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Widerstand gegen Bandion-Ortners Anti-Terror-Gesetz

15.01.2010 | 10:43 |   (DiePresse.com)

Justizministerin Bandion-Ortner plant 2010 ein "Terrorismus-Präventions-Gesetz". NGOs und Journalisten befürchten, dass künftig ziviler Ungehorsam als Terror eingestuft werden könnte.

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Mit einem "Terrorismuspräventionsgesetz" will VP-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner die Ausbildung in "Terrorcamps" unter Strafe stellen. Amnesty International, Tierschützer und Journalisten geht der Entwurf allerdings zu weit.

Sie befürchten Repressalien, dass normaler ziviler Ungehorsam (wie etwa die Besetzung der Hainburger Au) von den Behörden künftig als "Terrorismus" eingestuft und kriminalisiert werden könnte - ähnlich wie Polizei und Staatsanwaltschaft kürzlich Tierschützer unter Mafia-Verdacht gestellt und vor Gericht gebracht haben (Hintergrund: das Gesetz).

Ein bis zehn Jahre Haft

Die "Ausbildung für terroristische Zwecke" soll künftig mit Strafen zwischen einem und zehn Jahren Haft geahndet werden, die "Anleitung zur Begehung einer terroristischen Straftat" via Medien mit bis zu zwei Jahren und die "Aufforderung zu terroristischen Straftaten" bzw. deren öffentliche "Gutheißung" ebenfalls mit bis zu zwei Jahren. Die Begutachtungsfrist für den Entwurf ist am Freitag abgelaufen.

Amnesty International sowie der Tierschutzorganisation "Verein gegen Tierfabriken" und dem "Österreichischen Journalistenclub" geht der Entwurf des Justizministeriums zu weit. Amnesty warnt in seiner Stellungnahme, dass der aktuelle Wortlaut des Entwurfes "überschießend" und "unbestimmt" formuliert sei.

"Kommt die Novelle mit den jetzigen Bestimmungen, dann kann damit bei einseitiger Auslegung jegliche zivilgesellschaftliche Bewegung, die vom Staat unerwünscht ist, unterdrückt und verfolgt werden", warnt Generalsekretär Heinz Patzelt.

Hainburg-Besetzung "Terrorismus"?

Insbesondere kritisiert Amnesty, dass künftig bereits die "Aufforderung zu mit Strafe bedrohten Handlungen" und deren "Gutheißung" (laut Par. 282 Strafgesetzbuch) als "terroristische Straftat" gewertet werden soll. Patzelt warnt, dass nach den Definitionen dieses Gesetzes auch die Besetzung der Hainburger Au in den 1980er Jahren als Terrorismus gewertet werden könnte.

"Nötigung" und "gefährliche Drohung" habe es damals ebenso gegeben wie eine "Störung des öffentlichen Lebens" - immerhin wurde die Regierung zur Unterlassung des Baus eines Kraftwerks in der Hainburger Au genötigt. Nach dem selben Muster hätte man auch die Audimax-Besetzung als "Terrorismus" definieren können - ebenso jeden Aufruf zur Teilnahme auf Facebook, warnt Amnesty.

Balluch: "Unscharf formuliert"

Ähnliche Bedenken hegt auch der Verein gegen Tierfabriken (VGT): In seiner Stellungnahme verweist Obmann Martin Balluch darauf, dass wegen des ähnlich unscharf formulierten "Mafia-Paragrafen" (278a StGB) derzeit Verfahren gegen 16 Tierschutzorganisationen laufen.

Balluch fordert daher eine explizite Klarstellung im "Terrorismuspräventionsgesetz", dass sich die Bestimmungen nicht gegen zivilgesellschaftliche Organisationen richten. Außerdem verlangt er - wie auch Amnesty - eine entsprechende Sanierung des umstrittenen Paragrafen 278a.

