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Zivildienst: Fekter will Missbrauch sanktionieren

28.12.2009 | 16:23 |   (DiePresse.com)

Innenministerin Fekter plant eine Novelle des Zivildienst-Gesetzes: Zivildiener, die länger als drei Tage krank sind, sollen die Fehlzeit einarbeiten. Die SPÖ zeigt sich gesprächsbereit.

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Beim Zivildienst soll Missbrauch abgestellt werden. VP-Innenministerin Maria Fekter plant für 2010 eine entsprechende Novelle. Konkret geht es um Zivildiener, die ihre Zeit mehr oder weniger im Krankenstand absitzen. Sie sollen die Fehlzeit einarbeiten. Die SPÖ zeigt sich "gesprächsbereit". Von Sozialistischer Jugend und Gewerkschaftsjugend kommt scharfe Kritik, das Rote Kreuz als größte Trägerorganisation sieht "kein gröberes Problem" mit Dauerkrankenständen.

Fekter: Fehlzeit einarbeiten

Wenn sich ein Zivildiener ständig krank melde, hätten die Hilfsorganisationen kein Personal und könnten auch kein zusätzliches rekrutieren, argumentiert Fekter. Daher soll nun der Krankenstand eingearbeitet werden. Dauert er über drei Tage hinaus, dann soll sich der Zivildienst um die Fehlzeit verlängern.

SPÖ gesprächsbereit

Der Koalitionspartner ist "gesprächsbereit", was den Vorschlag der Innenministerin betrifft. Aber man werde sich "den Entwurf im Detail ansehen" und mit der Zivildienstserviceagentur sowie den größeren Trägerorganisationen diskutieren müssen, meinte SPÖ-Sicherheitssprecher Otto Pendl am Montag im Parteipressedienst. Einen "Pauschalverdacht" lehnt er ab.

Rotes Kreuz: "Kein gröberes Problem"

Die größte Trägerorganisation, das Rote Kreuz, hat indessen "kein gröberes Problem mit Dauerkrankenständen". Eine Verkürzung der Frist, nach der der Zivildienst unterbrochen werden kann - bisher 24 Tage ununterbrochener Krankenstand - würde laut dem stellvertretenden Generalsekretär Werner Kerschbaum aber Sinn machen. Auch Volkshilfe, Neustart und Hilfswerk berichten kaum über Probleme mit Missbrauch von Krankenständen.

Kritik an Fekter

SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi und ÖGJ-Vorsitzender Jürgen Michlmayr warnten vor den möglichen Folgen von Fekters Plänen: Zivildiener Krankenstände "einarbeiten" zu lassen könne dazu führen, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren - oder dass sie trotz ernster Erkrankung den Zivildienst leisten. Sie warfen Fekter vor, Zivildienern pauschal Missbrauch zu unterstellen.

Keine Statistik über Krankenstand

Die Zivildienstserviceagentur hat keine Statistiken über die Krankenstände. In der dem Innenministerium angegliederten Verwaltungsstelle müssen Krankenstände über 24 Tage (ab denen "nachzudienen" ist) gemeldet werden. Der überwiegende Teil der Zivildienstleistenden gehe über diese Grenze nicht hinaus.

(APA)

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88 Kommentare
 
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derpradler
02.01.2010 10:23
0 0

Die Dame

hat sie doch nicht ALLE!?

Gast: LaVoix
30.12.2009 18:23
0 0

und wieder

Fekter ballert in die Luft um von den wirklichen Schweinereine abzulenken - Justiz, Banken,...

DerÄtzer
29.12.2009 14:12
0 0

Diese mißbräuchlichen Bakterien in Grippezeiten sind zu bestrafen!


facts
29.12.2009 13:18
0 0

Abschaffen!

Es wird Zeit, dass man die Wehrpflicht und den Zivildienst abschafft!

Insbesondere die Wehrpflicht hat sich komplett überlebt und hat eigentlich komplett die Existenzberechtigung verloren. (Die einrückenden Rekruten werden ja nicht mal mehr anständig ausgebildet).

Antworten poldionkel
30.12.2009 12:29
0 0

Re: Abschaffen!

für das abschaffen sind meistens menschen in den ballungszentren, aber : bei den hochwassereinsätzen im waldviertel und an der march hat man seitens der betroffenen bevölkerung keine äusserungen in diese richtung gehört, ganz im gegenteil sie sprachen den helfenden rekruten höchsten dank und anerkennung aus- ( war selbst mehrere tage dort im einsatz). was die zivildiener betrifft würde die abschaffung derselben das rettung und aus das pflegesystem ins schleudern bringen. anzudenken wöre vielmehr den zivildienst verpflichtend auf für die weiblichen österreicher einzuführen, da auch diesen eine ausbildung in sozialer richtung nur zugute kommen würde.

Antworten Antworten facts
30.12.2009 12:37
0 0

Re: Re: Abschaffen!

Wollens meine ehrliche Meinung wissen?

Wenn wir soweit gehen, dass Bundesheer nicht mehr in *allererster* Linie für die Landesverteidigung zuständig ist, dann sollten wir es komplett abschaffen!

