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Neuer Konflikt um Asyl: Europarat besorgt um Kosovo

16.06.2009 | 18:38 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

Die Regierung erklärt auch Staaten des ehemaligen Jugoslawien zu sicheren Herkunftsländern. Zu einer anderen Einschätzung der Lage auf dem Balkan kommt der Kommissar für Menschenrechte des Europarats.

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Wien/Strassburg. Nächster Schritt von Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) auf dem Weg zu strengeren Bestimmungen für Asylwerber in Österreich: Der Ministerrat hat am Dienstag eine Verordnung der Ressortchefin beschlossen. Deren Kerninhalt: Die Liste jener Länder, die für Flüchtlinge als „sicher“ gelten, wird ausgeweitet: 39 Staaten gelten nun als „sicher“.

Mit dem Regierungsbeschluss werden auch Staaten des ehemaligen Jugoslawien zu sicheren Drittländern, in die Asylwerber zurückgeschickt werden können, erklärt. Dazu gehören Serbien, Montenegro, Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und der Kosovo. Flüchtlinge aus dem Kosovo haben damit künftig praktisch keine Chance mehr, Asyl in Österreich zu erhalten. Die USA bleiben hingegen – Stichwort Todesstrafe – weiter ein „unsicheres“ Herkunftsland.

 

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Zu einer anderen Einschätzung der Lage auf dem Balkan, speziell im Kosovo, kommt allerdings der Kommissar für Menschenrechte des Europarats in Straßburg, Thomas Hammarberg, im Gespräch mit der „Presse“. Man solle zwar die Länder auf dem Balkan, vom Kosovo über Bosnien-Herzegowina bis Mazedonien, nicht generell als unsicher „verteufeln“. Es habe eine „graduelle“ Verbesserung gegeben, so auch im Kosovo, wo die Lage aber noch am schwierigsten sei.

Insbesondere für Minderheiten im Kosovo, darunter die Gruppe der Roma, sei das Leben mitunter noch sehr gefährlich. „Es wird noch einige Jahre dauern, bevor Minderheiten sicher vor Unterdrückung und dergleichen sind.“ Man müsse also „vorsichtig damit sein, sie zurückzuschicken“.

 

Schlechte Bedingung in Lagern

Freiwillig solle eine Rückkehr zwar möglich sein, „man sollte die Leute aber sicher nicht dorthin drängen“. So wären etwa Roma im Kosovo „extrem verletzlich, sie werden oft nicht gut behandelt“. Ihnen würde der Aufenthalt in Lagern unter „sehr schlechten Bedingungen“, beispielsweise in schwer umweltverschmutzten Zonen, drohen.

„Für Kinder kann das ganz schlecht sein.“ Für die größeren Gruppen im Kosovo, darunter die Albaner, wäre es einfacher, glaubt Hammarberg, für sie wäre es fast ein „normales europäisches Gebiet, da stimme ich zu“.

Statt eines radikalen Wandels in der Asylpolitik empfiehlt der Menschenrechte-Kommissar einen „graduellen Wechsel“, bei dem weiter jeder Fall einzeln geprüft wird und Minderheiten besonders geschützt werden. „Der Fortschritt im Kosovo ist langsam“, so Hammarberg. „Man muss die Prozesse sich entwickeln lassen.“ Eine Frage der Solidarität wäre es auch, die Chancen von Heimkehrern nicht nur auf ein sicheres Leben, sondern auch auf Arbeit zu beachten. Zunächst vor allem die Flüchtlinge aus dem Kosovo benachbarten Ländern auf dem Balkan zu integrieren wäre das Naheliegendste.
Asylwerber weltweit Seite 8

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.06.2009)

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108 Kommentare
 
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Gast: 123
18.06.2009 08:47
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Diese Politik schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich

Durch ihren Kreuzzug mit xenophobischen Tendenzen gegen Zuwanderung schadet Frau Fekter dem Wirtschaftsstandort Österreich. In einem Land in dem das Bildungsnivau so niedrig ist wie in Österreich, ist es fatal ausländische Fachkräfte durch derartige Signale zu verschrecken. Durch diese kurzfristige Sicht der Lage wird Frau Fekter zwar ihre politischen Interessen stärken, aber langfristig wird dem Wirtschaftsstandort Österreich ein irreparabler Schaden zugefügt.

Antworten Gast: IchAG
19.06.2009 08:41
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Re: Diese Politik schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich

Ja dieser Meinung bin ich auch. Natürlich besteht ein Interessenskonflikt zwischen Sicherheit und Standortsicherung. Aber da absolute Sicherheit nie existieren kann bzw. ein eher theoretisches Konstrukt ist, ist es sicher sinnvoll Standortaspekten dem Sicherheitgedankenden Vorzug zu geben, da Verarmung durch Standortnachteile eine sehr reale Tatsache ist, und Armut in der Bevölkerung die innere Sicherheit stärker gefährdet als Zuwanderung.

Re: Diese Politik schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich

Großartige Satire.

...

