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Leitenberger: "Die Kirche muss missionarisch sein"

23.12.2009 | 19:28 |  Von Erich Witzmann (Die Presse)

Erich Leitenberger, der langjährige Pressemann der Erzdiözese Wien, spricht über das Gesudere der Menschen, über neue Lebensformen, die Antwort der Kirche und die Grundfragen der Menschheit.

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„Die Presse“: Der Optimismus in unserem Land ist nicht sehr ausgeprägt. Das wird auch zu Weihnachten und zum Jahreswechsel deutlich. Warum eigentlich?

Erich Leitenberger: Es ist eine traurige Geschichte, dass die Österreicher generell dazu neigen, weit über die objektiven Umstände hinaus, ein bisserl nöglerisch zu sein. Es hat schon ein treffendes Wort eines früheren Bundeskanzlers gegeben: Er möchte kein Gesudere hören. Also das Nörgeln und das „Herumsudern“ ist recht österreichisch.

Gibt es auch einen Grund, dass man skeptisch ist und die Unzufriedenheit zum Ausdruck bringt?


Leitenberger: Also wenn man die Geschichte der letzten 60 Jahre betrachtet, haben die Österreicher keinen Grund dazu. In dieser Zeit ist die österreichische Geschichte stetig aufwärts gegangen.

Aber woran könnte dann die Raunzerei liegen?

Leitenberger: Vielleicht ist es irgendeine alte historische Tradition, die sich an diesem Skeptischsein orientiert. Es gibt ein altes Wiener Sprichwort: „Wer weiß, ob es wahr ist. Und wenn es wahr ist, ob ich es glauben muss.“

Österreich gilt – oder galt – doch als konservatives Land.

Leitenberger: Ich glaube, dass Österreich nach wie vor im Vergleich zu anderen europäischen Ländern viele – und zwar positive – Erscheinungsmerkmale des menschlichen Zusammenlebens bewahrt hat.

Welche zum Beispiel?

Leitenberger: Zum Beispiel wird in Österreich die Ehe hoch geschätzt. Auch wenn es viele Scheidungen gibt. Aber prinzipiell wird sie hoch geschätzt, das sieht man bei allen Umfragen unter jungen Österreichern. Da ist es eines der ersten Ziele, eine geglückte Ehe zu führen.

Sie waren 35 Jahre Medienmann der Erzdiözese Wien. Da muss sich in den vergangenen Jahrzehnten doch einiges geändert haben.

Leitenberger: Ja und nein. Die Erzdiözese umfasst auch die Hälfte Niederösterreichs. Aber wenn wir uns konzentrieren auf die Bundeshauptstadt: Wien war immer eine stark säkularisierte Stadt, nicht seit heute, nicht seit gestern, sondern mindestens seit der Wende zum 20. Jahrhundert. Wahrscheinlich schon vorher.

Aber jetzt nimmt diese Entwicklung rapid zu.

Leitenberger: Sie nimmt zu, aber es ist sozusagen nichts dramatisch Neues. Es ist etwas, was in der „Wiener Tradition“ liegt. Daher glaube ich, dass es im Verhältnis der Kirche zu den Wienern nichts dramatisch Neues gibt, wohl aber gibt es einen Akzent, den jetzt Kardinal Schönborn sehr stark betont: Nämlich, auf die Suchbewegungen der Menschen einzugehen.

Der Mensch ist auf der Suche . . .


Leitenberger: . . . auf der Suche nach den Antworten auf drei Grundfragen, die Kardinal König unwiederholbar formuliert hat: Woher komme ich, wohin gehe ich, wozu ist mein Leben? Auf diese drei Fragen wollen die Leute Antworten, auch wenn sie das – etwa, wenn sie jünger sind – nicht immer so ausdrüs-9;0cken, in späteren Jahren aber auf jeden Fall. Das ist eine der interessanten Suchbewegungen unserer Zeit. Dieser Bewegung möchte die Kirche in Wien – und das ist eine der großen Intentionen von Kardinal Schönborn – Antworten geben.

Da steht die Kirche aber in Konkurrenz mit der Jugendkultur, mit Internet und neuen Lebensformen.


