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IHS-Experte: "Kein Pensionsantritt mehr vor 65"

11.08.2009 | 18:46 |  VON NORBERT RIEF UND KARL ETTINGER (Die Presse)

Ein Wirtschaftsexperte des IHS drängt auf längeres Arbeiten und Eindämmen des vorzeitigen Ruhestandes. Der Effekt der Pensionsreform ist durch zahlreiche legale Schlupflöcher gleich null.

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Wien. Für deutsche Arbeitnehmer beginnt bald eine neue Zeitrechnung. Wer die Tage bis zu seiner Pensionierung zählt, muss ab 2012 bis zu 730 addieren. In dem Jahr beginnt die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von 65 auf 67 Jahre. Ein richtiger Schritt, wie Ulrich Schuh vom Institut für Höhere Studien (IHS) in Wien meint. Die Konsequenz für Österreich ist für ihn klar: „Auch wir werden länger arbeiten müssen.“ Eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters sei „unvermeidbar, wenn man das System erhalten will“.

Deutschland hofft mit der Erhöhung, die Finanzierung des Pensionssystems langfristig zu sichern. Dabei liegt das durchschnittliche Pensionsantrittsalter bei unserem nördlichen Nachbarn bei knapp über 63 Jahren. In Österreich ist der durchschnittliche Neupensionist dagegen nur 58 Jahre alt.

„Das können wir uns nicht mehr leisten“, mahnt Schuh im Gespräch mit der „Presse“. Es gebe immer mehr Pensionisten, denen weniger Aktive gegenüberstünden. „Wir können nur entweder das Leistungsniveau senken oder das Pensionsantrittsalter erhöhen.“ Geringere Zahlungen halte er aber für „problematisch“, bleibt als Lösung seiner Meinung nach nur, dass auch die Österreicher länger arbeiten.

Dabei gehe es gar nicht um Gesetzesänderungen. „Es ist müßig, über das gesetzliche Pensionsantrittsalter zu reden, wenn das faktische um so viel geringer ist.“ Der Staat müsse die Arbeitnehmer dazu bringen, „fünf, sechs Jahre“ länger zu arbeiten. Dann läge man immer noch unter dem vorgesehenen Antrittsalter von 65 Jahren, würde aber das System deutlich entlasten.

Wie er das erreichen will? Schuh: „Indem man alle Auswege aus dem Arbeitsmarkt vor dem 65.Lebensjahr verbaut.“ Das habe die schwarz-blaue Regierung mit ihrer Pensionsreform zwar angepeilt. Man habe aber mittlerweile derart viele Schlupflöcher gelassen, dass „der Effekt der Reform gleich null war“.

Zwar schaffe man die reguläre Frühpension schrittweise bis 2017 ab. Derzeit können dabei Männer mit 62 Jahren und elf Monaten in Frühpension gehen, Frauen mit 57 Jahren und elf Monaten, ab Oktober dann mit 63 beziehungsweise 58 Jahren.

Allerdings gibt es noch andere Wege in den vorzeitigen Ruhestand, mit denen ein Pensionsantritt auch vor dem jetzigen Frühpensionsalter möglich ist. Diese werden inzwischen auch verstärkt genützt. Dazu gehört die sogenannte „Korridorpension“, die seit 2007 von Männern ab dem 62. Lebensjahr genützt werden kann. Der Zulauf steigt: Heuer im Juni nützten 6402 Männer trotz der Abschläge bei der Pension diese Möglichkeit.

Noch viel stärker ist aber der Zustrom zur Frühpension für Langzeitversicherte, zur sogenannten Hacklerregelung. Diese wurde erst im Vorjahr sogar bis 2013 verlängert. Im Vorjahr gingen 120.824 Personen in den Ruhestand, davon waren 19.878 Hacklerpensionisten.

