08.11.2009 04:55 | Meine Presse Merkliste0

Vassilakou: Gegen die Tarzanisierung der Politik

03.07.2009 | 18:37 |  MARTIN FRITZL (Die Presse)

Maria Vassilakou ist im Sommer Grünen-Chefin. Für die Wien-Wahl wünscht sie sich ein „gehöriges Erdbeben“, das die politische Landschaft wieder in Bewegung setzen soll.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Presse: Welchen Handlungsspielraum hat eine Karenzvertretung als Parteichefin?

Maria Vassilakou: Sie hat eine eindeutige Aufgabe. Und das ist, den Sommer zu nutzen, um grüne Inhalte österreichweit an die Frau und den Mann zu bringen. Diesen Sommer widme ich mich dem Thema: Wie kann eine grüne Investitionsoffensive gestaltet werden, mit der tausende neue Arbeitsplätze geschaffen werden?

 

Abgesehen davon, dass eine Karenzvertretung innerhalb der eigenen Partei einen schweren Stand hat: Welchen Handlungsspielraum hat eine Oppositionspartei, um eine Investitionsoffensive zu starten?

Vassilakou: Handlungsspielräume ergeben sich überall dort, wo Druck entsteht, der auch von der Bevölkerung getragen wird.

 

Waren die Grünen in der letzten Zeit in der Lage, Druck auszuüben?

Vassilakou: Die Grünen machen massiv Druck, wir kämpfen unbeirrt für unsere Vorstellungen. Problematisch waren in den letzten Monaten die Turbulenzen um die EU-Wahl.

 

Die Ausbootung von Johannes Voggenhuber war ein Fehler?

Vassilakou: Ich glaube, dass das alles hinlänglich diskutiert worden ist. Ich finde es bedauerlich, dass es so kommen musste, und das Wahlergebnis schmerzt.

 

Noch einmal: Wie können Sie Druck ausüben?

Vassilakou: Mit klugen Vorschlägen und Zähigkeit. Zähigkeit lohnt sich. In Vorarlberg beispielsweise ist die Wohnbauförderung auf grüne Initiative hin an Passivhausbauweise gekoppelt worden. In Oberösterreich, wo ein grüner Landesrat regiert, haben wir ein 1,4-Milliarden-Konjunkturpaket mit vielen Umweltschutzmaßnahmen. Wien hat auf Initiative der Grünen das größte Biomassekraftwerk Europas.

 

Bei den Wiener Grünen gibt es eine im Internet organisierte Gruppe von Unterstützern, die mitbestimmen und mitarbeiten wollen. Man hat den Eindruck, die Begeisterung in der Partei hält sich in Grenzen.

Vassilakou: Der Eindruck ist falsch. Wir haben in den letzten Monaten mehrere hundert Anträge von Menschen gehabt, die bei der Listenerstellung für die Gemeinderatswahl mitentscheiden wollen. Davon haben wir bereits drei Viertel positiv behandelt, wobei das Aufnahmeverfahren noch gar nicht abgeschlossen ist, weil noch viele Rückmeldungen offen sind. Im November werden mehr als tausend Menschen bei der Landesversammlung über die Liste abstimmen. Ich bin sehr stolz darauf, dass uns das gelungen ist.

 

Wie werden Sie in Zukunft mit den Unterstützern umgehen?

Vassilakou: Im Herbst gibt es eine Veranstaltung, zu der auch alle Unterstützer eingeladen sind, wo in offener Diskussion ein Modell entsteht, wie wir die Strukturen weiterentwickeln können, damit Mitwirkungsmöglichkeiten für viel mehr Menschen da sind.

 

Wird es künftig Vorwahlen im Internet geben?

Vassilakou: Das muss man sich anschauen. Nach grüner Tradition werden wir uns das nicht hinter verschlossenen Türen selbst ausmachen, sondern einen Diskussionsprozess mit denjenigen führen, die derzeit daran interessiert sind. Da werden viele gute Vorschläge kommen, ich erwarte mir eine grüne Pionierleistung.

 

Zur Wien-Wahl kommendes Jahr: Heinz-Christian Strache hat das Duell um den Bürgermeistersessel ausgerufen. Die Grünen sind derzeit ungefähr gleich stark. Sie wollen nicht Bürgermeisterin werden?