Leitenberger: Ich glaube nicht, dass die Kirche in Konkurrenz zu einer der Erscheinungen der Gegenwartskultur steht. Weil ich glaube, dass sich die Kirche auch dieser Methoden der Gegenwartskultur bedienen muss, um Antwort zu geben. Das gilt auch für YouTube, das gilt für alle Aspekte des Internets. Dort muss die Kirche anwesend und gegenwärtig sein.

Hat sich in den vergangenen 35 Jahren auch einiges zum Positiven geändert?

Leitenberger: Ich glaube, dass sich eines zum Positiven verändert hat: Man nimmt jetzt viel ernster als früher, dass die Kirche eine missionarische Kirche sein muss.

Klingt missionarisch nicht etwas aggressiv?


Leitenberger:
Nein, überhaupt nicht. Sondern: In einem großen Respekt vor den Überzeugungen anderer Menschen muss man ihnen auch den Weg des Evangeliums anbieten. Es ist kein Zufall, dass im Rahmen des großen Missionsprozesses „Apostelgeschichte 2010“ dieses Wort aus der Apostelgeschichte „Wovon wir nicht schweigen können“ eine große Rolle spielt. Wir können nicht schweigen von den Erfahrungen, die wir in unserem kirchlichen Leben gemacht haben.

Die katholische Kirche befindet sich aber in einem permanenten Abwehrkampf: gegen die Abtreibung, gegen die Pille danach, gegen das Abnehmen der Kreuze in der Schule, gegen die Homosexuellenehe. Die Kirche scheint immer nur gegen etwas zu sein.


Leitenberger: Ich würde das anders sehen. Die Kirche ist nicht gegen etwas, sie ist für etwas. Nämlich für ein geglücktes Leben. Das ist das zentrale Anliegen der Kirche. Wenn wir über das Thema Abtreibung sprechen: Schon vor mehr als 35 Jahren hat sich die Kirche – damals mit Kardinal König – sehr klar gegen die Abtreibung ausgesprochen. Kardinal König hat auch damals bereits daran erinnert: Wenn man am Anfang des Lebens die Dinge sozusagen infrage stellt, dann muss man damit rechnen, dass man das auch am Ende des Lebens infrage stellt. Er war auch der einzige Vorsitzende einer europäischen Bischofskonferenz, der an der Spitze einer Protestdemonstration gegen die Einführung der Fristenregelung auf die Straße gegangen ist.

Wenn man sich den Nationalrat anschaut, dann tritt nicht eine einzige Abgeordnete, nicht ein einziger Abgeordneter gegen die Abschaffung der Fristenlösung auf.


Leitenberger: Unser Problem ist nicht die Frage: Soll man die Fristenregelung abschaffen oder nicht? Hier sind wir eigentlich auf den Spuren des einstigen Bundeskanzlers Kreisky, der vor 35 Jahren sagte, es ist nur eine sehr arme oder sehr ungebildete Gesellschaft, die auf die Abtreibung als Methode der Geburtenregelung zurückgreift. Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Zudem ist es erstaunlich, dass es bei uns immer noch keine genaue Erfassung der Zahl der Abtreibungen und Erfassung der Motive gibt, obwohl es damals versprochen wurde.

Österreich gilt, wie Sie sagen, als eines der reichsten Länder, dennoch fehlt es an alle Ecken und Enden an Geld. So, wenn man an unser Sozialsystem denkt, an Auffangsysteme, an die Bildung, an die Kulturförderung, da hat ja auch die Kirche angesichts der Erhaltung vieler Kulturdenkmäler Anliegen. Das ist doch ein Widerspruch: Reich auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite scheint es an Mitteln zu fehlen.

Leitenberger: Reich auf der einen Seite, und auf der anderen Seite ist die Bereitschaft zum Teilen offensichtlich relativ gering. Das betrifft sicher auch die Erhaltung der österreichischen Kulturdenkmäler. Hier ist es eine merkwürdige Situation, dass die Kirchen und Klöster mehr an Mehrwertsteuer für denkmalschutzorientierte Aufgaben zahlen müssen, als es pro Jahr an Unterstützungsmaßnahmen des Bundes für Denkmalschutzaufgaben der Kirche gibt.

Offensichtlich mangelt es auch am Verständnis der Politiker, die sich nach der breiten Masse orientieren.

