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Trieben: Eine Gemeinde versinkt im Schuldenloch

02.05.2009 | 18:07 |  von Klaus Höfler (Die Presse)

Möglicher Staatsbankrott, überschuldete Bundesländer, konkursreife Gemeinde: Der Pleitegeier kreist über den öffentlichen Gebietskörperschaften. Die obersteirische Kleinstadt Trieben liefert ein Fallbeispiel.

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Um griffige Vergleiche ist Dieter Harzl nicht verlegen. „Die SPÖ hat hier so regiert und agiert wie die SED in der DDR“, sagt der hemdsärmelige ÖVP-Politiker und ehemalige Vizebürgermeister von Trieben.

Was dabei herausgekommen ist, nennt er „einen Sonderfall wie den Holocaust“ und meint damit einen eindrucksvollen Schuldenberg von 30 Millionen Euro. Im vergangenen Herbst führte diese desaströse Art der Finanzpolitik zur Absetzung der Stadtregierung und zur Auflösung des Gemeinderates in der obersteirischen 3822-Einwohner-Stadt. Seither führt Friedrich Zach als vom Land eingesetzter Regierungskommissär die Geschäfte.

Das ist bisweilen kompliziert. „In der Verwaltung hat Chaos geherrscht“, sagt Zach. Unterlagen seien mühsam zu finden. Tatsächlich scheint in der Gemeinde, in der 1962 die erste Volksabstimmung Österreichs stattgefunden hat, eine finanziell wenig nachhaltige Form der Abnick-Demokratie perfektioniert worden zu sein.

Grundlage war eine über die Jahre stabilisierte gemütliche 70- bis 80-Prozent-Mehrheit der SPÖ, deren Proponenten ein gewinnbringendes Doppelpass-Spiel mit dem ab 1952 boomenden örtlichen Magnesitwerk pflegten. So war der von 1960 an 27 Jahre lang regierende Langzeitbürgermeister Hans Grassegger auch Betriebsratsobmann der damaligen Veitscher Magnesit (heute RHI). Ohne SPÖ-Parteibuch ging in der Gemeinde in Sachen Job wenig. Selbst die örtliche Raiffeisenbank hatte einen roten Obmann. Sämtliche Gehaltskonten liefen über die Bank, die Betriebsräte warben für Kredite bei der Raika und nicht wie sonst üblich bei der Bawag, erinnert sich Dieter Harzl.

Prachtvolle Trostlosigkeit. Der Industriekonzern zeigte sich umgekehrt großzügig. Mitten auf dem Hauptplatz spendierte man 1965 ein „Freizeitheim der Veitscher Magnesitwerke“. An den Namen erinnern heute nur noch die Schmutzränder der einst aufgeklebten Buchstaben. Der schmucklos-nüchterne Flachbau mutierte zu einem der Sorgenkinder der kommunalen Verwaltung. Um 34.000 Euro hat die Stadt das sanierungsbedürftige Veranstaltungszentrum gekauft. Das Foyer wurden notdürftig ausgemalt, die WC-Anlage um 71.000 Euro repariert. Drinnen finden regelmäßig Pensionistenstammtische und einmal im Jahr der große Bauernball, das gesellschaftliche Hochamt Triebens, statt.

Auch draußen am Platz regiert prachtvolle Trostlosigkeit. Gleich vor der Kirche erinnert eine mächtige Betonkugel-Skulptur an die römische Pferdewechselstation entlang der Salzroute über die Niederen Tauern. Der „Freundschaftsbrunnen“ wenige Schritte weiter dient als Sammelbehälter für leere Bierdosen und Schnapsflaschen. Im nahen Schaukasten des Fußballklubs SV Trieben hängt der Spielplan vom Herbst 2007. Der Frisör bietet sein Geschäftslokal zur Miete an. Die Wetterstation, ebenfalls eine Spende der Magnesitwerke anlässlich der Fallschirmspringer-Weltmeisterschaft 1992, ist zerstört. Mahnmale einer verhältnismäßig angenehmen Vergangenheit.

