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Budget: Eine Milliarde mehr für Arbeitslose

19.04.2009 | 17:50 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Um die Folgen der Krise abzufedern, hat Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) insgesamt eine deutliche Aufstockung der Mittel vereinbart: Mehr Geld für Pensionen, Pflege, Arbeitslosigkeit.

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WIEN. Im Doppelbudget 2009/10 ist wegen der Folgen der Wirtschaftskrise deutlich mehr Geld als bisher für den Sozialbereich veranschlagt. Allein die Ausgaben für das Arbeitslosengeld werden heuer um 1,1 Milliarden auf rund sechs Milliarden Euro steigen. Für 2010 ist dann nochmals eine Erhöhung eingeplant – um weitere 400 Millionen Euro auf 6,4 Milliarden Euro. Das geht aus den Budgetzahlen hervor, die der „Presse“ vorliegen und aus verlässlicher Quelle am Sonntag bestätigt wurden.

 

Mehr Arbeitslose, mehr Geld

Um die Folgen der Krise abzufedern, hat Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) insgesamt eine deutliche Aufstockung der Mittel vereinbart, wie dies vom Sozialressortchef wegen der Krise auch nachdrücklich verlangt worden war. Zu den Mehrausgaben für das Arbeitslosengeld, die wegen der steigenden Zahl an Arbeitslosen notwendig werden, kommt auch noch eine Erhöhung der Mittel für die sogenannte aktive Arbeitsmarktpolitik, also etwa für Schulungen. Für diesen Budgetbereich werden statt 853 Millionen Euro im Vorjahr 2009 nun rund eine Milliarde Euro locker gemacht. Dazu kommen außertourlich noch 220 Millionen Euro zur Finanzierung der Kurzarbeits-Maßnahmen, die zuletzt immer stärker in Anspruch genommen worden ist.

Schließlich werden auch noch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds zur Abfederung der Folgen der steigenden Arbeitslosenrate eingesetzt.

 

Gut gefüllter Pensionstopf

Auch für die Altersversorgung werden im Doppelbudget deutlich mehr Mittel bereitgestellt. 2009 sind insgesamt aus Bundesmitteln rund 8,4 Milliarden Euro für Pensionen budgetiert, das sind um immerhin 732 Millionen mehr als im Jahr 2008.

Im kommenden Jahr werden dann neuerlich mehr Mittel für die Pensionen von Bundesseite aufgewendet, nämlich 8,84 Milliarden Euro. Damit ist unter anderem auch für eine Erhöhung der Pensionen im kommenden Jahr um 1,8 Prozent vorgesorgt. Mehrausgaben werden auch dadurch verursacht, dass seit der Gesetzesänderung im Vorjahr nun die erste Pensionserhöhung im Gegensatz zu früher bereits im ersten Jahr nach dem Pensionsantritt fällig wird.

 

Pflegegeldbezieher

Mehr Mittel sind auch für die Auszahlung des Pflegegeldes im Doppelbudget ausgehandelt. Heuer steigt dabei das Budget um 200 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr ist eine weitere Aufstockung der Mittel auf rund 1,9 Milliarden Euro eingeplant. Der Grund dafür: Die Zahl der bisher insgesamt knapp 400.000 Bezieher von Pflegegeld steigt stetig. Weniger Geld wird unter anderem für die Versorgung von Kriegsopfern notwendig, weil in diesen Altersgruppen viele Betroffene inzwischen bereits verstorben sind.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.04.2009)

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7 Kommentare
Gast: Guckstdu
20.04.2009 10:29
0 0

=-=-=


Bitte unbedingt auch die Luxus-Pensionisten um ein paar Prozentpunkte auffetten - Blecha und Co wird's freuen.

meinjanur

Gast: ET
20.04.2009 07:19
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Tolles Budget

Mehr Geld für Lehrer, mehr Geld für Pensionisten (gemeint wahrscheinlich Ruhestandsbezüge), mehr Geld für Arbeitslose (bedeutet die Versicherungsbeiträge können nicht mehr ins allgemein Budget fliessen), mehr Geld für die Banken, schöne Gehaltserhöhung für öffentlich Bedienstete 2000.
Dazu die Bauoffensive bei der ÖBB und Asfinag.

Es scheint so zu sein, dass wir alle neu rechnen lernen müssen. Ist 2+2 schon 10?

Auf das endgültige Budget bin ich schon neugierig. Wahrscheinlich ein Schmäh mit 4%, bei der Endabrechnung dann 7-8% für 2009, 2010 könnten wir dann mit Briten gleich ziehen.

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"Mehr Arbeitslose, mehr Geld"

mehr Steuern

Antworten Gast: Tina
21.04.2009 08:53
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Re:

Die Arbeitslose ist eine Versicherungsleistung

Gast: Löser
19.04.2009 23:48
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Wie wäre es, arbeitslose Gastarbeiter nach Hause zu schicken?

Samt arbeitslosem Nachwuchs, Häupl und Glawischnig?

Antworten Gast: Claudia
20.04.2009 09:44
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Re: Wie wäre es, arbeitslose Gastarbeiter nach Hause zu schicken?

...ist dann aber ganz schön blöd, wenn kein günstiger Pfuscher für Dich da wäre...

Antworten Gast: Lets do it
20.04.2009 09:39
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Re: Wie wäre es, arbeitslose Gastarbeiter nach Hause zu schicken?

Wäre das beste, effizienteste und nachhaltigste und wird auch von einem grossen Teil der Bevölkerung herbeigesehnt . Nur unsere politisch korrekten Memmen trauen sich das nie. Die haben viel zu viel Sch... vor denen die es betreffen soll, da lassen sie lieber die Steuerzahler bluten damit das endlos so weitergeht. Aber was werns scho peckn de depperten. Denken sie.