Leitenberger: Ich glaube, dass der Politik in Österreich dieser Aspekt einfach zu wenig bewusst ist. Obwohl die Frage Denkmalschutz und Kirche vor Jahrzehnten in Diskussion gebracht wurde. Es ist aber nicht nur diese Frage, sondern es ist genauso auch die Frage: Was tun wir in Österreich – das ist eine Frage an jeden Bürger –, um den Schutz des Lebens von der Zeugung an zu unterstützen? Was tun wir, um jungen Frauen, die bedrängt werden, zu helfen, Ja zu ihrem Kind zu sagen?

Die Kirche zeigt großes Verständnis für die Immigration, und zwar ein größeres als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Leitenberger: Man muss zugeben, dass es in Österreich – wie in anderen westlichen Ländern – ein Manko an Geburten gibt. Um den österreichischen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, bedarf es der Zuwanderung. Man muss es ganz klar so sagen, das ist etwas, was jeden Österreicher betrifft. Wir brauchen Zuwanderung. Österreich ist in den letzten 30 Jahren ein Zuwanderungsland geworden. Nicht nur Österreich, sondern die meisten westeuropäischen Länder. Das ist eine nüchterne Tatsache, mit der muss man sich auseinandersetzen. Der Sozialethiker Johannes Schaschnig hat darauf hingewiesen, dass es im Laufe der Geschichte immer wieder Versuche gegeben hat, Zuwanderung abzuweisen. Das war der römische Limes oder die chinesische Mauer, beides hat die Länder sehr viel Geld gekostet, aber nichts hat genützt.

Zur Minarettdiskussion: Sollte es so viele Minarette geben, wie von den Muslimen gewünscht werden?

Leitenberger: Erstens: Wir haben Gott sei dank Religionsfreiheit. Die anerkannten Religionsgemeinschaften können Gotteshäuser errichten. Zweitens: Bauvorschriften gelten selbstverständlich auch für Gotteshäuser. Drittens: Man muss in der Umgebung, in der man bauen will, in einen ordentlichen Gesprächsprozess eintreten. Viertens: Wenn muslimische Freunde wollen, dass sie hier in Österreich eine Moschee bauen, dann müssen sie sich auch dafür einsetzen, dass es in ihren Ursprungsländern ähnliche Rechte für Christen gibt.

Ist ein Minarett am Rande des Wiener Stephansplatzes denkbar?

Leitenberger: Das Problem stellt sich nicht, niemand will auf dem Stephansplatz ein Minarett bauen.

Bisher erschienen: Eva Dichand (7. 12.) und Eser Akbaba (21. 12.).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.12.2009)

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82 Kommentare
 
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Kirche und missio narrisch - das ist seit Darwin bekannt.

Persönlich habe ich weder Jesus noch Allah je gesehen oder gesprochen.

Da es so viele Prediger gibt, die deren Worte verkünden, aber auch keinen Draht haben, glaube ich, die wollen absichtlich nichts lernen.

Verbreiten Furcht und Schrecken unter kindlichen Gemütern mit Höllen, von denen sie kein Stückchen besitzen und daher niemanden einweisen können.

Es steht fest: Wir entwickelten uns aus Ardipithecus ramidus und stammen nicht vom Affen ab.


Antworten LIFE DABEI
27.12.2009 21:28
0 0

Re: Kirche und missio narrisch - das ist seit Darwin bekannt.

Verunglimpfung ist aber nicht sehr 'philosophisch' und wenn Sie alles so genau wissen, gewissermassen im Besitz der 'Wahrheit'......., wird dann Philosophie nicht überflüssig ?

Ganz abgesehen dass Darwin das Göttliche nicht widerlegt.

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Re: Re: Kirche und missio narrisch - das ist seit Darwin bekannt.

Dem Medium entsprechend..., Götter ohne Existenz sind nicht das Thema.

Die Schöpfungslehre wurde als Lüge entlarvt. Kein Gott hat nach seinem Ebenbilde Menschen geschaffen, das ist erwiesen und wurde nicht als Lüge eingestanden.

Ich lasse jeden seine Fantasie, fordere meine Überzeugung nicht ohne Argumente anzugehen.

Versuchen Sie Illuminati zu versteheh.

Antworten Antworten Antworten LIFE DABEI
02.01.2010 17:32
0 0

Re: Re: Re: Kirche und missio narrisch - das ist seit Darwin bekannt.


