Wien. Am Freitag hatte Sozialminister Rudolf Hundstorfer ein neues Konjunkturpaket angeregt. Der Fördertopf für die thermische Sanierung, für die im Sommer 100 Millionen Euro zur Verfügung standen, solle wieder aufgelegt werden. Das wollte er, zusammen mit anderen Vorschlägen, kommende Woche mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner verhandeln.
Dazu wird es aber vielleicht nicht mehr kommen, denn der Konter aus dem Wirtschaftsministerium folgte prompt: Mit diesem Vorschlag seien die Probleme auf dem Arbeitsmarkt in den Wintermonaten nicht lösbar, heißt es in einer Aussendung Mitterlehners. Der Grund sei ein ganz praktischer: Eine thermische Sanierung sei in der kalten Jahreszeit gar nicht möglich, „weder bei Außenfassaden noch bei Heizanlagen“.
Weitere Förderschritte sollten daher erst im nächsten Jahr diskutiert werden, dann aber eingebunden in das stimmige Gesamtkonzept einer neuen Energiestrategie. Für die aktuelle Konjunkturphase vertraut Mitterlehner dem „freien Spiel von Angebot und Nachfrage“, um so „die Strukturentwicklung zu unterstützen“.
Auf einen zweiten Vorschlag Hundstorfers ging der Wirtschaftsminister nicht ein: Sein SP-„Spiegelminister“ will die „Aktion 4000“ verdoppeln. Bei dieser Maßnahme sollen 4000 Langzeitarbeitslosen Jobs im kommunalen Bereich vermittelt werden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 8. 11. 2009)

Yigg
Webnews
Mr. Wong
Delicious
Facebook
Scoop
Google
Präsident, Drogenboss & Co Die mächtigsten Menschen
Politik skurril ''Kann Solarien nur empfehlen''
ÖVP-Casting Spaßbewerber und Gegenkampagnen