 

70.000 „Hackler“

Insgesamt beträgt die Zahl der Bezieher von Hacklerpensionen bereits 70.259 (siehe Grafik). Tendenz steigend. Männer können dabei nach 45 Versicherungsjahren mit 60 in Pension gehen, Frauen nach 40Versicherungsjahren mit 55. Der Grund, warum dies besonders genützt wird: Bei dieser Sonderform der Frühpension gibt es keine Abschläge.

Neu eingeführt wurde auch die sogenannte Schwerarbeiterpension, die seit 2007 in Anspruch genommen werden kann. Allerdings erfüllten vorerst nicht viele die Voraussetzungen: Bisher gibt es 1563 Bezieher.

Der Staat habe das frühe Pensionsantrittsalter selbst zu verantworten, meint Schuh. Noch in den 70er-Jahren sei das Alter von Menschen, die neu in Pension gehen, „bei über 60 Jahren gelegen“. Damals habe man Möglichkeiten für einen früheren Pensionsantritt geschaffen, weil man den Arbeitsmarkt entlasten wollte. Diese Möglichkeiten seien geblieben und von Arbeitnehmern als angestammtes Recht gesehen worden.

Schuh geht auch mit den Sozialversicherungen hart ins Gericht: Die würden Arbeitnehmer beraten, welches rechtliche Mittel am besten geeignet sei, „um aus dem Arbeitsmarkt auszuscheiden“. Das führe zu einer Lebenseinstellung, „dass sich jeder bemüht, möglichst bald in Pension zu gehen“. Dass es für ältere Menschen keine Arbeitsplätze gebe, bezeichnet Schuh als „Mär“. „Schweden hat ein Antrittsalter, das sechs Jahre über dem österreichischen liegt. Da gibt es offenbar auch Arbeitsplätze.“ Dass er sich mit seinen Vorschlägen wenige Freunde machen wird, ist Schuh klar. „Die Diskussion über ein längeres Arbeiten mag nicht populär sein, aber es geht um unsere Zukunft.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.08.2009)

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266 Kommentare
 
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Gast: Niederösterreicher
16.08.2009 18:04
1 0

Die sich abzeichnenden Probleme durch die Geburtenarmut in unseren Land,

zeigen eine Handschrift, nämlich jene der Sozialdemokratie. Es waren die Genossinnen und Genossen die den Österreichern seit 1945 und besonders seit Kreisky täglich einhämmerten, daß sich jede Frau durch eigene Berufstätigkeit selbst verwirklichen müsse. Trotz aller Fortschritte in der Haushaltstechnik zeigte sich bald, daß die berufstätige Frauen mit Kindern durch die Doppelbelastung Haushalt - Kinder/Familie einfach überfordert sind. Auch durch ein paar zusätzliche Betriebsstunden im Kindergarten wird man keine befriedigende Lösung dieses Problems finden. Schließlich passt die kollektivistische Kindeserziehung, wie sie offenbar den Linken vorschwebt, nicht in das mitteleuropäische Lebenskonzept.
Unverständlich auch der ergänzende Versuch der Wirtschaft, möglichst alle Frauen auf den Arbeitsmarkt zu bringen. Dieses Drängen ist ja umso unverständlicher, weil durch die Globalisierung immer mehr Arbeitsplätz in Richtung Asien verloren gehen. Wäre es daher für die Wirtschaft nicht "wirtschaftlicher", Arbeitskräfte dort hin zurückzulenken, wo sie viel dringender gebraucht werden, nämlich in Altenpflege, Kindererziehung und Familienbetreuung? Oder kann sich etwa eine weibliche Arbeitkraft als "Klo-Frau" besser verwirklichen! Man müßte nur diese Umstrukturierung durch begleitende finanzielle Maßnahmen entsprechend attraktiv und leistbar machen. Und da fragt sich schon, ob nicht gew. Leute finanz. profitieren durch gratis Altenpflege und Kinderlosigkeit!

lb15
16.08.2009 18:00
0 0

Experte

Hat Herr Schuh auch was gelernt und gearbeitet? Oder ist er nur Experte? Wofür eigentlich? Für's Blöd Reden?

