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Eberau: Gemeinderat einstimmig gegen Asylzentrum

01.01.2010 | 10:04 |   (DiePresse.com)

Knalleffekt in der Diskussion um das geplante Aufnahmezentrum: Eberaus Bürgermeister hatte den umstrittenen Baubescheid erteilt, jetzt spricht er sich gegen die Errichtung des Zentrums aus.

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Der Gemeinderat von Eberau hat sich am Donnerstag einstimmig gegen den Bau eines Asyl-Erstaufnahmezentrums in der südburgenländischen Gemeinde ausgesprochen. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde in der Sitzung die Abhaltung einer Volksbefragung, die voraussichtlich am 21. Februar stattfinden soll, so Bürgermeister Walter Strobl. Die Sitzung dauerte rund eine halbe Stunde.

Die Bevölkerung von Eberau soll nun mittels Gemeindezeitung über die Entwicklung informiert werden. Künftig wolle man dabei im Einklang mit der Bürgerinitiative vorgehen, die in den vergangen Tagen ins Leben gerufen wurde. Außerdem wurde diskutiert, ob man sich um ein weiteres Gespräch mit Innenministerin Maria Fekter (V) in den nächsten Tagen bemühen soll. Es gebe den Wunsch, "dass man eine Veranstaltung macht, wo sie anwesend ist", so Strobl. Die Bevölkerung wolle die Ministerin auch dazu bewegen, dass sie das Ergebnis der Volksbefragung in Eberau anerkenne.

Die Ablehnung des geplanten Asyl-Erstaufnahmezentrums wird damit begründet, dass das zahlenmäßige Verhältnis von Asylwerbern zu Gemeindebürgern "nicht ausgewogen und deshalb nicht akzeptabel" sei, so Strobl. Außerdem greife das Projekt "in bestehende Strukturen der Gemeinde" ein. Und schließlich nehme der Bau des Zentrums auch Einfluss auf touristische Projekte wie die Weindylle Südburgenland oder die Kinder- und Wassererlebniswelt.

Seinen Meinungswandel zum geplanten Asyl-Erstaufnahmezentrum in Eberau begründet Bürgermeister Strobl mit der Ablehnung durch eine große Mehrheit der Ortsbevölkerung: "Wenn 80, 90 Prozent über den Daumen geschätzt sich gegen das Projekt aussprechen, hat es wenig Sinn, gegen den Willen der Bevölkerung etwas umzusetzen", so Strobl.

Fekter wiederum hält weiterhin an den Plänen fest. Sie sehe die Situation "sehr gelassen", wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Den Absprung ihres bisherigen Verbündeten Strobl sieht sie mit lokalpolitischen Erwägungen begründet. Die Innenministerin will die Region "breit und sachlich" informieren und dann das Ergebnis der Befragungen abwarten.

Volksbefragung Ende Februar

Die Befragung wird es voraussichtlich am 21. Februar geben - also genau einen Monat, bevor die vom Land initiierte Volksbefragung in den drei südlichen Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf stattfinden soll. Die Fragestellung soll lauten: "Wollen sie, dass die Marktgemeinde Eberau das Projekt für die Errichtung einer Erstaufnahmestelle Süd im Ortsteil Kulm unterstützt?" Die Bevölkerung kann dazu mit "Ja" oder "Nein" ihre Meinung kundtun.

3000 verschiedene Menschen pro Jahr

"Jeder soll sich vorstellen, wie das wäre, wenn er 60 Prozent Zuwachs an Asylwerbern hätte in seinem Dorf oder in seiner Stadt. Auf Wien umgerechnet würde das 1,1 Millionen Asylwerber bedeuten", versuchte Günter Kroboth, der Sprecher der Bürgerinitiative gegen das geplante Asyl-Erstaufnahmezentrum, den Standpunkt der Projektgegner auf den Punkt zu bringen. In Eberau sollen die Asylwerber laut Innenministerium etwa drei Wochen bleiben, so Kroboth. Jeden Tag sollen durchschnittlich sieben bis zehn Personen in das Zentrum gebracht werden: "Das wären zirka 3000 verschiedene Menschen in einem Jahr, die zu uns kommen." Eberau selbst besitzt gerade einmal 1081 Einwohner, wie auf der Gemeinde-Website zu erfahren ist.

(Ag.)

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87 Kommentare
 
1 2 3
curcuma
02.01.2010 09:52
1 0

ein asyllager braucht keine gemeinde-abschiebehaftanstalten alle.

liebe frau fekter : verfrachte alle islamterrorverdächtigen mitsammt ihren angehörigen in eigene lager-die geplagte bevölkerung wird es dir danken.

eine weitere gute idee-keine sozialleistungen für verschleierte-wartet auf die umsetzung.