Einschränkung der Medienfreiheit

Vor einer Einschränkung der Medienfreiheit warnt der Österreichische Journalisten Club (ÖJC). Grund: Das Terrorismuspräventionsgesetz stellt auch die mediale "Anleitung zur Begehung einer terroristischen Straftat" unter Strafe.

Das könnte, so warnt der ÖJC, aber dazu führen, dass etwa auch die Aufdeckung schlampiger Sicherheitsmaßnahmen auf Flughäfen kriminalisiert werden könnte. Der ÖJC fordert daher die ersatzlose Streichung des geplanten Par. 278 (f) StGB.

(APA)

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23 Kommentare
Gast: Hegelianer
18.01.2010 20:31
0 0

Wobei die Presse verschweigt

daß fortan auch "Homophobie" strafbar sein soll.

Sie macht das was die EU vorgibt!

Die Damen und Herrn in der Bundes-Regierung haben nur mehr eine Aufgabe, die dummen Österreicher nieder zu halten! Und das machen sie perfekt ob mit täglich 3 verschiedenen Brillen auf der Nase oder nicht, das Theater das sie uns vorspielen muß rechtlich abgesichert werden, das sieht die EU, wie jeder Diktator von seiner Warte aus, ganz richtig!
China ist nicht nur in China, das werden letztendlich, wenn es zu spät ist, auch die Einfälltigsten unter uns begreifen müssen!

Gast: Gast
16.01.2010 09:51
0 0

Die Oesterreicher

bekommen was sie verdient haben.

Wer Jahrzehntelang den Luegnern von Rot und Schwarz Vertrauen schenkt, hat es nicht anders verdient.

Der Ausblick ist duester.

Gast: ökono-mist
16.01.2010 06:48
0 0

Schutzbund verboten. Heimwehr erlaubt.


Und die SPÖ leckt der Heimwehr auch noch die Stiefel!

Sie ist also die eigentliche Schuldige am Niederbrechen der hart errungenen bürgerlichen Freiheiten! Das muß man ganz klar und realistisch feststellen - da braucht es kein Herumreden. Ohne ihr Mitläufertum gäb's das alles nicht. Es sind ausgeglühte Rote, die da aus Angst um ihre Sessel schwarz werden - denn: heutzutage schaltet das Parlament ja nicht ein einsamer Dollfuß aus!

Es gibt einfach kein politisches Gegengewicht mehr - sondern nur noch das Opportunismus-Pend'l. Und das ist auf Dauer tödlich für jedes demokratische Staatswesen. Kaum haben die Wahllokale geschlosssen, ist der Wähler schon betrogen, und die auf sauteuren Plakaten vorgegaukelte "Parteienvielfalt" versinkt in einer Art Fusionierungs-Stalinismus des einvernehmlichen Machterhalts.

(Beitrittsantrag schon unterschrieben, Herr Faymann? Oder zaudern Sie noch - im Superwahljahr? Am 10.10.10 um 17 Uhr wird die Füllfeder dann schon flutschen...)

P. S.: Man ist in der Populismusfalle gefangen - und die Wähler wandern zum Schmied! Und wenn der sie erst einmal in §§§Ketten§§§ gelegt hat, können sie auch nimmer zum Schmiedl zurück...

Re: Schutzbund verboten. Heimwehr erlaubt.

Das macht die SPÖ schon lange und noch mehr, sie hat sich in der Heimwehr Integriert. Das SPÖ-LOGO dient nur dazu die Basis bei der Stange zu halten...............In Österreich, ja in Europa gibt es keine Sozialdemokratie mehr! Aus und vorbei!

Gast: Moore
15.01.2010 18:05
2 0

EU-Terrorpolitik....

...Widerstand, freie Meinungsäusserung und Gegenwehr schon im Keime zertreten.
Stasi und Gulag standen Pate, als Rechtfertigung dient 9/11. Der Irrsinn hat Methode !

Die EU hat es schon lange vorgesehen

außerparteiliche Opposition ist dem Terror gleizusetzen! Daß zu Bürgerinitiativen die Terrorfahndung kommt ist ja bei uns in Österreich schon lange der Fall!

