Wien (oli). Dank der Unterschrift der liberalen österreichischen EU-Abgeordneten Karin Resetarits können auch die Jungen Liberalen (JuLi) zur EU-Wahl am 7. Juni antreten. Am Dienstag wurden in „Wrenkh's Wiener Kochsalon“ Kandidaten und Programm präsentiert. EU-Spitzenkandidat ist Hannes Müllner, Student der Technischen Physik in Graz und gebürtiger Kärntner aus Spittal/Drau, dessen Markenzeichen anscheinend eine Art „Crocodile Dundee“-Hut ist, den er auch bei der Pressekonferenz trug.
Bis 2013 im Parlament
„Der Populismus in Österreich ist nicht mehr zu ertragen“, meinte Müllner. Ebenso wenig die Große Koalition. Deswegen brauche Österreich bis spätestens 2013 wieder eine liberale Partei im Parlament, als ersten Schritt sehe er das Antreten mit seinem „jungen Haufen“ bei der EU-Wahl an. Die JuLis würden sich zur EU bekennen und sich für einen föderalen europäischen Bundesstaat einsetzen. Sie stünden ideologisch in der Mitte, zwischen ÖVP und SPÖ, und engagierten sich dafür, dass die freie Gesellschaft „noch freier“ würde. Man sei zwar eigenständig, stehe aber dennoch dem Liberalen Forum nahe, so die Jungliberalen.
Die JuLis sind aus dem liberalen Studentenverband LSF hervorgegangen. Sie kandidieren auch bei der ÖH-Wahl Ende Mai. Spitzenkandidatin ist Alegra Raising. Die Düsseldorferin, die wegen des Studiums nach Wien kam, ist auch Bundesparteivorsitzende der JuLis.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.05.2009)

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