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Experten: Politik schuld an maroden Krankenkassen

19.05.2009 | 13:35 |   (DiePresse.com)

Die heimischen Kassen müssten bis zu drei Milliarden Euro jährlich für Leistungen zahlen, die eigentlich der Bund zu erbringen hätte, sagen Experten.

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Am heutigen Dienstag soll im Parlament das Krankenkassen-Sanierungspaket beschlossen werden. Damit soll den verschuldeten Kassen finanziell unter die Arme gegriffen werden. Für 2009 erhalten sie mehr als 180 Millionen Euro, ab 2010 jährlich 250 Millionen. Finanziert werden soll dies aus einem Entschuldungsbeitrag und dem sogenannten Strukturfonds. Einzige Bedingung: Die Krankenkassen müssen mit den Ärzten konkrete Einsparungspläne vorlegen. Finanzexperten legten am Dienstag im Ö1-"Mittagsjournal" einen neuen Ansatz vor.

Demnach gäbe es für die Kassen kein finanzielles Problem, müssten sie nicht so genannte "versicherungsfremde Leistungen" erbringen. Darunter fällt etwa das Wochengeld für werdende Mütter und Ermäßigungen bei der Rezeptgebühr, Versicherungsbeiträge für Arbeitslose oder Pensionisten. Diese seien zwar sozial und verständlich, hätten aber mit einer Krankenversicherung nichts zu tun, erklärte Leo Chini, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien, im Mittagsjournal.

So würden etwa Penisonisten einen geringeren Sozialversicherungsbeitrag zur Krankenversicherung zahlen, "was auch wieder im Sinne der Nettopensionen" verständlich sei. "Allerdings müsste der Staat über die Pensionsversicherungsanstalt die Differenz der Kosten abgelten", so Chini. Der schwer verschuldeten Wiener Gebietskrankenkasse entstehe dadurch ein jährliches Defizit von 820 Millionen Euro. Für ganz Österreich schätzt der Experte die Kosten auf zweieinhalb bis drei Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2000 haben die Belastungen immens zugenommen, so Chini. Die damalige Regierung hätte Kosten ausgelagert, um die Maastricht-Kriterien zu erfüllen.

Die Maastricht-Kriterien
Als "Maastricht-Kriterien" bezeichnet man die vier Punkt, die ein Staat erfüllen muss, um Mitglied der EU-Währungsunion zu werden.

1. Inflationsrate von maximal 1,5 Prozentpunkten.
2. Neuverschuldung maximal drei Prozentpunkte des BIP, Gesamtzverschuldung maximal 60 Prozent
3. Stabiler Wechselkurs
4. Nominalzinssatz darf maximal zwei Prozentpunkte über jenem der drei preisstabilsten Länder des Vorjahres

Außerdem müsse das Gesundheitssystem effizienter werden, so Chini. Gespart werde könne etwa bei Ausgaben für Ärzte und Medikamente. Der selben Meinung ist auch der Gesundheitsökonom Thomas Czypionka vom Institut für Höhere Studien (IHS). Medikamente etwa würden in Österreich recht großzügig verschrieben. Auch intern könnten die Krankenkassen einiges sparen, sagte Czypiopnka im Mittagsjournal. Er fordert ein klares Mitspracherecht der Krankenkassen bei den Spitälern. Die Kassen zahlten rund 45 Prozent der Endkosten ohne Nebenkosten, also des tatsächlichen Spitalsbetriebs, hätten aber de facto kein Mitspracherecht, wie diese Mittel verwendet werden.

(Red.)

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13 Kommentare
Gast: pour le merite
20.05.2009 08:45
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Bei den bankrotten Krankenkassen handelt es sich

um die Gebietskrankenkassen!

Bauern- , Lehrer-, oder Bergbaukrankenkasse hingegen sind keineswegs pleite.

3x darf man raten, warum wohl.

Anders gefragt:

Wieviel türkische Bauern kennen Sie in Österreich?

Antworten Gast: plebs potus
27.05.2009 12:36
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Re: Bei den bankrotten Krankenkassen handelt es sich

ihren unterschwelligen Rassismus können sie sich dahinstecken, wo er herkommt, nämlich in ihren Ars**, Zuwanderer haben auf diese Zahlen kaum einen nennenswerten Einfluss.

Wenn die Überschüsse aus Jahrzehnten umverlagert werden, in Parteinahe Consultingunternehmen, um andere Löcher zu stopfen, die die SPÖ/ÖVP Subventionspolitik (Spenden an Parteinahe Konzerne) und die blaurangeschwarze EF-Beschafferriege anstatt gewinnbringend im Sinne des Bürgers veranlagt zu werden, dann hat das einzig und allein mit der Gier und der Selbstbereicherung der genannten Parteien zu tun.

