26.05.2012 07:24 | Meine Presse Merkliste 0

Unsere Skandale haben System

22.07.2009 | 18:33 |  MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Die eigentliche Aufgabe des U-Ausschusses lautet: Befreiung des öffentlichen Lebens von der Parteipolitik.

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Noch ist schwer abzusehen, was der „Spitzel"-U-Ausschuss in seinen einzelnen Untersuchungsgegenständen zutage fördert. Die vorab verstreuten Einzelinformationen zum Thema Österreich - Kasachstan etwa ergeben ein Bild, das zwischen Agentenklamauk und Staatskrise oszilliert. In Summe entsteht aber immer deutlicher ein durchaus beunruhigendes Bild. Das Zusammenspiel zwischen Parlament, Regierung, Exekutive und Justiz sollte in einem liberalen Rechtsstaat westlicher Prägung der Logik von Transparenz, Kontrolle und klaren Verantwortungen folgen. In Österreich folgt es jener Logik, die für die fundamentalen Konstruktionsfehler in der politischen Architektur dieses Landes zuständig ist: der Logik der Parteipolitik.

Ein Land, in dem die Vergabe der Schlüsselpositionen in Verwaltung, Justiz und Exekutive streng nach parteipolitischen Kriterien erfolgt, endet naturgemäß dort, wo sich Österreich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen wiederfindet: in einem Dickicht aus Inkompetenz, Vertuschung, Spitzelei und Zweifeln an der Unabhängigkeit von Justiz, Verwaltung und Exekutive.

Natürlich kann und muss man prinzipiell verlangen, dass Polizeibeamte auch dann, wenn sie ihren Arbeitsplatz in erster Linie parteipolitischer Aktivität oder Intervention verdanken, ihre verfassungsmäßigen Pflichten höher einschätzen als ihre Dankbarkeitsverpflichtung gegenüber ihren Protektoren. Aber es ist nicht wahnsinnig realistisch. Natürlich kann und muss man auch von Staatsanwälten, die ihre Berufung eher ihrer Parteinähe als ihrer juristischen Qualifikation verdanken, verlangen, dass sie ihre Verschwiegenheitspflichten höher einschätzen als die Informationsbedürfnisse ihrer Gönner. Aber wir wissen, dass das oft nicht der Fall ist. Natürlich muss und kann man von Mitarbeitern der Nachrichtendienste verlangen, dass sie die Sicherheitsinteressen der Republik höher bewerten als die Sicherheitsinteressen von Gesinnungsfreunden, die in innerparteilichen Abwehrkämpfen Bedarf an Datenmunition haben. Aber man darf nicht damit rechnen.

Natürlich gilt dieser Befund nicht für die Gesamtheit von Politik, Verwaltung, Justiz und Exekutive. Österreich ist kein totalitärer Parteienstaat, es gibt in allen genannten Bereichen Menschen von bewundernswertem Idealismus, eiserner Disziplin und untadeligem Berufsethos. Aber durch die jüngere und ältere Skandalgeschichte Österreichs zieht sich das immer gleiche Grundmuster: zu wenig „rule of law", zu viel „rule of party". Ja, natürlich ist Österreich ein Rechtsstaat. Aber es ist auch und in einem viel zu großen Ausmaß ein Parteienstaat.
Auch die jüngsten Ereignisse machen das deutlich: SPÖ-Politiker finden nichts dabei, ihre Nichtverwicklung in die HAA-Affäre damit zu begründen, dass das Heeresabwehramt längst nicht mehr „rot", sondern eben „blau" sei. Das regelmäßige Geschrei über „Umfärbungen" in Ministerien, Verwaltungsstrukturen und staatsnahen Unternehmen zeigt immer nur eines: Nicht die Färbung wird als das Problem erkannt, sondern die Umfärbung. Dass dieses Prinzip sein größtes Gefährdungspotenzial für Demokratie und Rechtsstaat dann entwickelt, wenn auch die parlamentarischen Kontrollmechanismen unter der Kontrolle der (Regierungs-)Parteien stehen, ist das wichtigste Argument gegen Große Koalitionen und für eine Stärkung der parlamentarischen Minderheitsrechte.

