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Grüne in der Krise? „Inhaltlich nicht, aber handwerklich“

12.06.2009 | 18:39 |   (Die Presse)

Georg Willi verschreibt seiner Partei „ein bisschen Cohn-Bendit“. Mit „Jammern“ werde die Partei auf jeen Fall nicht weiterkommen, meint er weiters.

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WIEN (pri). Was den Grünen als einziger Lichtblick bleibt von dieser EU-Wahl, ist eine Kanzlerpartei, die noch viel mehr verloren hat als sie selbst. Doch als Ausrede taugt dieser Umstand nicht. Zu groß ist der Stimmenverlust (minus 3,4 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent), zu bitter die Erkenntnis, dass mehr als ein Drittel der Wähler schlicht weggebrochen ist an diesem Sonntag. Jetzt hört man es regelrecht rumpeln, das grüne Nachwahlbeben – laut und in weiten Teilen Österreichs.

Wenn ein Peter Pilz von der „unnötigsten Wahlniederlage der letzten zehn Jahre spricht“, wenn ein oberösterreichischer Bundesrat namens Efgani Dönmez im „Standard“ die „geistige Masturbation“ seiner Partei anprangert, wenn dessen Landessprecher Rudi Anschober der Führung Fehler unterstellt, dann ist das nicht nichts. Dann findet die Eruption im Innersten der Partei statt.

Mit seiner Meinung hält der Tiroler Landessprecher Georg Willi genauso wenig hinterm Berg, wenn er auch die Kritiker kritisiert, die in einer Art „Nabelschau“ dem Prinzip „wichtig sein“ folgten. Bloß: „Mit Jammern“, sagt Willi im Gespräch mit der „Presse“, „werden wir nicht weiterkommen.“ Müßig sei es, jetzt noch länger darüber zu diskutieren, dass Johannes Voggenhubers Entmachtung „ein Fehler war“. Statt der Nicht-Botschaft „Vorwärts Grün!“ hätte es lauten müssen: „Durch grüne Politik entstehen Arbeitsplätze.“ In Tirol, glaubt Willi, würden sie sagen: „Die Kuh ist aus dem Stall. Wir können jetzt nur noch aus unseren Fehlern lernen.“

Die Schuld daran gibt er nicht der Spitzenkandidatin und nicht der Parteispitze, sondern allen Grünen gleichermaßen: „Inhaltlich sind wir nicht in der Krise, sondern den anderen sogar überlegen. Aber wir beherrschen das Handwerk nicht, wie man die Dinge kommuniziert. Damit uns die Leute wählen, müssen sie wissen, was wir wollen.“ Also verschreibt der Tiroler seiner Partei nicht nur das Rezept „Außi zu die Leut' und unsere Inhalte in klare Botschaften übersetzen“, sondern auch „ein bisschen Daniel Cohn-Bendit“. Dass die Begeisterungsfähigkeit des französischen Grünen-Anführers eher unerreicht bleiben wird, stört Willi nicht weiter. Weil: „Probieren“, sagt er, „kann's ein jeder.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2009)

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11 Kommentare
Wortmann
15.06.2009 16:57
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HELFEN SI BITTE!!!



Am Anfang war die Idee gut. Sehr gut sogar. Sie war jung und hat viele begeistert und bewegt. Unter Van der Bellen ist die Idee in die Jahre gekommen und ist vergesslich geworden. Sie hat vergessen wozu sie einmal da war. Unter Glawischnig ging dann die Idee verschollen. Heute weiss niemand mehr wo sie ist, und ob sie überhaupt noch lebt. Hinweise aus der Bevölkerung an: Tel +43(1)2363998 - 0
Email: bundesbuero@gruene.at


DerÄtzer
14.06.2009 08:52
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Parteien gegen Österreicher sind grün?

Alles andere wäre Parteischädigend - Volksschädigend ist weniger bedeutsam.

Beschwert man sich vor einem Geschäft wegen einer Gruppe laut palavernder Moslems, Allah ist groß und mault mächtig, den Eingang nicht zu verstellen, wird man freundlich auf einige Fußwatschen hingewiesen und - dass das sowieso bald alles den Islamen gehört.

Kann man Politiker die das unterstützen nicht wegen Hochverrats inhaftieren oder die Fußwatschen abholen lassen?


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ein bisschen cohn-bandit?

so wie einst dani im kinderladen?

wie schade, dass sich nie jemand gefunden hat und dieses d r e .. schw..ein angezeigt hat.

mfg
mc

Gast: Kein Grüner
13.06.2009 12:18
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Es wäre ziemlich einfach für die Grünen...

wieder an Akzeptanz bei den österr. Wählern dazu zu gewinnen. Und zwar wird dies erst dann der Fall sein, wenn die Grünen behirnern (wie Dönmez im Standard Interview es gestern formulierte), dass es gute UND SCHLECHTE Ausländer gibt. Solange die Grünen diese REALITÄT negieren, verdrängen und zu manipulieren versuchen, so lange sind die Grünen am absteigenden Ast. Und das ist gut so. Warum sollen österr. WÄhler eine ANTI-ÖSTERREICHER Partei wählen?
Dönmez, Willi, Anschober, Chorherr etc. das scheinen realitätsbezogene Grünen zu sein.

Kerberos
14.06.2009 08:26
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Re: Es wäre ziemlich einfach für die Grünen...

Dann haben diese vier Herren gute Chancen, Herrn Voggenhuber Gesellschaft zu leisten - draußen!

Gast: Gast
13.06.2009 03:10
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Prozentrechnen ist schwer...

Wenn von 12,9 Prozentpunkten 3,4 Prozentpunkte wegbrechen ist das ein Viertel, nicht ein Drittel...

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Re: Prozentrechnen ist schwer...

wenn man die richtige gesinnung hat braucht man keine bildung :))

mfg
mc

Gast: trainingsraum
12.06.2009 21:24
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further back and faster

"Damit uns die Leute wählen, müssen sie wissen, was wir wollen." – falsch, es ist genau umgekehrt: damit euch die leute wählen, müßt ihr wissen, was SIE wollen. und natürlich entsprechend dem souverän agieren.

Piper
13.06.2009 06:53
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Re: further back and faster

Oder: Damit uns die Leute wählen, dürften sie nicht wissen, was wir wollen... :-)

Fintofanto
12.06.2009 23:26
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Zuerst müssen die Grünen wissen, was sie eigentlich wollen.


Antworten Antworten Gast: trainingsraum
13.06.2009 13:30
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Re: Zuerst müssen die Grünen wissen, was sie eigentlich wollen.

das interessiert doch niemanden. politiker sind nicht da, um sich selbst zu verwirklichen. sie stehen im dienst der autochthonen und wenn sie nicht spuren, werden sie gefeuert. das parlament braucht arbeiter und keine divas.