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Grünes Casting vor Wien-Wahl

20.10.2009 | 15:50 |  (DiePresse.com)

Die Kandidaturfrist der Wiener Grünen endet diese Woche. Wer antreten möchte, kann sich auf der grünen Wahlseite ichkandidiere.at präsentieren. Mitte November werden die Kandidaten in Wien fixiert.

Mitte November herrscht bei den Wiener Grünen wieder Basis-Demokratie pur. Als erste Partei, am 15. November, entscheidet die grüne Basis über die Listenplätze für die kommende Wien-Wahl, die im Oktober 2010 stattfinden wird.

Bei der 63. Landesversammlung, die im Austria Center stattfindet, wird in einem komplexen Wahlmodus die Reihung der Kandidaten bestimmt. Wer antreten möchte, muss dies bis spätestens Sonntag, 25. Oktober, bekanntgeben. Als Präsentationsplattform für alle Bewerber verwendet die Partei das Internetportal ichkandidiere.at.

Außenseiter sollen sich darstellen

Auf dieser Webseite, die seit Anfang September online ist, haben sich bisher rund sechzig Kandidaten registriert. Ins Leben gerufen wurde das Portal laut den Grünen deshalb, um für alle Antretenden gleiche Bedingungen herzustellen und somit Außenseitern, die öffentlich noch kaum präsent waren, mehr Chancen auf einen Platz einzuräumen.

Komplizierter Wahlmodus

Vergeben werden bei der Landesversammlung insgesamt 36 Listenplätze. Die ersten vier werden dabei einzeln gewählt, alle darauffolgenden in Blöcken zu je vier Plätzen. Folglich werden die Positionen fünf bis acht, neun bis zwölf, 13 bis 16 in jeweils einem Wahldurchgang bestimmt. Die Kandidaten können dabei selbst bestimmen, ab welchem Platz oder für welchen Block sie kandidieren wollen.

Dabei ist auch eine wiederholte Kandidatur für einen Platz weiter unten möglich, sollte die ursprünglich angestrebte Position nicht erreicht werden. Treten beispielsweise sechs Bewerber für den fünften bis achten Platz an, können jene beiden, die nicht genügend Stimmen erhalten, sich auch für die nächste Vierergruppe (neunter bis zwölfter Platz) aufstellen lassen - und falls es wieder nicht klappen sollte, für den nächsten absteigenden Block.

Unterstützer sind wahlberechtigt

Wahlberechtigt bei der Landesversammlung Mitte November sind nicht nur Parteimitglieder, sondern auch sogenannte Unterstützer. In den vergangenen Monaten hat diese Gruppe, die ohne Mitgliederstatus trotzdem bestimmte Rechte besitzt, großen Zulauf bekommen. Nach Mobilisierungsinitiativen von externen Online-Plattformen wie den "Grünen Vorwahlen" nahmen die Grünen etwa 500 zusätzliche Unterstützer auf.


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