11.02.2012 18:51 | Meine Presse Merkliste0

Ortstafeln: Fischer fordert mehr "guten Willen"

11.11.2009 | 11:32 |   (DiePresse.com)

Bundespräsident Heinz Fischer eröffnete den Volksgruppenkongress in Klagenfurt und pochte dabei auf eine Lösung im Ortstafelstreit - ohne das Wort auch nur einmal zu verwenden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nur mit mehr "gutem Willen" so könnten die österreichischen Probleme in Minderheitenfragen gelöst werden, sagte Bundespräsident Heinz Fischer bei der Eröffnung des XX. Europäischen Volksgruppenkongresses in Klagenfurt.

Fischer spielte in seiner Rede mehrfach auf die Causa Ortstafeln an, ohne das Wort Ortstafel auch nur einmal zu verwenden. BZÖ-Landeshauptmann Gerhard Dörfler plädierte für den "Brückenbau" zwischen den Volksgruppen.

Mehrheitsprinzip taugt nicht

"Das Mehrheitsprinzip ist kein taugliches Instrument zur Lösung von Minderheitenproblemen", meinte Fischer und ortete in der Minderheitenfrage einige Defizite. "Ich meine die vollständige Erfüllung des Artikel 7 im Staatsvertrag", sagte Fischer.

Artikel 7 ist die Grundlage für die Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofs zur Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln, deren Umsetzung in Kärnten seit Jahren blockiert wird.

Recht, Entscheidungen zu kritisieren

Jeder habe das Recht, Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes in der Causa Ortstafeln zu kritisieren. Man könne aber nicht so tun, als würde es diese Entscheidungen nicht geben, erklärte Fischer in Richtung Landeshauptmann Dörfler.

Er betonte allerdings auch, dass es für die slowenische Volksgruppe durchaus Fortschritte gebe. Er nannte etwa das Schulwesen und lobte auch ausdrücklich die Bemühungen der sogenannten Konsensgruppe um bessere gegenseitige Verständigung.

Dörfler: Kein Grund für Feindbilder

"Wir haben keinen Grund mehr, Feindbilder zu transportieren", sagte Dörfler in seiner Ansprache. Er erachte es für notwendig, den Brückenbau voranzutreiben und fand - ebenso wie Fischer - lobende Worte für die Konsensgruppe.

Der Volksgruppenkongress zum Thema "Sind wir alle Europäer oder ist noch Platz für Volksgruppen?" wurde am Mittwoch mit Referaten von internationalen Experten fortgesetzt.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

7 Kommentare
Gast: Gast
12.11.2009 08:29
0 0

Föhnwelle fordert!

3 Wetter Taft für alle!
Freundschaft!

Gast: gepoppter
11.11.2009 14:38
2 0

Ein angesehener Wiener Anwalt hat das

und den Wehrwillen wider die zuströmenden Verbrecher kritisiert. Es ist ja bekannt, daß die Österreicher Schlappis sind. Ihre Zivilcourage existiert nicht. Sie sind Duckmäuser, die solange in Deckung bleiben, bis die Luft "rein" ist. Und das ist dem Gesocks weidlich bekannt. Und an der Spitze des Staates gibt es zu allem Überfluß noch einen Gutmenschschwafler.

Gast: Zensurtäter
11.11.2009 14:15
1 0

Fischer-Sprache

Entweder schweigen wie Schüssel oder sehr abstrakt bleiben.

That¿s Fischer-speak!

1 0

"Das Mehrheitsprinzip ist kein taugliches Instrument zur Lösung von Minderheitenproblemen"

das wissen wir sowieso, dass sie und ihre genossen mit der demokratie nicht viel am hut haben!

0 2

Das Recht auf die Muttersprache

kann nicht mit den guten Willen erklaert werden!
Rechtsstaat sieht anders aus!

Antworten Gast: gepoppter
11.11.2009 14:40
1 0

Re: Das Recht auf die Muttersprache

Was aus Ihrer Feder fließt ist der Beweis für die berechtigte Forderung unserer Kaderschmiedlinge nach "Bildung". Nicht nach Ausbildung.

1 0

Re: Das Recht auf die Muttersprache

gott zum gruss,

ja,ja, genetiv, dativ,...

teitsches sprach schwer sprech,

grüss gott