Wie sieht das jetzt aus ?
Kann man auch die Asylbetrüger aus diesen Staaten, die sich in den letzten 20 Jahren unter Asylvorwänden hier niedergelassen haben, nun endlich abschieben ?
Eine Erklärung dazu fehlt in der ganzen Berichterstattung.

Gast: Kristian
17.06.2009 18:35
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Es ist 2009 nicht 1933

Ich habe alle komenten gelesen, ich wundere mich , wie möglich ist, ein Land: industriellistisches Land (ösetrreich) , dass in diesm Jahrhundert mit natiolanismus bäscheftigt ist. Es ist schade, für dieses Land , dass in diesem Jahrhundert die nationalsozialismus ganz stark enwickelt ist.
Die leute as Balkan auch aus dem Kosovo sind sehr gut in Österreich integriert.
Die Kinder von die Familien aus dem Kosovo können besser deutsch sprechen als albanische sprach als mutter sprache. Da kan mann bemmerken wie sine die Ausländer in Österreich integriert. Die Österreich braucht leute , die Regierung mus bemerken das die Geburten sehr niderug sind, sodass österreivh braucht bevölkerung, die beste möglicheit wäre , wenn die österreich leute aus balkan akzeptiert, weil die Mäntalitet änlich mit österreichische Mäntalitet ist. Ein christ aus dem Kosovo gehet in die Kirche wie ein Österreicher.

hugo8
17.06.2009 14:59
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Kosovo

Albaner go home, euer land ist so sicher wie unseres, baut euch selbst was auf

Antworten Gast: ScortEXT
17.06.2009 18:27
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Re: Kosovo

Serbe go home, euer land hat es nötiger aufgebaut zu werden.
Warum schämen sich die Serben so sehr, ihre serbische Identität im Internet preiszugeben :))

Antworten Antworten hugo8
17.06.2009 20:10
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Re: Re: Kosovo

keine ahnung was die serben haben :))
der kosovo ist sicher und alle anderen ex-jugoslawischen länder auch, also brauchen sie gar nicht erst um asyl ansuchen, nehmt die zogajs und sonstige kriminelle mit, wir haben genug davon

WIR

wollen diese leute nicht. PUNKT.

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Re: WIR

ist mit WIR die stammtischrunde gemeint, wo gesoffen und gegrölt wird?

oder gehen sie davon aus, dass ganz österreich so ist wie die leute auf f-wahlkampfveranstaltungen?

Antworten Gast: Arnot
17.06.2009 14:23
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Re: WIR

Ganz simpel. Schließe mich Ihrer Meinung an.

Darüber ärgern sich natürlich die Initiatoren. Sie können sich bei einem zukünftigen Prozeß wegen Hochverrates nicht damit herausreden, das Volk hätte alles so gewünscht.

Gast: Onkel Hubert
17.06.2009 13:24
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Es war Nichts, ist Nichts und wird auch Nichts bleiben

Nach jahrelanger Tätigkeit im Kosovo kann ich nur sagen: Des werd nix da unten, geklaut, betrogen und ohne Bezug auf die Realität fordernd, sonst nichts.

Schade, is aber so.

Wie in Afrika, nur eben das Millarden reingepumpt worden sind, und trotzdem nichts weiter geht.


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Der Kosovo ist eine Zecke


Der Kosovo ist ein Fass ohne Boden.

Millionen und abermillionen Euro von EU-Geldern fließen in die Verwaltung der dortigen untätigkeit. Und es herrscht eine fast afrikanische Mentralität: ihr seid für uns verantwortlich, also gebt.

Dass sich jetzt auch die Besorgnis-Industrie zu Wort meldet war vorauszusehen. Dabei herrscht im Kosovo keine Politische Verfolgung sondern sind gewisse Missstände auf die dort herrschende Kriminalität zurückzuführen.

Gast: sebastian
17.06.2009 12:19
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damit das einmal klar ist:

Asyl is gemäß Art. 14 der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" der UNO ein Menschenrecht und ist als anerkanntes Völkergewohnheitsrecht Teil der österreichischen Rechtsordung. Punkt.
Jeder der etwas anderes sagt at keine Ahnung.

Antworten Gast: Aufklärer
17.06.2009 15:56
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Re: damit das einmal klar ist:

sebastian, der nächste Hirnlose.

Ihr Art. 14 der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" ist in Punkto Asyl- bzw. Flüchtlingsrecht genau so relevant wie mein Punkt 14 der Einkaufsliste: 6 Eier.
Bitte lesen Sie sich wenigstens EINMAL die GFK und EMRK durch, bevor Sie solchen Blödsinn posten.
Asyl ist KEIN Menschenrecht!

mfg

Antworten Antworten Ophicus
17.06.2009 18:01
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Re: Re: damit das einmal klar ist:

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UNO.
Nicht Genfer Flüchtlingskonvention oder Europäische Menschenrechtskonvention.

Und da steht:
Artikel 14
1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.

Das Asylrecht ist laut UNO also sehr wohl ein Menschenrecht.
Wie alle Menschenrechte aber nicht besonders detailliert geregelt.