Vassilakou: Ich finde es lächerlich, wenn sich vor der Wiener Wahl jeder Parteichef wie Tarzan auf die Brust klopft und zum Bürgermeister erklärt. Bei diesem etwas peinlichen Schauspiel, dieser Tarzanisierung der Politik, will ich nicht mitmachen. Lieber diskutiere ich darüber, wie ich diese Stadt verändern möchte und was die Konzepte der Grünen dafür sind.

 

Umsetzen wollen Sie das in einer Koalition mit der SPÖ?

Vassilakou: Ich wünsche mir am Wahlabend ein gehöriges Erdbeben, das die erstarrte Wiener Politiklandschaft in Bewegung setzt. Ich gehe davon aus, dass die SPÖ die Absolute verlieren wird. Aber ich gehe auch davon aus, dass Michael Häupl dann das Ödeste vom Öden macht, nämlich eine Koalition mit der ÖVP.

 

Die FPÖ wird keine Rolle spielen?

Vassilakou: Die FPÖ wird ein extremes Getöse produzieren, wie bei der EU-Wahl, sie wird keinerlei Grauslichkeiten aussparen, aber es weiß jeder mit Ausnahme des Herrn Hahn, dass Heinz-Christian Strache weder Bürgermeister noch Vizebürgermeister dieser Stadt wird. Wenn Herr Hahn auch selbst ausschließen würde, dass er Bürgermeister von Straches Gnaden wird, täte er der gesamten Politiklandschaft einen großen Gefallen.

 

Es gibt ja sogar die Fantasien von Schwarz-Blau-Grün.

Vassilakou: Das ist ein schrulliges Szenario, das ich zu 100 Prozent ausschließe.

ZUR PERSON

Maria Vassilakou (40) ist stellvertretende Bundessprecherin der Grünen. Weil Eva Glawischnig wegen der Geburt ihres zweiten Sohnes bis 3. September Babypause macht, hat sie jetzt interimistisch die Parteiführung übernommen. In Wien ist Vassilakou Klubchefin des grünen Gemeinderatsklubs. Bei der EU-Wahl hat die gebürtige Griechin auf dem zweiten Listenplatz der griechischen Grünen kandidiert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.07.2009)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

69 Kommentare
1 2
enzo
08.07.2009 08:00
0 0

Alleine der Ausdruck

Tarzanisierung zeigt bestens was an den "Grünen" dran ist .
Außer Bla,bla nicht viel ja da hatte der Kollege schon recht das Busen und Kittel alleine zu wenig ist.

curcuma
07.07.2009 18:59
1 0

ein gehöriges erdbeben wirst du bei den wahlen erleben,aber anders als du denkst.

wer soll diese inländerhassende partei wählen?

cb65
12.08.2009 11:31
0 0

Re: ein gehöriges erdbeben wirst du bei den wahlen erleben,aber anders als du denkst.

ist das nicht ein bisschen schwarz/weiß gedacht? es geht auch ganz ohne Hass...

K0nfuzzi
07.07.2009 17:34
0 0

Alle Welt den Amazonen - in Amazonien!

Der Kampfschrei ist der Versuch den Keil zwischen die Geschlechter tiefer zu treiben.

In Wien mit einer Scheidungsrage von 60% ist schon keine Gemeinsamkeit mehr zu überwinden. Die Politik wischt mit BürgerIn den Boden auf.

Kein Mann/Frau hat dadurch einen Vorteil - stark sind die mit Zusammenhalt.

1 0

Wien Wahl

mit guten Themen - wie z.B. "Personalmangel auf einer Wiener Dialysestation " könnte man ev. etwas machen....

enzo
05.07.2009 23:56
1 0

Grün

Ist die Bezeichnung für "Unreif" und die Kampfamazonen sind es wirklich.

derpradler
04.07.2009 19:39
0 0

Leider sind die Gründamen

nur für Regenbogenparaden gut!

kremser
04.07.2009 18:45
0 0

die Grünen machen Druck

... Preßwehen

alles Gute für den neuen Erdenbürger

derpradler
04.07.2009 19:38
0 0

Re: die Grünen machen Druck

Ihr Logo irritiert mich!

FreeSpeech
04.07.2009 16:42
1 0

Die Farbe der politischen Umweltverschmutzung ist Grün !


Antworten Gast: Montecristo
04.07.2009 17:12
0 0

Re: Die Farbe der politischen Umweltverschmutzung ist Grün !

Darf ich ihre "Farbenlehre" vervollständigen ?

