26.05.2012 07:12 | Meine Presse Merkliste 0

Asyl: Fekter erweitert Liste der sicheren Herkunftsländer

16.06.2009 | 09:02 |   (DiePresse.com)

Flüchtlinge aus Serbien, Montenegro, Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo haben künftig praktisch keine Chance mehr auf Asyl in Österreich.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

VP-Innenministerin Maria Fekter hat heute einen weiteren Schritt für ein verschärftes Fremdenrecht gesetzt. Im Ministerrat wurde beschlossen, die Staaten des ehemaligen Jugoslawien per Verordnung zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären. Bisher fielen unter diesen Passus im Wesentlichen die EU-Länder, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein. Jetzt kommen Serbien, Montenegro, Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und der Kosovo dazu.

Sichere Herkunftsstaaten
Als sichere Herkunftsstaaten gelten Länder, in denen es keine staatliche Verfolgung gibt und Schutz vor privater Verfolgung sowie Rechtsschutz gegen erlittene Menschenrechtsverletzungen gegeben sind. Mit der heute beschlossenen Erweiterung dieser Staatenliste gelten aus österreichischer Sicht 39 Länder als sichere Herkunftsstaaten. Die Liste wird per Verordnung festgelegt und kann jederzeit verändert werden.

Bürger aus sicheren Herkunftsländern sind aber nicht grundsätzlich vom Asylrecht ausgeschlossen, sie können einen Antrag stellen. Es gilt das Prinzip der Einzelfallprüfung.

Asylwerber aus diesen Ländern haben damit praktisch so gut wie keine Chance mehr auf Asyl in Österreich. Außerdem können sie bei einem negativen Bescheid schneller abgeschoben werden: Wird der Antrag in erster Instanz abgelehnt, kann zwar eine Beschwerde beim Asylgerichtshof eingebracht werden - jedoch besteht die Möglichkeit, die betroffenen Person schon während des Zweitverfahrens abzuschieben, sofern dem beide Instanzen zustimmen. Bisher gab es im Regelfall während des ganzen Verfahrens eine aufschiebende Wirkung.

Fekter: Keine Verfolgung mehr in diesen Staaten

Fekter erklärte, eine Prüfung der EU habe ergeben, dass in diesen Staaten keine Verfolgung mehr stattfinde und rechtsstaatliche Prinzipien eingehalten würden. Es würden jetzt schon viele Anträge aus diesen Staaten abgewiesen, da keine Asylgründe sondern wirtschaftliche Motive dahinterstünden.

SP-Bundeskanzler Werner Faymann sagte, die neue Regelung würde bei einer Ablehnung das Rückführungsverfahren erleichtern. Er betonte jedoch, dass jeder Asylantrag als Einzelfall abgehandelt werde. Die Regelung bedeute also nicht, dass keiner mehr Asyl bekomme.

Anträge vom Balkan bereits bisher großteils abgelehnt

Asylanträge aus den betroffenen Ländern wurden bereits im vergangenen Jahr großteils abgelehnt. Die meisten Asylanträge wurden 2008 von Kosovaren (892) und Serben (810) gestellt. Aus Mazedonien kamen im Vorjahr 205 und aus Bosnien-Herzegowina 110 Asylsuchende. Von Personen aus Montenegro und Kroatien wurden 13 bzw. ein Asylantrag gestellt.

In 31 Fällen wurde 2008 für Kosovaren positiv entschieden, das sind nur sieben Prozent der in diesem Jahr getroffenen Entscheidungen. Asylsuchende aus Serbien erhielten in sechs Prozent (117 Fälle) eine positive Entscheidung. In Mazedonien waren es überhaupt nur etwas über drei Prozent (elf Fälle). In elf Fällen aus Bosnien-Herzegowina (neun Prozent) wurde positiv entscheiden. Aus Montenegro und Kroatien erhielt im Vorjahr überhaupt kein Ansuchender Asyl.

vergrößern

(APA/Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

41 Kommentare
 
1 2
Laurenz G
18.06.2009 12:00
0 0

@Redaktion: Ethikrichtlinien

Bitte bitte verfasst Ethikrichtlinien für Kommentatoren. Die an dieser Stelle zu lesenden Entgleisungen sind Eurer Zeitung nicht würdig.