Der Schaden, den die parteipolitische Beherrschung der staatlichen Institutionen anrichtet, geht aber weit über die jetzt verhandelten Fälle, so gravierend sie im Einzelnen auch sein mögen, hinaus. Die parteipolitische Durchdringung des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens, die in den Institutionen der Sozialpartnerschaft ihre Überhöhung erfahren hat, höhlt die Gesellschaft aus. Sie führt zur Passivität, zum Anspruchsdenken, zum Freiheitsverzicht und zur Verantwortungsverweigerung.

Und letztendlich auch zum unübersehbaren Qualitätsverlust des politischen Personals: Ein System, in dem parteipolitisches Funktionieren für das berufliche und gesellschaftliche Fortkommen wichtiger ist als Leistung und Individualität, tendiert früher oder später in Richtung Selbstzerstörung durch Selbsterhaltung. Die Leistungsorientierten, Selbstbewussten und Risikofreudigen meiden es und suchen sich die verbliebenen Nischen außerhalb der staatsnahen Strukturen.

Die politische Aufgabe, die unter der Oberfläche auch dieses Untersuchungsausschusses wartet, lautet: Befreiung des öffentlichen Lebens von der Parteipolitik.

 


michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.07.2009)

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80 Kommentare
 
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Gast: daka
30.07.2009 12:22
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es is halt so, ....

Viele Politiker, ....., profitieren vom Unwissen in großen Teilen der Bevölkerung.

Gedankengang:
"Die "Anderen" machens auch, ..."
Gilt dann auch sinngemäß: "Wenn mir was gestohlen wird, stehle ich auch was, ..... ?

Dies gefährdet nachhaltig den Rechtsstaat, den Wirtschaftsstandort, ........, somit alle.


Gast: Gat1
24.07.2009 21:13
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Vergleich

" Ein Land, in dem die Vergabe von Schlüsselpositionen...".Dazu gab es in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts folgendes Bonmot: "Ehe man in Österreich im Staatsdienst ohne die richtige Partei etwas wird, verliert die KPdSU in der Sowjetunion ihre Macht."
Die KPdSU hat mittlerweile ihre Macht verloren, aber in Österreich hat sich in der erwähnten Hinsicht im Staatsdienst nichts geändert.

Antworten Cymry
25.07.2009 19:12
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Re: Vergleich

Die Analyse hat ihre Richtigkeit. Das Problem ist nur, in anderen Ländern ist es auch nicht besser, eher schlechter. Letztendlich kann man nicht sagen, wie es in einem Land wäre, das die genannten Probleme nicht hätte, weil es ein solches nicht gibt.

Antworten TheAlien
25.07.2009 08:40
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Re: Vergleich

Wenn man sich die letzten Meinungsumfragen zur Befindlichkeit der Österreicher ansieht: "Hauptsache es ändert sich nichts!"

Für ein Land mit einer Mehrheit von derartig veränderungsfeindlichem, obrigkeitsgläubigem, tumbem Wahl- und Konsumvieh wie den Österreichern, ist der Status Quo völlig logisch.

Daher hatten Russland (und andere Länder) eine Revolution und wir haben eine große Koalition in einer quasi-demokratischen, autokratischen Mehr-Parteien-Diktatur.

Aber Haupsache, es ändert sich nichts! Tu felix Austria!

Thonet H.
24.07.2009 15:49
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Leider ist

alles richtig, was sie, Herr Fleischhacker, in Ihrem Artikel schreiben und eigentlich noch viel schlimmer, weil das was wir sehen ist Ausdruck der Mentalität und die zu ändern bedarf es in Österreich des Weltunterganges. Wir sollten einfach - wenn es nicht in Wahrheit zum Weinen wäre - ganz kräftig bei den Auftritten unser Parteiapostel lachen. Vielleicht merken sie, dass sie nackt sind!

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"Befreiung des öffentlichen Lebens von der Parteipolitik." ???

da müssten wir aber schon vorher das öffentliche leben vom öffentlichen leben befreien!

herr f. spricht ziemlich schlecht über pol. parteien.

das traurige dran: er hat recht.
das noch viel traurigere dran: wenn er 'pol parteien' ersetzen würde durch 'überwältigende mehrheit der ö', hätte er auch recht.

ja so sind wir im lederhosen und sissy-paradies. die parteien bringen unsere eigenschaften nur noch pointiert zur geltung!
sollten wir, um die befreiung zu erreichen, nicht zuerst ö von den ösis befreien?