Die Farbe der (Schein)Heiligen ist Schwarz !

Die Farbe der Populisten ist Rot !

Die Farbe des Proporzes ist ein Gemisch aus Rot/Schwarz (eigentlich keine echte Farbe) !

Die Farbe der Ehrlichen u. Redlichen Vaterlandsverteidiger ist Blau !

Die Farbe der Ewig-Gestrigen ist Braun !

Sie können gerne weitermachen (...)

0 0

Re: Re: Die Farbe der politischen Umweltverschmutzung ist Grün !

Wachen sie auf, wir sind hier nicht im Kindergarten oder in zwielichtigen Gässchen, wo Populismus ála blau fruchtet!

"Ehrlich" - Allein das ist ja schon der Witz des Tages!
"Redliche Vaterlandsverteidiger" - Schon einmal etwas davon gehört, dass derartige Vorstellungen zwei menschenvernichtende Weltkriege ausgelöst haben?

Wenn sie meinen, die FPÖ sei nicht Populistisch, dann sind sie wirklich realitätsfern!


K0nfuzzi
07.07.2009 17:37
0 0

Re: Re: Re: Wieviele Morde hat Strache vor?

Sie werden es uns sagen, oder?

Gast: Zweifler
04.07.2009 15:32
0 0

Traurig, daß...

... die GRÜNEN ihre politische Planung darauf aufbauen müssen, daß die BLAUEN in Wien den ROTEN wieder einmal Wähler (mit dem Anti-Ausländerschmäh) wegnehmen werden.

Es ist nicht unoriginell, daß die einzige Hoffnung der (klassich LINKEN) Grünen in Wien an politischem Einfluß zu gewinnen, darin besteht, daß jene Partei Stimmen gewinnt, die von ihnen politisch verachtet wird.


derpradler
05.07.2009 10:15
0 0

Re: Traurig, daß...

Die Besoffenen, die Fremdenhasser, Kinderverschicker, die Fremdenhasser, die Gasthausraufer, die Falschaussager, die Kriegsspieler, Heil-Grüßer.......sind die Ehrlichen.
Haben Sie sie eigentlich noch ALLE?!

Antworten Antworten Gast: Zynicus
05.07.2009 17:52
0 0

Ja und die Gutmenschen/Gutmenschinnen sind die Pharisäer/Pharisäerinnen!!!

Glasklare Beobachtung! Politisch korrekt formuliert!

1 0

ödes Interview

wichtige Fragen oder Fragen die den Grünen unangenehm sind wurden keine gestellt, ödes interview

Gast: Auslandsösterreicher
04.07.2009 14:30
1 0

Darf ich fragen wie das geht?

Bei der EU-Wahl hat die gebürtige Griechin auf dem zweiten Listenplatz der griechischen Grünen kandidiert.

Ganz verstehe ich das nicht.
Ist die Dame nun Österreicherin oder nicht? Oder ist es möglich als "Ausländer" für die EU Wahl zu kanditieren?

Kreis6
04.07.2009 17:27
0 0

Re: Darf ich fragen wie das geht?

Wie das möglich ist, kann ich nicht be
antworten. Ich vermute, das die EU
Macher rasch erkannten, das Migrat
innen ein flexibeles Naturell haben
und als politische Haubentaucher besonders wertvoll sind. Nur nicht fürs
Gastland.

Antworten Antworten Gast: Auslandsösterreicher
04.07.2009 17:55
0 0

Re: Re: Darf ich fragen wie das geht?

Das werden Sie wohl richtig erkannt haben. Hätten die Griechen a bisserl mehr Grün gewählt wär die Dame aber schleunigst nach Brüssel abgedüst und hätte auf Wien an "Weichen lassen".

Die GrünInnen sind ja schlimmer als Fussballer!

B.Kiddo
04.07.2009 14:05
0 0

Harmlose u. gefährliche politische "Zwerge"

Obwohl die österreichischen Grünen politisch ziemlich erfolglos sind u. wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht mit Erfolgen belohnt werden, ihnen auch permanent der Untergang nachgeschrieben wird, scheint es doch hier im Forum eine ganze Menge Leute zu geben, die sich darüber so ihre Gedanken machen, auch wenn diese alles andere als schmeichelnd sind, die kategorischen Beschimpfer nehme ich hier mal aus - u. unter dem Artikel zu den jüngsten Raketentests in Nordkorea findet sich kein einziges Posting (!);

ich weiß schon, die österr. Grünen sind einem ja letztlich doch irgendwie näher als das für und ferne Nordkorea, aber seltsam finde ich es dennoch; man macht sich seine Gedanken über politisch chancenlose „Zwerge“, aber die wirklichen politischen gefährlichen „Zwerge“ mit der Atombombe im Gepäck beunruhigt offenbar kaum jemand;

lieber haut man die eigenen „Zwerge“ (…)
sehr seltsam das ganze (...).