Antworten Gast: Kiebitz
16.08.2009 20:01
0 0

Re: Experte

Wahrscheinlich auch für blöd Schreiben?!

Gast: onkel tom
14.08.2009 11:30
1 0

wie soll das gehen...

das pensionsalter soll mit 65 sein....arbeitsplätze werden aber ncht mehr, wer das gegenteil behauptet, sagt die unwahrheit. bleiben die leute länger im arbeitsprozess drinnen, haben die nachrücker, nömlich die jungen pech gehabt. also werden in diesem segment die arbeitslosenzahlen steigen.
hat die politik einen ausweg??? ausser sonntagsreden??? die wirtschaft bildet ausserdem nicht mehr aus, weil angeblich zu teuer. fordert aber auf der anderen seite fachkräfte. nur von woher nehmen? ausländerkontigent erhöhen? die katze beisst sich in den schwanz, und mit marktschreiereien werden wähler lukriert, welche, da sie auf der verliererseite sind, für solche parolen anfällig - einfache s feindbild - sind. und das ergebnis???eben diese situation, in welcher wir uns momentan befinden.
und die politik schläft weiter, schaut von wahltermin bis wahltermin, und tut erstaunt, dass immer weniger leute zur wahl gehen, oder ihrer meinung nach das falsche wählen. die opposition hat für das ganze auch keine lösung, sie prangern aber die missstände an, ohne eine option dafür zuhaben. das genügt aber offensichtlich.
alles in allem eine düstere aussicht.

Gast: ELR
14.08.2009 08:10
2 0

Theorie und Praxis

Was ich in diesem Artikel extrem vermisse, ist die Praxis von Unternehmen, ältere Arbeitnehmer/innen in die frühzeitige Pension zu zwingen. Ich bin noch eine Weile von dieser Altergruppe entfernt, aber habe in den letzten 10 Jahren mehr als genug Beispiele gesehen, wo Kollegen/innen über 56 zum Teil ziemlich brutal "überredet" wurden, das Unternehmen zu verlassen. Die Schuld für das frühe Antrittsalter also nur Arbeitnehmern/innen in die Schuhe zu schieben ist extrem einseitig!

Gast: Helmut Hauer
14.08.2009 05:01
1 1

Fehlentwicklung

Die Pensionsversicherung könnte eine Menge Geld sparen, wenn man wieder auf den ursprünglichen Sinn zurückkäme! Heute hat ein älteres Paar in Lebensgemeinschaft vielfach ein höheres Einkommen als zur Zeit der Berufstätigkeit: zweimal Eigenpension, zweimal Witwen/Witwer Pension. Also vier Einkommen!
Das kann nicht Sinn der staatlichen Pensionsverssicherung sein. Besonders hoch ist diese Altersversorgung dann noch bei den Beamten!
Hier müsste man sehr rasch eingreifen und hätte sofort einen Einsparungseffekt. Es wurden ja auch andere Pensionsversprechen nicht eingehalten ...

Antworten lb15
16.08.2009 16:31
0 1

Re: Fehlentwicklung

Den Blödsinn in Ihrem ersten Absatz glauben Sie ja selbst nicht. Oder doch? Witwenpension bekommt man nur ohne oder mit einem extrem niedrigen eigenen Einkommen.

Was natürlich die Beamten betrifft ... Aber die werden immer besser dran sein, es sitzen ja überwiegend Beamte im Nationalrat, die machen sich schon passende Gesetze. ASVG wird immer bei den Dummen bleiben.

Gast: Ing. Humer
13.08.2009 11:13
0 0

35 Jahre 1900 Euro ---> 639 Euro Rente

Im Ard lief am Dienstag um 21:45 ein Beitrag in PlusMinus (Warum hat der programmtechnisch extrem miese ORF solche Sendungen nicht) wo eine Pensionsberechnung von Niedrieglöhnern durchgenommen wurde.

