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Minister sollen doch in den U-Ausschuss kommen

06.11.2009 | 17:15 |  Martin Fritzl (DiePresse.com)

Der U-Ausschuss-Vorsitzende Martin Bartenstein (VP) signalisiert im "Presse"-Interview Einlenken: Mit Minister-Befragungen habe er kein Problem. Indes plädiert Bartenstein für einen EU-Außenminister Alfred Gusenbauer.

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„Die Presse“: Hat der Untersuchungsausschuss bisher etwas gebracht?

Martin Bartenstein: Hat er, in durchaus wesentlichen Bereichen: was den Umgang mit der Immunität durch die Strafverfolgungsbehörden betrifft. Und es ist klar geworden, dass es an der Schnittstelle zwischen Zeugen und Beschuldigten eine Nachschärfung braucht.


Braucht es eine Neuregelung der Immunität?

Bartenstein:
Ich bin vierzehn Jahre lang als Minister nicht unter dem Schutz der Immunität gestanden, das war für mich kein Problem. Ein gangbarer Weg wäre zumindest die außerparlamentarische Immunität abzuschaffen.


Im U-Ausschuss gibt es den Vorwurf, die Staatsanwaltschaft würde Regierungsjustiz betreiben und gegen Minister nicht vorgehen.

Bartenstein:
Das ist ein weit überzogener Vorwurf der Opposition.


Aber es gab einige Fälle, die in diese Richtung deuten.

Bartenstein: Die Frage ist, war das zeitliche Überforderung, eine Nachlässigkeit des Staatsanwalts, oder gibt es eine gezielte Vorgangsweise. Ich sehe hier kein System.


(c) Die Presse (Stanislav Jenis) Ex-Minister Martin Bartenstein will einlenken

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Auch nicht, wenn einfach vergessen wird, gegen Ex-Innenminister Strasser zu ermitteln?

Bartenstein: Der Text mancher Strasser-E-Mails steht einer kritischen politischen Bewertung offen.  und bekommt dafür eine politische Rechnung. Aber dass das strafrechtlich in Richtung Amtsmissbrauch nicht relevant ist, weil eben diese Postenbesetzungen letztlich korrekt erfolgt sind, wurde auch im Untersuchungsausschuss herausgearbeitet.


Warum ist es eigentlich so ein Problem, Minister in den U-Ausschuss zu laden?

Bartenstein: Das ist kein prinzipielles Problem. Die Frage lautet, braucht man das und wenn ja, wann. Alles zu seiner Zeit. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Untersuchungsausschuss nicht abgeschlossen wird, ohne dass Minister, vielleicht auch Ex-Minister, als Auskunftspersonen Rede und Antwort stehen werden.


Wann wird das der Fall sein?

Bartenstein: Es gibt Gespräche unter den Fraktionsführern. Ich will da als Vorsitzender nicht über die Medien Einfluss nehmen. Aber es ist nicht so, dass es da ein kategorisches Nein gibt. Ich verstehe aber, dass die Regierungsfraktionen nicht nach der Pfeife der Herren Stadler und Pilz tanzen.


Als Vorsitzender greifen Sie selbst nicht in die Befragungen ein. Sehen Sie das als Modell für alle U-Ausschüsse?

Bartenstein: Das wäre sicher vorteilhaft. Ich versuche, gemeinsam mit dem Verfahrensanwalt, für Fairness zu sorgen, ein Übermaß an Suggestivfragen zu verhindern.

(c) Die Presse (Stanislav Jenis) Bartenstein: Das Grillparzer'sche Wort „Ein Schriftl ist ein Giftl“ hat man hier konsequent nicht verfolgt

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Sollen die Verfahrensregeln geändert werden?

Bartenstein: Da geht es weniger um Regeln als um Disziplin und Selbstdisziplin. Man kommt im Wesentlichen mit den derzeitigen Instrumentarien aus. Ich glaube auch, dass die Frage der Befangenheit von Abgeordneten schwer in ein Regulativ zu bringen ist. Da hätte ich mir Zurückhaltung bei den einzelnen Abgeordneten gewünscht. Dass sich Abgeordnete mit ihren Staatsanwälten in laufenden Verfahren ein Match liefern, war nicht hilfreich.


Wann wollen Sie diesen Ausschuss abgeschlossen haben?

Bartenstein: Das hängt davon ab, wie lange wir für das Thema Kasachstan brauchen. Aber bis zur Weihnachtspause sollte das machbar sein.

Anderes Thema: Sind Sie glücklich darüber, wie die Bestellung des EU-Kommissars abgelaufen ist?

Bartenstein: Nein, alles andere als glücklich. In Brüssel versteht niemand, warum sich ein amtierender Regierungschef nicht hinter seine beiden Amtsvorgänger stellt und auch noch ein Quantum Spott und Hohn vergießt. Der Bundeskanzler ist mit den Chancen von Schüssel und Gusenbauer, die auch im Interesse Österreichs liegen, alles andere als professionell umgegangen.