Antworten Gast: Astrowolf
04.07.2009 14:36
0 0

Re: Harmlose u. gefährliche politische

Der "grüne politische Zwerg" hat in den letzten Jahren um sich geschlagen, wie ein Riese. Vollmundige Provokationen haben sich die Österreicher gemerkt, während die Raketentests (für jene, welche noch immer nichts gecheckt haben: HIER GEHT ES UM DEN INTERNEN NACHFOLGEMACHTKAMPF EINER KOMMUNISTISCHEN ERBFOLGEDYNASTIE - DAHER DAS SÄBELRASSELN!) hier eigentlich ABSOLUT NIEMANDEN interessieren.

Nochmals großen Dank an den NÖ Jagdverband, für die millionenschwere Unterstützung (UND SOMIT GRÜNDUNGSHILFE der Grünen) für die Demonstranten in der Hainburger Au. Nicht nur, dass Busse gratis von der Uni in die Au gependelt sind, so gab es auch für jeden Demonstranten 200 ATS Taggeld - für mittellose Studenten damals recht viel. Zelte und Verpflegung stifteten die edlen Spender ebenso. Günther Günther und Meissner Blau schluckten Köder samt Haken bereitwillig.

Man wollte höherenortes eben kein Jagdrevier verlieren.

Damals war noch Einsatz für die Natur zu sehen - doch heute? Kiffen in der Kneipe? Koksen im Kellerlokal?

So, jetzt haben wir diese pragmatisierten Etikettenschwindler-Grünen - und ABSOLUT NIEMAND BRAUCHT SIE! (Keine Ideen, keine Initiativen und nur der auf andere gerichtete marxistisch-moralische Zeigefinger ist mehr als dürftig.) So werden sie auch demnächst wieder in der Versenkung verschwinden - je früher, desto besser!!!

Denn mit Natur und Umwelt haben diese dekadenten Salonlinken absolut NICHTS mehr zu tun. Das spürt das "dumme" Volk!

FreeSpeech
04.07.2009 16:40
0 0

Re: Re: Harmlose u. gefährliche politische

Sicher politisch sind die Grünen ihren Kollegen in Nordkorea nicht unähnlich, haben sie doch beie Stalinistische Wurzeln. In Nordkorea können wir nicht mitgestalten, in unserem Land hingegen schon. Daher gibt es viel mehr Beiträge, wenn es um den inneren,den grünen Feind geht.

B.Kiddo
04.07.2009 17:25
0 0

Re: Re: Re: Harmlose u. gefährliche politische

Ich denke, ich kann sie beruhigen, die Grünen werden sich letztlich selbst "besiegen" u. sind auch nicht wirklich eine bedeutende politisch gestalterische Kraft in Österreich;

aber was soll dieses unsinnige Spiel dieser stereotypen politischen Zuweisungen "Stalinistische Wurzeln" u. "der grüne Feind" ?

Das ist doch Unsinn!
Ebenso könnte ich behaupten, die FP hätte "Nationalsozialistische Wurzeln", das ist doch auch unsinnig.

Die Grünen wollen, wie die anderen Parteien auch eine Verbesserung für unser Land erreichen u. zwar mit den demokratischen Mitteln der Überzeugung der Wähler.

Sprechen sie lieber von "Gegner" u. nicht von "Feind", das macht den gemeinsamen Austausch der jeweiligen Argumente erst möglich.

MfG
B.Kiddo

Antworten Gast: Leser
04.07.2009 14:31
0 0

Re: Harmlose u. gefährliche politische

Da solltens vielleicht den BundesHeinzi anrufen. Der hat sicher besser Infos als wir hier...