Zwar stellte das Magnesitwerk Anfang der 1990er-Jahre seinen Bergbau ein und baute die Hälfte der Mitarbeiter ab, die Ansiedlung des Beschlägeherstellers Maco dämpfte mit eintausend neuen Arbeitsplätzen aber den individuellen Schock. Für die Gemeinde blieb es eine teure Therapie: Man lockte den Betrieb mit einem großzügigen Verzicht auf Kommunalsteuern. Auch von Nachbargemeinden, die ihre Schüler nach Trieben schickten, wurde kein Geld verlangt.

Erste Prüfung. Das zunehmend anwachsende Loch in der Stadtkasse stopfte der damalige Bürgermeister Fritz Weissenbacher unter anderem mit Darlehen. Die Talfahrt Richtung Kriminal begann. In zwölf Fällen soll Weissenbacher die Darlehen (Gesamtsumme 1,5 Millionen Euro) bei verschiedenen Geldinstituten doppelt aufgenommen haben, meist am Gemeinderat vorbei. Zudem wurden von einem SPÖ-nahen Sozialverein 72.000 Euro Schulden aus dem verunglückten Betrieb eines Jugendzentrums übernommen. Vereinskassier war bis zuletzt Harald Stangl (später Bürgermeister der Stadt). Er kann sich heute an Details der Finanzgebarung des Vereins nicht mehr erinnern.

1995 wurde es einer Oppositionsfraktion zu viel. Die Unabhängige Liste Trieben– sie schaffte bei der Gemeinderatswahl 1995 vier Mandate (SPÖ: 16) – brachte eine Aufsichtsbeschwerde ein. Die Bezirkshauptmannschaft verfasste einen 20-seitigen Prüfbericht, in dem bereits Unregelmäßigkeiten aufgezeigt wurden. Zehn Millionen Schilling „groß“ war die Differenz zwischen Rechnungsabschluss und tatsächlichem Stand der Girokonten.

Folgen? Keine. Die Behörden und die Politik im fernen Graz mahnten zwar, Konsequenzen gab es aber nicht.

Freitod des Bürgermeisters. Auch im folgenden Rechnungsabschluss verwies die Opposition, dieses Mal in Form der wieder in den Gemeinderat eingezogenen ÖVP, auf massive Einnahmenrückstände. Die SPÖ-Gemeinderäte nickten die Stücke durch.

Beim Rechnungsabschluss 2006 wurde es aber selbst einer SPÖ-Mandatarin zu viel. Sie stimmte dagegen. Die Opposition beantragte eine Prüfung durch das Land. Der Antrag wurde zwar abgelehnt, das Land aber von sich aus aktiv. Der Druck auf Bürgermeister Weissenbacher wuchs. Bis es ihm zu viel wurde. Er beging im November 2007 Selbstmord. Sein langjähriger Stellvertreter Harald Stangl folgte ihm nach. Er hat mittlerweile ebenfalls Sorgen. Das Landeskriminalamt ermittelt aktuell gegen die im November letzten Jahres abgesetzten Gemeindeverantwortlichen unter anderem wegen nicht ordnungsgemäß eingehobener Gemeindeabgaben und zu Unrecht vergebener Subventionen. „Das wird noch einige Zeit dauern“, heißt es aus der Staatsanwaltschaft Leoben.

Dreifache Gebühren. Trieben – ein Konkursfall? „Eher hypothetisch bei Einrichtungen, die der Allgemeinheit dienen“, wehrt Zach ab. In wenigen Tagen will er ein mit Banken und Firmen ausverhandeltes Entschuldungskonzept fertig haben. Parallel fährt er im Gemeindehaushalt einen strammen Sanierungskurs. Die Kanalgebühren wurden binnen kürzester Zeit verdreifacht, die Wassergebühren um 50 Prozent erhöht, auch für die Müllentsorgung muss man seit 1. Jänner mehr zahlen.

Das klingt drastischer, als es ist, denn über Jahrzehnte wurden in Trieben gar keine oder nur sehr geringe Gebühren eingehoben. Teilweise, so Harzl, sollen auch „Bypass“-Leitungen rund um Wasserzähluhren eingebaut worden sein. Um weniger Landesumlage zahlen zu müssen, sei zudem bei Tankstellen „getrickst“ und auf Abgaben verzichtet worden. Die Gemeindebediensteten wurden mit kostenlosen Gemeindewohnungen und großzügigen Bonuszahlungen bedacht. Bis vor zwei Jahren gab es noch ein 15. Monatsgehalt.

