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Burgenländer für verlängerten Assistenzeinsatz

03.11.2009 | 22:07 |   (DiePresse.com)

Laut Umfrage: 86 Prozent der burgenländischen Bevölkerung will eine weitere Präsenz des Bundesheeres im grenznahen Raum. Innenministerin Fekter will bis Ende November entscheiden, ob der Assistenzeinsatz verlängert wird.

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Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres im grenznahen Raum stößt laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Spectra bei den Burgenländern auf breite Zustimmung: 86 Prozent der Befragten wünschen sich demnach eine Verlängerung des Einsatzes.

Fekter entscheidet bis Ende November

Ähnlich hohe Werte wurden bei der im Auftrag des Kuratorium Sicheres Österreich durchgeführten Studie auch in den niederösterreichischen Bezirken Bruck an der Leitha (83 Prozent) und Gänserndorf (86 Prozent) registriert. Bei einem Symposium zum Thema Assistenzeinsatz in Eisenstadt kündigte ÖVP-Innenministerin Maria Fekter am Dienstag-Abend an, sie wolle "aufgrund der Faktenlage" bis bis Ende November eine Entscheidung treffen.

Auf die Frage nach einer Erhöhung der Sicherheit in Österreich durch den Einsatz antworteten acht von zehn Burgenländern mit "Ja" (Bezirk Bruck an der Leitha: 67 Prozent, Bezirk Gänserndorf: 76 Prozent). Durch den Assistenzeinsatz persönlich sicherer fühlen sich im Burgenland 76 Prozent (Bezirk Bruck an der Leitha: 69 Prozent, Bezirk Gänserndorf: 75 Prozent). Befragt wurden im September dieses Jahres 500 Personen ab sechzehn Jahre.

Im Zuge der an die Präsentation anschließenden Diskussion sprachen sich auch mehrere Bürgermeister für eine Verlängerung des Assistenzeinsatzes aus. Seitens der Ortschefs wurde auch die Forderung nach mehr Befugnissen für die Soldaten - etwa nach einer Ermächtigung zur Ausweiskontrolle - erhoben. Dies sei jedoch aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage nicht möglich, betonten Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) und Innenministerin Fekter.

Niessl will mehr Polizei

Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) trat ebenso für die Verlängerung des Einsatzes ein und forderte erneut die Nachbesetzung von systemisierten Planstellen bei der burgenländischen Exekutive sowie eine Personalstandsgarantie für die Polizei. Der Landeshauptmann wies auf die Entwicklung im Bezirk Neusiedl am See hin: Wenn man Dienstposten nicht nachbesetze, steige die Kriminalität.

Dass im Burgenland 270 Dienstposten nicht besetzt seien, entspreche nicht der Wahrheit, erklärte Fekter: Mit Stand September seien 92,8 Prozent der Posten besetzt. Auf 160 Burgenländer komme ein Polizist, "das gibt es in keinem anderen Bundesland". Im Burgenland bearbeite ein Polizist jährlich im Schnitt sieben Kriminalfälle, in Wien seien es 37. Man müsse "die Kirche im Dorf lassen", das Burgenland sei das sicherste Bundesland, so die Ressortchefin.

Das Bundesheer sei bereit, in Assistenz zum Innenministerium diese Leistung weiter zu erbringen, sagte Darabos. 1800 Fälle, in denen Soldaten Meldungen an die Polizei erstatteten, würden zeigen, dass der Einsatz Sinn mache. Die Zahlen würden für sich sprechen, er glaube, "dass wir auch als Politiker im Sinne der Bevölkerung tätig sein sollten".

Sie habe "große Sympathie für alles, was die Exekutive unterstützt", meinte Fekter und fügte hinzu: "Der Assistenzeinsatz unterstützt die Exekutive." Eine Entscheidung heute bekanntzugeben, wäre jedoch "unhöflich den Niederösterreichern gegenüber", da eine ähnliche Veranstaltung in Niederösterreich noch ausstehe. Bis 2011 sollen die Schengen-Ausgleichsmaßnahmen abgeschlossen sein. Bis dahin soll auch aufgrund eines Systems von Kennzahlen feststehen, welche Kapazitäten im Bereich der Exekutive in Österreich benötigt würden, so Fekter.

(APA)

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5 Kommentare
Gast: Guest
04.11.2009 09:12
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Der österreichische Weg

Nicht nur dass ein verfassungswidriger (und unnötiger) Einsatz des Bundesheeres beschlossen wurde, nein es werden auch noch die Befugnisse der Soldaten beschnitten.
(Aus Angst, als Rechtefertigung??)

--> Man macht nicht nur das Falsche, sondern auch noch das Falsche halbherzig.

Und so wie es aussieht wird auch Alles beim alten bleiben...
(urösterreichische Zustände leidergottes...)

rmr
04.11.2009 00:29
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No na!

Von den 500 Befragten waren mit Sicherheit 300 Personen Gastwirte, Geschaeftsinhaber,Baecker ect die vom Bundesheer grossartig leben und denen ihr zukuenftiger Landeshauptmann versprochen hat dass sie noch lange ueber genug Kundschaft verfuegen werden.Laut Verfassung ist dieser Einsatz gesetzeswidrig aber was schert das schon einen Zivi Minister?Unbemannte Drohnen koennten die Grenzen locker sichern aber die trinken halt kein Bier und essen kein Schnitzerl!
Es waere auch zu hinterfragen wer fuer die Kosten dieses unnoetigen Einsatztes aufkommt,das Bundesheer dass eh schon aus dem letzten Loch pfeift oder das Innenministerium?

diemeinung
04.11.2009 09:16
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Re: No na!

Der Einsatz wird zur Gänze aus dem spärlichen Budget des BMLVS bestritten!

Gast: JaKsinator
04.11.2009 00:08
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Her mit der Ermächtigung

Das stehen junge Menschen mitten im Burgenland und müssen unsere Grenzen bewachen und das einzige was sie dürfen ist der Polizei was verdächtiges melden. Bis die da ist sind die verdächtigen Person schon über alle Berge!!

Daher her mit der Ermächtigung der Ausweiskontrolle!

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Re: Her mit der Ermächtigung

Wenn im einem Land das Militär wieder polizeiliche Aufgaben übernimmt wird es haarig! Hatten wir schon mal, lief nicht so demokratisch ab.

Soll der Herr LH so wie sein Amtskollege aus Wien aus seinem eigenen Budget ein paar Ordnungstruppen aufstellen die sich die Beine in den Bauch stehen und laut "Feuer, Feuer" rufen statt unsere Damen und Herren in Uniform zu verfassungswidrigen, kostenintensiven und unnützlichen Aufgaben verdonnern!

Diese Knalltüten von Darabos und Fekter gehören beide des Amtes enthoben! Rundherum kracht die Republik in finanziellen Nöten, da wird dem Bundesheer auch noch ein bescheuerter Auftrag erteilt, das Stöckchen im burgenländischen Schilf zu suchen!

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