Betriebs- kosten der Schulzahnkliniken liefern die vier größten Wiener Konditoreien [...] Die Schulärzte zahlt die Nahrungsmittelabgabe des Sacher. Die gleiche Abgabe vom Grand-, Bristol- und Imperial Hotel liefert die Aufwendungen für die Kinderfreibäder. So wurde das städtische Entbindungsheim aus den Steuern der Stundenhotels erbaut und seine Betriebskosten deckt der Jockey-Klub mit den Steuern aus den Pferderennen. Die Vermögenssteuer ist älter als manche die dieses Vorhaben befürworten, gewechselt haben nur die Namen. Diese SPÖ hat Vordenker, aber keine Nachdenker!

Gast: Löser
15.04.2009 15:38
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das Vermögen ist ja bereits besteuert

bevor es zum Vermögen wird - und wenn man es jemals ausgeben will kriegt wieder 70% der Staat durch 100 Steuern die die auf jedem Produkt liegen

erstmal 10% der Beamten entlassen, dann gehts sich auch mit erträglichen Lohnnebenkosten wieder aus

Gast: ASVG-Sklave
15.04.2009 15:20
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Einkommen bis € 50.000 steuerfrei

erst dann beginnen wir über neue Steuern zu reden.

Gast: Peter
15.04.2009 12:46
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Eine Studie geht noch !

Als gelernter Österreicher warte ich eigentlich nur mehr auf eine "aktuelle Studie" aus der hervorgeht, dass 90 % der Österreicher für eine sofortige Besteuerung des Vermögens eintreten.
Wenn man sich die ganzen Veröffentlichungen und Meldungen unserer Politiker (sprich Gewerkschafter und Parteisoldaten - ohne Ahnung was Arbeit in der Privatwirtschaft eigentlich bedeutet) der letzten Zeit anschaut, so finde ich es schockierend, wie unkommentiert die Medien diese Propagandaaktionen hinnehmen. In spätestens zwei Monaten wir genau der Mittelstand wieder bestraft werden, der sich durch Arbeit etwas geschaffen hat. Von Verwaltungsreform, ÖBB, AUA usw. natürlich keine Rede mehr – da schadet man doch nur seiner Klientel.
Freundschaft

Antworten raeter
15.04.2009 15:34
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Die Medien,Totengräber Österreichs.

Kinderarme, feminisierte Bobojournalisten postmoderner Spielart. Was wissen die vom Leben?


Oh Schratzenstaller

so dämlich wie unansehlich.

my2cent
15.04.2009 11:40
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Das WIFO ist für höhere Vermögens- und Ökosteuern, um im Gegenzug Arbeit zu entlasten.


und wer glaubt in österreich sonst noch an den weihnachtsmann?

neue steuern einführen, ja - aber deswegen werden doch keine alten steuern gesenkt

Antworten Gast: Jaja
17.04.2009 15:14
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Re: Das WIFO ist für höhere Vermögens- und Ökosteuern, um im Gegenzug Arbeit zu entlasten.

...genau meine Meinung! Und wenn ich Ökosteuern höre fällt mir gleich wieder eines ein: die Kosten werden an uns abgewälzt, da ja die Produkte teurer werden (ähnlich wie bei der Erhöhung der LKW-Maut)....Da nützt es mir eher wenig, wenn mein Chef kleinere Lohnnebenkosten hat....Ich fand einmal den Vorschlag gut: "Die Lohnnebenkosten ebenfalls dem Arbeitnehmer auszahlen und diesen dann die Steuern selbst beim FInanzamt abführen lassen". Da würde jedem sehr schnell klar werden, WIEVIEL Steuern er/sie WIRKLICH bezahlt. Da würden gleich mehr auf die Barrikaden gehen bei solchen (Schnaps)Ideen.

Gast: Buerger99
15.04.2009 11:35
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Sozialistisches Forschungsinstitut

Anstatt Einsparungen zu Forder fordert dieses kommunistische WIFO weitere Steuererhöhungen!
Eine Entlastung der Artbeit kommt sowieso nicht, alleine die Hacklerregelung läßt die Pensionkosten explodieren, da hat das WIFO den Mund gehalten. Sie sollten sich besser KIFO nennen - Kommunistisches ...
Ein paar Kennzahlen zur Errinnerung:
1.) Österreich hat 25% mehr Pensionisten pro Einwohner als Deutschland.
2.) Österreich hat 50% mehr Beamte per EW als Deutschland
3.) Österreichs Beamte erhalten im Schnitt um 260% mehr Pension als ASVG Pensionisten.

Da ist wohl klar wo jährlich Milliardenbeträge Verschleuder werden. Wer hier nicht angreift redet nur über Peanuts, diese Kosten machen den Großteil des Budgets aus.


Antworten Gast: erwintschi
16.04.2009 13:34
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Re: Sozialistisches Forschungsinstitut

Ja wie recht Sie nur haben.
Budgetexpertin Margit Schratzenstaller sollte sich ihr Lehrgeld zurückgeben lassen.
Hat die Ahnungslose sich noch nie mit den Möglichkeiten einer drastischen Verwaltungsreform beschäftigt?
Rd. 2,7 Mio Hauhalte in Österreich leisten sich 10 Regierungen mit all den unzähligen Ministern obendrein und sogar einen unnötigen Bundespräsidenten.
Warum schaut sie nicht einmal ins Nachbarland Schweiz?
Schaffte man einen gut organisierten Zentralstaat in Österreich ohne Bundesländer, mit wirklich kompetenten Bezirksverwaltungen, könnte man wahrscheinlich den Höchstteuersatz auf zumindest 30 %, wenn nicht auf 25 % senken.
Eine lohende Aufgabe für das WIFO dies einmal durchzurechnen.

Antworten Antworten Gast: Ups
17.04.2009 15:19
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Re: Re: Sozialistisches Forschungsinstitut

Das selbe prädige ich auch schon seit Jahren, aber da müssten die Politiker und deren Freunde ja viel zu viel aufgeben. Und daher wird so etwas nie passieren. Man wird sich doch nicht das über Jahrzente aufgebaute Macht- Posten- und Finanznetz, auf Kosten der Bürger finanziert, zerstören lassen....wo kämen da die Politiker denn hin, wenn sie mal das tun sollten, wofür sie angestellt wurden (gewählt will ich nicht mehr sagen) - nämlich für den Bürger zu arbeiten und nicht umgekehrt!

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