2 0

Überraschungscoup der Frau Fekter gründlich in die Hose gegangen ist,

Fekter, die das Asylproblem auf betrügerische Art und Weise auf das Volk, in diesem Fall Eberau, abwälzen wollte, weil sie glaubte, die Hinterwäldler dort sind zu dumm, um das zu checken, hat sie sich getäuscht. Es ist gut so, dass sie alleine im Regen steht! Würden wir "kleine Wichte" so handeln, würde sich die Frage des "Alleinestehens" gar nicht stellen. Dafür gibts sogar Strafen!! Schon mal Gesetzbücher gesehen, Herr Pröll? Wahrscheinlich nicht, gelten ja nicht für Sie

W. Serro
01.01.2010 22:55
0 1

Bürgermeister hat versagt

Der Bürgermeister zeigte mit seinem Wendemanöver klar und deutlich auf, dass er seiner Aufgabe als Gemeindeoberhaupt nicht gewachsen ist. Mit einem Rücktritt würde er seinem Handeln einen würdigen Schlußpunkt setzen.

Interessant ist die Antwort auf die Frage, ob Niessel ursprünglich seine Zustimmung zu einem Aufnahmezentrum mit möglichen Standort Burgenland gab.

Gast: Zooropa
01.01.2010 19:56
1 0

Der österreichische Steuerzahler will dieses Ding nicht

Und auch nicht den Bevölkerungsaustausch. Sondern endlich Frieden.

Arethas
01.01.2010 18:31
4 0

Die Standortfrage...

... für ein Asylwerber-Erstaufnahmezentrum ist leicht zu klären:
"Bei den Bezirksvertretungswahlen wurde die Führung in Neubau deutlich ausgebaut, mit der Josefstadt wählte ein zweiter Bezirk mehrheitlich Grün.
Damit gibt es nun zwei Grüne Bezirksvorsteher in Wien."
Bessere Voraussetzungen für Asylwerber wird man in Österreich nirgends finden.

Antworten curcuma
02.01.2010 09:56
0 0

Re: Die Standortfrage...

das hat bei den grünen system.

deren nachwuchs wird häufiger in migrationsfreie schulen verfrachtet-die gutmenschen wissen warum.

Antworten Gast: gutmmaensch
01.01.2010 20:12
0 1

Re: Die Standortfrage...

das ist wieder so abgedroschen, dass es einen nur so wundert....
aber ja, mir san mir und die Welt geht uns nix an, solange unsere Frühpensionen gesichert sind, der Strom aus der Steckdose kommt und die Bedienerin um 7€ schön brav tschinaglt....
danke für die Wortspende zum Neujahr!

Antworten Antworten Arethas
02.01.2010 01:00
2 0

Re: Re: Die Standortfrage...

Bitte, gern geschehen.
"das ist wieder so abgedroschen, dass es einen nur so wundert...."
Meines Wissens wurde ein solcher Vorschlag noch nicht gemacht. Ich bin der Ansicht, in einer mehrheitlich grünen Umgebung sollte sich das Zusammenleben zwischen Asylwerbern und Ortsansässigen friktionsfreier als anderswo gestalten.
Gratuliere übrigens zur Bedienerin, ich kann mir keine leisten.

Gast: Ösi
01.01.2010 16:28
0 0

Fähnchen im Wind

Der Gemeinderat ist genauso standhaft wie sein Bürgermeister. Der Wert des Beschlusses ist so inflationär wie jedes andere Politikerbekenntnis. Wenn morgen der Wind ein wenig dreht sind sie dann wieder dafür und wollen von früheren Lippenbekenntnissen nichts mehr wissen. Und das lächerlichste ist jetzt noch die Volksbefragung. Die ist für A und F.

Gast: Volksösterreicher
01.01.2010 15:13
0 0

Eine schwere Niederlage für Fekter aber ...

... ein großer Sieg für die SPÖ, für Niessl und vor allem für ÖSTERREICH (das Land, nicht die Zeitung)!
Am meisten freut es mich, dass die SPÖ endlich ihren eigenen Schatten gesprungen und nun ebenfalls in das Lager der Asyl-Gegner gewechselt ist. Danke, H.C. !

Antworten Arethas
01.01.2010 18:18
1 0

Re: Eine schwere Niederlage für Fekter aber ...