35 Jahre mit 1900 Monatsgehalt bringen eine Rente von

639 Euro.

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,upol089nqk11l7rf~cm.asp

35 Jahre Beamten Lehrertum (26.25 Jahre abzüglich der 4 Monate Ferien jedes Jahr) bringen im Schnitt

3500 EURO

Diese maßlos Unterschied zwischen Beamten und Nicht Beamten muss endlich abgestellt werden sonst wird es in den nächsten Jahren Unruhen geben.

Antworten Gast: ET
14.08.2009 09:28
0 0

Bitte auch die "anderen Betroffenen" informieren!

Diesen Beitrag sollten Sie auch unter Bildung / Schule den Lehrern zur Verfügung stellen.

Dazu noch den Verantwortlichen für die Entscheidungen zur Verteilung der Leistungsanforderungen und Entlohungen in Österreich. Gemeints sind Kanzler, Vizekanzler, Sozialminister, etc.

Gast: Murtaler
13.08.2009 10:38
0 0

2008 und 2009

Durchschnittliches Pensionsantrittsalter der Männer in Österreich 61 Jahre.
Der von der "Presse" hier publizierte "österreichische Neupensionist" mit 58 Jahren ist eine grob unwahre Behauptung.

Antworten Gast: Gandi
29.09.2009 15:21
0 0

Re: 2008 und 2009

Mit liegt hier eine Statistik aus dem Profil vor (OECD 2007) laut der Österreichische Frauen mit 57,9 und Männer mit 58,9 Jahren ihre Pension antreten.
Woher hast Du die Zahlen? Besonders die Herkunft der 2009er-Zahl wäre interessant, die kann es offiziell nämlich noch gar nicht geben. Also erst richtig recherchieren, bevor du anderen grob unwahre Behauptungen vorwirfst, sonst könnte man Dir nämlich auch, naja, seis drum.

Iason
13.08.2009 10:16
1 0

Es gibt immer weniger Arbeit

Thats Fact!

Also wo werden wir die vielen alten ausgebrannten pesnionsreifen Leute unterbringen?

Sie werden vorher all ihr Vermögen verkaufen müssen und dann bis 67 in der Mindestsicherung dahinvegetieren.
Schöne neue Welt.


Gast: Staunton
13.08.2009 08:39
2 0

Bei dieser Gelegenheit darf man vielleicht auch noch einmal darauf hinweisen,

dass die Produktions- und Finanzwirtschaft (Exportindustrie, Banken, Versicherungen) die letzten Jahrzehnte die größten Profite hatte, die es je nach dem Weltkrieg gegeben hat, und teilweise trotzdem trotz guter oder sogar bester Gewinnlage Leute rauswarf und dem mittellosen Staat als Frühpensionisten oder Arbeitslose zur Versorgung übergab. Na, wenn da nicht die Staatskasse jubelte!
Dass sich die oben angeführten Wirtschaftszweige zusätzlich trotz noch nie dagewesener Profite alle fünf Minuten beim Papa Staat anstellten und Entlastungen und Vergünstigungen wollten, darf ebenfalls erwähnt werden. Na und bei Super-Pleiten und Haftungen für ihre Geschäfte wenden sich die Macher auch immer vertrauensvoll an den Papa Staat. Wieso verschenkt nicht die tolle freie Wirtschaft Milliarden an die Pleitiers und übernimmt die Haftungen für die Geschäfte der Macher? Wieso vertrauen alle den Staatshaftungen mehr?