Rein gar nichts ist erwiesen und nichts ist widerlegt was die Existenz Gottes betrifft.

Darwins Lehre basiert auf der Entstehung der Arten und davon naturwissenschaftlich abgeleitet die Evolutionslehre.
Wenn Sie von Lüge sprechen geht ihre Emotion mit ihnen durch und im Besitz der 'Wahrheit' sind Sie aber ganz sicher nicht.

Sie sind Atheistin. Na und ? Stört mich das ? Nein, sicher nicht.
Was mich aber stört sind ihre neunmalklugen Neurosen wenn Sie von 'Lüge' sprechen, denn dann müssten Sie ja im Besitz der 'Wahrheit' sein. Nicht einmal soweit reichen ihre philosophischen Erkenntnisse !

Selbst Einstein leugnete nicht die Existenz des göttlichen Seins aber Sie, Sie sind natürlich im Besitz der Wahrheit und glauben mit plumpen Behauptungen zu beeindrucken...

Fühlen Sie sich so allein und verlassen ?


Gast: benedikt VI., papst
25.12.2009 22:21
2 0

die pension ist...

wie dieser artikel zeigt, auch eine grosse gnade für viele, mal sehn wer nachkommt.

enzo
25.12.2009 17:50
0 0

Kirche +Staat

Der Staat ist eine große Fiktion,bei der jeder versucht auf die Kosten aller anderen zu leben.

ssid
25.12.2009 15:49
3 2

Missionierung

mit Gewalt?
Ich dachte, daß hätten wir hinter uns.
Der Leitenberger sollte einmal seinen Brüdern den Kindesmißbrauch ausreden!


Gast: gast22
25.12.2009 14:36
1 0

"Viertens... Muslimische Freunde..."

Wenn diese also in ihren Ursprungsländern für die Rechte der Christen eingetreten sind und wenn Herr Leitenberger und Konsorten dann noch der Meinung sind, dass sie das in ausreichendem Maße getan haben - dann dürfen sie in Österreich Moscheen bzw. Minarette bauen.

Was stellt sich dieser Mensch eigentlich unter einem Rechtsstaat vor? Gar nichts? Sollen Willkür und Gnadenakte wieder die Grundlage für Politik und Verwaltung werden, wie zur Zeit des Absolutismus?

6 5

Re:

Wissen Sie, daß es weltweit 250 Mill. verfolgte Christen gibt! DAS IST DIE GRÖSSTE GRUPPE VERFOLGTER!!
An erster Stelle der Verfolger stehen die islamischen Staaten, dann folgen schon China, Nordkorea, Vietnam.

Die Moslems in Europa haben k e i n e Gründe, sich über Beschränkungen zu beklagen!!
Ihre Klagen laufen dahinaus, daß/weil ihre Forderungen stetig wachsen, sie nie zufrieden sind, es immer noch ein bisserl mehr sein muß!
Zum Vergleich bräuchten sie nur hin und wieder einen Blick in ihre Herkunftsländer zu werfen, um d o r t die Unterschiede in der Gewährung von keinen Rechten an die religiöse Minderheit zu sehen.
Wenn sie nicht ganz blind sind, müßten sie glücklich und dem RECHTSSTAAT auch d a n k b a r sein.

Der Rechtsstaat muß auch auf die Anliegen seiner Mehrheitsbevölkerung schauen, sonst wird es die Diktatur der Minderheit.

Antworten raeter
25.12.2009 16:05
3 5

Re:

Wenn in allen Ländern, in denen der Islam herrscht, eine menschen- und minderheitenfeindliche Politik betrieben wird und in Europa Muslime in den nächsten 50 Jahren - bei gleichbleibender Entwicklung - die Mehrheitsgesellschaft stellen werden ist es legitim, vernünftig und verantwortungsbewußt, die Vereinbarkeit mit unserer Kultur und Rechtsordnung in Frage zu stellen. Unser Staat verbietet ja auch Parteien, die die Demokratie abschaffen wollen.

LIFE DABEI
25.12.2009 14:22
4 0

DER FALSCHE WEG DER MISSIONIERUNG

Zitat BXVI: 'Der Streit in der Welt, die Unversöhnlichkeit miteinander rührten daher, dass die Menschen in ihren eigenen Interessen gefangen seien'.

