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Ortstafeln: Grüne zeigen Dörfler neuerlich an

17.08.2009 | 13:31 |  Ortstafeln: Grüne zeigen Dörfler neuerlich an  (DiePresse.com)

Die Grünen argumentieren, der Kärntner Landeshauptmann habe öffentlich zugegeben, wissentlich Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofs ignoriert zu haben.

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Die Grünen haben den Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ) wegen der Ortstafelverrückung im Jahr 2006 neuerlich angezeigt. Die Einstellung eines Verfahren wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs in diesem Fall hatte ja eine Debatte über die Objektivität der Justiz ausgelöst.

Slowenenorganisationen stellten daraufhin einen Antrag auf Fortführung des Verfahrens. Der Grüne-Minderheitensprecher Wolfgang Zinggl ist allerdings der Meinung, dass dieser Antrag keine optimal geeignete Maßnahme ist, den Fall Dörfler neu aufzurollen oder zu überprüfen.

Lediglich eine neuerliche Anzeige könne der Argumentation der Staatsanwaltschaft Klagenfurt entgegentreten, erklärte Zinggl in einer Aussendung. Denn bei der Wiederaufnahme des Verfahrens prüfe der Richtersenat lediglich die formale Richtigkeit des vorangegangenen Verfahrens. An dieser zweifelt Zinggl nicht.

"Wissentlich Verfassungsrecht ignoriert"

Zinggl argumentiert in seiner neuen Anzeige, Dörfler habe öffentlich zugegeben, "nicht nur in der Vergangenheit wissentlich und absichtlich geltendes Verfassungsrecht und Verfassungsgerichtserkenntnisse ignoriert" zu haben. Seiner Ansicht nach hat Dörfler damit Amtsmissbrauch begangen.

Das Justizministerium begründet ja die Einstellung des früheren Verfahrens damit, dass Dörfler kein Schädigungsvorsatz nachgewiesen werden konnte. Denn strafbar wegen Amtsmissbrauch sei nur der Beamte, der seine Befugnis wissentlich missbraucht und dabei mit dem Vorsatz handelt, konkrete Rechte anderer - etwa Angehörige einer Minderheit - zu schädigen. Der VfGH habe aber mehrmals ausgesprochen, dass es kein subjektives Recht des Einzelnen/einer Gruppe von Minderheitenangehörigen auf Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln gebe.

(APA)

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25 Kommentare
 
1 2
troootzi
21.08.2009 10:56
0 0

Die Lösung der Problematik: Transparenz

Es ist für einen kritischen Betrachter des politischen Geschehens - vor allem der Rolle der Staatsanwaltschaften etc. - geradezu erschütternd, welche Kommentare zu verschiedenen Medienberichten abgegeben werden. Eine Lösung der Probleme oder von Teilproblemen bestünde darin, dass Betroffene bestimmte Fälle in allen Details auf der website http://so-for-humanity.com2000.at veröffentlichen. Da es für die Betroffenen keine Verpflichtung zur Amtsverschwiegenheit gibt, könnten symptomatische Fälle einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die Diskussion versachlicht und damit effektive Lösungen der Problematik gefunden werden.

Jauntaler
19.08.2009 22:22
0 0

Unglaublich!

Als Kärntner stelle ich fest, dass die meisten User die Geschichte Kärntens kaum kennen. Dennoch wird munter drauflos gepostet, als wäre man im Besitze der alleinige Wahrheit. Bitte, bitte, informiert euch doch VORHER!
Ich habe es satt, immer wieder zu erzählen, dass die Vorfahren der Slowenen lange Zeit vor den Baiern in diesem Gebiet gelebt haben, sich die Slowenen mit den Deutschen 1920 entschlossen haben (fast 60%), das umstrittene Gebiet an Österreich anzushließen, ihnen dafür alles Mögliche versprochen und fast nichts gehalten wurde. Ihre Sprache war von 1941-45 verboten, sie wurden enteignet und ausgesiedelt, übten bewaffneten Widerstand. Genau dieser war auch der Grund, warum Österreich 1955 den Staatsvertrag erhielt. Und die autochtonen Slowenen einige Rechte zu ihrem Schutz. Die Ortstafeln sind nur ein kleiner Teil davon, bitte Artikel 7 lesen.