Antworten Gast: Crusader
19.06.2009 15:54
0 0

Re: @Redaktion: Ethikrichtlinien

Bitte zum Stnadard weiterziehen - der hat eh so wenig Leser....

Gast: Biene
16.06.2009 19:49
0 0

Zogaj

Sicherer Drittstaat Kosovo: heiß das jetzt, daß die Zogajs endlich abgeschoben werden? Oder bleibt es bei der Ankündigungs- aber leider nicht Durchführungsminsterin

analogo
16.06.2009 19:47
0 0

weitere Schritte in die richtige Richtung...

Multikulti bzw. Fremdkulturen u.Scheinasylanten sind überall ein gesellschaftl. Problem wie auch der Sozialsysteme...Dereflexion (Chaos ignorieren) und Problem-Modulationen (Kleinreden v.Problemen) wie bisher in Ö...gepflogen war/ist der falsche Weg.

Monica
16.06.2009 18:21
0 0

Tacheles

Diese Liste hat viel zu wenig Positionen. Sichere Länder sind auch die ehemaligen Sowjet-Staaten: Ukraine, Moldawien, Georgien, auch Tschetschenien... Wenn schon die Schengen-Grenze nicht funktioniert, dann muss das Asylverfahren in Ö im Sinne von Fekter und Faymann funktionieren.

Antworten Firemage
16.06.2009 18:59
0 0

Tschetschenien?

sind sie besessen????

Gast: Walfäkalienforschende GutmenschIn
16.06.2009 18:18
0 0

Erfreulich ist

dass mittlerweile (spät aber doch) auch die SPÖ in der Realität angekommen zu sein scheint und das Thema Asylmissbrauch auf ihre politische Tagesordnung setzt.
Verbleiben als Sicherheits- und Restrisiko eigentlich nur mehr die Grünen. Und dieses Risiko kann man durch Nichtwahl marginalisieren.

Prolet
16.06.2009 18:15
0 0

Zwei Moslems seinerzeit hier arbeiten lassen, wollte man die ausweisen, sind es schon 22 geworden.

Witzig dabei ist, die Moslems werden so geschult, dass sie uns als minderwertiges Ungeziefer ansehen.

Muslima mit Kopftuch zeigen, sie sind nicht assimilierungsbereit und vermehren sich nach Glauben.

Es ist nicht zu glauben;-)

Antworten Laurenz G
18.06.2009 11:56
0 0

Re: Zwei Moslems seinerzeit hier arbeiten lassen, wollte man die ausweisen, sind es schon 22 geworden.

Sie haben sich verschrieben: Statt Muslima muss es heißen: "österreichische, katholische Bauersfrauen". Denn auch diese sind Kopftuchträgerinnen, Pillenverweigerinnen aus religiösen Gründen und verweigern sich der gesellschaftlichen Realität von 2009.

PS: Ihr Nickname ist ja so passend...

Antworten Gast: rincewind
16.06.2009 20:04
0 0

Re: Zwei Moslems seinerzeit hier arbeiten lassen, wollte man die ausweisen, sind es schon 22 geworden.

sie sollten es bei der fpö als parolen klopfer versuchen.

Antworten Antworten Prolet
17.06.2009 08:13
0 0

Re: Re: Wirft man der FPÖ nicht Verharmlosung vor?


Antworten Gast: rincewind
16.06.2009 20:03
0 0

Re: Zwei Moslems seinerzeit hier arbeiten lassen, wollte man die ausweisen, sind es schon 22 geworden.

sie sollten es bei der fpö als parolen klopfer versuchen.

0 0

Und was soll das bringen,..

.. in ein paar Jahren sind eh alle in der EU und dort herrsch Niederlassungsfreiheit. Einzige Lösung ist die sofortige Abschaffung des Sozialstaats. Das Asylrecht wird jetzt halt verschärft, weil man auf Demokratie spielt und die Massen an Proletariern auch anders ins Land holen kann. Es wird sich nichts ändern. Die Ausrottung der Österreicher ist beschlossene Sache.