Wahre Worte des Papstes zur Christmette. Nur die Kirche in ihrer starren Dogmatik unterliegt dem gleichen Problem.

Das soziale Umfeld hat sich seit den 90-Jahren gravierend verändert: Beschädigung von Familie und Gesellschaft zugunsten eines grenzenlosen Egoismus. Soziale Not, Existenzängste, im Stich gelassene junge
Familien und Frauen sehen sich auch von der Kirche im Stich gelassen und von einer unzeitgemässen Amtskirche zusätzlich seelisch belastet.

Das 'Sündenregister' der Kirche ist nicht ausschlaggebend für die vielen Austritte sicher aber die deutlich fehlende Abgrenzung der Kirche zum Islam !
Der autoritäre Islam hat zwar innerhalb der europäischen Rechtsordnung keine Chance und versucht uns deshalb eine NEUE ISLAMISCHE Rechtsordnung aufzudrücken.

Schutz des Lebens ist eine Supersache aber im Zeitalter von AIDS Kondome zu verbieten ist Zynismus pur. Ein Zeitgeistproblem ? Keineswegs aber Mittel der Machterhaltung über Menschen.

So wie das Internet die Abschottung jeden Gewaltsystems durchbricht und seinen Fall letztlich herbeiführen wird, so muss auch die Kirche rechtzeitig agieren. Statt die Herzen der
Menschen zu erobern glaubt sie dem autoritären Islam gleich missionieren zu müssen, geblendet von einer Momentaufnahme des scheinbaren Erfolgs.

Antworten raeter
25.12.2009 16:11
1 5

Re: DER FALSCHE WEG DER MISSIONIERUNG

Die zentrale Frage der Überbevölkerung und des explosionsartigen Wachsens der Erdbevölkerung wird von der Kirche derzeit ignoriert. An dieser Frage wird sie sich nicht "vorbeischwindeln" können. Der Islam übrigens auch nicht.

Lieber Mitposter, die Kirche mit dem Islam gleichzusetzen ist nun doch sehr gewagt, wenngleich es Überschneidungen gibt. Nicht alles iist schlecht m Islam. Ich denke in Sachen Familienzusammenhalt könnten wir noch einiges lernen.

Antworten Antworten LIFE DABEI
25.12.2009 17:01
4 0

Re: Re: DER FALSCHE WEG DER MISSIONIERUNG

Die Familie ist aber keine Erfindung des Islams.

Bis in die frühen 70-Jahre war die Familie noch gut intakt.
Dann setzte ein langsamer Erosionsprozess ein teils durch die Emanzipation der Frau ( ich sehe das nicht negativ nur leider sind Sprüche wie 'mein Bauch gehört mir' nur die halbe Wahrheit: was drinnen ist eben nicht !) andererseits war das Konsumdenken der Familie nicht sehr zuträglich.

Konsum und Egoismus liegen dicht beieinander. Hier aktiv etwas zum Besseren zu bewirken hat auch die Kirche verschlafen.

Antworten Antworten Antworten raeter
25.12.2009 18:34
2 2

Re: Re: Re: DER FALSCHE WEG DER MISSIONIERUNG

100%ige Zustimmung
Zur Wiedererlangung traditioneller Fähigkeiten könnte die Kirche einen wichtigen Beitrag leisten.

Diese Flanke dem Islam zu überlassen ist fahrlässig und verantwortungslos.

DerÄtzer
25.12.2009 10:50
2 0

Missionarisch und kämpferisch - oder die Apostelkultur aufgeben!

Die Wissensdifferenz gegenüber Koranschülern ist erheblich, birgt aber die Gefahr, daß wenig gebildete zur Gewalt neigen.

Wer sich nicht verbal zu wehren weiß, greift zur Waffe. Darum bin ich unbändig für feie Meinungsäußerung.

So kann jeder erkennen, wer einer Idieologie hudigt, die Menschen im Nahmen eines abwesenden Gottes foltert und ermordet, weil Gott eben nicht da ist und Prediger die Morden die schlimmsten von allen sind.

Antworten Das Wort
25.12.2009 16:14
1 0

Re: Kirchen als Arena sind untaugliche Mittel.

Die Versöhnung ist nicht zu predigen sondern zu leben.