Antworten Gast: gast
15.01.2010 18:07
0 0

Und die Gutmenschen haben es schon lange vorgesehen, Terroristen als "außerparteiliche Opposition" oder "Freiheitskämpfer" zu beschönigen.

Es ist wohl eine Frage des Gesichtspunkts.

der kreis schließt sich

mit vollgas vorraus in die dikta tur! jahrzehnte lange, desaströse bildungspolitik und dauerberieselung mit mains tream-"unterhaltung" haben es tatsächlich geschafft unter dem deckmäntelchen der "ter rorbekämpfung" den menschen so gut wie jeden schwachs inn verkaufen zu können.

im märz wird ja das "vorratsdatenspeicherungs"-gesetz in kraft treten - und mit dem "ter rorismus-präventions-gesetz" will man sich jetzt der kritiker und mahner, sowie aller "unbequemen" entledigen - die man durch die künftige lückenlose überw achung aller bürger sicherlich auch finden wird.

Man stelle sich mal vor kreisky hätte in den 70ern gesagt: "So Freunde, ab sofort überwachen wir all eure telefongespräche, kontrollieren eure post und kontakte, und jeder der anderer meinung ist wie wir oder unbequeme fragen stellt macht sich eines verbrec hens schuldig und wird bestraft!" - und damals gab es in mitteleuropa auch ter ror - natürlich auch "false flag"-operationen(bologna). ich denke, er hätte dies politisch keinen tag überlebt.

Gast: modestus
15.01.2010 13:27
0 3

"Justizministerin Bandion-Ortner plant ... "


Weiter muss man nicht lesen, um zu verstehen, dass die ÖVP wieder einen riesen Schaden für Österreich anrichten wird.

Bei der nächsten Wahl -für mich im Burgenland- werde ich SPÖ wählen!

2 1

Gute Wahl!

Da Sie offensichtlich nicht einmal kapieren, dass bei Landtagswahlen nicht über Minister der Bundesregierung abgestimmt wird, empfehle ich Ihnen eine Partei die sich vor allem für schlichte Gemüter einsetzt. Da ist die SPÖ sicher die beste Wahl, mit gesundem Menschenverstand kann man die eh nicht wählen.

Antworten Antworten Gast: modestus
15.01.2010 15:31
0 0

Ach, ja?! Bei welcher Wahl


wird denn über die Minister "abgestimmt", Kasperl? Sag bloss bei keiner.

Die nächste Möglichkeit zur Mitbestimmung ist für mich Bgld - aber mach dir keine Sorgen, Möchtegern-HC, auch bei der nächsten NR-Wahl werde ich nach langer Pause wieder SPÖ wählen.


Gast: gast
15.01.2010 12:56
2 7

Die Besetzung der Hainburger Au wäre künftig verboten? Gut. Dann bin ich für das Gesetz.


Die Bio-Ökogutmenschen, die sich dem notwendigen Fortschritt in den Weg stellten, indem sie rechtswidrige ERPRESSUNG des Staates verübten, verdienen keinen Mitleidsbonus durch den Gesetzgeber.

Solche "Demonstrationen" gehören aufgelöst, die Veranstalter weggesperrt.

Demonstrationen und ziviler Ungehorsam sind undemokratische Mittel der Erpressung des Staats. Demonstranten verweigern sich dem demokratischen Prozess, indem sie probieren, (meist völlig naive) politische Ziele außerparlametarisch durchzusetzen.

Anständige Menschen demonstrieren nicht.

Die Hainburger Au sollte man, als politisches Zeichen gegen die Ökogutmenschen, vollständig zubetonieren.

Und wer heute noch allen Ernstes gegen Antiterrorgesetze ist, hat etwas zu verbergen.

So einfach ist das.

Antworten Gast: Franzl
15.01.2010 16:41
0 0

Re: Die Besetzung der Hainburger Au wäre künftig verboten? Gut. Dann bin ich für das Gesetz.