Nur weil jemand einen bestimmten Ort für ein Erstaufnahmezentrum für ungeeignet hält, wird er dadurch noch lange nicht zum "Asylgegner".


5 0

"Kindererlebniswelt".

Na klar - besonders weibliche Kinder und Jugendliche könnten mit bestimmten Asylanten allerhand "erleben".

Siehe die Gruppenvergewaltigungen in den schwedischen Asylantenhochburgen.

Monica
01.01.2010 12:46
0 0

Ganz klar:

Zeit zur Prüfung der Asylansuchen halbieren, dann braucht es kein Ebenau!

2 0

Re: Ganz klar:

Das sagt sich so leicht, aber angesichts der Möglichkeit der Einbringung von unzähligen aufschiebend wirkenden Folgeanträgen und der Ausschöpfung sämtlich denkbarer Instanzenzüge eine Illusion. In der gemäß Sachlage eigentlich eindeutigen Endlos-Causa Zogja soll es schon mehr als hundert Anträge gegeben haben - open end. Und das ist sicherlich kein Einzelfall.

Gast: Werner Langthaler
01.01.2010 11:59
0 1

vorhersehbar...

Entbehrliche Debatten von Frauenministerin Hosek vor Weihnachten lanciert, Ministerin Fekter beweist ihr, anscheinend nicht vorhandenes Gefühl für Aufklärung und Überzeugungsarbeit. Kein Ehrenamtlicher würde diese Fehlleistungen "überleben", die gut honorierten Minister schon.
Da ist es geradezu vorhersehbar, dass Oppositions-Populisten weiter Aufwind haben werden. Traurig, weil hausgemacht.

Antworten analogo
01.01.2010 15:07
3 0

Re: vorhersehbar...

Asyl-Chaos bedeutet eigentlich "Sisyphosarbeit" mehr od. weniger für die Innenministerin (u.bleibt unbedankt). Sie wird unterstützt od. auch nicht von sämtl.Besserwissern aller Parteien inkl.Gutmenschentümmler. Minister Platter hat es seinerzeit lockerer genommen mit dem Multikulti-/u.Asylchaos.

Gast: leserin
01.01.2010 09:09
4 1

warum nicht dort ?

arme Fekter, kommt wieder einmal in die Doppelmühle der Parteipolitiker (& ihrem populistischen Kleingeldheischen) bzw. der (eigentlich wählermäßig zu vernachlässigenden) naiven Gutmenschen und Grünen.
Daher ein Vorschlag:
Die dort Hinzubringenden kommen aus dem Osten - warum nicht gleich auf der anderen Seite der Grenze in Ungarn Land kaufen - dort ein Lager bauen - auf österr. Kosten (allemal billiger als das was sich jetzt abzuzeichnen beginnt, a la Zogaizrkus), Hälfte der Arbeitsplätze für Ungarn + laufende Unterstützung d.Gemeinde von Österreich aus (ev. bekommt man auch EU-Regionalentwicklungsgelder). Logisch ist das auch deswegen, weil die Mehrzahl ja von dort über die Grenze kommt.
Andere Variante (logisch aber wohl nicht durchsetzbar): kärntens Dörfler will jetzt Staatsunterstützung für seine Unfähigkeit... na warum die nicht junktimieren mit... man kann ja die Saualm in Asylalm umbenennen, damit sich Grüne u.a. Gutmenschen nicht daran stoßen...)
Aber Spaß beisite: wir zahlen ALLE Nissl für seinen BH-Einsatz, da können er und seine Burgenländer (wäre auch einmal gelebte rote Solidarität mit dem roten Traiskirchen) - das solte ja nicht nur für die Stärkung der lokalen Wirte und Bäcker sein. Da kann man dort auch im Gegenzug etwas für die allgemeinheit retourgeben, bzw. haben die dort ohnehin mehr "Bewacher" unterwegs als jedes andere Bundesland !