B.Kiddo
04.07.2009 15:07
0 0

Re: Re: Harmlose u. gefährliche politische

Ich war damals auch in Au, mehrere Tage, im eigenen Auto mit Freunden, aber nicht weil uns jemand Geld versprochen hätte, das war damals reine Überzeugung, weder für Links noch für Rechts, sondern gegen den unüberlegten Raubbau an der Hainburger Au;

heute bin weder Kiffer noch Kokser (seltsame stereotypische Vorstellung haben sie da von den ersten "Grünen", was diese denn heute so treiben) sondern ich bilde mir bloß meinen Meinung u. die sag ich halt auch, genau wie sie;

ich versteh nicht, was sie plötzlich so zornig macht, sind doch nur politische Zwerge, die ohnehin bald verschwinden werden (...)

ach ja, u. noch was: zählen sie sich selbst auch zum "dummen" Volk, wie sie schreiben, oder sind sie was "besseres" (...)


1 2

Schlagzeilen Politik

  • Mitterlehner: Kein neues Konjunkturpaket
    Sozialminister Hundstorfer hat ein neues Konjunkturpaket angeregt, Wirtschaftsminister Mitterlehner erteilt dem eine Absage. Bei der Konjunktur vertraut er dem "freien Spiel von Angebot und Nachfrage".
    US-Gesundheitsreform: Erster Erfolg für Obama
    Die Abgeordneten des Repräsentantenhauses entscheiden, die Vorlage des Präsidenten weiter zu erörtern. Auch in den Reihen der Demokraten war die Reform bis zuletzt umstritten.
    November 1989: Und dann fiel der erste Stein
    Sie haben auf unser Taxi mit Fäusten getrommelt und es hin und her geschaukelt. Wir fühlten uns wie in einem kleinen Boot bei hohem Seegang. Wie ich als ORF-Reporter im November 1989 den Fall der Mauer miterlebte.
  • Minister sollen doch in den U-Ausschuss kommen
    Der U-Ausschuss-Vorsitzende Martin Bartenstein (VP) signalisiert im "Presse"-Interview Einlenken: Mit Minister-Befragungen habe er kein Problem. Indes plädiert Bartenstein für einen EU-Außenminister Alfred Gusenbauer.
    UNO fordert Kampf gegen afghanische Korruption
    Der UN-Sicherheitsrat will von Präsident Karzai Maßnahmen gegen Drogenhandel, Vetternwirtschaft und Korruption sehen. Afghanistan reagiert empört auf die Vorwürfe.
    Neuer Job für Gusenbauer in der Vermögensverwaltung
    Der Ex-Kanzler ist seit kurzem der Europa-Direktor des Investmentfonds Equitas European Funds, der Tochter einer Firma mit Sitz in Chile. Ziel sei es, österreichische Investitionen in Chile zu fördern.
  • SPÖ legt sich bei Pensionsvorsorge quer
    Kanzler Werner Faymann akzeptiert die Förderung von Produkten ohne Kapitalgarantie nicht. Das hatte Vizekanzler Josef Pröll vorgeschlagen. Der verteidigt die Wahlfreiheit zwischen Risiko und Sicherheit.
    Michael Spindelegger: "Bin kein Teilzeit-Minister"
    Außenminister Spindelegger hat mehr als nur den ÖAAB im Sinn: Er will Frieden in Sri Lanka vermitteln und gibt Wolfgang Schüssel "intakte Chancen", dank deutscher und skandinavischer Hilfe, Ratspräsident zu werden.
    Sport in der DDR: Spione im Trainingsanzug
    Die Stasi hatte überall Spitzel. Viele Sportler der ehemaligen DDR, die nach der Wende Profikarrieren machten, leugnen bis heute dieses dunkle Kapitel ihrer Vergangenheit.
  • Nominierung: Heftige Kritik an „EU-Unkenntnis“ Hahns
    Grünen-Chefin Eva Glawischnig ärgert sich über eine frühere Ankündigung Hahns, er werde auch als Kommissar Chef der ÖVP Wien bleiben. Doch das ist EU-rechtlich nicht möglich.
    In Honduras heißt es: Zurück an den Start
    Gescheitert ist ein Abkommen zwischen Interimsstaatschef Micheletti und dem gestürzten Präsidenten Zelaya zur Beendigung der Staatskrise. Zelaya erklärte das Abkommen für „tot.
    Hundstorfer: Abgaben auf Vermögen für Sozialstaat
    Sozialminister Rudolf Hundstorfer stellt sich gegen die Seniorenwünsche: Er will eine Erhöhung um 1,5 Prozent, wie sie sich laut Gesetz ergibt, während die Pensionisten 1,9 Prozent fordern.