22.11.2009 10:29 | Meine Presse Merkliste0

Frauen in der Politik: Österreich über EU-Schnitt

16.09.2009 | 12:37 |   (DiePresse.com)

Mit nur 28 Prozent weiblichen Nationalrats-Abgeordneten und 36 Prozent weiblichen Regierungsmitgliedern liegt Österreich über dem EU-Durchschnitt. In Skandinavien ist der Frauenanteil höher.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Österreich liegt beim Frauenanteil in politischen Ämtern über dem EU-Durchschnitt. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die am Dienstag in Wien präsentiert wurde. Die Studie zum Thema "Frauen in der Politik - im Rahmen der EU" ist vom Institut für Parlamentarismus und Demokratiefragen durchgeführt worden.

Der Anteil der weiblichen Regierungsmitgliedern beträgt hierzulande demnach 36 Prozent, jener im Nationalrat knapp 27,9 Prozent. Somit liegen beide Frauenanteile über dem EU-Durchschnitt von 25 beziehungsweise 23,9 Prozent. Weiters stellt Österreich mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer eine von europaweit fünf Kammerpräsidentinnen.

EU-weit werde das UN-Ziel einer 30-prozentigen Frauenbeteiligung aber "nicht wirklich erfüllt", beklagte Studienleiterin Melanie Sully bei der Präsentation.

Finnland vorne, Malta Schlusslicht

Anders sieht es in Finnland aus, wo 60 Prozent der Regierungsmitglieder Frauen sind und 41 Prozent der Parlamentsabgeordneten. Sully erklärt dies damit, dass Frauen im skandinavischen Land schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine Rolle in der Politik spielten. Europäisches Schlusslicht mit einem Frauenanteil von 8,7 Prozent im Parlament stellt Malta dar. Immerhin ist die dortige Regierung zu 22 Prozent weiblich.

Eine Möglichkeit, um Akzente zu setzen, sind laut der Politikwissenschaftlerin die Einführung von Quoten, die meist nur "vorübergehend notwendig wären". Ohne ein entsprechendes Ranking auf Parteilisten und ein Sanktionsmodell bei Nichteinhaltung der Quoten würde dieses System aber wenig ausrichten. Auch ein "Training für Frauen, die sich auf eine politische Karriere vorbereiten", sieht Sully als mögliches Förder-Modell.

(APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

6 Kommentare
FreeSpeech
17.09.2009 07:33
0 0

Wenn Frauen nur durch Zwangsquoten

in gewisse Positionmen kommen, dann ist klar, daß sie im Durchschnitt auf dem entsprechenden Fachgebiet weniger qualifiziert sind. Man kann Unfähigkeit auf die Dauer nicht durch Quoten subventionieren.

Antworten Gast: Ehret die Frauen sie flechten und weben ,,,
18.09.2009 08:15
0 0

Re: Wenn Frauen nur durch Zwangsquoten

Wir sollten uns froh und glücklich schätzen, daß so viele tüchtige Frauerln nicht in Wirtschaft und Industrie profitgierig dem schnöden Mammon nachjagen, sondern sich zum Wohle der Heimat aufopferungsvoll in die Politik einbringen. Was wären wir denn ohne unsere Rezi, Babsi, Nina, Laura und Uschi, vom Lunacek und unserem unvergeßlichen Banital erst gar nicht zu reden.

Antworten Gast: Gleichstellungsbeauftragter Wimazal
17.09.2009 21:00
0 0

Re: Wenn Frauen nur durch Zwangsquoten

Also bitte, bei uns in der Golden Times tut es keine Zwangsquote niemals nie nicht geben tun! Venceremos! Freundschaft! Prost!

Antworten Gast: pour le merite
17.09.2009 16:38
0 0

Re: Wenn Frauen nur durch Zwangsquoten

...ganz meine Meinung!

Wegen dieser vollidiotischen Quote mußten wir schon Intelligenzbestien und Prachthaubitzen wie

Dohnal,
Schmid,
Forstinger,
Prammer,
Berger,
Plassnik,
Kdolsky oder
Heinisch-Hosek

über uns ergehen lassen.