Gast: leser
01.01.2010 08:59
2 1

Eben wieder ein Burgenländerwitz.... arme Fekter

1. Das Abschiebedurchgangslager (+Dauerarbeitsplätze beim Bund) mit Absicherung holten sich clevere Steirer. 2. im Bgld ist demnächst Wahl -no na ! Als dort ein BMeister sinnvoll über Arbeitsplatzsicherung nachdachte u. gem. mit Fekter einen sehr logischen Platz für eine Entlastung Traiskirchens überlegte - no na wird er von stimmenheischenden anderen desavoiert. 3. Dass niemand in OE ein solches Zentrum ums Eck haben will, eh klar (auch wenn die Grünen & Caritas etc. noch so "Fremde alle rein" singen...). . Daher geht solches nur im Sinne repräsentativer Demokratie mit Sachzwängen, ev pekuniären Zuwendungen (warum nicht der Gem. pro Jahr eine gew. Summe, notfalls jedem Bürger dort...zuwenden = billiger als das Theater jetzt). 4. Dass Flächenwidmungspläne in OE im stillen Kämmerchen (meist aus spekulativen/geldlichen Überlegungen) geändert werden ist doch gang & gebe (meist haben dann schwarze&rote Politeliten dort einen Rebach, wenn Grünland in Bauland umgewidmet wird). 5. Bgld. ist der logische Standort Hr. Nissl&Darabosch! Wenn schon dort die ministerl.&schengenwidrigen (bzw. präsenzdienerfrustrierenden) "Wirtshauspartoullien (mehr dürfen die dort nicht) auf Allgemeinkosten (Geld&Zeit d.jungen Männer) ablaufen -na welcher LH als Nissl hat so viele Zusatzbewacher...Dann soll er auch ! 6. Von wo kommen denn die, die dort Erstbehandelt -leider zu selten/langsam (Grüne u.a. Naivlinge schreinen!) wieder ins Nachbar-EU-Land (Erstasylland) abgeschoben werden ? Eben aus dem Osten

Antworten Gast: Traiskirchner
01.01.2010 12:21
2 0

Re: Eben wieder ein Burgenländerwitz.... arme Fekter

wie wahr !
dem kann man nur beipflichten - aber N,D & Co werden es nicht lesen... "St. Florian schütz mein Haus, zünd's andre an....."
Man sollte gleichfalls eine Volksbefragung in Traiskirchen fordern ! Mal sehn wie sie ausgehen würde....

Gast: Burgerking
01.01.2010 03:37
0 1

Schwarz ist die Farbe der Trauer

Habt¿s denn was anderes erwartet?

Im Burgenland machen's eine bindende Volksbefragung

(und verstecken sich hinter dem Wahlvolk) und in Wien setzten sie der Nachbarschaft eine Pankahyttn (natürlich ohne die Nachbarschaft zu befragen) vor die Nase.
Danke.

Interessant ist,

dass die SPÖ den Asylanten den roten Teppich ausrollt und im Burgenland rollen sie ihn ein.

Antworten Gast: wiener
01.01.2010 12:28
1 0

Re: Interessant ist,....

DAS ist eben populistische Doppelstrategie !!! Haben Sie sich etwas anderes von diesen erwartet ?
Warum glauben Sie, ist Strache so groß geworden ? Nicht weil er intelligente Lösungen anbietet, sondern die an allen anderen Politikern verzweifelten Wähler anspricht - Notwehr eben, aber wohl auch vergeblich in Wien...
siehe auch
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/fleischhacker/530522/index.do
" target="_blank">http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/fleischhacker/530522/index.do


Gast: Warmes Fußbad
31.12.2009 21:15
0 0

würde dem Strobl gut tun

Hat er wohl plötzlich kalte Füße bekommen.
Ein Schnelldenker dürfter sicher nicht sein, daß er so lange gebraucht hat, um zu checken daß er andernfalls die längste Zeit Bürgermeister gewesen wäre.
Sonst eben ein typisch schwarzer Schleimer.
PS: gibt es dort eine FPÖ Ortsgruppe? Na dann, viel Erfolg.

Gast: gott sei dank
31.12.2009 20:03
0 2

strobl

bitte liebe ebrauer.
ich denke, dass ihr durch euer zusammenhalten gewonnen und das "lager" damit verhindert habt. aber ihr müßt nun aufpassen und vor allem eines tun, schaut dass ihr euren verräterbürgermeister mit einem rückgrat wie eine blindschleiche und falsch wie eine schlange, sofort loswerdet. seid aber bitte nicht zu sehr streng mit ihm und helft ihm dabei, indem ihr ihn nur psychiatrieren läßt. er ist nämlich im kopf sehr krank. vor allem rächt euch bei den nächsten wahlen und wählt bitte nicht diese schwarzen diktatoren, sonst kommt noch was anderes auf euch zu.
liebe grüße und prosit 2010

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Die Selbstverständlichkeit des Strobels:

Selbstverständlich Frau Minister bin ich für den Bau des Lagers!

Selbstverständlich liebe Medien bin ich gegen den Bau des Lagers.

Selbstverständlich weiß ich nicht genau wer ich bin und was ich tu!

Prosit!

 
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