Kirchen die gegen Menschen agieren um einen abweseden Gott(gedanken) zur persönlichen Bereicherung zu nutzen sind schäbit wie Gewerkschaften die kollektiv auf Kosten der Allgemeinheit Gemeinheiten betreiben.

Niemand versteht Gerecht in Korruption und Bevorzugung.

Gast: gast
25.12.2009 09:10
2 0

wer hat ihn zu Pressesprecher gemacht? "Viertens: Wenn muslimische Freunde wollen, dass sie hier in Österreich eine Moschee bauen, dann müssen sie sich auch dafür einsetzen, dass es in ihren Ursprungsländern ähnliche Rechte für Christen gibt."

Möchte er Österreich mit Saudi - Arabien usw. vergleichen? In islamischen Staaten ist der Bau der Kirchen nicht verboten, weil sie islamisch sind, sondern weil sie eine andere Gesellschaftsordnung haben. Ein christlicher Staat kann auch den Moschenbau verbieten, aber eben nicht wenn er sich demokratisch und säkular nennen will.

Gast: CARA
24.12.2009 21:52
2 0

Es bedarf keiner Zuwanderung

Nochmals: Das Bruttosozialprodukt eines Landes wird nicht von einer Masse Unqualifizierter und Ungebildeter erarbeitet und Europa braucht keineswegs Zuwanderung! Wenn der "Reichtum" eines Landes nur von der Masse an (jungen) Menschen abhinge, wäre Bangladesch das reichste Land der Welt! Dort ist die Hälfte der Bevölkerung unter 20 - trotzdem ist es bekanntlich das ärmste Land der Welt - ein Unsinn, der immer wieder von wem auch immer gebetsmühlenartig wiederholt wird, wird deswegen nicht richtiger.

sh. auch

Staat profitiert von niedriger Geburtenrate:
http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4814784/Staat-profitiert-von-der-niedrigen-Geburtenrate.html


2 1

"muslimische Freunde"

Ja klar. Monotheisten unter sich.

Gast: Ing. Humer
24.12.2009 16:42
4 1

Auf die Fragen der Menschheit wird sich auch kein Kardinal der Welt die richtige Antwort geben können.

Viele scheinen es einfach nicht zu kapieren wir sind alles nur Affen. Unser Verständnis und Beschreibungskraft über die Welt ist demnach höchst limitiert.

Warum soll es uns die Natur so einfach gemacht haben, damit selbst die aktuellste Affenlinie (Homo Sapiens), dessen Gehirn zum Großteil für die Bewegungs- und Körperfunktionsregulierung da ist, es auch nur ansatzweise verstehen könnte.

Es ist sinnlos sich diese Fragen zu stellen weil die Antworten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nichts mit dem tatsächlichen Vorgängen und Zuständen in unseren Universum zu tun haben werden.

Deshalb geniesst euer Leben und liebet und vermehret euch. So machen es auch alle anderen Tiere auf dem Planeten.

gentax
24.12.2009 15:39
2 17

So läuft das!?

"Wenn muslimische Freunde wollen, dass sie hier in Österreich eine Moschee bauen, dann müssen sie sich auch dafür einsetzen, dass es in ihren Ursprungsländern ähnliche Rechte für Christen gibt."

--------------------------
Demnach können Bosniaken, Albaner, Mazedonier usw. Moscheen mit Minarett bauen, da es in ihren Ländern den Christen ERLAUBT und MÖGLICH ist, Kirchen mit Kirchturm zu bauen! Prefekt. Muss ich gleich so weiterleiten. Die Chance muss genützt werden - oder gilt diese Voraussetzung nur für arabische Muslime?!

Gast: ProConsul
24.12.2009 15:22
9 2

jedem irregeleitete Menschen

der glaubt im alleingen Besitz der Wahrheit zu sein, und das tun die großen monotheistischen Religionen allesamt, sollte in der Öffentlichkeit so wenig Raum wie möglich gewidmet werden.

Liebe Presse, verschont uns bitte von Interviews mit solchen Leuten!

Er redet sowieso nur Wischi-Waschi und allgemeines Blabla daher. Er deklariert sich kein einziges Mal; so wie all die anderen Würdenträger von Christentum und Islam in Österreich. Sie tun dies natürlich aus gutem Grund nicht, denn sonst würde dem Volk bewusst werden, dass deren Religion mit den Grundwerten einer freien demokratischen Gesellschaft nicht vereinbar ist. Darum reden sie nur in ihren (Gottes)-Häusern Klartext, wenn sie unter sich sind.

