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Wiener Budget: Opposition kritisiert "Brot und Spiele"

23.11.2009 | 13:16 |   (DiePresse.com)

ÖVP, FPÖ und Grüne haben angekündigt, den Wiener Budget-Voranschlag für 2010 ablehnen zu wollen. Sie fordern von der roten Stadtregierung Reformen. Die SPÖ verteidigt ihr Budget.

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Die Oppositionsparteien werden dem Wiener Budget-Voranschlag für 2010 nicht zustimmen. Das haben sie in der sogenannten Generaldebatte beim Budget-Gemeinderat am Montag klargemacht. Die SPÖ zeigte sich dagegen überzeugt, dass die Stadtregierung die Krise besser bewältige als andere Städte oder Bundesländer.

Zum Auftakt der Debatte rechnete der freiheitliche Klubchef Eduard Schock vor, wer seiner Ansicht nach die Rechnung bezahlt: nämlich der Steuerzahler durch höhere Gebühren und Tarife. Was Wien brauche, sei zum Beispiel eine Einkommensobergrenze im stadtnahen Bereich. Zudem forderte er ein Ende für "indirekte Parteienfinanzierungen" und verwies auf zahlreiche "Bauskandale", für die die SP-Regierung verantwortlich sei. "Das wichtigste Anliegen ist aber ein neuer Ansatz in der Sozialpolitik", betonte der FP-Politiker: "Wir sagen: Keine Sozialleistungen für Arbeitsunwillige, aber auch nicht für Integrationsunwillige."

Grüne kritisieren Anstieg der Mieten

Die Klubchefin der Grünen im Rathaus, Maria Vassilakou, versicherte, sie habe in der Rede von SP-Vizebürgermeisterin Renate Brauner das Bekenntnis zu Investitionen "genossen". Die Frage sei aber, wie investiert werden solle: "Darüber gibt es Meinungsverschiedenheiten." Wien müsse in diesem Winter mit Rekordarbeitslosigkeit rechnen, auch die Armut habe sich zuletzt mehr als verdoppelt.

Problematisch sei vor allem der Anstieg der Mieten - um sechs Prozent im vergangenen Jahr. "Und das, obwohl wir in Wahrheit kaum noch Teuerung haben dürften", kritisierte Vassilakou. Schuld daran sei ein "äußerst intransparentes und schlecht gemachtes Mietrecht". Die Grünen-Chefin forderte zudem eine Halbierung der Tarife bei den Wiener Linien.

"Das Budget ist nichts anderes als ein Fortschreiben", sagte VP-Klubchef Matthias Tschirf: "Wo ist die langfristige Planung, die hier nötig wäre?" Wien brauche eine Perspektive, statt "Brot und Spiele". Er zeigte sich überzeugt, dass der geltende Finanzausgleich für Wien sehr günstig gewesen sei. Zu sagen, das Schlechte komme vom Bund, stimme einfach nicht, versicherte Tschirf.

(APA)

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10 Kommentare
bbss22
23.11.2009 18:39
1 0

Korruptopolis

Die Schulden - san wuascht.
Die Steuerzahler - a boa Deppate, die ma aussackln.
Wichtig san unsare Habara und unsa eiganes Geaschtl. Und söbstvafreilich unsare Pensionan.

Prost Michl

enzo
24.11.2009 08:46
0 0

Re: Korruptopolis

Ja Prost mia san eben mia und a poa deppate Wälla findma imma.

Gast: Erklärbär
23.11.2009 18:39
0 0

Wien ist anders oder doch nicht?

Erinnert Euch an die letzten Nationalratswahlen. Warum sollte es in Wien - was doch einen großen Wählerfaktor ausmacht - anders sein. SPÖ kurz vor der Wahl Faymann präsentiert. Pensionserhöhungen versprochen, Studiengebühren abgeschafft, etc. Nicht mißverstehen, ich meine damit nicht, dass alles schlecht ist und möchte dies hier auch nicht diskutieren. Aber es sollte bei Wahlen einfach verboten sein Steuergelder zu nehmen und diese als "Zuckerl" zu verkaufen. Das Wahlsystem bedarf einer dringenden Optimierung. Meine Vorposter haben meine volle Zustimmung.

Luzius
23.11.2009 16:52
2 0

der wiener Proporz

zeigt neuerlich, was genau dahinter steckt, nämlich abzocke zugunsten der unzählig vorhandenen Nutzniesser !

Ihr lieben grünen träumer, nicht nur die Mieten wurden um mehr als 6% verteuert, sondern auch sämtliche Betriebskosten, obwohl beinahe nirgendwo wirkliche verbesserungen statt fanden.
Dafür aber müssen neu geschaffene Posten wie Hundegacki- und Einkaufswagensheriffe, und so manche vermittler zwichen den Welten bezahlt werden, die jedoch nachweislich nichts bringen. Dies aber natürlich erst jetzt, ein Jahr vor den Wiener Wahlen, um den dafür empfänglichen meist Pensionisten etwas mehr an Sicherheit zu versprechen.


Gast: ET
23.11.2009 16:30
0 0

Warum....?

...soll die Finanzgebarung in Wien so viel anders sein als beim Bund?

Überraschend ist nur, dass die Opposition, nach einem jahrzehntelangen Tiefschlaf, offensichtlich langsam erwacht.

fireone
23.11.2009 16:20
1 0

"Brot und Spiele"

Das hat schon im alten Rom funktioniert. Das Volk muß satt sein und unterhalten werden, dann gibts Ruhe. Die paar Aufmüpfigen werden mundtot gemacht, damit sie das Volk nicht aufwiegeln.

Gindl
23.11.2009 14:04
0 0

Sinnbild

Das Wiener Budget ist wiederum ein Beispiel für mangelnde Visionen und Nachhaltigkeit. Ein Sinnbild der roten Herren und Damen im Rathaus.

Luzius
23.11.2009 17:06
2 0

das wiener Budget

wäre, würde man sich selbst erst mässigen gar nicht einmal negativ, sondern Bilanztechnisch sogar positiv zu bewerten !

Sieht man sich dazu nur einmal die Kosten einer Ma-48 zu deren Einnahmen an, wäre allein dieser Bereich allein eine Erfolgsgeschichte, welche lange keine Preiserhöhung bräuchte um trotzdem Gewinne zu schreiben.
Und viele Magistrate (Parksheriffe) heben ebensoviele wenn oft nicht mehr an Geldern (heur werden 100 mille angestrebt) ein, welche nirgendwo ausgabenseitig ersichtlich sind.

Dafür garantiert man religiösen Vereinen und Veranstaltern an die 100 000.- Euro, um deren Festerlunkosten damit abdecken zu können/wollen.
Im Wortlaut: egal ob Schachspiele oder Grillfeste materiell bezahlt werden müssen.... wichtig sind Stimmen zugunsten uns, Eurer aller sozialistischer Partei, der SPÖ.

Wer allerdings bereits einmal schon für Wien als Unternehmer gearbeitet hat weiss, dass es bis zu 6 Monate in der Regel dauert um bezahlt zu werden.


Kreuzhans
25.11.2009 10:24
0 0

Re: das wiener Budget

Alles passt genau zum roten Wien. Schulden bis übere den Kopf.

Gast: smilefile
23.11.2009 13:32
0 0

...Wien...



...Wien braucht dringend einen Kuraufenthalt...!