21.11.2009 17:23 | Meine Presse Merkliste0

SPÖ Burgenland fordert Assistenzeinsatz in Eisenstadt

09.11.2009 | 12:27 |   (DiePresse.com)

"Jetzt muss endlich etwas passieren", heißt es aus der SPÖ Burgenland. Landeshauptmann Hans Niessl fordert ein nachhaltiges Sicherheitskonzept. Mit "drei Säulen" soll die Kriminalität im Burgenland bekämpft werden.

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Eine Ausdehnung des Assistenzeinsatzes auf das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Eisenstadt hat am Montag die SPÖ Burgenland angeregt. Das Thema Sicherheit stand auch im Landesparteivorstand auf dem Programm. Landeshauptmann Hans Niessl sprach sich bei einer Pressekonferenz für ein nachhaltiges Sicherheitskonzept aus. Dieses solle auf den "drei Säulen" Polizei, Bundesheer und Bürgern in Form der "Nachbarschaftshilfe Sicherheit" basieren. Betroffen zeigte man sich indes nach dem Einbruch in die SPÖ-Parteizentrale in Eisenstadt am Wochenende.

"Jetzt muss endlich etwas passieren"

Der Einbruch sei "symptomatisch" für die Gesamtsituation, die man momentan im Burgenland vorfinde. Pro Tag komme es landesweit zu drei Einbrüchen, so Landesgeschäftsführer Robert Hergovich. Die Kriminalität steige, am stärksten in der Landeshauptstadt und im Bezirk Eisenstadt, wo es bis zu sechs Anzeigen täglich gebe. Hier könne man nicht länger zuschauen, "jetzt muss endlich etwas passieren", erklärte Hergovich.

Die SPÖ fordere primär die Aufstockung der Polizeikräfte. Es könne nicht sein, dass man Polizisten abziehe, wenn die Kriminalität steige. In Eisenstadt fordere man zehn zusätzliche Dienstposten. "Wir sind auch der Meinung, dass man ganz laut darüber nachdenken muss, den Assistenzeinsatz auch in der Landeshauptstadt einzusetzen", so Hergovich. Man sehe, dass der Einsatz in vielen Gemeinden sehr gute Arbeit leiste. "Das kann auch ein Mittel sein, um die Kriminalität in der Landeshauptstadt besser zu bekämpfen."

Niessl fordert von Fekter mehr Polizei

Hergovich forderte einen Schulterschluss aller Parteien beim Thema Sicherheit. ÖVP-Innenministerin Maria Fekter sei schlecht beraten, wenn sie Polizei aus dem Burgenland abziehe, so Niessl. Der Landeshauptmann zog einen Vergleich zu einem brennenden Haus: Kein Feuerwehrkommandant käme auf die Idee, mehr Feuerwehrleute abzuziehen, wenn es stärker brenne, so Niessl.

Der Assistenzeinsatz müsse aus seiner Sicht fortgesetzt werden, erklärte Niessl. Im Jahr 2008 hätten die Soldaten 400 Mal Vorfälle der Exekutive gemeldet, für heuer rechne er mit einer Verdoppelung. Beim Bundesheer bestätigte man, dass derzeit keine Assistenzsoldaten im Gebiet der Landeshauptstadt im Einsatz seien. Man könne jedoch lagebedingt reagieren, wenn eine Anforderung komme. Dies sei "kein Problem".

(APA)

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15 Kommentare
onkel tom
11.11.2009 13:25
0 0

vorzugsweise älteren menschen

die einkäufe tragen helfen, und gleich überprüfen ob in der zwischenzeit eingebrochen wurde.

Gast: durendal
11.11.2009 11:59
0 0

Ausnahmezustand

Soll jetzt das Bundesheer Eisenstadt besetzen, an jeder Kreuzung Stacheldraht und Ausweiskontrolle, Patrouillen in der ganzen Stadt, Einfahrtskontrollen an den Stadteinfahrten? Die Genossen haben doch immer behauptet, es ist alles in Ordnung, es gibt überhaupt keine Probleme und jetzt?
Achso, hab doch wirklich vergessen, dass 2010 im Burgenland Wahlen sind - na dann, alles klar, die Genossen machen sich Sorgen......

Gast: Christdemokrat
10.11.2009 09:31
0 0

Endlich aus für die SPÖ/ÖVP Koalitionen

Was zu Fragen der Sicherheit im Burgenland von Politfunktionären an verbalen "Aus- bzw. Absonderungen" zu beobachten ist, bestätigt immer wieder meine Sicht des derzeitigen Reform- und Politikdillemas, das eigentlich ein Versagen von Parteifunktionären, vor allem bei SPÖ und ÖVP ist. Eine viel zu große Zahl dieser Funktionäre muss täglich ihre Existenzberechtigung durch Aussendungen beweisen, diese Anmerkungen sollen möglichst auch den politischen Gegner treffen, diesen sieht ein SPÖ - Funktionär immer noch eher bei der ÖVP und natürlich gilt das auch umgekehrt. Da der Verteidigungsminister nun aus den Reihen der burgenländischen SPÖ kommt, ist dieser natürlich der Schirmherr unserer Sicherheit, während die Polizei - sie untersteht dem Innenministerium (ÖVP) -"versagt". Bedenkt man dabei die Position welche sehr viele SPÖ (Jungfunktionäre) gegenüber dem Bundesheer über Jahrzehnte vertreten haben - bis hin zur Abschaffung desselben - dann kommt einem nunmehr das Kotzen, wenn man beobachten muss, welche Aufgaben Präsenzdienern von diesen Funktionären zugemutet werden, da nun das Verteidigungsministerium von einem SPÖ-Minister geleitet wird. Die Finanzspekulationen haben einiges Unheil angerichtet, die Spekulation mit der Uninformiertheit der Bürgerinnen und Bürger untergräbt jedoch auf Dauer das Vertrauen in die Politik und die Demokratie. Die von der Verfassung und dem geltenden Wahlrecht erzwungenen SPÖ/ÖVP-Koalitionen wachsen sich immer mehr zu einer Gefahr aus.