Würden die Top Ten Unternehmen in Österreich ihre Steuern abführen, müsste hierzulande kein Klein- und Mittelverdiener um seine Existenz bangen, das Bildungs- und Gesundheitssystem (wie blöd muss man sein um hier beim Sparen anzusetzen) wären ausfinanziert und kein Österreicher würde Kaufkraft verlieren.

Was von oben nicht gezahlt wird, wird von unten nicht gekauft. Milchmädchenrechnung.

Gast: Daniel
20.05.2009 07:52
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Zu viel Kassen

Ich verstehe nicht warum so ein kleines Land wie Österreich zig Krankenkassen braucht, der ganze Verwaltungsapparat muss ja auch finanziert werden!
Wenn private Kassen so arbeiten, würden sie nicht mal einen Monat überleben.
Eine Krankenkasse für ganz Österreich, intern die splittung zwischen Arbeiter, Angestellte und Bauern.
Edv Technisch sicherlich das kleinste Problem, es wird Zeit für Reformen! Oder reicht es noch immer nicht das sie alles was verstaatlicht war in den Bankrott getrieben haben?

MFG
Daniel

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Es wird einfach viel mehr ausgegeben als eingenommen.


Die Idee der Regierung Schüssel war 100% in Ordnung: weshalb sollen nicht die Krankenkassen, die eine Armee an un(ter)beschäftigten Sesself*rzern durchfüttern, auch andere Leistungen verwalten?

Im Gegenzug wurden ja auch die kasseneinnahmen erhöht.

Mittlerweile sind aber die Leistungen derartig explodiert dass insbesondere die ineffizientesten Kassen riesige Abgänge produzieren.

Jetzt den kassenfremden Leistungen die Schuld an der Pleite zu geben ist so als ob man einem leergefahrenem Auto mit faustgroßem Loch im Benzintank vorwirft es sei zum Stillstand gekommen weil es an der Ampel den Motor nicht kurz abgestellt hätte.

Gast: Walter
19.05.2009 18:58
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Who cares?

Ist irgendwas besser in diesem Land, wenn kassenfremde Leistungen nicht mehr von der Kasse erbracht werden? Das Problem ist schlicht und einfach, dass der Staat zuviel Geld ausgibt. Ob das Geld dazu aus dem Steuertopf kommt oder aus der Krankenkasse, die ihre Defizite wiederum durch Steuergeld kompensiert, ist unterm Strich völlig egal.

Antworten Gast: bildungsbürger
27.05.2009 12:38
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Re: Who cares?

genau: 13 Milliarden für ein paar Eurofighter, die sich um ein 100stel des Preises durch Dronen ersetzen liessen... bei so einer kriminell-korrupten und arroganten Wählerverarsche braucht sich keiner wundern, wenn "der staat2 kein geld hat. SPÖVP und FPÖ/BZÖ werfen das Geld ja ihren Apparatschicks in Lobbyistenfirmen, Konzernen und ihren Familienfreunden in Consultingfirmen zu, anstatt damit Bildung, Forschung und Gesundheitswesen zu stützen.

heri3
19.05.2009 17:50
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das alles hat uns der SOZIALSYSTEMZERSTÖRER schüssel eingebrockt!

der politgauner hat den krankenkassen alles aufs auge gedrückt was nur möglich war.obwohl das mit der kasse nichts zu tun hatte. die fpö-bzö sozialminster haben alles was zum nachteil der krankenkassen war zugestimmt!das system schüssel hat vorgesehen alle sozialeinrichtungen zu zerstören sprich privatisieren oder aushungern.den dann hätten die schwarzen abzocker mit den normalbürgern machen können was sie wollen!

Antworten Gast: Niederösterreicher
19.05.2009 22:12
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Re: Eigentlich hat die ehem. FPÖ-Vizekanzlerin Riss-Passer als erste auf die aufgeblähte Sozialbürokratie hingewiesen ...

an der sich vor allem rote Multifunktionäre wie etwa Druckereigewerkschaftsboss Bitter (als Wr. Gebietskrankenkassenchef) gemästet haben. Da gab es und gibt es immer noch jede Menge höchstbezahlter "Chefposten" (bei 9 Krankenkassen für das kleine Österreich), und auch ein "Unterläufl" verdient ganz schön.

Eine Frechheit sind auch die ständigen Erhöhungen der Beitragshöhe und der Höchstbeitragsgrundlage. Das führt lt. Bericht einer roten Kommission bei der OECD dazu, daß angeblich Vielverdiener verhältnismäßig geringere Abgaben haben als Höchstverdiener.

