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Spannung vor Burschenschafter-Ball

28.01.2010 | 09:05 |  KLAUS STÖGER (Die Presse)

Die Wiener Polizei verbietet eine Demonstration gegen den Ball des Korporationsrings. Diese Entscheidung sorgt für heftige Kritik. Die Demonstranten warnen nun: Die Lage könnte eskalieren.

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WIEN. Morgen, Freitag, findet in der Hofburg wieder der Ball des Wiener Korporationsrings statt. Im vergangenen Jahr kam es am Ballabend der Burschenschafter zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten, die gegen den Ball aufmarschiert waren, und der Polizei. Um eine derartige Eskalation zu verhindern, untersagte die Polizei am Mittwoch eine Kundgebung in der Nähe der Hofburg. Zahlreiche Gruppierungen kritisierten diese Vorgangsweise der Exekutive am Mittwoch heftig.

„Das hat sicher auch mit den Vorfällen im vergangenen Jahr zu tun“, bestätigte Polizeisprecher Roman Hahslinger der „Presse“. Er begründete die Maßnahme damit, dass es im Vorfeld Aufrufe im Internet gegeben habe, die auf Gewalttätigkeiten schließen lassen. Jene Gruppen, die aber am Freitag demonstrieren wollten, meinen, dass gerade das Verbot zu einer Eskalation der Lage führen könnte. „Es stellt einen absoluten Tiefpunkt der österreichischen Demokratie dar, dass deutschnationale Burschenschafter in der Hofburg ihrer menschenfeindlichen Ideologie frönen können, während der notwendige Antifaschismus hierzulande verunmöglicht wird“, klagte eine Sprecherin der Demonstranten. Man werde dennoch auf die Straße gehen. Die Polizei sei offenbar an keinem geregelten Ablauf interessiert.

Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen, meldete sich ebenfalls zu Wort: „Rechtsextremen wird öffentlicher Raum geboten, gegen Antifaschisten geht die Polizei vor“, meinte der Grün-Politiker. Für die ÖH wiederum ist die Untersagung eine „Frechheit“.

Die Wiener Polizei erklärte am Mittwoch, man sei nach wie vor gesprächsbereit: „Wir haben den Demonstranten eine Standkundgebung angeboten, aber das wollten sie nicht“, sagt Hahslinger. Die Demonstration hätte im Bereich des Europaplatzes stattfinden können. Dennoch sind Anmeldungen noch bis einen Tag vor dem Ball möglich. Die Exekutive will von ihrem Standpunkt aber nicht mehr abrücken. Einen Marsch zur Hofburg werde es nicht geben, heißt es in der Wiener Polizei. Um das auch rechtlich abzusichern, wird die Bundespolizeidirektion Wien heute, Donnerstag, ein Platzverbot erlassen. Ähnlich wie beim Opernball wird ein Kreis um den Veranstaltungsort gezogen, der von Uniformierten gesichert wird und nicht betreten werden darf.

 

Polizeichaos im Vorjahr

Der Polizeieinsatz beim Korporationsball im vergangenen Jahr hatte polizeiintern ein Nachspiel. Damals waren 24 Beamte zum Teil schwer verletzt worden.

Schon kurz nach Ende des Einsatzes am 30.Jänner 2009 wurde – auch von Personalvertretern – Kritik an der Polizeispitze laut: Befehle zur Auflösung der Kundgebung seien zu spät erfolgt oder nie bei den richtigen Adressaten angekommen. Das habe zu Verwirrung und unklaren Aufträgen an der „Front“ geführt. Durch Verzögerungen im Kommunikationsablauf sei der harte Kern der Demonstranten erst zu spät eingekesselt worden. Darüber hinaus soll kritisch angemerkt worden sein, dass die mit großer Anzahl ausgerückten Reservekompanien relativ weit weg vom Geschehen rund um die Hofburg Platz bezogen hätten.

Auf einen Blick

In der Hofburg findet am Freitag wieder der Ball des Wiener Korporationsrings statt. Linke Gruppen wollen – wie im vergangenen Jahr – dagegen demonstrieren. Da es 2009 zu Ausschreitungen kam, hat die Wiener Polizei heuer einen Marsch zur Hofburg untersagt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.01.2010)

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471 Kommentare
 
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Gast: DDR-Flüchtling
31.01.2010 19:54
2 0

Schüchterne Frage

Darf man auch gegen das "Volksstimme"-Fest im Wiener Prater demonstrieren, wenn man
gegen die KPÖ eingestellt ist?