Gast: gast
10.11.2009 09:12
0 0

Jaja, wenn das eigene Geld

bedroht wird, hört bei den Genossen ( und innen ) der Gurkenhandel auf .

fireone
10.11.2009 07:21
0 0

Aber, aber,

Herr Landeshauptmann, es ist doch alles in Ordnung. So oder so ähnlich wirds doch von ihren Parteigenossen verkündet, z.B. vom roten Häupl in Wien. Interessant wäre zu erfahren, was ihre Meinungsänderung ausgelöst hat. War es vielleicht der Einbruch in ihre Parteizentrale in Eisenstadt?

fireone
10.11.2009 07:21
0 0

Aber, aber,

Herr Landeshauptmann, es ist doch alles in Ordnung. So oder so ähnlich wirds doch von ihren Parteigenossen verkündet, z.B. vom roten Häupl in Wien. Interessant wäre zu erfahren, was ihre Meinungsänderung ausgelöst hat. War es vielleicht der Einbruch in ihre Parteizentrale in Eisenstadt?

Gast: Grenzen dicht
09.11.2009 14:18
2 0

Es muaß was gschegn

weil sonst passiert dass nix passiert und grade dass darf net passieren. Interessant, wirds den Oberroten Burgenlandlern selber schon zuviel. Lange haben sie aber gebraucht bis sie das gecheckt haben.

2 0

Zu viele unserer Polizisten sind mit (auch) sooo

wichtigen Tätigkeiten wie dem Ahnden von (auch vielen minimalen) Verkehrsübertretungen (zu schnell fahren mit 10-20 kmh etc., Parken nicht parallel zur Gehsteigkante, etc. etc.) beschäftigt. Wenn diese tausenden Polizisten anstatt (auch) zu Schikanieren nur diese wirklichen Verbrecher wirksamer verfolgen würden, dann wäre Österreich schon längst sicherer. Aber Kfz Kennzeichen aufschreiben und Organstrafverfügungen verteilen ist halt viel, viel einfacher.

Antworten Gast: Wastl
19.11.2009 15:19
0 2

Nachdem Sie uns Ihre Problemchen dargelegt haben, ist Ihnen hoffentlich wohler und können in Ruhe weiterarbeiten.


Antworten Gast: wer
09.11.2009 14:57
1 0

Re: Zu viele unserer Polizisten sind mit (auch) sooo

oder in der nacht anzeigen schreiben für abgelaufene Pickerl.....

Deppensteuer

Ein schwerer Interessenkonflikt - man will offenbar nicht die Polizei vom Eintreiben von Deppensteuer abziehen (= jene unter dem Codenamen "Verkehrssicherheit" laufenden staatlichen Zusatzeinnahmen) ???


1 0

Gute Idee...

Wir könnten ja das Burgenland unter direkte Verwaltung des Bundesheeres stellen, dann hätten die Burgenländer endlich was sie wollen. Nachtausgangssperren, patroullierende Soldaten mit geladenenen Waffen, Schußbefehl auf alle nicht Österreicher und Panzersperren an der Autobahn damit niemand aus dem Burgenland rein oder raus kann ohne Kontrolle. Gleich noch ein paar Gefangenenlager um die Schufte "ordnungsgemäß" festzuhalten.

Während der Rest von Österreich sich der verfassungswidrigkeit der Truppen an der Grenze bewusst ist, kommt den Sozis aus der pannonischen Tiefebene solcher populistischer Schwachsinn in den Sinn. Interessant auch, dass erst nachdem ihre Parteizentrale überfallen worden ist, sie mehr "Sicherheit" fordern!

Dass die vermehrten Delikte natürlich besorgniserregend sind, kein Thema. Aber gleich die Damen und Herren in Grün über das ganze Landesgebiet zu verteilen, statt ihnen Aufgaben und Gerät zu geben um sie zu einer modernen Armee werden zu lassen ist ein starkes Stück!

JoL
09.11.2009 14:33
0 0

Re: Gute Idee...

Wieso Verfassungswidrig?

NeroRosso
09.11.2009 12:52
2 2

Das kann er sich abschminken

die Fekter wird ihm da keinen schicken, die braucht alle Mann zur Verteidigung der ÖVP-Zentrale lol,

oder wo sind die Kieberer denn sonst? kaum zu sehen!

Antworten Gast: undercover
09.11.2009 13:04
0 0

Re: Das kann er sich abschminken

leichte übertreibung: das können sie doch von unseren exekutivbeamten nicht erwarten, dass diese zu fuss auf streifen gehen würden, jetzt wo der winter kommt. und im sommer ist es zu heiss. da wird dann wieder die nächste zulage fällig. rausgehen tun die sowieso nur bis zum auto, dann fahrt zum billa und wieder retour.

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