22.11.2009 23:27 | Meine Presse Merkliste0

Frankreich ernennt Plassnik zum Offizier

05.11.2009 | 10:01 |   (DiePresse.com)

Die ehemalige ÖVP-Außenministerin Ursuala Plassnik ist Offizier der französischen Ehrenlegion. Der französische Außenminister zeichnet sie aus "für die Ratifizierung des Lissabon-Vertrags".

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Die frühere ÖVP-Außenministerin Ursula Plassnik ist zum Offizier der französischen Ehrenlegion (französisch Légion d'honneur) ernannt worden. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner überreichte ihr in Paris die hohe Auszeichnung. Mit der Zuerkennung der Auszeichnung werde Plassniks Engagement für Europa gewürdigt, die sich auch "persönlich für die Ratifizierung des Vertrags von Lissabon eingesetzt" habe, hieß es.

"Besondere Leistungen"

"In Anerkennung ihrer besonderen Leistungen" erfolge die Ernennung zum "Offizier der Ehrenlegion", ist auf der entsprechenden Urkunde zu lesen. "Chef der österreichischen Diplomatie von 2004 bis 2008, hat sich Frau Dr. Ursula Plassnik durch ihr stetes Engagement für Europa ausgezeichnet, wodurch unter der österreichischen EU-Präsidentschaft im Jahr 2006 Europa in mehreren Bereichen um einen wichtigen Schritt weitergekommen ist."

Weiters wird auf den "erfolgreichen Einsatz bei der Bewältigung internationaler Probleme" (Naher Osten, Balkan-Länder, Georgien, und so weiter), sowie auf ihr "positives Einwirken beim Kampf um mehr Rechte für Frauen" verwiesen.

Plassnik ein "Freund Frankreichs"

Vermerkt wurde in der Aussendung der französischen Botschaft weiters, dass die ehemalige österreichische Außenministerin "nicht nur die französische Sprache perfekt beherrscht"; Plassnik habe sich auch "als Freund Frankreichs erwiesen", wofür das Land sie ehren wolle.

Plassnik ist die zweite Österreicherin, der heuer eine hohe französische Ehrung zuteil wurde. Im Jänner war die langjährige ÖVP-Europaparlamentarierin und Bauernvertreterin Agnes Schierhuber zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt worden. Schierhuber, die die Auszeichnung in Straßburg erhielt, wurde für ihren vorbildlichen Einsatz und ihre Sachkenntnis "für das europäische Einigungswerk" im EP gewürdigt. Nur rund zehn Prozent der in der Ehrenlegion Geehrten sind Frauen.

(Ag.)

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19 Kommentare
Antonio
05.11.2009 23:45
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Na ja, viele waren es heuer noch nicht!

1804: Dominique Jean Larrey
1804: François-Joseph d’Offenstein
1821: François Joseph Bosio
1851: Joseph-Frédéric-Benoît Charrière
1878: Gabriel Davioud
1881: Ernest Henri Besnier
1889: Hubert von Herkomer
1894: Jean Béraud
1901: Valentin Joseph Boussinesq
1903: Charles Ephrussi
1914: Henri Bergson
1915: Milan Rastislav Štefánik
1919: Pierre Teilhard de Chardin
1939: Jules Supervielle
1960: Jean Gabin
1980: Patrick Baudry
1984: André Castelot
1986: Marcel Marceau
1995: Colette Besson
1999: Robert Parker
2000: Wolfgang A. Herrmann
2000: Walter Veltroni
2001: Hartmut Mehdorn
2004: Jean Reno
2004: Josef Pühringer
2005: Nicolas Hayek
2007: Beate Klarsfeld
2007: Amitabh Bachchan
2007: Barbra Streisand
2007: Philippine de Rothschild-Sereys
2008: Giorgio Armani
2008: Thomas Treu
2009: Günter Gloser
2009: Georg Nachtsheim

Theodoric
06.11.2009 05:03
0 0

Re: Na ja, viele waren es heuer noch nicht!