Gast: Spectator
24.07.2009 14:16
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Tempora mutantur...

Vor einiger Zeit hat der deutsche Finanzminister Österreich mit Burkina-Faso(="Land der Unbestechlichen") verglichen. Heute würde er uns eher mit einem zentralasiatischen Nachbarstaat Kasachstans vergleichen.

Ka_Sandra
23.07.2009 20:51
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Glasnost und Perestroika würden auch Österreich guttun!

Schauplatz: eine Liegewiese mit Badegästen irgendwo in Österreich.
Neben mir: zwei Familienväter, der eine ein Häuslbauer in spe, der andere berät ihn, weil er das alles schon hinter sich hat.
Es wird – ohne die Stimme zu dämpfen – ungeniert besprochen, wie man eine Umwidmung in Bauland bewerkstelligen kann, wie man schuldige Gefälligkeiten bei Kommunal- oder Landespolitikern eintreibt, wie man gesetzliche Bestimmungen umgeht etc.
Das ist die politische Alltagskultur in diesem Land! Es herrscht absolut kein Unrechtsbewusstsein, dass man sich dieser verfilzten Strukturen bedient, nach dem Motto: was die da oben können, können wir schon lang!
Darum erhebt sich auch trotz der derzeitigen Skandale zwar leichtes Murren, aber die meisten Österreicher regt das alles nicht mehr sonderlich auf. Es ist offenbar schon ein gewisser Abstumpfungseffekt eingetreten. Das ist leider die österreichische Normalität.

Journalisten wie der Presse-Chefredakteur, die diese Zustände anprangern, kommen mir vor wie Rufer in der Wüste. Sie werden wahrscheinlich von vielen als lästig und unbequem empfunden.
Michail Gorbatschow forderte vor zwanzig Jahren Glasnost und Perestroika für die Sowjetunion.
Michael Fleischhacker fordert für Österreich etwas Ähnliches: Transparenz und eine Abkehr von der verkrusteten Parteipolitik. Auch wenn die hiesigen Missstände mit denen in der damaligen UdSSR oder im heutigen Russland nicht zu vergleichen sind: Es gäbe in Österreich vieles zu verbessern!

Antworten leokoller3
24.07.2009 09:00
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Ungeliebte Koenigstochter

Vorseher waren meist nicht populaer, siehe Laokoon. Den Hrn. Fleischhacker in solche Luefte zu heben, scheint mir ein wenig uebertrieben.

Am gegebenen Beispiel widerspiegelt sich die Ringel'sche "oesterreichische Seele". Wie Sie richtigerweise bemerken ist es die "was die da oben koennen, koennen wir schon lang" Mentalitaet. Jedoch ist der Oesterreicher auch ein Vollkasko-mensch, ja kein Risiko. Da wird schwarz gearbeitet, Beamte bestochen, Steuern hinterzogen, aber der Vollkasko-Oesterreicher weiss genau, dass ihm keiner was anhaben kann, weil eh ein jeder Dreck am Stecken hat.

Antworten Antworten Ka_Sandra
24.07.2009 11:34
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Re: Ungeliebte Koenigstochter

Ich erhebe den Herrn CR in keine Lüfte. Er geht allerdings manchmal selbst in die Luft, wenn's ihm zu bunt wird. Ansonsten finde ich ihn absolut realitätsbezogen und scharfsichtig.

Wenn Sie den Österreichern Vollkasko-Mentalität zuschreiben, haben Sie völlig Recht. Nicht nur, weil viele von ihnen selbst Nutznießer dieses Filzes sind, wollen sie nichts am Status quo ändern. Sie halten auch daran fest, weil sie sich denken: Kommt meist nix G'scheiteres nach!

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Kein Ausweg in Sicht

Bis 1989 konnte man sich noch einreden, daß der österr. Sonderweg aus der geograph. Lage bedingt sei. Inzwischen kann man nur mehr resignierend feststellen, dass wir in einer ausweglosen Sackgasse gelandet sind, ähnlich der ÖU Monarchie vor 100 Jahren. Der Politfilz hat sich in allen Bereichen des Lebens so breit gemacht, dass man sich wundert, wie unsere Volkswirtschaft überhaupt noch ansatzweise funktionieren kann.