Die kath. Kirche war von Anfang an eine schlechte und gefährliche Organisation, die momentan im Ruhezustand ist, quasi auf Tauchstation, wo sie hofft möglichst ungeschoren davon zu kommen. Es wird ihr aber nicht gelingen, siehe Offenbarung 17:16.

Antworten Peregrin
26.12.2009 15:31
0 4

Re: jedem irregeleitete Menschen

Verbreiten Sie da keinen Unsinn: Katholiken sind in ihren Kirchen nicht "unter sich", denn da darf heutzutage jeder rein. Auch im Fernsehen werden regelmäßig Gottesdienste übertragen, da können Sie auch ohne ihren Hintern aus dem Lehnstuhl zu heben genau kontrollieren, was dort Klartext geredet wird. Ein markanter Unterschied zB zu Freimaurern.

Gast: falscher Christoph
24.12.2009 14:51
10 3

allerlei

Ich bezweifle, dass die Kirche die selbst definierten und ueberaus schwammig formulierten drei “Grundfragen” auf einem wissenschaftlich befriedigenden Niveau beantworten kann. Man darf gespannt sein!

Der 24. Dezember gibt wieder Anlass zur Feier all jener die grosse persoenliche Opfer (teilweise auch das eigene Leben) darbrachten um die Aufklaerung voranzutreiben. Dies auch im Sinne der Errungenschaft der freien Meinungsaeusserung, fuer die man im 15. Jhd in Europa noch unweigerlich auf dem Scheiterhaufen landete. Diese Menschen haben es geschafft den Einfluss dieses Massenmoerdervereins mit Langzeitgedaechtnisluecken soweit einzudaemmen, damit sich der Schaden den dieser an der Gesellschaft anrichtet weiter in Grenzen haelt.

Im Uebrigen waere es interessant zu erforschen wie gross der monetaer bewertete volkswirtschaftliche Schaden ist, den dieser Verein mit der missionarischen Verbreitung von Irrlehren anrichtet.

Antworten Peregrin
27.12.2009 01:36
0 4

Re: allerlei

Ich bezweifle, daß Sie qualifiziert sind, wissenschaftliches oder sonstiges Niveau zu erkennen. Ihre Spannung nützt Ihnen also nichts, sondern wird Ihnen nur einen frühen Herzinfarkt bescheren.

LIFE DABEI
24.12.2009 14:27
8 1

REALITÄTSFERNES GESUDERE


Fragen wie: 'woher komme ich, wohin gehe ich, was ist der Sinn des Lebens' wer stellt sich diese im heutigen Lebenskampf ?

Heute wo die Bande der Familie weitgehend beschädigt sind, jeder für sich lebt, der Egoismus und die eigene Meinung alle Grenzen sprengt aber auch Existenzangst den Lebenskampf beherrscht, steht dem Menschen nicht der Sinn danach sich solche Fragen zu stellen.

Missionierung wäre der falsche Weg. Hingegen müsste zunächst die Kirche sich selbst missionieren.

Schutz des Lebens war immer ein grosses Anliegen der Kirche. Daran kann sie anknüpfen und aktiv für junge Menschen in Not einfach da sein aufgrund ihrer vorhandenen Möglichkeiten.
Das eigentliche Problem ist nicht das 'Sündenregister' der Kirche.
Die Lutheraner haben nämlich nicht weniger Austritte und all diese Probleme der Katholiken längst nicht mehr wie:
Kondomverbot, Zölibat, diskriminierende Ausgrenzung, Spinner und Fundis.

Die Kirche muss die Menschen suchen. Nicht die Menschen suchen die Kirche wie Leitberger kühn behauptet.
'Suchbewegungen': eine Illusion !

'Apostelgeschichte 2010'! Wen interessiert das heutzutage ?
'Wovon wir nicht schweigen können': klingt fast wie eine Verhöhnung...

Die Kirche muss modern kommunizieren und im Internet präsent sein. Das Internet wäre als Anlaufstelle für den Dienst an jungen Menschen in Not bestens geeignet.

Missionierung ist der falsche Weg und Gesudere im besonderen, vor allem wenn man damit vor die Presse geht.

 
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