Gast: Staunton
13.08.2009 08:13
0 0

Wenn die so genannten Pensionsexperten mit ihrer Forderung "Kein Pensionsantritt mehr vor 65" nicht gleichzeitig ein schlüssiges(!) Konzept vorlegen

wie die Menschen bis 65 in Arbeit gehalten werden könnten, sollte man sie wegen Ausübung von "brotloser" Kunst sofort rauswerfen und ihr Gehalt streichen. Denn was sollen absolut nicht erfüllbare Forderungen bringen?
In Wirklichkeit haben diese Versager und die Pensionszerschmetterungsparteien (da denke ich vor allem an die unsägliche Schüssel-Haider-Regierung) nicht einmal ein Konzept, wie man die Leute bis 60 in Arbeit halten könnte. Ja, nicht einmal für Menschen, die sich am Beginn des Arbeitslebens befinden und die ganz gierig auf Arbeit bzw. Ausbildungsplätzen sind, werden die erforderlichen Arbeitsplätze angeboten.

jopc
12.08.2009 22:19
0 0

vor 7 jahren

als die pensionsdebatte bei den bundesbahnen voll im gang war habe ich mich genauer dafür interessiert.
die SBB wurde immer als leuchtendes beispiel dargestellt. nur bei diesem leuchtenden beispiel waren damals nur mehr 294 menschen von 63 - 65 jahren beschäftigt.

auch bei uns wird laut hochrechnungen der beitragssatz aus dem BIP zu den pensionen für die nächsten 20 jahre einigermaßen stabil bleiben. alle anderen aussagen darüber hinaus sind reinste kaffeesudleserei die mit der wirklichkeit aber auch gar nichts am hut haben.

und nur die zahl "zuschuß aus dem BIP" hat einigermaßen aussagekraft. all diese absoluten schreckenszahlen dienen nur dem mürbemachen und der vorbereitung auf volkspensionen in höhe ausgleichszulage.

Antworten lb15
16.08.2009 16:35
0 0

Re: vor 7 jahren

Wie viele gibt es bei den ÖBB zwischen 63 und 65? Mein Jahrgangskollege ging mit 53 1/2!!!

Antworten Antworten jopc
16.08.2009 17:20
0 0

Re: Re: vor 7 jahren

aber dass sie die quintessenz meiner aussage nicht verstanden haben ist ihnen aber schon klar, oder?

Antworten Antworten Antworten lb15
21.08.2009 17:05
0 0

Re: Re: Re: vor 7 jahren

Danke für die Belehrung. Lesen Sie meine anderen Kommentare zu dem Thema, da werden Sie sehen, dass ich der Meinung bin, dass ASVG Pensionen vom Staat (oder wenn Sie wollen aus dem BIP) fast gar nicht finanziert werden, Beamten- und insbesondere ÖBB - Pensionen zu 90% und mehr.
Ich wehre mich nur dagegen, alle Pensionen in einen Topf zu werfen. Ich denke auch noch mit Schrecken daran, dass im Zuge iner früheren Reform für den ASVG - Bereich massiv verschlechtert wurde (Anrechnung von Studienzeiten), für die Beamten jedoch nicht!!

Antworten Antworten Antworten Antworten jopc
21.08.2009 21:21
0 0

Re: Re: Re: Re: vor 7 jahren

Woher stammt das Schauermärchen dass ÖBB Pensionen zu 90 % vom Staat finanziert werden?
Etwa gar aus der Krone?

90% erhalten nicht mal Bauern und die sind absoluter Spitzenreiter.

ÖBB sind inzwischen bei 35% angekommen. Ist aber kein Wunder, denn das System kippt. Es kommen seit 14 Jahren keine Beitragszahler in das "alte" . Neue Eisenbahner zahlen ins ASVG.
Die ÖBB Zuschüsse werden sich mangels neuer Beitragszahler noch weiter verschlechtern.

Um hier mitreden zu können empfehle ich ganz dringend das Studium der Zeitschrift des Hauptverbandes "Soziale Sicherheit".

Da steht nämlich ganz was anderes als in der Krone.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten lb15
22.08.2009 10:33
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: vor 7 jahren

Genau auf der website des Hauptverbandes finden sich solche Statistiken. Dort habe ich meine Zahl her. Leichter zu finden ist dort, dass sich zwischen 2003 und 2007 der Bundesbeitrag zu den unselbständigen - Pensionen fast halbiert, der für die Eisenbahner fast verdoppelt hat.