"anständige menschen demonstrieren nicht" hat man den bürgern der ddr auch eingetrichtert.. Wenn du vor jedem und allem angst hast dann zieh doch zu unseren freunden in den iran.. Da hast du die volle staatskontrolle..

Antworten Antworten Gast: gast
15.01.2010 18:06
0 0

Finde ich witzig, daß Du vom Iran anfängst - jener islamistischen Diktatur, die durch DEMONSTRANTEN (Stichwort: islamische Revolution) ermöglicht wurde.

Danke, daß Du dieses Beispiel gebracht hast.

Der Iran ist wahrlich eines der besten Beispiele dafür, wie Demonstrationen ein ganzes Land ins Unglück stürzen können.

Antworten Antworten Antworten Gast: franzl
16.01.2010 18:23
0 0

Re: Finde ich witzig, daß Du vom Iran anfängst - jener islamistischen Diktatur, die durch DEMONSTRANTEN (Stichwort: islamische Revolution) ermöglicht wurde.

eigentlich hast du Recht... wären Demonstranten immer schon mit dem Tod bestraft worden müsste man sich heute wenigstens nicht öffentlich BESTIMMTE Meinungen anhören und MANCHE dürften nicht mitbestimmen wer regiert! Wäre wahrscheinlich wirklich ne bessere Welt ohne Ewiggestrige.


Öffentliche Gutheißung --> 2 Jahre

Heißt also wieder eine Einschränkung der (nicht-existenten) Meinungsfreiheit. Wenn der nächstes Nießer also irgendwie nach "Allah ist mächtig" klingt, dann geht's einem schon an den Kragen. Nicht, dass ich mit Allah paktieren würde, aber zu weit ist einfach zu weit.

Antworten Gast: gast
15.01.2010 12:59
1 2

Mir geht es noch nicht weit genug.


Bei Terrorverdächtigen sollte meiner Meinung zudem die Option auf Waterboarding erwogen werden.

Wer so weit außerhalb jeglicher Legitimation und Menschlichkeit steht wie islamistische Terroristen, verdient meiner Meinung keine allzu penible Wahrung von Grundrechten.

Lieber entrechtete Terroristen als Tote Zivilisten.


Antworten Antworten Gast: Gast
19.02.2010 08:58
0 0

Re: Mir geht es noch nicht weit genug.

Freiheit wird mit Blut bezahlt, das war schon immer so. Aber: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben!

Höchst notrwendiges Gesetz


Die hier aufgezählten "Aufreger" sind entweder verkappte Ter roristen-Freunde, selbst im weitesten Sinne ter roristisch tätig ( http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=767 ) oder Medien-Schaumschläger.

Es ist bezeichnend dass immer wieder die linke Bande verlässlich auf der falschen Seite des Rechtsstaates zu stehen kommt.

Antworten Gast: gast
15.01.2010 13:01
2 1

Tierschützer (in letzter Zeit ausschließlich durch TERROR aufgefallen) rechtfertigen ein härteres Vorgehen alleine schon.


Als anständiger Mensch muß man sich heute schon fürchten, von diesen miesen, spendengefütterten Bio-Ökogutmenschen mit Säure oder gar Brandbomben verletzt oder vielleicht gar ermordet zu werden.

Diese miesen, lebenslänglich wegzusperrenden Subjekte machen härtere Vorgehensweise gegen Terrorismus allein schon notwendig.

Von islamistischem Terrorismus ganz zu schweigen.

Besuche in "Schulungszentren" in

Pakistan, Afghanistan, dem Jemen, im Sudan, dem Iran, Algerien, Syrien... gehören unter Strafe gestellt.

Schon wieder ein schlampiges Gesetz!

Bin mal gespannt, wie schnell es diesmal geht, dass dieser undurchdachte Gesetzesmist durch das Parlament gepeitscht wird.

Und solange ich das noch ungestraft darf, sage ich: "Es wird höchste Zeit, Widerstand zu leisten!"