Ein EU-Außenminister Gusenbauer würde bedeuten, die ÖVP stelle keinen Kommissar.

Bartenstein: Voilà!

 

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 7. November 2009)

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26 Kommentare
 
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heri3
09.11.2009 09:52
0 0

mein schreiben über die schulischen leistungen des amon,

wurden sofort gelöscht! es ist aber die wahrheit,das er immer nur durch mutters und onkels hilfe,weitergekommen ist!mehr schreibe ich gar nicht, denn sonst ist das schreiben wieder schneller weg, als ich es schreiben kann!!!!!

RAL
09.11.2009 01:27
0 0

Schmallippig

Schmallippig und schlau wie Schüssel.......

Gast: machmuss verschiebnix
07.11.2009 12:22
0 0

Sind unsere Politiker verantwortungslose Marktstratgen ?


Während im Marktgeschehen die Klientel die Verantwortung
für eine falsche Auswahl trägt, aber grundsätzlich auch
die Möglichkeit hat, fortan andere Produkte oder Strategien
zu wählen, trägt im Politgeschehen der gewählte
Volksvertreter die Verantwortung.

Dazu wird er ja gewählt, denn die Masse der zu
Vertretenden ist in anderen Berufen mit anderen
Aufgaben ausgelastet. Außerdem ist "Otto Normalverbraucher",
was die Notwendigkeiten politischen Handelns angeht,
defacto unmündig.

Nun kann aber die Verantwortung eines Volksvertreters,
nie wirklich eingefordert werden.

Es fehlt die Möglichkeit einer objektiven Beurteilung, um
die "künstliche Nachfrage" vor der Wahl als solche zu
entlarven, und im Nachhinein den schweren Vertrauensbruch
und die wiederkehrende Veruntreuung von Volksvermögen zu
ahnden. Wiederkehrend deshalb, weil als einzige Auswahl
nur eine andere "künstliche Nachfrage" geboten wird.

Ein Volksvertreter, der wirklich das Volk vertritt und
nicht die sinisteren Interessen diverser Lobbyisten, der
muß nötigenfalls auch gegen den Druck der verführerischen
veröfftentlichten Meinung das Notwendige durchsetzen.

"Regieren gegen das Volk" ist in der derzeitigen Situation
nobelpreisverdächtig. Daß es soweit kam, liegt aber vor
allem auch am Stil, mit dem viele öffentlichen Medien das
schräge Ansinnen mancher Polit-Illusionisten geradezu fördern.


koko
07.11.2009 04:44
0 0

Typisch ÖVP

Die haben auch schon andere Untersuchungsausschüsse zur Farce gemacht, weil sonst herausgekommen wäre, wieviel Dreck am Stecken sie haben.

Gast: ounomos
06.11.2009 23:39
0 0

vp-amon lehnt ministerladungen weiterhin ab

da herrn amon,

des manderl von der traurigen gestalt; glaubt
immer noch, so wie große teile seiner kumpl,
die rebuplik sei deren spielwiese und wir jedenfalls die bauern.....
gib acht mein freund!

moosi
06.11.2009 22:50
0 0

Leo

Das Bild mim Leo Figl is supa!

Gast: Ex-Wähler
06.11.2009 22:22
1 0

Zum Speiben...

... Herr Amon!

Gast: zerwin brommel ßß
06.11.2009 20:43
1 0

ÖVP Kniefall?

Wers glaubt wird seelig!
Die haben ja nur Angst, dass noch mehr vertuschte Unregelmässigkeiten auftauchen.
Nicht gehaltenen Wahlversprechen, unterminierte Asylgesetze, keine offensichtliche Kriminalitätsbekämpfung usw.

Euler
06.11.2009 19:45
1 0

Jawoll Amon! Blockieren, Schwärzen, Verheimlichen,

Mauscheln, Packeln, Vernadern, usw...

Die ÖVP auf dem steinigen Weg in die humanistische Steinzeit.

HOPP AUF...

Re: Jawoll Amon! Blockieren, Schwärzen, Verheimlichen,

Ja jetzt aber noch besser auf EU-Ebene den Konzernen den Weg ins ehemalige Österreich ebnen, ohen Rücksicht auf Arbeiter und Bauern.

Die ehemalige Volkspartei ist wohl jetzt eher eine
Volksaussackelpartei mit starker Tendenz zur Gleichgültigkeit.

Gast: Gerold
06.11.2009 19:06
2 1

Wer ist in der "Presse" für Überschriften zuständig?

Wie ???

Der Amon ein VP-Grande ???

Der Werner Amon kann einem Martin Bartenstein nicht einmal das Wasser reichen.