Gast: ökono-mist
23.07.2009 16:27
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(Leit-)Refrain...


Chor der beliebig umlackierbaren Abstimmungsautomaten (Melodie: Copyright: ORF-Moneymaker...):

"Hock dich reich, und nähr' dich an der Parteileich'!"

(Bürgschafts-)Chor der Lackierten (Melodie: "Üb' immer Treu' und Redlichkeit"):

"Www.o dürf' ma 's letzte Hemd abgeb'n...?"
(Anm.: Bei €-, äh, Penny-Bay, meine Herr-, äh, Knechtschaften!)

Chor der Verfassungsjuristen (resignierend - Melodie: "Oh, du lieber Augustin..."): "Kaum is' d' Verfassung niedag'schrieb'n, is' s' a scho' hin!"

P. S.: Singen müßt's schon selber (gilt angesichts des Demokratie- und Rechts-politischen Ausnahmezustandes selbstverständlich auch für Whistleblower...).


Antworten Gast: ökono-mist
23.07.2009 22:53
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Re: (Leit-)Refrain...

Nachtrag: "O du lieber Augustin" hätte in diesem Fall wohl auch ausgereicht.

(Schließlich sollte ja hierzulande niemand so sehr über die Zustände überrascht sein, daß er seiner Überraschung durch ein "oh!" Ausdruck verleihen müßte...)

Cymry
23.07.2009 13:19
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Wie geht`s weiter?

Durchwurschteln war immer die beste österreichische Tugend. Die edlen Wilden des
JJ.Rousseau hat es zu keiner Zeit gegeben und ich hoffe sie werden nie Politiker werden. Trotz allem steht Österreich im internationalen Vergleich ziemlich gut da. Nur der Metternich hätte sich schon sehr gefreut über die elektronische Überwachung. Zumindest braucht man keine Bestechungsgelder für normale Amtshandlungen bezahlen,-keine Selbstverständlichkeit.

Gast: Christdemokrat
23.07.2009 12:33
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Bis zum Sankt Nimmerleinstag......?

Die österreichische Realverfassung - 9 Bundesländer auf kleine Raum, verfassungsgefestigte Kammern, dazu Gewerkschaft und Industriellenvereinigung - bedingt eine Unzahl von Funktionären die auch das Parlament dominieren. Dieser Zustand könnte aber nur mit Zustimmung eben dieser Funktionäre geändert werden und dies ist sehr unwahrscheinlich. Da wir Österreicher/innen eigentlich noch keine Veränderung durch die Kraft der "Rebellen" zustandegebracht haben, sondern eigentlich immer den "Ereignissen ausgeliefert waren" um anschließend das "beste" aus diesen zu machen. Die Hoffnung auf eine Veränderung ohne äusserste Not oder gar einer Katastrophe ist bis gegen Null - jedenfalls aus meiner Sicht - geschwunden. Die Initiative für die Einführung eines Mehrheitswahlrechte scheint friedlich entschlafen zu sein.

Antworten leokoller3
23.07.2009 15:40
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Re: Bis zum Sankt Nimmerleinstag......?

9 Bundeslaender.
99 Bezirke (121 wenn man Wien x 23 rechnet).
2359 Gemeinden.

Alle Politiker, Interessensvertreter und Funktionaere vom Bundeskanzler abwaerts sind nur mehr der eigenen Partei verantwortlich. Wie Sie richtig bemerkt haben, ist die Initiative Mehrheitswahlrecht ins Bedeutungslose gerutscht. Aber das Mehrheitswahlrecht alleine waere ja auch nicht die Antwort. Wir brauchen eine umfassende Verfassungsreform, besser gleich eine ganz neue, mit einer echten Gewaltentrennung von Executive und Legislative, eine direkt gewaehlte Regierung (die Aemter von BP und BK zusammengelegt), einen separat gewaehlten Nationalrat und einen gewaehlten Bundesrat. Weiters sollte man die Landtage abschaffen und die Anzahl der Bezirke und Gemeinden verringern. Und darauffolgende Verfassungsaenderungen oder -ergaenzungen nur mehr per Volksentscheid (keine 2/3 Gesetze).

ssid
23.07.2009 11:05
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Leitartikel

diesen großartigen Beitrag von Fleischhaker
müßte die Presse als Hauswurf-Sendung an jeden Haushalt gehen lassen!
Einige Österreicher können ja noch lesen, kommen aber leider in anderen Zeitungen nicht zu solchen Informationen.

