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Tirol: Dinkhausers Bürgerforum spaltet sich

06.11.2009 | 13:28 |   (DiePresse.com)

Nach Fritz Gurgiser kehrt nun auch Thomas Schnitzer dem Bürgerforum den Rücken. Die beiden Abgeordneten bilden eine eigene Fraktion im Landtag - den "Tirol Klub".

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Fritz Dinkhausers Bürgerforum hat eineinhalb Jahre nach der Landtagswahl in Tirol mit akutem Mitgliederschwund zu kämpfen. Bereits vor einigen Monaten wurde der bekannte Transitforum-Chef Fritz Gurgiser von der Liste Fritz ausgeschlossen.

Am Freitag kam der größten Oppositionspartei im Landtag ein weiterer Mandatar abhanden: Thomas Schnitzer kehrte dem Bürgerforum ebenfalls den Rücken. Gurgiser und Schnitzer bilden ab Freitag eine eigene Fraktion im Landtag - den "Tirol Klub". Die Anzahl der Mandate der Liste Fritz schrumpft damit von sieben auf fünf. Sie bleibt aber dennoch stärkste Oppositionspartei.

Gurgiser kritisiert "diktierte Führerpolitik"

Gurgiser wurde nach permanenten Meinungsverschiedenheiten und der Begründung von Dinkhauser, dass es nur einen Ober und einen Unter geben könne, Anfang Juni dieses Jahres aus dem Bürgerforum verabschiedet. Damals ließ er diesen Schritt unkommentiert und auch am Freitag sagte er zunächst: "Es gibt keine Abrechnung mit irgendjemandem". Dass der Grund für das Zerwürfnis unter anderem im Führungsstil innerhalb des Bürgerforums lag, ließ Gurgiser allerdings durchblicken. Er wolle keine "diktierte Führerpolitik", sondern eine "gelebte Bürgerpolitik", meinte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Schnitzer in Innsbruck.

Schnitzer beklagte die mangelnde Verbindung zur Basis bei der Liste Fritz. Er sei im Bürgerforum aktiv geworden, um von der Basis aus im Landtag Politik für die Basis zu machen, sagte der Bürgermeister von Ehrwald. Das Bürgerforum habe allerdings eine Entwicklung hin zu "elitäreren Politik" genommen.

(APA)

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3 Kommentare
Staunton
08.11.2009 18:07
0 0

Also, ich verfolge die öffentlichen Auftritte und Äußerungen von Dinkhauser schon seit vielen Jahren. Es wäre mir neu, dass er einmal grundlegend seine Meinung geändert hätte. Er war immer ein sozial denkender Mensch (halt ein typischer Arbeiterkammervertreter) und brachte das auch stets zum Ausdruck.

Während Gurgiser schon von Anfang an(!) - bereits vor der Wahlen (die Presse berichtete übrigens auch darüber) - Forderungen gestellt hat, die Dinkhauser angesichts seines Programms die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben muß, da es Forderungen waren, die besser zum Programm der Wirtschaftskammer gepaßt hätten. Dinkhauser hätte Gurgiser schon bei seinen ersten blöden Äußerungen einen Tritt in den Hintern geben und rauswerfen sollen. Umso mehr, als Gurgiser das Programm der Liste Dinkhausers ganz genau bekannt gewesen sein musste.

Fällt übrigens niemandem auf, dass bei diesem Bericht nur allgemeine, nichtsagende Vorwürfe gegen Dinkhauser erhoben werden? Ist es vielleicht zuviel verlangt, wenn man gerne wüßte, bei welchen Sachthemen Dinkhauser im Widerspruch zu seinen Gegnern steht? Wäre es für die Leser nicht viel wichtiger und informativer, wenn man aufzeigte, bei welchen Sachtehemen Dinkhauser im Widerspruch zu seinen Gegnern steht?
Übrigens ist es ja bei Hans-Peter Martin auch

dasselbe. Auch der wird immer nur persönlich angepatzt. Was an seinen Tätigkeiten (Aufzeigen von etlichen EU-Mißständen, wofür er ja die vielen Stimmen aus der Bevölkerung bekommen hat) so schlecht sein soll, bleibt völlig unklar. Die ausgetretene Karin Resetarits hat jedenfalls absolut Null(!!!) im EU-Parlament gemacht. Schon gar nicht im Sinne der Wähler, die Hans-Peter Martin gewählt hatten.

Gast: Martin S
06.11.2009 18:13
0 0

Tja,

Rumpoltern und "die Goschn aufreissn" machen noch keinen gscheiten Menschen!

Antonio
06.11.2009 15:52
0 0

Das kommt, wenn man einem "Rattenfänger" auf dem Leim geht!


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