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Neuer Job für Gusenbauer in der Vermögensverwaltung

07.11.2009 | 09:27 |   (DiePresse.com)

Der Ex-Kanzler ist seit kurzem der Europa-Direktor des Investmentfonds Equitas European Funds, der Tochter einer Firma mit Sitz in Chile. Ziel sei es, österreichische Investitionen in Chile zu fördern.

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Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer ist seit kurzem im Bereich Vermögensverwaltung tätig. Laut "profil" fungiert der frühere SPÖ-Chef als Europa-Direktor des Investmentfonds Equitas European Funds, einer Tochter der Fondsgesellschaft Equitas Capital mit Sitz in Santiago de Chile. Der Fonds ist gemäß eigenen Angaben auf Investments in Immobilien, Informationstechnologie, Umwelttechnik und Agrarindustrie spezialisiert.

Wie Gusenbauer erklärte, sei das Ziel, österreichische Investitionen in Chile zu fördern. Laut "profil" existiert eine Verbindung des niederösterreichischen Glücksspielkonzerns Novomatic zur Equitas European Funds. So ist der Wiener Unternehmer Rudolf Binder neben Gusenbauer Co-Direktor des Investmentfonds. Binder betreibt mit Novomatic in Form eines Joint Ventures ein Kasino mit Hotel und Konferenzzentrum in Chile. Das Glücksspielunternehmen tritt darüber hinaus als Sponsor eines kommende Woche in Wien stattfindenden Kongresses der Equitas European Funds auf, an dem Gusenbauer teilnimmt.

(APA)

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19 Kommentare
Copernicus
09.11.2009 10:06
0 0

Tausendsassa

Was der Gusi alles kann, ist bewundernswert. Glücksspiel Kartelle in Chile beraten, Vorträge an US Universitäten halten, AK Spezialist ... und...und...und das alles gleichzeitig. Ein wahres Genie (zumindest was Einkommenserschließungen betrifft). Wie konnten die Genossen (und Wähler) so einen bloss gehen lassen?!?
PS: Ob sich Hr.Buchinger und sein AMS bei kleinen Arbeitslosen ebensolche Mühe der Jobvermittlung macht wie bei Hrn.Gusenbauer? Der weiß vor lauter Angeboten ja gar nicht, was er noch alles machen soll...

enzo
09.11.2009 09:22
0 0

SPÖ Weltmeister

In Packelei und Freunderlwirtschaft.
Nach dem MOTTO wir lassen keinen verkommen.

Gast: gast
09.11.2009 09:19
1 0

zum lachen ..

ein ehemaliger sozialistischer bundekanzler im sold eines glückspielunternehmens ...

tja, wie schon brecht sagte ..
Zuerst kommt das fressen, dann die moral ..

freundschaft :-):-)

Frotzel
09.11.2009 07:14
0 0

Hat der Gusi den Streikfond entdeckt?

Da hat er sicher ein Wörtchen mitzureden, oder?

Gast: ökono-mist
09.11.2009 03:09
0 0

Allende al dente...


Jedenfalls ist der verhinderte österreichische Allende im längsten Land der Welt nun zwei völlig vergessenen Parteifreunden, nämlich dem Gummistiefel-bewehrten Exilanten Viktor Klima und dem geheimdiversionellen Emigranten Franz Struzl, wieder ganz nahe...

Und während sich daheim die großen Verlierer des "kleinen" Glücksspiels die Kugel geben können, haben SPÖVP-Expolitiker das Glück - seltsamerweise! - gepachtet: Ihnen sind die "Einarmigen Banditen" (=landläufige Pauschalbezeichnung für Spielautomaten) offenbar wohlgesonnen, und wer von ihnen bei Onkel Frank nicht mehr unterschlüpfen kann, auf den warten anscheinend bereits sehnsüchtig die Headhunter eines Glücksspiel-Monoplisten.

Daß dieser ganze - 20(?) Millionen schwere, frisch renovierte - Stadthäuser unter dem Titel "Kultursponsoring" an Glücksspiel-Entscheidungs-tragende Gebietskörperschaften verschenkt, ist aber bestimmt nur völlig uneigennütziges Mäzenatentum.

Genau wie seinerzeit die angeblich gerichtlich verordnete, schuldbefreiende, obergeheime, an er Öffentlichkeit vorbeigeschleuste Insider-Diversions-Großspende eines (inzwischen "emigrierten") Stahlwerks-Vorstandes an eine ausgesuchte, aber geheimgehaltene steirische Klinik.

Sowohl nach nachvollziehbaren Kriterien für diese Empfängerwahl als auch nach dem Verbleib dieses Geldes hat bis heute kein Hahn gekräht.