Zahnlose Gemeindeaufsicht. Trieben – ein Einzelfall? „In seiner Dimension sicher“, sinniert Regierungskommissär Zach auf Basis einer beruflichen Erfahrung aus 30 Jahren Gemeindeaufsicht. Ex-Vizebürgermeister Harzl glaubt aber eine allgemeine Tendenz und Schieflage zu erkennen: „Es gibt kaum eine Gemeinde, wo es nicht Sonderzahlungen für Bedienstete gibt.“ Das Generalübel sieht er in der Zahnlosigkeit der Gemeindeordnung („Es gibt keine Konsequenzen, wenn man sich nicht daran hält“) und einem „intellektuellen Defizit“ bei Bürgermeistern. „Die kennen sich nicht aus, übernehmen Haftungen, ohne sich zu informieren und abzusichern, verlassen sich auf den Gemeindesekretär und verteilen Geld wie der Nikolaus“, malt er ein wenig vertrauenserweckendes Zustandsbild österreichischer Kommunalpolitik. „Es könnte sein, dass auch andere Gemeinden in Bedrängnis kommen“, befürchtet Interims-Stadtoberhaupt Zach. Die Wirtschaftskrise und damit in Zusammenhang stehende sinkende Steuereinnahmen verschärfen jedenfalls die Budgetsituation der Kommunen.
Bröckelnder Verputz. In Trieben zog man bis zuletzt alle Register der Budgettechnik, um den Crash zu vermeiden. Das Hallenbad wurde an eine Bank verkauft und zurückgeleast, die Hauptschule ebenfalls. Auf Leasingbasis errichtet wurde auch der Kindergarten. Dessen Reinigungspersonal wurde bis vor kurzem schwarz beschäftigt.
Es half nichts. Die Geldquellen waren endgültig versiegt.

Dabei gäbe es viel zu tun. Der Ausbau des Kanals stockt, das Hallenbad müsste saniert werden, von der Volksschule bröckelt der Verputz, in Seitengassen klaffen teilweise beeindruckende Löcher im Asphalt. Auch vom ältesten Gebäude der Stadt, der 1654 errichteten Taverne, in der heute die Musikschule und der Alpenverein untergebracht sind, fallen Dachziegel auf den mittlerweile abgesperrten Vorplatz.

Harzl schätzt den Investitionsrückstand in der Gemeinde auf sieben Millionen Euro. Zusätzlich zu den Schulden von 30 Millionen. Nicht unpassend klebt am Rathaus, gleich unter dem Stadtwappen beim Eingang, ein „Kummerkasten“. „Brauchen Sie Hilfe“, lässt der örtliche Lions Club darauf fragen und bittet um briefliche Hinweise. Der Briefkasten ist leer. Die Hoffnung scheint den Ort ebenso verlassen zu haben wie viele Jugendliche, die aus Mangel an Jobperspektiven gehen. Der Aufruf des Bundeskanzlers verpufft. „Gemeinsam für Arbeitsplätze kämpfen“, rät er auf einem Plakat an der örtlichen Autobahnanschlussstelle.
Im Herbst soll die nach der Auflösung des Gemeinderats notwendig gewordene Neuwahl stattfinden (der Termin muss bis 24. Mai feststehen). Eilig hat der Landtag bereits die Gemeindewahlordnung novelliert, um die Briefwahl bei Gemeinderatswahlen schon im Herbst zu ermöglichen.

Die Neuerung hätte eigentlich erst bei den im Frühjahr 2010 ohnehin landesweit stattfindenden Gemeinderatswahlen gelten sollen. Mit dem Herbsttermin ersparen sich die Triebener aber wenigstens den Urnengang im Frühjahr. Den Parteien ist das nicht unrecht: Sparen ist gerade en vogue in Trieben.

