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„Habe kein Problem mit wissenschaftlicher Elite“

17.05.2009 | 18:05 |   (Die Presse)

Thomas Henzinger: Der große Vorteil von I.S.T.A. ist der Beginn bei null.

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Die Presse: I.S.T. Austria wehrt sich gegen die oft verwendete Bezeichnung als „Elite-Uni“.


Thomas Henzinger: Ich habe kein Problem mit dem Wort Elite, wenn damit Spitzenforschung gemeint ist. Diese Erwartungen sind richtig und sollen so sein, sonst hat I.S.T. Austria keine Existenzberechtigung. Womit ich nicht glücklich bin, ist, dass Elite sehr oft als soziale Elite interpretiert wird. Und eine Universität sind wir auch nicht.

Sind Sie mit Erfolgsdruck konfrontiert?


Henzinger: Erfolgsdruck ist natürlich da, dem muss man sich stellen.

Wie werden Sie Spitzenforscher rekrutieren?


Henzinger: Unser Hauptargument ist, dass man bei null anfängt. Es gibt hier keine Regeln und Beschränkungen; das ist eine einmalige Chance und immer eine Herausforderung. Und wichtig sind auch die ersten Berufungen.

I.S.T. Austria will die besten Spitzenforscher haben. Zahlt man auch Spitzengehälter?


Henzinger: I.S.T. zahlt Gehälter, die im internationalen, vor allem im kontinentaleuropäischen Raum durchaus üblich sind. Sonst können wir nicht unser Ziel erreichen.

Sind die Rahmenbedingungen hier in Klosterneuburg-Maria Gugging ideal?


Henzinger: Sie sind ideal; das hat mich auch überzeugt, nach Österreich zu kommen. Ideal ist, dass wir die Berufungen nach unseren eigenen Regeln vornehmen können, dass wir auch eigene Regeln haben, wie wir kommerziell verwertbare Erfindungen behandeln, wobei alle Rechte beim Institut liegen und ein Professor einen bestimmten Anteil erhält. Ideal wird auch die Ethik, das Zusammenwirken der Wissenschaftler, sein. ewi

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2009)

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