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Gratulation Herr Fleischhacker,

dieser Artikel stimmt leider und ist einfach perfekt !

Abaddon
23.07.2009 09:37
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DAS...

DAS ist mal ein Kommentar, der es auf den Punkt bringt!

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Jaja, die österreichische Kulur

Solange das Volk vor jedem Mag. oder Dr. Titel den Hut zieht, vor jedem Bürgermeister in die Knie geht, und glaubt eine fundierte politische Meinung zu haben weil man beim ASKÖ Afiesl auf ein paar Bälle kickt, solange wird es in diesem Land nicht besser werden.
Dann wäre dann noch die gute alte Stammtischrunde mit ihren Schimpftriaden auf die Politik.
Wenn wir nicht schleunigst an uns selbst etwas ändern und uns einmal vor die Wirtshaustür trauen, dann sieht es wirklich düster aus.
Ein Sierninger Bauernsohn, kann in zwei Worten Neuwahlen vom Tisch reißen. Was können da 8 Millionen wohl anrichten?

Zum Leitartikel: Teilweise liest man ja bereits in Fleischhackers Buch über diese Theorien. Die Frage stellt sich nur ob sich mit österreichischen politischen Minderheiten überhaupt Politik machen ließe. Die FPÖ fällt aus. Sie ist definitiv regierungsunfähig, weil sie sich in erster Linie davor fürchtet. Die Grünen würden sogar Van der Bellen verkaufen um irgendwie vom Regierungskuchen naschen zu dürfen.
Was das BZÖ betrifft so ist jeder weitere Kommentar wohl überflüssig.

So bleiben eigentlich nur noch die Regierungsparteien übrig.

Grauenhafte Lösung. Kommt ein User vielleicht auf ein weniger depremierendes Ergebnis?

MFG vom Elch

P.S. Auch Akademiker sind nicht die besten. Wenn ein angeblicher Dr. in einem öffentlichen Internetforum Bestechung zugibt, dann gute Nacht Österreich.


Antworten leokoller3
23.07.2009 15:45
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Re: Jaja, die österreichische Kulur

Als ich das Eingestaendnis des Hrn. Dr. weiter unten las, blieb mir auch die Spucke weg. Ich wusste gar nicht, dass es in Oesterreich wirklich so zugeht. Bin halt schon zu lange weg.

Antworten joquer
23.07.2009 14:11
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Re: Jaja, die österreichische Kulur

Genau¿deswegen heißt es ja zum Schluß - "Befreiung des öffentlichen Lebens von der Parteipolitik." Ich bin der Meinung, man müßte eigens zu diesem Zweck eine Partei gründen - ein Wahlrecht einführen, das den Parteien ihre Allmacht nimmt, dann könnte sich einiges zum besseren ändern in Ö!

Antworten Antworten leokoller3
23.07.2009 16:01
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Re: Re: Jaja, die österreichische Kulur

Die Initiative Mehrheitswahlrecht hatten wir ja schon. Ich glaube, wir brauchen eine Buergerinitiative Staatsreform. Es gehoert mit viel mehr aufgeraeumt, als nur mit dem Wahlrecht und dem Parteienfilz.

Antworten Antworten Antworten modestus
23.07.2009 17:14
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Re: Re: Re: Jaja, die österreichische Kulur

ja ja..eines nach dem anderen..zuerst das absolute mehrheitswahlrecht...dann erst die feinarbeit

Antworten Antworten Antworten Antworten leokoller3
23.07.2009 17:35
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Re: Re: Re: Re: Jaja, die österreichische Kulur

Mir waer halt der Sprung ins kalte Wasser lieber als das Warmduschen. Davon haben wir ja eh schon genug mit unserer grossen Koalition.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten modestus
23.07.2009 21:04
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Re: Re: Re: Re: Re: Jaja, die österreichische Kulur

zuerst das grobe.....dann muss man abwarten was sich entwickelt um neue anpassungen zu treffen
geduld ist auch teil politischer begabung

 
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