„Indoktrinierte Bevölkerung.“Harzl hofft jedenfalls, mit seiner ÖVP die Zwei-Drittel-Mehrheit der SPÖ knacken zu können. Die Erfolgsaussichten sind aber trübe, gibt er zu bedenken. Da ist er wieder, der kernige Vergleich mit dem DDR-System: „Die Leute sind indoktriniert, und es ist ihnen ja nicht schlecht gegangen in der Vergangenheit. Sie werden daher trotz aller Skandale wieder die SPÖ wählen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.05.2009)

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24 Kommentare
Gast: Bambam!
07.05.2009 02:58
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Toll Herr Harzl!

Gratulation Herr Harzl.Wie immer, auch in anderen Medien sind sie Herr Harzl und ihre ÖVP nur am kritisieren, wenn sie schon so groß reden und die ÖVP und sich selbst so hoch loben, dann sein sie bitte so ehrlich und bleiben sie bei der Wahrheit!
Es kann nicht sein das es immer nur heisst die ÖVP hätte in Trieben alles aufgedeckt, und die SPÖ sei alleine an allen Schuld!
Wenn sie schon so große Sprüche klopfen, sein sie wenigstens so mutig genug und schreiben sie was unser Herr Alt Bgm. Schweiger mit unserer Situation in Trieben zu tun hat, aber leider wie auch viele andere in Trieben, sind auch sie lieber Hr. Harzl zu feige um diesen Namen zu nennen.
Sehr trauig finde ich das jetzt ein halbes Jahr vor den GR-Wahlen, nur kritisiert wird und geschrieben wird wie schlecht die SPÖ gearbeitet hat! Nicht nur die ÖVP, sondern auch die anderen Kanditaten für die GR-Wahlen sollten sich mal ernsthaft Gedanken machen, Ziel sollte es sein, zusammen arbeiten und Trieben wieder dort hin bringen wo wir einmal waren, nur gegen die SPÖ arbeiten hat keinen Sinn, ausserdem sollte man der neuen SPÖ in Trieben, die mit dem was in Trieben passiert ist, nichts am Hut hat, eine Chance geben, aber so lange es einen Hrn. Harzl gibt der nur kritisiert, alle schlecht macht, und nur sich selbst hochlobt, sehe ich da nicht viel Licht!
Wenn sie lieber Hr. Harzl ein bischen Charakter haben, bitte ich sie einfach nur still zu sein, nicht so viel blödsinn zu verbreiten, und nicht zu den GR-Wahlen anzutreten!

Gast: LLR
04.05.2009 12:54
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LLR

Da ist er wieder, der kernige Vergleich mit dem DDR-System:

Es ist meiner Meinung eine bodenlose Frechheit, den STAAT ÖSTERREICH, das Land Stmk, sowie die Gemeinde Trieben mit der DDR zu vergleichen, sie sollten solche Aussagen in Ihr Trieben Aktiv schreiben, wäre neugirig wie die Triebener Bevölkerung darauf regiert.

Soviel zu Patriatismus!

Für Herrn Harlz aus Wikipedia:
Als Patriotismus wird eine emotionale Verbundenheit mit der eigenen Nation bezeichnet.

Gast: LLR
04.05.2009 11:49
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LLR

Herr Harzl sollte sich besser informieren!!! Die Wetterstation wurde nicht von der RHI gebaut!!!

IST ES SINNVOLL MIT 70 für ein GR-Vorstandsmitglied zu kanditieren?!

Gast: Gast
04.05.2009 08:14
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Holocaust

Wie dumm kann man sein um so ein Wort zu gebrauchen?

Gast: Beobachter
03.05.2009 19:25
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Wien, so wie Trieben...

Hier hat man mittlerweile auch schon die Strassenbahn und das Kanalnetz an Hedge-Funds verkauft. Und die Einkommenssteuer (bei der Postsparkasse) wird mittlerweile auch aun Cerberus bezahlt (dem geheort naemlich die Postsparkasse...)
Die Verbindung Bankster-Sozialisten ist auch nicht neu: Schon Lenin wurde von Wall Street finanziert.

Gast: Blitzky
03.05.2009 17:37
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A propos

In Wien wird ja demnächst wieder gewählt.

Frotzelei
03.05.2009 16:52
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Wer glaubt, es geht in anderen Gemeinden die Selbstbedienung weniger arg um, der irrt.