Viele Deutschnationalisten haben anscheinend bis heute nicht realisiert, dass es so ist und verhindern mit immer neuen Ausreden die volle Umsetzung der Schutzrechte der slowenischen Minderheit in Kärnten. Von der Steiermark spricht heute kein Mensch mehr, anscheinend hat dort die Assimilierung gut geklappt.

Es gibt gute Literatur über die Geschichte der Käörntner Slowenen. Erst informieren - dann kritisieren.

Gast: onkel tom
18.08.2009 14:39
0 0

hat kärnten

sonst nichts zu bieten, incl. bzö, als diesen eher schon abstrusen streit wo, wann, wieviel, in welcher sprache ortstafeln stehen? ist das nicht scheissegal?
und wie schaut es sonst im land der aufgehenden sonne aus?
wirtschaftlich?


ulysses
18.08.2009 12:35
0 0

Durch den sozialistischen Landeshauptmann Hansi Sima (!)


eskalierte und verschlechterte sich das Miteinander.

Feiern beim „Gurkerwirt“ ist eben nicht genug.

Pikant, daß da genau linke Hohle zündeln.
Fast alle slowenischen Kärntner stehen zu ihre Entscheidung vom 10. Oktober 1920:

Kak prav da imamo!

Gast: Gast
17.08.2009 23:16
0 0

dumm

franz muss nur eine slovenische Landkarte kaufen, dann ist ganz Österreich mit slovenischen Namen versorgt und sein Wissensdurst gestillt

Gast: franz
17.08.2009 21:41
1 0

Ortstafeln in Kärnten

Die abgegebenen Kommentare sind so dumm und ich überlege daher, hier meine Meinung kundzutun: Aber dennoch- Ortstafeln sind doch nur für fremde Besucher von Bedeutung, die Einheimischen kennen ja ohnedies ihren Ort. Für mich als Niederösterreicher, der ich an Fremdsprachen Interesse habe wäre es interessant zu wissen, ob es einen slow. Namen für den jeweiligen Ort gibt. Also ein Service für den Touristen. In Pula z.B. ist jeder Ort 2-sprachig beschriftet, ja sogar jedes Straßenschild ist ital u. kroatisch. Wieso ist es so ein großes Problem, dem Gast in Kärnten die gewünschte Information zu geben?

Antworten Gast: Alois
19.08.2009 15:27
0 0

Re: Ortstafeln in Kärnten

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Aber ich denke, wir beide sind Rufer in einer einsamen Wüste. Mir hat sich bis heute noch nicht erschlossen, worum es bei den Ortstafeln wirklich geht. Mir fehlt wohl das "richtige kärtnerische Bewusstsein". Aber wenn dieses zu solchen abstrusen Konflikten führt - ich fühle mich dabei an Streitigkeiten von Kindern im Sandkasten erinnert - , dann verzichte ich gern auf diese Bewusstsein.

Wo bleibt nur ein Politiker in Kärnten, der an die Stelle von Gefühlen sachliche Argumente setzt, dessen Ziel nicht der Sieg über den Gegner ist, sondern die Möglichkeit, wie man miteinander in Frieden und gegenseitigem Respekt leben kann!?

rufr
17.08.2009 21:28
0 1

wen interessiert's

Die Zeigefingerpartei sieht wieder eine kleine Chance um unser Land zu denunzieren. Ich bin Niederösterreicher und vermute die restlichen 7 Bundesländer (außer Kärnten) spannt diese Causa nicht bis überhaupt nicht.
Die Grünen, mangels vernünftiger Personen und Programm glauben hier wieder zu punkten. Der Giftpilz, der noch nie grüne Anliegen in den Mund genommen hat sieht sich als moralische Instanz und vergisst dabei daß ihn eigentlich keiner ernst nimmt. Ja Her Pilz, traurig so ein trostloses Dasein als Möchtegernpolitker mit relativ hohen Gehalt.

0 1

Man frage irgendeinen Kärntner ...

... oder eine Kärntnerin — egal, ob nördlich oder südlich der Drau wohnhaft oder nicht, mit slawischen Vorfahren oder ohne —, ob das Thema Ortstafeln von Interesse ist.