Mein Hintergrund ist aber vielmehr der, und da sind wir uns, denke ich, einig: Das Gerede von der Unfinanzierbarkeit ist reine Vernebelungstaktik.
Und wenn's eng werden sollte, gibt es immer noch Gruppen, die deutlich mehr Fleisch auf den Knochen haben, als andere.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten jopc
22.08.2009 14:36
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: vor 7 jahren

nun hab ich mir die wirklichen zahlen von 2008 rausgesucht

bundeszuschuß in % zu

PVA 11,8%
VAEB 56,3%
Gew. Wirtschaft 51,3%
Bauern 81,8%

Wobei in unserem speziellen Fall die VAEB nicht ganz ernst zu nehmen ist, da ja bei den ÖBB seit 1995 keine neuen Beitragszahler nachkommen. Das System trocknet also aus.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten jopc
22.08.2009 11:41
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: vor 7 jahren

Das Ganze IST Vernebelungstaktik fürs blöde Volk.
Und vom Fleisch auf den Knochen: Es ist noch niemals besser geworden wenn ich einem was genommen habe. Dann ging es allen gleich schlecht.
Das ganze ist nur ein Vorbereitungsfeldzug um ALLE nach unten zu nivellieren, nicht um die "unteren" ein wenig nach oben anzupassen.

Aber das österreichische Volk läßt sich am Nasenring von den Parteien durchs Land führen.

jopc
12.08.2009 20:53
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eine andere überlegung

der österreichische arbeitsmarkt verträgt sagen wir mal 4 mio AN.
pensionsantritt durchschnittlich 57-58.

nun machen wir pensionsantritt haarscharf mit 65, also 7 - 8 jahre länger.

der arbeitsmarkt verträgt aber immer noch nicht mehr als 4 mio AN.

also ist der rest arbeitslos. das dürften ca. 700tsd MEHR sein.

also verstehe ich all das blödsinnige gequatsche vom pensionsalter als ein absurdes von irgendwelchen pseudoexperten die den leuten sauer verdientes geld aus der tasche ziehen wollen indem sie es an private "umlagern"

all die 58 - 63 jährige quasi "ausgesteuerten" schaue ich mir dann an. das ist sozialer sprengstoff pur. hervorgerufen von sogenannten selbsernannten experten und vollführt von willfährigen politheinis.

willkommen, zimmermänner mit 64 auf dem dachstuhl.
deren beispiele gibt es genug.

Antworten hw
12.08.2009 21:27
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Re: eine andere überlegung

eigentlich müßte man eh alle die in frühpension sind, zur arbeitlosenstatistik dazuzählen.
denn hätte man mal eine wahre zahl.

aufgabe der regierung wäre es also, rahmenbedingung zu schaffen, damit eben mehr einen job finden. tun, tuns leider das gegenteil. und dann werden die zahlen frisiert. und schon ist man das "beste land" mit natürlich den besten politikern.

Antworten Antworten Iason
13.08.2009 10:21
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Re: Re: eine andere überlegung

Diejenigen, die noch Arbeit haben, werden bis zur Leistungsgrenze belastet.

Die können gar nicht bis 65 arbeiten. Einfach aus gesundheiltichen Gründen. Was machen die dann?
Um Almosen vom Staat betteln? Die bekommen sie aber nur wenn sie KEIN Vermögen besitzen. Haben sie für die Pension selbst vorgesorgt, müssen sie diese Reserven VOR der Pension verbrauchen. Die Dummen sind immer diejenigen, die selbst vorsorgen.

Lebe in den Tag hinein und du bist in diesem System der Gewinner.


Antworten Gast: Gast27
12.08.2009 21:24
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Re: eine andere überlegung

Und was ist so falsch am 64jährigen Zimmermann?

Ausser, dass in Österreich da keiner mehr arbeiten will und es deshalb keinen gibt in dem Alter?

 
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