Es ist noch nicht ganz so weit, aber der Bürger muß zumindest seine Bankeinlagen schon zweimal bezahlen.

Die Banken haben das Ersparte verzockt, so muß denn nochmals eingezahlt werden.

Bankster sein ist ein wahrlich ertragreiches Geschäft. Schafft keine Güter, aber schafft Pleiten.

Antworten Gast: martin s
03.05.2009 17:53
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Re: Wer glaubt, es geht in anderen Gemeinden die Selbstbedienung weniger arg um, der irrt.

was hat die unfähigkeit des spö-gemeinderates hier mit den banken zu tun? gar nix! also behalten Sie ihre weisheiten für sich!

Gast: Hans39
03.05.2009 16:44
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Den Sie wissen nicht was Sie tun.

Den Sie wissen nicht was Sie tun. Dieser Buchtitel ist bezeichnend für vieles in Politik und Beamtensystem.

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71.000€ für Kloreparatur?

Welcher glückliche Künstler durfte denn das Häusl ausgestalten? Andre bauen darum schon ein kleines Haus.

Interessant auch, der Bürgermeister beging Selbstmord und der Vize folgte ihm nach. Der Vize dürfte aber einen guten Bezug zu Jesus haben, denn gleich drauf wird erwähnt dass er weiterhin politische Geschäfte tätigt, offensichtlich wiederauferstanden sein muss ;-)

Gast: ET
03.05.2009 10:03
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Ein beeindruckendes Beispiel des Versagens der Parteibuchwirtschaft

Leider haben wir in Österreich solche Vorgänge in vielen Bereichen. Teilweise sind diese nicht so sichtbar wie bei dieser Gemeinde, weil es sich um Monopolstellungen handelt oder um andere geschütze Bereiche des täglichen Lebens. Die Parteien haben einen so großen Einflusss auf das Wirtschaftsleben, dass eine Grundfunktion für die Gesellschaft absolut notwending ist.
Leider sind die Parteien, ungeachetet der Farbe, aber so degeneriert, dass Schritt für Schritt alles abgewirtschaftet wird. Trieben ist vielleicht ein Extrembeispiel und sehr früh in den Bankrott geschlittert, andere Organisationen, wie die ÖBB, ORF, AUA, SV, AK, Gesundheits - und Bildungswesen, Genossenschaftsbanken, etc. kommen aber in den nächsten Jahren ans Licht.

Lösungen sind auch auf höchster Ebene nicht erkennbar, ehrer ein weiteres Zudecken mit noch mehr Geldern, wie die Budgetvorschau des Finanzministers zeigt. Immerhin sind für 2013 Staatsschulden von 72.000.- Euro pro Haushalt geplant.

Antworten Gast: FF
19.04.2010 18:41
0 0

Re: Ein beeindruckendes Beispiel des Versagens der Parteibuchwirtschaft

@ ET: ganz so stimmt das nicht.

Es gibt Lösungen für dieses Problem nur müsste man dafür die gesetzliche Grundlage in Bezug auf die Aufsichtsbehörde umändern.

Die Kontrollinstrumente versagen. Die Gemeindeaufsicht kann man umgehen. Auch heute noch.

Das Aufsichtsrecht im Bereich der Gebarungskontrolle muss verbessert werden und die Gemeindefunktionäre müssen strafl. zur Rechenschaft gezogen werden.


Antworten GB
03.05.2009 10:59
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Re: Ein beeindruckendes Beispiel des Versagens der Parteibuchwirtschaft

Aber es sollte auch klar gestellt sein, dass "Parteibuchwirtschaft" nicht nur eine rote Angelegenheit ist.

In Österreich kommst du nirgendst hin, wenn du nicht - das jeweilig - richtige Parteibuch hast.

Antworten Antworten Gast: ET
04.05.2009 09:08
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Re: Re: Ein beeindruckendes Beispiel des Versagens der Parteibuchwirtschaft

Bin vollkommen Ihrer Meinung.