Antworten franzmann
17.06.2009 14:51
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Re: damit das einmal klar ist:

ich bin dafür das recht auf heimat als ein explizites menschenrecht zu definieren (implizit ist es ja schon eines: indem etwa ethnisch bedingte ansiedlungen verboten werden).
dann ist auch klar, dass es kein asylrecht geben kann, wenn einbrüche um 40% steigen!

Re: damit das einmal klar ist:

dann müssen wir die menschenrechte neu definieren. fakt ist, dass wir diese leute hier nicht wollen und fertig. auch der nächste wahltag ist ein tag der abrechnung. und fekter liegt außerordentlich gut im rennen :)

Antworten Gast: Der oberste Sozialist
17.06.2009 12:58
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Re: damit das einmal klar ist:

Es geht doch gar nicht um Asyl. Haben Sie das immer noch nicht geschnallt? Hier kommen Wirtschaftsflüchtlinge an, die unseren Sozialstaat solange saugen, bis keine Milch mehr kommt. Und sie wollen ein Leben lang bleiben. Die Pension ist das Ziel.

Diese Leute kommen für immer und bringen ihren ganzen Clan dann auch noch mit. Darum geht es. Aber ihr Problem ist nicht die Logik, sondern die Ideologie, nicht wahr?

Antworten Antworten Gast: sebastian
17.06.2009 14:25
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Re: Re: damit das einmal klar ist:

ich habe schon geschnallt, worum es hier geht, das können sie mir glauben.
wenn sie das so sehen wollen, ja, mein problem ist die ideologie. ich bin schon bei ihnen, dass der missbrauch des asylrechts eingedämmt gehört...aber nicht durch eine generelle verunglimpfung von asylanten. das ist imho ein problem der bürokratie und nicht der menschenrechte. wenn ich ein problem (das in wahrheit mE überhaupt nicht so groß ist, wie es in den medien dargestellt wird) lösen möchte, dann doch bitte nicht mit der "keule". die menschenrechte sind etwas, für das die menschen über jahrtausende gekämpft haben - eine der großartigsten errungenschaften unserer gesellschaft. das darf wegen schwarzer schafe und administrationsprblemen nicht ausgehöhlt werden. das ist meine ideologie. (und an die denkschwachen mitbürger à la "die leute wollen wir nicht" verschwende ich keine worte)

Gast: sid
17.06.2009 12:08
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asylkonflikt

eigentlich gibt es gar keinen asyl-konflikt, da österreich von sicheren drittländern umgeben ist und der asylsuchenden spätestens dort, nach verlassen seines heimatlandes, seinen antrag zu stellen hat.

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Der Kosovo hat noch immer ein Nationalitätenproblem!

Und dieses wurde bei der völlig überstürzt gewährten Autonomie seitens der USA und der EU leider völlig übersehen; bzw. es war den Betreibern derselben ziemlich egal...

Faktum ist, daß einander Kosovo-Serben und Kosovo-Albaner noch immer wie Feinde gegenüberstehen. Jede der beiden Ethnien lebt in ihrer jeweiligen "Welt". Interaktionen zwischen den beiden Völkern gibt es noch immer kaum. Und selbst dort, wo sich wirklich jemand "aus der Deckung" wagt, bekommt er schnell den Zorn und Haß der EIGENEN Seite zu spüren. Er gilt ihr als "Verräter".

Meine Meinung war schon immer die gewesen, daß man diese ehemalige jugoslawische Teilrepublik in ein serbisches und ein albanisches Gebiet hätte trennen sollen. Denn eine spezifisch kosovarische Identität und damit Nationalität hat es historisch ohnehin nie gegeben.

Dann wäre den Serben ihr heißgeliebtes "Amselfeld" geblieben und auch die Albaner wären als Teil Albaniens vermutlich glücklicher geworden. Und Brüssel hätte weiterhin gezahlt!

Antworten franzmann
17.06.2009 14:53
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Re: Der Kosovo hat noch immer ein Nationalitätenproblem!

stimmt. ich bin auch dieser meinung. der kosovo muss geteilt werden. und asyl kann es maximal für serben geben und nicht für die arigonas & co.

Antworten Antworten Gast: Mika
17.06.2009 18:33
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Re: Re: Der Kosovo hat noch immer ein Nationalitätenproblem!

nix da, das Kosovo hat schon immer den Albaner gehört, schaut einfach mal in ein Geschichtsbuch rein, dann werden ihr sehen, das ihr falsch liegt.

Dem Kosovo wurde ohnehin viel zu viel Gebiet gestohlen, seitens Serbien und Mazedonien !

Lang lebe die Freiheit !!!

Antworten Gast: Niki
17.06.2009 13:04
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Re: Der Kosovo hat noch immer ein Nationalitätenproblem!

In Wahrheit können sie innerhalb der Kosovoalbaner auch keine reine Etnie feststellen. Illyrer und Slawen bunt gemischt. Das einzige was sie wirklich von den orthodoxen Serben scheidet ist die Religion. Die Serben können ihnen die Islamisierung durch die Türken nicht verzeihen. Eigentlich ein immerwieder durch die religösen orthodoxen Hetzer angstachelter Religionskonflikt der zum Völkerkonflikt umgestaltet wird, damit er länger hält. Ein Trauerspiel.

 
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