Gast: Bananenrepublik
16.09.2009 16:16
0 0

Ich bin für Quotenregelung auch beim Sorgerecht

Das wird nämlich gerne unterschlagen und da werden die Männer brutal diskriminiert. Nur eine 50% Quote kann hier für Geschlechtergerechtigkeit sorgen. Das sollte gesetzlich geregelt werden. Fehler der Vergangenheit müssen natürlich ebenfalls korrigiert werden. 50 heißt 50, da darf es keine Diskussionen geben. Sonst sollte vor das Europäische Gericht gegangen werden.

Gast: Cougar
16.09.2009 14:06
0 0

Na bitte ...

österreich ist ja von der Verwaltung(seffizienz) her auch ganz vorn dabei, viel. ist das der Grund dafür?

Schlagzeilen Politik

  • USA: Gesundheitsreform nimmt erste Hürde im Senat
    Es war ein hauchdünner Etappensieg für Präsident Barack Obama. Mit genau der nötigen Stimmenanzahl eröffnete der Senat eine Debatte über die umstrittene Gesundheitsreform. Das Weiße Haus spricht von einem "historischen Votum".
    EU-Topjobs: Schüssel und Plassnik bis zuletzt im Rennen
    Die Dänen und Osteuropäer waren für Ex-Kanzler Schüssel als Ratspräsident der EU. Aber Bundeskanzler Faymann will nichts gehört haben.
    Strache: "Hass gegen demokratische Bewegung"
    FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache betonte die Friedlichkeit des Festkommers der Burschenschafter in der Wiener Hofburg. Rund 500 Personen demonstrierten am Ring.
  • Hofburg-Wahl: Gerüchte über Fischers Wiederkandidatur
    Angeblich will Bundespräsident Fischer am Donnerstag seine Wiederkandidatur bekanntgeben. Aus der Präsidentschafts-Kanzlei kam bloß: "Kein Kommentar".
    Regierungsbilanz: Das verlorene Jahr
    Das Kabinett „Faymann I“ hat in seinem ersten Jahr viel getan. Nur das Wichtigste nicht. Selten war die Zeit für die Vorbereitung unpopulärer, aber notwendiger Reformen besser als im Vorjahr. Eine verpasste Chance.
    Heinisch-Hosek: Eine Mutter auf Zeit
    Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erzählt u.a. wie ein schwerstbehindertes Kind drei Jahre lang ihr Leben bereichert hat, was ihr von dieser ungewöhnlichen Beziehung geblieben ist.
  • Adoption: Zwei Mütter für Janis
    Adoption bleibt im Gesetz zur Homo-Ehe für schwule und lesbische Partner verboten. Doch viele Paare mit Kinderwunsch haben längst ihren Traum vom Nachwuchs verwirklicht.
    Grünen-Chef Özdemir: "Das Türkische ist keine In-Kultur"
    Seit einem Jahr ist Cem Özdemir Chef der Grünen Deutschlands. Mit der "Presse am Sonntag" spricht er über Integration, Bildung und seine Elternzeit: "So modern, wie wir immer tun, sind wir in Mitteleuropa nicht".
    Davutoglu: Der Kissinger aus Konya
    Lernen von den Osmanen: Ahmet Davutoglu richtete die türkische Außenpolitik neu gen Osten aus: Europa muss sich Ankaras Aufmerksamkeit nun teilen. Mit seiner Brille, seiner zierlichen Gestalt wirkt Ahmet Davutoglu manchmal wie ein gealterter Student.
  • Kabul: Rakete schlägt in Luxushotel ein
    Bei dem Anschlag stürzte eine Wand des Gebäudes ein. Es gab sieben Verletzte. Die Regierung in Kabul will die afghanischen Polizei- und Militärkräfte auf 400.000 Mann ausbauen.
    Bürgerkrieg: "Es war eine Diktatur. Punkt."
    Umstrittenes Gedenken an 1934: Vor 75 Jahren war Bürgerkrieg in Österreich, ideologische Gräben verhindern eine gemeinsame Aufarbeitung. Prominente Historiker wollen jetzt die Opfer des Ständestaates rehabilitieren.
    Avraham Burg: „Traumawettbewerb“
    Avraham Burg provoziert: Der Sohn eines Holocaust-Überlebenden und frühere Knessetpräsident fordert die Überwindung des Holocaust-Traumas. Leistet er damit einen Beitrag zur Schlussstrichdebatte?