Antworten heinz57
29.01.2011 16:59
0 0

Re: Schüchterne Frage

da musst die Polizei fragen
aber grundsätzlich kann man gegen und für alles demonstrieren
mehr als einer/eine sollt halt schon mitgehen
Nur wozu?Die KPÖ ist in Ö völlig bedeutungslos.Beim WKR ist das ganz anders.Insbes seit der unseligen Schüssel/Haider Koalition.Damals gab es einen Marsch in die Institutionen von extrem rechts.

Gast: Andreas Meraner
31.01.2010 19:51
0 0

Wer sind die wahren Antifaschisten?

Nicht die linksextremen, "autonomen" (anarchistischen) und grün-alternativen Demonstranten gegen den Ball des Wiener
Korporationsringes, sondern jene Burschenschafter, die in den 60er Jahren des
20. Jahrhunderts faschistische Denkmäler und
Strommasten aus der Mussolini-Ära sprengten.
Nicht das SED-Regime, das die Berliner Mauer irreführend als "antifaschistischen Schutzwall" bezeichnete, sondern die Deutsche Burschenschaft, die seit 1815/17 für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat und ein
einiges Deutschland kämpft.

Antworten Gast: Hugo
01.02.2010 18:39
0 1

Re: Wer sind die wahren Antifaschisten?

Nur sehen sich die österreichischen Burschenschaften eher in der Tradition von 1938 und nicht in der Tradition des 18. Jahrhunderts, so wie sich alle österreichischen Burschenschaften freudig selbst auflösten um in die NSDAP sich wiederzufinden.

Und meinen sie die Burschenschaften die in Alto Adige, im Auftrag der NDP eines Norbert Burgers, mordeten und einen Terroranschlag nach dem anderen produzierten? Die die wegen dem Verbotsgesetz oftmals nur verurteilt wurden? Oder die Olympia die damals kurz vor dem Verbot stand (um sich später wiederzugründen)?
Die und antifashcistisch? Sie waren gegen einen Faschismus und für den Nationalsozialismus.

Gast: gast
31.01.2010 13:30
0 2

Das Demonstrations"recht" gehört in der Luft zerrissen.


1.) Anständige Menschen demonstrieren nicht. Falls einer von den Gutmenschen anderer Meinung ist, soll er ein Gegenbeispiel nennen.

2.) Demonstrationen bringen NIE etwas. Das gerne von Demo-Gutmenschen erwähnte Beispiel des Mauerfalls ist ungültig. Die Mauer fiel nicht aufgrund der Demonstrationen. Weder in direkter, noch indirekter Folge.

3.) Demonstrationen bedeuten IMMER: Personenschaden und Sachschaden bei anständigen Menschen, Straßensperren für Anrainer, Millionenkosten für den Steuerzahler und Sicherheitsbedrohungen.

4.) Für eine Demokratie ist eine Demonstration keine Grundvoraussetzung. Nur sehr naive und ungebildete Menschen behaupten das Gegenteil. So die Opposition parlamentarisch aufgestellt werden kann, gibt es weder Rechtfertigung noch Grund für eine außerparlamentarische Einflußnahme der Politik. Mehr noch, diese außerparlamentarische Geiselnahme der Demonstration ist sogar demokratiefeindlich, weil sie den demokratischen Prozess untergräbt. Demokraten demonstrieren also nicht. Demonstrieren sie doch, sind sie antidemokratisch.

5.) Das einzig vorzeigbare Resultat aller Demonstrationen der Geschichte sind viele Tote, zerstörter Privatbesitz und hohe Kosten für den Steuerzahler.

Der Fall liegt (für denkende Menschen) klar.

Das Demonstrationsrecht sofort, ersatzlos, ausnahmslos und für immer abschaffen!

Antworten heinz57
29.01.2011 17:06
0 0

Re: Das Demonstrations

Das Demonstrationsrecht bringt immer was .Allein schon den Dampf den man da ablassen kann.Das ist wichtig sonst wird es nur schlimmer und die Politiker sollten auch zwischenzeitlich wissen wie es wo rumort.Oder würdest Du DeLatours Schicksal vorziehen??
Dann lieber eine Demo.Hainburg ist wohl schon vergessen ????

Antworten Gast: Hugo
01.02.2010 18:41
0 0

Re: Das Demonstrations

Demo -kratie; Demo -nstration - fällt ihnen was auf?

Demokratie ist nicht nur alle 4 Jahre ein Kreuzerl machen - Demokratie ist sein Maul aufzumachen, daher: auch mal zu demonstrieren.
Kein westliches Land hat ein derartiges Problem mit Demokratie wie Österreich.