Antworten Gast: Atze
16.06.2009 18:26
0 0

Re: Und was soll das bringen,..

Abschaffung des Sozialstaates ist tatsächlich die einzige umsetzbare Lösung. Aber die FPÖ ist eine sozialistische Partei. Eigenverantwortung ist in Österreich ein Fremdwort. Die Hölländer könnten das schaffen, wir nie.

Gast: Cool Runnings
16.06.2009 16:55
0 0

Annerkannte Asylwerber aus EU-Mitgliedsstaaten

Ich glaubte heute meinen Ohren nicht zu trauen, als ich in Ö 1 hörte, dass hierzulande sogar Flüchtlinge aus den EU-Mitgliedsstaaten Rumänien und Lettland anerkannt werden.

derpradler
16.06.2009 16:44
0 0

-und die hängt sie dann

jeden Tag am Stephansdom aus.......

Antworten harbard
16.06.2009 17:14
0 0

Re: -und die hängt sie dann

...was wird der schonborn dazu sagen?

Gast: gast
16.06.2009 16:41
0 0

sinnvoll und gut

endlich mal ein sinnvoller schritt!

im gegensatz zum letzten vollkommen absurden vorschlag, asylwerber auf anzeige und verdacht gleich auszuweisen - das hätt nämlich sicher auch die falschen getroffen und wäre daher total ungerecht gewesen.

ich bin für asylantenrechte - aber für eine strenge und schnellstmögliche unterscheidung zwischen wirtschaftsmigration und asyl.

wirtschaftsmigranten sollen nur ins land kommen dürfen, wenn WIR sie brauchen.

und im übrigen bin ich bei wirtschaftsmigranten auch gegen selbstverständlichen familiennachzug. auch nachkommende müssen beweisen, dass sie hier in unserer gesellschaft integrationswillig und -fähig sind. sonst muss man sich halt zwischen geld und familie entscheiden.

so wie jungwissenschaftler zwischen karriere und familie. da is es auch selbstverständlich, dass man sich entscheiden muss.

martell
16.06.2009 16:36
0 0

Das ist am Ziel vollkommen vorbei geschossen

was ist denn mit Asylanten aus Afghanistan, Nigeria,Sudan etc??? Die reisen durch 10 sichewre Drittländer und stellen erst hier den Antrag, denn nur hier sind die Leute so blöd und blasen diesen Typen den Staubzucker in den A. Woanders erhalten diese Gestalten weder volle medizinische Sanierunug, noch Sozialhilfen. Die gehören abgschoben bzw nicht anerkannt - nicht nur die Kosovaren.

Antworten Gast: heidi
16.06.2009 18:10
0 0

Re: Das ist am Ziel vollkommen vorbei geschossen

sehr richtig!

vermutlich brauch`ma`dazu weitere legislaturperioden......

Gast: ASVG-Sklave
16.06.2009 15:57
0 0

erst jetzt ????

Unglaublich dass die genannten Länder bis jetzt noch als unsichere Herkunftsländer galten. --- Ein absoluter Skandal. Die Asylindustrie lässt grüßen. Und Österreich blecht und leidet dafür.

0 0

Re: erst jetzt ????

und wen interessierts, ob österreich leidet? politiker? medien? kirchen? gewerkschaften?

keinen.

mfg
mc

Gast: zHaus
16.06.2009 15:41
0 0

Da können

Zogaj und Konsorten schon ihr Pinkerl packen.
Hurry hurry, die neue alte sichere Heimat ruft. Packts es an.

Antworten Max Planck
16.06.2009 18:37
0 0

Re: Da können

Viel spass beim klo putzen du ösi

Gerald
16.06.2009 15:04
0 0

Albanien? Ukraine? Türkei?

Gehören auch noch in die Liste der sicheren Staaten aufgenommen. Die Türkei ist immerhin EU-Beitrittskandidat.

Antworten Gast: D'accord
16.06.2009 15:40
0 0

Re: Albanien? Ukraine? Türkei?

Der Meinung schließe ich mich an; da gehört unbedingt noch nachgebessert!

 
1 2

Mein Parlament