Keine falschen Hoffnungen: das ist der Auszug (!) einiger bekannter Namen von der deutschen Wikipedia-Seite, nicht die Liste der Ausgezeichneten .... derzeit sind das gute 93.000 Menschen, 1963 war ein Höhepunkt mit 320.000 ... also wirklich nix einzigartiges. Aber unserem Schrebergarten ist sowas eine lange Pressemeldung wert.

Antonio
06.11.2009 08:34
0 0

Re: Re: Na ja, viele waren es heuer noch nicht!

"Aber ... von den Notgroschen werden nur 5 pro Jahr vergeben ... immerhin" haben Sie behauptet, wie kommen dann 93.000 oder gar 320.000 zusammen???.

Theodoric
06.11.2009 08:57
0 0

Re: Re: Re: Na ja, viele waren es heuer noch nicht!

Gemäss Homepage der légion gab es da so etwas wie einen 1. und 2. Weltkrieg, da hat man halt ein wenig mehr Leute ausgezeichnet. Heute bemüht man sich, die Zahl der Würdenträger (aller 6 Stufen) auf 100.000 lebende zu halten.

Antonio
05.11.2009 23:37
0 0

Welhalb?

Mir ist einfach nicht klar, weshalb einer so tollen Ministerin (der Vergleich macht dich sicher) so viel Hass hier im Forum entgegengebracht wird. „Viel Feind, viel Ehr“ wäre eine Erklärung oder auch zu viel kleinformatiges Blatt als Lektüre.

Theodoric
05.11.2009 21:51
0 0

Das ist eher peinlich ...

... klingt gut, aber bei Recherche ist das nix. Es gibt 6 Ordensklassen der Légion d'honneur, davon sind die oberen drei "besondere Auzeichnungen", die unteren drei "Rangklassen". Bekommen hat sie den vorletzten. Und nun die Antwort auf Graf Gudenus: Plassnik steht unter
1. "Grand Maître de la Légion d’Honneur": u.a. Napoleon, Mitterand, de Gaulle, Chirac, aber seit 2007 auch Sarkozy
2. "Grand-croix de la Légion d’Honneur": u.a. Tito, Adenauer, Pompidou, Giscard d’Estaing aber - man lese und staune: Klestil (!)
3. "Grand Officier de la Légion d’Honneur": u.a. Rodin, Chagall, Yves Saint Laurent, aber auch Zidane
4. "Commandeur de la Légion d’Honneur": u.a. "wir sind Papst", Manfred Rommel, Stoiber, Belmondo, Claudia Cardinale, und - man staune wieder - Gen Roland Ertl
5. dann kommt Plassnik auf einer Ebene mit: u.a.: Armani, Streisand, Hayek - und man staune wieder: Josef Pühringer
6. "Commandeur de la Légion d’Honneur": u.a. so Leichtgewichte wie Goethe, Bono, Alice Schwarzer, "Winnetou", Celine Dion.

Ich finde, da passt sie eigentlich hin. Auszeichnung ist das sicher keine. Eher ein Notgroschen ...

Aber ... von den Notgroschen werden nur 5 pro Jahr vergeben ... immerhin.
Freuen wir uns für sie, man darf es immerhin auf der linken Brust tragen ... das wird sie freuen, unsere Frauenbeauftragte im eia.

Antworten Gast: gast22
06.11.2009 09:14
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Re: Das ist eher peinlich ...

Der 6. Rang der Ehrenlegion heißt "Chevalier de la Légion d’Honneur (Ch. LH)"

Den obersten Rang, der "Grand Maître de la Légion d’Honneur", trägt üblicherweise der Staatspräsident. Meines Wissens gibt es nur jeweils einen (lebenden) Inhaber dieses Ranges.

Als "Officier" ist Plassnik in guter Gesellschaft, zwar nicht unbedingt mit Pühringer, aber z.B. mit Jean Gabin.

Interessant auch, wie lang die Liste der Personen ist, die es abgelehnt haben, mit der Ehrenlegion ausgezeichnet zu werden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenlegion#Verweigerung_des_Ordens

Theodoric
06.11.2009 10:40
0 0

Re: Re: Das ist eher peinlich ...