99% werden sagen, dass es ihnen wurscht ist, weil man seit etlichen Jahrzehnten harmonisch zusammenlebt und vielfach dieselben Lieder singt (die weltweite Beliebtheit des klassischen Kärntner Volkslieds wurzelt ja in seiner unnachahmlichen Mischung klassischer und slawischer Tonalität).

Diese 99% werden auch sagen, dass Slowenien als EU-Mitglied, wenn auch findiger Subventionsbetrüger, durch keinerlei geographische oder mentale Grenzen von Österreich getrennt ist.

Das eine verbleibende Prozent, das Ortstafeln für wichtig hält, besteht aus (auch altersmäßig) grünen Spinnern aus Kärnten und slowenischen Ustascha-Greisen, die den Ausgang der Volksabstimmung vom 20.10.1920 bis heute nicht verwunden haben.

Diese Zeitgenossen sind weitaus gestriger und reaktionärer, als Haider und Dörfler es je waren. Doch erstere gelten trotz aller Abwegigkeit als politisch korrekt, letztere nicht — obwohl sie für eine überwältigende Mehrheit der Kärntner stehen und standen, die keinerlei Ressentiments gegen ein Land hegen, das nach beiden Weltkriegen mit Waffengewalt halb Kärnten an sich reißen wollte.
Tu felix Austria!

Antworten Gast: Rösselsprung
17.08.2009 20:57
0 1

Re: Man frage irgendeinen Kärntner ...

Stimmen Ihnen mehr oder weniger zu. Nur, die "Ustascha" hat mit Slowenien nichts zu tun. Ustascha ist Kroatien. Sie meinen "Titopartisanen", die nach 1945 hunderttausende unbewaffnete Menschen ermordet haben. Hunderte von den Opfern kamen aus Kärnten. In Slowenien und Kroatien zählt man heute etwa 1600 Massengräber, die auf das Konto der jugoslawischen Linken gehen. Unglaublich, dass angesichts solcher Greueltaten die österreichische Öffentlichkeit schweigt und sich stattdessen in extenso masochistisch mit Taferlrücken beschäftigt. Willkommen in Absurdistan!

0 0

Re: Man frage irgendeinen Kärntner ...

Pardon! Versehentlich die "2" getippt; die Kärntner Volksabstimmung war am 10., nicht am 20. Oktober 1920

Antworten Antworten Gast: ceterum censeo0
18.08.2009 22:04
0 0

Re: Re: Man frage irgendeinen Kärntner ...

"caterpillar"& "rösselsprung": Ihr bringt es auf den Punkt - 100 % Zustimmung!

Kreis6
17.08.2009 19:25
1 1

Franz Ferdinand

soll gesagt haben slowenisch ist keine Spra
che, sondern ein Schnackerl. Das die grüne
kopflos Partei bei jedem Almauftrieb dabei
sein muß, gehört zu ihren Komplexen.

Gast: trainingsraum
17.08.2009 18:26
1 1

...

die grünen werden fliegen immer ähnlicher: belanglos, lästig, herum flatternd, herum summend... interessiert doch keine s@u, wen sie heute anzeigen und morgen und übermorgen ...

Antworten Qualtinger
17.08.2009 18:45
1 1

Re: ...

Richtige schmeissfliegen! :))

untertan
17.08.2009 15:53
1 1

Unser "lieben" slowenischen "Österreicher".

Was sie sind hat einer Ihrer Exponenten bei einem Straßenstreit ja aktenkundig domuntentiert. Krakeeler. Die bei uns zwar alle Annehmlichkeiten, mehr als die deutschsprachigen Kärntner, die mir beim ........ lieber sind, genießen, aber immer ein Haar in der Suppe finden. Und wenn das eine nicht genügt, dann spalten sie es auf. Ich erinnere mich noch genau daran, es gab auch ein Gerücht, daß ein Schwarzer den guten Rat dazu gab, auch so ein moralinsaurer Apparatschik, wie man doch den Burgfrieden beenden könne. Gesagt, getan. Eine ganz miese Methode. Aber von den Pseudoösterreichern erwartet. Zum "Minderheitenproblem". Wahrlich es ist eines. Produziert durch die, die in ihrem Lande in Bergwerkschächten tausende Andersdenke bestialisch ermordet haben. Sie zündeln nun wieder. Verarscht fühlen sie sich? No, das spricht ja für sie.