Die "Katastrophenhilfe" zieht bei mir nicht. (Ja, ich weiß, dass ist der Marketing-Schmäh um die anderen Leut bei Laune zu halten ...)

Antworten Gast: Paul
30.12.2009 11:40
0 0

Ahnungslosigkeit pur!

Die Wehrpflicht ist aktueller den je und für die zukünftigen Probleme der Welt die effizienteste Wehrform.
Wieder in das mittelalterliche System der Berufs/Söldnerarmeen zurück zu kehren bringt, wie man an jeder Berufsarmee sehen kann nur massive Probleme.

Antworten Antworten facts
30.12.2009 11:52
0 0

Re: Ahnungslosigkeit pur!

... und jetzt zurück zur Realität:

Es pfeifen ja schon die Vöglein von den Dächern, dass bei uns in Ö die Rekruten beim abrücken ned mal mehr annähernd feldverwendungsfähig sind.

Wundert mich auch nicht: Ich weiß von Einheiten, bei denen gibt es wegen unbezahlter Überstunden keine Feldwochen und keine Nachtübungen mehr (da wird halt im Kompaniebereich gezeltet - und das Kader fährt in der Nacht heim).

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30.12.2009 21:33
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Re: Re: Ahnungslosigkeit pur!

Die Realität können sie bei internationalen Übungen live sehen. Und da halten die österreichischen Rekruten mit den Soldaten von Berufsarmeen mehr als locker mit.
Und bei den UN-Einsätzen können sich die meisten Länder im Vergleich zu Österreich sowieso verstecken. Nicht umsonst gehört Österreich immer zu den ersten Ländern die um Truppen gebeten werden.
International ist man sich über die hohe Qualität des ÖBHs mehr als bewußt, nur in Österreich glauben Stammtischstrategen mehr zu wissen als die Experten.

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30.12.2009 21:54
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Re: Re: Re: Ahnungslosigkeit pur!

Wahrscheinlich gibt es noch Einheiten, die gut sind (und wo die Rekruten noch gut ausgebildet werden)! Es gibt sicher auch noch viele Kadersoldaten, denen die Motivation noch nicht vergangen ist.

Aber ich frage mich ernsthaft, wie lange das noch so bleiben wird.

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31.12.2009 15:29
0 0

Ahnungslosigkeit pur!

Dieses Jahr hat auch das letzte Jägerbataillon die NATO-Procedure erfolgreich durchlaufen und die "double AA"-Bescheinigung (für alle Einsatzarten befähigt) erhalten. (zum Vergleich, in den US-Streitkräften haben nur 60% aller Infanterieeinheiten diese Klassifizierung)
Im Gegensatz zur langläufigen Meinung ist die Ausbildung im ÖBH mehr als ausgezeichnet und international hoch geachtet.
Das der Standard bei weiterer Reduktion des Budgets nur schwer zu halten ist, stimmt schon, nur bisher halten wir locker mit allen Armeen mit.

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31.12.2009 16:23
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Re: Ahnungslosigkeit pur!

Und wie tricksen die bei der Ausrüstung? Wie kommen die zu zeitgemäßen Funkgeräten? Genug Fahrzeugen, etc?

... oder wird das halt einfach bei allen anderen Einheiten abgezogen um halt ein paar Vorzeigeeinheiten zu haben?


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01.01.2010 15:48
0 0

Ahnungslosigkeit pur!

Die Funkausstattung ist mittlerweil auf den neuesten Stand und der Fahrzeugstand bei vielen anderen Armeen die der NATO angehören auch nicht besser. Selbst die Briten haben bei den Fahrzeugen einen großen Fehlbestand. Pools zusammen zu ziehen ist nchts ungewöhnliches.

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01.01.2010 16:20
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Re: Ahnungslosigkeit pur!

"Die Funkausstattung ist mittlerweil auf den neuesten Stand"

Also bei der Übung letztes Jahr gabs immer noch nix anderes als AN-PRC-77 & TFF-21.


Gast: rolandw
29.12.2009 08:58
0 0

Missbrauch

Mißbrauch unseren fleißigen Zivildienern ohne statistische Grundlage zu unterstellen ist eine Frechheit!!

Wo nochdazu das Rote Kreuz bestätigt hat, dass es so einen Mißbrauch gar nicht gibt.

Mißbrauch wird eher bei der Postenschacherei den Lobbisten und den hohen Managergehältern vermutet.

Gast: roli
29.12.2009 08:27
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Frechheit!

Zitat:

Die Zivildienstserviceagentur hat keine Statistiken über die Krankenstände.

und

Die größte Trägerorganisation, das Rote Kreuz, hat indessen "kein gröberes Problem mit Dauerkrankenständen"

----------------------------

Da wird einfach ohne Statistik und obwohl das Rote Kreuz dies dementiert unterstellt:

1.) dass die Zivildiener Tachinierer sind und

2.) das jene die Zivildiener untersuchenden Ärzte inkompitent sind

hinzu kommt auch die offene Diskriminierung einer ganzen Berufsgruppe als Faulpelze und die Ungleichbehandlung bezüglich jeder anderen Berufsgruppe.