Der "Gag" dabei ist nur, daß in Ö. manchem der "Solidarbeitrag" für die Krankenkasse mehr kostet, als wenn er sich privat ohne Krankenkasse behandeln läßt! Auch da sorgt das Zwangssystem mit Umverteilungschrakter bereits bestens vor!!

Alles in Allem Zustände wie im alten Rom: auch dort konnte man ohne Arbeit von den öffentl. Zuwendungen leben, die ihrerseits wieder von den Tributen der unterworfenen Völkerschaften gespeist wurden!!! Leider wurde es den Tributpflichtigen einmal zu blöd und sie schüttelten die Herrschaft der Römer einfach ab ....

Antworten Gast: PitchBlack
19.05.2009 21:08
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Re: das alles hat uns der SOZIALSYSTEMZERSTÖRER schüssel eingebrockt!

Sie sollten vielleicht mal die Hand vom Veltliner Glas lassen........oder kommt der Hass daher, weil Sie ein nutznießender Funktionär sind? Dann könnte man meinen, Ihnen steht das Wasser bereits bis zum Hals, so wie Sie verbal um sich schlagen, mehrmals am Tag, zu jedwedem Thema!

Antworten Gast: Jaja
19.05.2009 21:02
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Re: das alles hat uns der SOZIALSYSTEMZERSTÖRER schüssel eingebrockt!

Man könnte meinen, Sie sind ein gehirngewaschener Parteisoldat, so reflexartig wie Sie gleich auf Blau, Schwarz und Schüssel im Speziellen hinhacken, egal zu welchem Thema. Diese beiden Parteien sind wahrscheinlich auch an der Finanzkrise schuld, an der globalen Erwärmung, Umweltverschmutzung, ja, wahrscheinlich waren sie auch an 09/11 beteiligt.....und diese beiden Parteien, vor allem die Blauen, haben in 1.5 Legislaturperioden all das zerstört, was die Roten in Jahrzehnten aufgebaut haben......das können Sie ja wohl unmöglich ernst meinen, geschweige denn selber ernsthaft glauben. Was Drogen, egal welcher Art, doch anrichten können.....

Antworten Antworten Gast: plebs potus
27.05.2009 12:44
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Re: Re: das alles hat uns der SOZIALSYSTEMZERSTÖRER schüssel eingebrockt!

War ja auch nur eine reine Schauspielertruppe diese REgierung.

Sunnyboy Grasser: Homepageskandal, MEL-Skandal, natürlich Parteifrei, auf einmal riesenaufträge für Swarovski....
Eurofighterkauf, (während der Zeit des EADS-Skandal, der größte Bilanzskandal Europase (Daimler Chrysler, VW, Siemens, BAE/EADS, ....), Hand in Hand mit dem Bawag-Skandal das angebliche Nulldefizit, die höchste Zuwanderung seit eh und je, abgezockte Zivildiener, Studiengebühren, Ambulanzgebühren, extreme Spritpreissteigerung, steigender Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, und und und...

Und was ist ihrer Meinung nach FÜR den Bürger passiert in dieser machtarroganten blaurangeschwarzen Regierung? Was bitte?


Antworten Gast: gast
19.05.2009 19:38
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Re: das alles hat uns der SOZIALSYSTEMZERSTÖRER schüssel eingebrockt!

genauso wird es gewesen sein, sie roter träumer!!!

Gast: Lausbub
19.05.2009 14:36
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Ganz verstehe ich die Argumentation dieses "Experten" nicht!

Ist es nicht in allen Betrieben üblich, daß man bestimmten Personenkreisen Rabatte einräumt, deren Kosten diese Firma selbst trägt?

Tragen solche Rabatte nicht zur Umsatzsteigerung bei und sind Teil der Werbekosten?

Sollen also die Steuerzahler die Regiefahrten der ÖBBler bezahlen, weil die unterbezhlt sind?

Weitere Beispiele: sind alle Kosten eines Sozialtarife (auch bei Privaten) vom Steuerzahler auszugleichen? ZB. auch verbilligte Eintrittkarten bei allen Arten von Veranstaltungen wie Museumsbesuchen, Zirkusveranstaltungen, Bällen, Theater, für Kinder, Militär, Studenten, Senioren etc.

Wenn wir das einmal akzeptieren, wird der Staat bald pleite sein!

Und den erzieherischen Effekt nicht vergessen: wenn der Bund ohnehin alles ersetzt, dann kann man mit Sozialrabatten noch wesentlich großzügiger sein!