1 0

Man möge sich bei Gusenbauer bedanken


Die Grünen mögen sich beim (bis Faymann) dümmsten Kanzler Österreichs bedanken: der war es nämlich welcher einen Kompromiss in letzter Minute verhindert hat, nur weil er Schüssel und Haider den Erfolg nicht gönnte, ein jahrzehntealtes Problem lösen zu können.

Gusenbauer seinerseits ist daran kläglich gescheitert.

PS: Man kann getrost davon ausgehen dass sich eher ein paar selbsternannte Slowenenvertreter vera rscht vorkommen, dem Rest der Slowenen in Kärnten geht die Diskussion mehr oder weniger an ebendiesem vorbei.

ttomsen
17.08.2009 14:54
1 0

Vielleicht MUSSTE das Verfahren tatsächlich eingestellt werden....

http://www.youtube.com/watch?v=hhPnXxQA-s0

Gast: Gast
17.08.2009 14:49
1 1

glaubwürdig

Die Feindseligkeiten zwischen Slovenen und Kärntnern sind vermutlich von aussen angestachelt, da es früher als noch keine Rechtanwälte durch Ortschaften rasten, etwas friedlicher zuging. Auch bei der Volksabstimmung wurde vom damaligen Jugoslavien aus hintertrieben und Stimmung gemacht. Die Slovenen wollten trotzdem dableiben und Aufregungen gibt es erst seit gewisse Leute daran Interesse haben. Meine Wurzeln gehen nach Laibach, das kommt noch von der Donaumonarchie, wo man auch ohne doppelte Ortstafeln hüben wie düben auskam.

Antworten untertan
17.08.2009 15:58
0 2

Re: glaubwürdig

Eine durch die Ereignisse überholte Meinung Ihrerseits. Es hat ziemlich lange gedauert, bis der Druck so groß war, daß er zur Explosion , zum Bürgerkrieg geführt hat. Wie gut das "Zusammenleben" verschiedener Ethnien funtkioniert, können wir tagtäglich aus den Medien erfahren.

Antworten Antworten Peregrin
17.08.2009 18:33
1 0

Re: Re: glaubwürdig

Machen Sie einmal halblang. Bis auf den Krawaller Vouk gibt es ueberhaupt kein Problem im Zusammenleben in Kaernten. Buergerkrieg mit Kaerntner Slowenen? Haben Sie schlecht getraeumt?

Meraner
17.08.2009 13:47
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Österreichische Minderheiten

Was ist das für ein Theater mit den Kärntner Ortstafeln?

In Süd-Tirol hat man fast alle italienischen Orts- und Flurnamen übersetzt oder erfunden.
Man hat einfach italienischklingende Dorfnamen erfunden und behauptet damals wie heute sie wären italienischer Herkunft.

Über solche Kulturschändung regt sich niemand auf.

Antworten untertan
17.08.2009 16:00
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Re: Österreichische Minderheiten

Die Österreicher sind ein Volk dafür bekannt, daß es pflegeleicht ist. Hauptsache es hat genug zu Süffeln und zu Beißen. Freiheit und Selbstbestimmung. Tja, vielleicht in Vorarlberg und Tirol ein Wert. Sonst eher weniger. Bis gar nicht.

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Bei diesem thema............

sind sie etwas unterbelichtet - von 1918 - 1920 haben die kaerntner gezeigt, dass sie nicht pflegeleicht sind, und das freiheit auch erkaempft werden kann. wien hat dabei zugesehen, andere buerger aus der steiermark und tirol haben tatkraeftig unterstuetzt - die politik hat weggeschaut. was die tafeln betrifft - sie sollen aufgestellt werden - und dann sehen wir weiter.................

Antworten Antworten Antworten Gast: enlightment
19.08.2009 15:32
0 0

Re: Bei diesem thema............

Lang, lang ists her. Wieder ein Beweis für meine These, dass wir Österreicher gern im gestern leben. Sollten wir vielleicht mal auf andere Völker blicken, die auf dem Wege der Versöhnung sind?

 
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