Es geht überhaupt nicht um die Farbe der Partei, es geht nur um ein Phänomen, welches alle Parteien gleich betrifft. Der angerichtete Schaden hängt direkt damit zusammen, welche Partei, wo das Sagen hatte. Schaden machen alle Parteien, weil diese andere Interessen haben, als für das Land Österreich gut wäre.
Dehalb habe ich auch die Formulierung von degenerierten Parteien verwendet und extra angeführt, dass dies ungeachtet der Farbe gilt.

Diese Phänomene haben offensichtlich eine Eigendynamik entwickelt, welche inzwischen Systemimanent sind. Es besteht daher nur wenig Hoffnung auf Korrekturen.


Gast: III
03.05.2009 09:58
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Sonderfall Holocaust???

Sonderfall braunes Gedankengut???

Antworten Gast: gast
03.05.2009 15:20
0 0

Hanlons Rasiermesser beachten!

"Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity."

Zu deutsch: "Schreibe nicht der der Böswilligkeit zu, was sich durch Dummheit ausreichend erklären lässt."

Auch dann, wenn, wie in diesem Falle, Dummheit von unendlichem Ausmaß zugrundezulegen ist.


mistral_56
03.05.2009 08:37
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Bürgermeister

besonders treffend ist der Ausdruck "intellektuelles Deizit" bei Bürgermeistern ... quer durch Österreich. Es gibt Ausnahmen, die sind aber spärlich gesät.

Antworten GB
03.05.2009 11:01
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Re: Bürgermeister

Der Bürgermeister spiegelt immer den Durchschnitt der von ihm Vertretenen wieder.

Dagegen spricht auch nichts. Pech ist es halt, wenn das allgemeine Durchschnitts-Niveau ziemlich nieder ist...

Antworten Gast: Graf Gudenus
03.05.2009 09:27
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"intellektuelles Deizit" im Dorfe Österreich WEIT verbreitet,

was kann man dagegen machen? Aufnahmestopp bevor nicht Nachweis 3 mal ein Jahr in 3 Ausländer, europäische versteht sich, nachgewiesen werden kann. Den gewählten Dorf-Bürgermeistern muss man halt einen Adlatus zur Verfägung stellen. In Trieben gehört wohl der Anwalt des States eingeschaltes gnazgleich welcher Partei die Dörfler zugehörig sind.

Antworten Antworten mistral_56
03.05.2009 12:10
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Lösungsansatz

der Bürgermeister soll sein politisches Amt ausführen und die Finger von den administrativen Dingen lassen, von denen er schlichtweg keine Ahnung hat. Fachlich qualifizierte Personen sollen die Gemeindestube führen. Schließlich sind sehr viele Gemeinden einem mittelständischen Betrieb gleichzusetzen.

Es geht um wirksame Verwaltung!

myzypresse
02.05.2009 22:49
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Was würde die ÖVP tun?

Flurbereinigung nennt man es, wenn schon bestehende asphaltierte Straßen bei den Bauern durch eine weitere ausgebaut werden. Das kostet im Einzelfall auch gleich mal 100 000 Euro! Oder es wird der Kanal auf Teufel komm raus in Hinterdupfing weitergebaut - in 50 Jahren wenn die letzten Raten mühsam abgestottert sind fangen wir mit der Sanierung an. Ganugenommen hat keiner ein Konzept. Und bei der Finanzmarktaufsicht, wo es alle Staatsbürger trifft, wenn Banken schlecht wirtschaften , schnarchten alle ihren hochdotierten Büroschlaff . Überall wo Macht absolut wird gibt es die Abnick-Demokratie. In Oberösterreich ist sie großteils schwarz - bei der Abfangjägerbestellung war sie schwarz blau. Und bitte nicht zu weit bohren, sonnst müssen 1000e hinter schwedische Gardinen.

Antworten GB
03.05.2009 11:03
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Re: Was würde die ÖVP tun?

Außerdem, die CB-Leasing Geschäfte sind eine ÖVP-ERfindung....

Gast: gast
02.05.2009 21:07
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Ab in den Häfen mit den Verantwortlichen !!!


Antworten GB
03.05.2009 11:04
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Re: Ab in den Häfen mit den Verantwortlichen !!!

Ich bin auch für persönliche Verantwortungsübernahme der jeweiligen Verantwortlichen.

Ohne Ausnahme.

Mein Parlament