Stimmt, mein Fehler, da hab ich mich beim copy-pasten vertan. Und die Liste ist wirklich interessant. Auch die der "angenommenen" Ehrungen - weniger im Bezug auf die "Seniorität" - als im Bezug auf die unterschiedliche Durchmischung der Personen ... und wirklich klassisch-französisch ist ja die Erwähnung, dass sie ausgezeichnet Französisch spricht ...

Gast: durendal
05.11.2009 18:58
1 0

Der Neid der Gartenzwerge

Wenn ein Österreicher/in eine internationale Auszeichnung erhält, sollte man sich einfach darüber freuen. Aber in unserer Gartenzwergerepublik geht das neidige Gemeckere schon los.
Ich freu mich schon auf das dumme Gesicht vom Feigmann und seinen Kumpanen und auf das Gegeifer von Onkel Hans samt seinem Kläffer Wolf Martin in der Krone, dem Zentralorgan der intelligenzfernen Schichten.

Gast: Zyniker
05.11.2009 14:58
0 0

Dafür bekommt angeblich Carla Bruni-Sarkozy

in absehbarer Zeit das goldene Verdienstkreuz der Republik Österreich mit dem Hosenband, weil sie sich in selbstloser Weise durch ihre Heirat mit Sarkozy für die Italienisch-Französische Annäherung und damit ebenfalls die europäische Einheit geopfert hat.

Gast: pour le merite
05.11.2009 14:24
0 0

Wenn die Franzosen schon so eine Freude mit dieser Trutschn haben,

können sie sie gleich behalten.

Völlig umsonst.

Und den Darabos bekommen sie als Draufgabe auch noch dazu.

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Der Vergleich macht sie sicher!


Was für ein Abstieg im politischen Personalspektrum Österreichs seit 2007!

Gast: Gast
05.11.2009 13:08
0 0

Eintritt in ein fremdes Heer

... bedeutet eigentlich Staatsbürgerschaftsverlust :)

Gast: Blitzky
05.11.2009 12:54
0 0

Da ist der Friedensnobelpreis nicht mehr weit....

.... Plassnik muss sich jetzt nur mehr persönlich für einen '"Friedenseinsatz" das Bundesheers in Afghanistan oder in Georgien (gegen die Russen! einsetzen.
Übrigens ist angeblich auch für Darabosch ein Hosenbandorden der Ehrenlegion vorgesehen, nachdem er das Bundesheer zur Verteidigung der pro-französischen Regierung auf "Friedenseinsatz" in den Tschad geschickt hat.

Gast: Bösewicht
05.11.2009 12:04
0 0

.

Die Auszeichnung zum französischen Offizier ist folgerichtig. Besser für Österreich wäre aber gewesen, sie hätte diesen unseligen Vertrag nicht unterzeichnet.

richard
05.11.2009 11:47
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Von Rittern und Burgfräuleins

Jetzt wirds langsam pervers: In F erfolgt eine Volksabstimmung zur EU-Verfassung - diese wird von der Bevölkerung abgelehnt. In der weiteren Folge setzen sich Plasnik und andere darüber hinweg und dafür ein, daß diese nun in Vertrag umbenannte Verfassung doch noch zustande kommt, deren Ziel die Abgabe von Souveränität von F an die EU ist und durch diesen Einsatz zur Verminderung französischer Souveränität macht sich Plasnik für die französische Republik verdient und darf sich daher Ritter(in?) (oder Burgfräulein:):) der Ehrenlegion nennen? Eigentlich hat sie damit ja Frankreich geschadet....

Gast: Graf Gudenus
05.11.2009 11:13
0 0

Wieviele Officiere diser Institution gibt es?

2009, bereits wievile ernannt?

diogenes
05.11.2009 11:13
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"erfolgreichen Einsatz bei der Bewältigung internationaler Probleme" (Naher Osten, Balkan-Länder, Georgien, und so weiter),

Die namentlich genannten Pleiten sind allgemein bekannt. Könnte man auch die "und so weiter" erfahren? Man hätte dann noch mehr zum Lachen!

diogenes
05.11.2009 11:07
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Die Ehrenlegion und die FriedensNABELpreisträger

werden immer mickriger.

Für das brave Hacken zusammenschlagen wenn die EU pfeift muss man nicht gleich zur Offizierin gemacht werden

Schlagzeilen Politik