Wer Amon und seine Geschichte kennt, ein farbloser Appartschik seit seiner Zeit als ÖVP-Schulsprecher in Innsbruck, kann da nur lachen.

Wenn in der ÖVP nur Leute wie Amon wären, ist diese Partei bald am Sand.


Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
06.11.2009 21:29
0 0

Ist mir auch sauer aufgestoßen:

Der Amon ein VP-Grande, einfach nur lächerlich!!!

Amon ist ein typischer VP-Apparatschik, ein wandelndes Beispiel für die Niveaulosigkeit der heutigen Politikergeneration.......

Antworten Holy Ghost
06.11.2009 20:05
0 0

Re: Wer ist in der

Allerdings hat er auch gute Seiten. Mit seinem BMI von 45, sichert er jede Menge Arbeitsplätze in der Gastronomie.

Re: Re: Wer ist in der

Keine Sorge, mit Billigfleisch aus Polen, Billigmilch aus Tschechien und Billiggetreide aus USA wirds ihn wohl nicht allzuviel kosten.
Darum wird die ÖVP die liberalen Freihandelsverkehr auf Kosten unserer Landwirtschaft ja weiter forcieren.

Antworten Gast: Gscheiterer
06.11.2009 19:46
0 0

Re: Wer ist in der

Ein Grande ist ein Mitglied des Hochadels... was man beim Amon wohl sagen kann. der bartenstein war einmal am Hof - jetzt nimma!

Gast: bartenburg
06.11.2009 19:03
0 0

haha

bartenstein nicht abgehoben&pol.charakter...der wohnt auf ner burg,is steinreich und war es nicht er der beim schuhgeschäft unebdingt prozente wollte weil ihm das als minister doch wohl zusteht....wir ihr alle die realität verklärts, einfach nur mehr zum lachen !

Gast: Grüner
06.11.2009 19:00
0 0

Betonschädl

Das musste ja wiedereinmal von diesen Schwarzen Betonköpfen kommen ...... arg!

wenigstens

einer der nicht so extrem abgehoben argumentiert wie die götter in schwarzrot der regierung

Gast: Guti
06.11.2009 18:25
1 0

Sehr gut!

Herr Bartenstein, Sie haben politischen Charakter!

Geldfux
06.11.2009 17:59
1 1

Bartenstein hat demokratisches Format,

daher konnte er auch nicht in der gegenwärtigen Regierung bleiben. Ich hoffe und wünsche mir, Bartenstein soll der nächste Bundeskanzler werden. Hoffen darf man doch?!

Antworten Holy Ghost
06.11.2009 19:59
0 0

Re: Bartenstein hat demokratisches Format,

Malen Sie bitte nicht den Teufel an die Wand.

Antworten Antworten Geldfux
06.11.2009 21:28
0 0

Re: Re: Bartenstein hat demokratisches Format,

Wenn Sie der "Holy Ghost" in den letzten Jahrzehnten nur einmal gestreift hätte, ja dann....würden Sie nicht den Teufel zur Hilfe rufen müssen.
Deshalb gilt für Sie sicher das Christus Zitat:"Selig die Armen im Geiste!"

Antworten Antworten Antworten Holy Ghost
08.11.2009 20:19
0 0

Re: Re: Re: Bartenstein hat demokratisches Format,

Wenn wir schon bei Zitaten sind: Persönliche Angriffe sind die Argumente
der Dummen

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
07.11.2009 00:47
0 0

Re: Re: Re: Bartenstein hat demokratisches Format,

bartenstein ist um nichts besser als die anderen schwarzen neoliberalen abzocker

Antworten Antworten Antworten Antworten Geldfux
08.11.2009 04:45
0 0

Re: Re: Re: Re: Bartenstein hat demokratisches Format,

Ja Bartenstein hat demokratisches Format. Vergleichen Sie bitte nur Bartenstein mit Amon !! oder mit Molterer! Er schliesst nicht mehr das Erscheinen der Minister vor dem Untersuchungsausschuss aus und er ist sofort bereit, den Hahn als Nominierten zurück zu ziehen, wenn Gusenbauer Chancen hat aussenpolitischer Kommissar der EU zu werden. Also Österreichs Interessen, vor den Interessen der ÖVP! Faymann hingegen wird taub, wenn jemand den Namen Dr.Schüssels in seiner Gegenwart nennt! Daher lügt er auch nicht, er ist bloss gehörgestört.!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Zynicus
07.11.2009 15:19
0 1

Re: Re: Re: Re: Bartenstein hat demokratisches Format,

Da lob ich mir die Genossen Wärmespender Faynachtsmann, Gruselbauer, Wampo usw.!

Die lieben das Volk und verteilen unter uns ihren letzten Schluck Barolo!!!

 
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