P. S.: "Finanziert uns!", schreien derweilen die Parteien in höchster Not.
(Das Leder ist rund - die Welt auch...)


Gast: gast22
08.11.2009 12:55
0 0

Jetzt hat es Gusenbauer

... doch noch geschafft, eine gemütliche, aber wahrscheinlich gutdotierte Stelle als Frühstücksdirektor zu finden.

Demnächst in einem Büro am Ring, ca. 11:00 Uhr:

"Derf's no a Semmerl sein, Herr Direktor?"
"Nein, danke. Ich gehe nachher noch ins Bristol zu einem Geschäftsessen."

Smartin
08.11.2009 10:40
0 0

Sozialisten

Sozialisten sind sehr sozial - zu sich selbst.

Gast: Gastberger
08.11.2009 10:00
0 0

Nichts gegen den Gusi,

der in der Rückschau immer sympathischer wird, aber mein geld würde ich ihm lieber nicht anvertrauer.

hw
08.11.2009 12:51
0 0

Re: Nichts gegen den Gusi,

ich sehe da ganz was anderes:
es zeigt sich, dass der echte sozialist wohl nur in der partei existiert.
im realen wirtschaftsleben unterscheiden sie sich nicht von einem schwarzen, blau, orangen oder grünen unternehmer.
eigentlich eh nur logisch so!

hw
07.11.2009 17:17
0 0

wirklich

ein sehr sozial orientierter job, den er sich da ausgesucht hat.

citoyen
07.11.2009 15:02
1 0

Würden Sie Gusi Ihr Geld anvertrauen?

Na eben. Ich übrigens auch nicht...

Gast: ET
07.11.2009 14:46
0 0

Danke für diesen Artikel!

So viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr und lachen ist Gesund!

Gast: manekineko
07.11.2009 13:46
2 0

Das klingt

wie eine dubiose Provinzgaunerei. Ein Amateur und Versager lobbyiert in Südamerika für hiesige Spielhöllenbetreiber.

Gast: t
07.11.2009 12:32
0 0

erfahrung

was genau hatte der ehemalige BK bis dato mit Investmentfonds zu tun? wo liegt da die - vermutlich gut dotierte - erfahrung?

Prolet
07.11.2009 11:12
0 0

Ist das die Verwaltung der dorthin versickerten BAWAGGelder oder nur ein Trick eines ExBundeskanzlers für Österreich etwas Kapital zu organisieren?

Als Nonkapitalist verstehe ich für Österreich arbeiten nicht unser Geld nach Chile zu befördern.

Dafür ist mir Hr. Gusenbauer zu wenig Garant für das Wiedersehen, meines Geldes meine ich.

Aber gute Kontakte für sein Fortkommen hat er, wenn schon sonst nichts geleistet wurde - das ist aber Parteiüblich. Nicht übel lesen, üblich.

Demokrat70
07.11.2009 11:12
0 0

wieso nur

zieht's die ganzen Roten der Reihe nach in den Kapitalismus - nach Schröder, Klima, Ederer u.v.m. nun auch er - interessant nicht?

Antworten Gast: UKW
07.11.2009 13:26
1 0

Re: wieso nur

Joschka Fischer, Vranizky, Rudas, Ruttenstorfer, die Liste ist wirklich beliebig fortsetzbar. Sozialisten sind meist irgendwelche Kleingeister, die durch die Bezahlung von Schutzgeld in Form von Parteimitgliedsbeiträgen ihrem Gemeindebau entfliehen können. Jobs und Netzwerk bei öffentlichen Einrichtungen garantiert. Und so verwundert es auch nicht, dass der Fredl vom Moskauer Bodenküsser zur chillenischen Heuschrecke wurde. Die kleinen Leute ohne Parteimitgliedschaft interessieren die Sozialisten nämlich überhaupt nicht.

Wobei die genannten Proponenten eh scvhon zu den Gebildeten gehören. Die wahren Proleten sind die sogenannte Basis.

Gast: Blitzky
07.11.2009 11:11
0 0

Wie bitte soll ein Investmentfonds österreichische

Investitionen in Chile fördern? Man kann natürlich sein Geld in diesen Fonds stecken, der offenbar in Chile angesiedelt ist. Dass das aber eine "Investition in Chile" sei, ist doch etwas weit hergeholt.
Das ist ungefähr so, wie wenn ein Chilene in einen Meindl-Fonds investiert im Glauben, dass er damit in Österreich investiert hätte. Tatsache ist doch, dass Fonds dann weltweit spekulieren, z. B. im Fall Meindl einen Flughafen in Sibirien und Ähnliches kaufen.

Gast: Kundesbanzler Fredi
07.11.2009 10:24
0 0

Chile staat Caribik

Jetzt soll das Geld der Österreicher also in Chile investiert werden. Das ist eine gute Idee - weil wenn es so weit weg ist, kann jeder sehr gut kontrollieren was damit gemacht wird.

PS Lebt Flöttl jetzt in Chile?