So kann jeder Berufstätige in den Krankenstand gehen, ohne dass er deswegen länger arbeiten muss.

----

Aber unter uns gesagt, nehme ich diese Diskussion nicht ganz so ernst. Denn ich denke das ganze sollte nur als Ablenkungsmanöver von Burgenlandflop und von der unverständlichen Härte gegenüber der Arigona sei!!

Gast: ökono-mist
29.12.2009 04:48
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"Alle Zivildiener sind Schwindler und Simulanten", lautet da wohl die innenministerielle Botschaft...


G'lernt is g'lernt:

Was macht Frau Macchiavelli, wenn sie dem burgenländischen Landeshauptmann einen politschen Giftpfeil zukommen lassen möchte, diesen aber aus Koalitionsrücksichten (noch?) nicht direkt ins Visier nehmen kann (den Landeshauptmann, nicht den Pfeil)?

Richtig: sie zielt auf den burgenländischen Verteidigungsminister...

Und was würde der brave Soldat Schwejk tun, wenn er - wie in diesem Fall von einseitigem Nachdienen - schwere verfassungsrechtliche Ungereimtheiten heraufdräuen sähe?

Richtig: er würde sich pro forma zum Dienst mit der Waffe melden - und sich nach dem Ausfassen derselben umgehend ins Knie schießen...


Gast: asdf asdf asdf
29.12.2009 00:57
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DAS ZIVILDIENSTGESETZ GEHÖRT REFORMIERT, WENN DANN ABER ORDENTLICH

IST ES DEN IN DEN SOGENANNTEN ZIVILISIERTEN STAATEN NICHT MÖGLICH OHNE EINEN BÜRGERKRIEG ODER ÄHNLICHEM AUS VOLLKOMMEN VERFAHRENEN STRUKTUREN AUSZUBRECHEN???

DAS PROBLEM BEIM ZD GESETZ:
Es betrifft nur temporär auf die Bevölkerungszahl gesehen nur sehr WENIGE und NUR MÄNNLICHE Staatsbürger, somit interessiert es keinen dass diese Gruppe von den Alten und Krankenorganisationen vollkommen ausgebeutet werden. Die Politk unterstützt diese AUSBEUTUNG da sonst unser SOZIALsystem schon lange nicht mehr finanzierbar wäre und die Krankenkassen schreiben trotzdem rote Zahlen. Entweder ist Österreich ein extrem INEFFIZIENTES Land oder ein sehr DUMMES Land?!?

Antworten Gast: Nicht So
29.12.2009 16:15
0 0

Re: DAS ZIVILDIENSTGESETZ GEHÖRT REFORMIERT, WENN DANN ABER ORDENTLICH

Ich befürchte sogar beides...

Gast: Europäer
28.12.2009 20:13
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SCHLUSS mit Zwangsarbeit!

Frankreich
Spanien
Italien
Großbritannien
Tschechien
Slowakei
Ungarn

haben den Schwachsinn schon beendet, nur in Österreich schiebt die SPÖVP ihren Freunderln bei den NGOs noch die jungen Staatsbürger in den Allerwertesten.

Gast: Gleicher als gleich
28.12.2009 19:37
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Und der Sicherheitsbonze

ist natürlich sofort dafür.

Antworten Gast: Werner Wahnsinn
29.12.2009 01:06
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Re: Und der Sicherheitsbonze

Die Befähigung des Sicherheitssprechers der SPÖ:

Volksschule in Trumau, Hauptschule in Oberwaltersdorf, Berufsschule in Stockerau (erlernter Beruf: Starkstrommonteur); Präsenzdienst 1971.

Justizwachebeamter in Wien seit 1975.

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Fekter, aus!

Solange die Häfte der Bevölkerung überhaupt keinen Dienst leisten muss, hat die Fekter zu schweigen.

Gast: ASVG-Sklave
28.12.2009 19:26
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pragmatisierte Beamte anstatt junge Zivildiener zur Arbeit erziehen.

Die Krankenstände im Staatsdienst, der ÖBB, Post etc. sind legendär. Fangen wir dort an!

Antworten Gast: Ösi
28.12.2009 22:40
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Re: pragmatisierte Beamte anstatt junge Zivildiener zur Arbeit erziehen.

Den Beamten mit Arbeit zu drohen fällt unter die Folterkonvention. Allein das Wort verursacht psychosomatische Beschwerden und Eiterbeulen.

Gernot H.
28.12.2009 18:28
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Guiter Vorschlag

aber auch bei Arbeitslosen sollte das Gesetz verschärft werden. Mein Vorschlag: in Zukunft sollte die Krankenkassa bei Zivildienern und Arbeitslosen die Krankschreibungen machen und nicht mehr die niedergelassenen Ärzte. Da könnte man mal sehen wie die Krankenstände wie Butter in der Sonne dahinschmelzen.

 
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