Gast: Guest
30.01.2010 14:09
0 0

Gewalttätig

sind ja nur die Demonstranten. Dass die Burschenschafter gewaltbereit sind, kommt nirgendwo vor. Schon mal gehört, dass die Burschenschafter auf offener Straße eine Schlägerei angezettelt haben.
Auch wenn ich die Burschenschafter nicht mag, bleiben doch die Demonstranten ein Problem. Daher bleibt als einzige Lösung §36 SPG.

Antworten heinz57
29.01.2011 17:23
0 0

Re: Gewalttätig

"kommt nirgendwo vor" und "sind nicht" sind doch zwei verschiedene Dinge.
"Nur die Demonstranten" ist eine gewagte Verallgemeinerung.
Es gibt auch Prügelpolizisten.Da ist schon bald was "Widerstand gegen die Staatsgewalt."
Aber das sollte die Diskussion nicht beherrschen, sondern warum hat sich der WKR- Ball die Deminstrationen verdient.Darüber sollten wir posten.

Antworten Gast: hubi
30.01.2010 19:15
0 0

Re: Gewalttätig

ich dachte schon sie meinen ihr posting ernst, aber nach ihrem hinweis:

"Sparkassengesetz

§ 36
Aufgaben

(1) Der Sparkassenverband fördert das Sparkassenwesen. Er berät die Rechtsaufsichtsbehörden. Das Nähere regelt die Satzung.

[...]"

fireone
30.01.2010 07:12
0 0

Da schau ich aber,

so schnell wurde der Platz vor der Albertina nach Zilk umbenannt? Aber irgendwie ist das klar, man muß den Genossen ein bleibendes Denkmal setzen.

Gast: gans 3421
29.01.2010 22:11
1 2

Verfassungswidrig !!!!!!

Ist es schon so weit ? Sind wir wirklich schon unten angekommen ? Ist es nur noch eine frage der zeit bis hHC und seine Jungs an die Macht kommen ? Für die besucher der heutigen Demo bat sich nämlich ein szenario das beinahe einem Wiederstandsversuch in China glich. Haufenweise POlizisten die Demonstranten einkesselten und stunden in der kälte frieren lassen. Nicht einmal Passanten mit kleine Kindern und Hunden wurden verschohnt, und das obwohl es eine friedliche demo sein sollte. Wer gibt der Bundespolizei eigentlich das Recht eine Demo zu verbieten ? Ich dachte eigentlich immer das in Österreich das Recht auf freie Meinungseuserung herrscht ! Da hab ich mich wohl geirrt. Schande über dieses LAnd !

2 0

Re: Verfassungswidrig !!!!!!


"Wer gibt der Bundespolizei eigentlich das Recht eine Demo zu verbieten ?"

Der § 36 des Sicherheitspolizeigesetzes

Es ist gut wenn den asoz ialen Chaoten und gewaltbereiten lin ken Stänkerern das Handwerk gelegt wird.

Gast: Ösi
29.01.2010 20:21
0 4

Tschuldigung allerseits!

Ich hab was für meine Fitness UND die Demokratie getan. Ich komm grad von einer Demo!!! GEEEEIIIIIL!!!!

Gast: analogo
29.01.2010 20:18
0 3

Ist das Photo ernst gemeint?


Die sehen aus wie 4 fette, traurige Clowns.

Antworten Gast: Zumindest
14.02.2010 16:08
0 0

Re: Ist das Photo ernst gemeint?

sind es traurige Figuren - Witzfiguren

Gast: pour le merite
29.01.2010 19:05
3 0

Bin schon gespannt,

wieviel Polizisten verletzt,
wieviel Autos beschädigt,
wieviel Farbbeutel gegen das Innenministerium geschleudert,
wieviel Scheiben von Pflastersteinen durchschlagen,
wieviel Grüne und Rote das Ganze anschließend gutheißen

...und vor allem, wie lange wir uns den linken Mob noch gefallen lassen werden!

3 0

wer sind die unruhestifter

leider bleibt es bei den antifa-demos nie friedlich, die wollen provozieren, wenn nötig mit pflastersteinen und brandbomben. aber wehe wenn sich ein burschenschafter wehrt, dann ist die nazikeule schon da.

Gast: Limerick
29.01.2010 18:20
0 3

Den Verteidigern des teutschen Blödsinns diesmal einen funktionierenden Link:

http://tinyurl.com/y9m9sxc

Und für die älteren, nationalen Recken welche noch ein wenig Russisch mit auf den Heimweg bekamen:

http://tinyurl.com/ykporgw

Gast: analogo
29.01.2010 18:19
0 3

Mit ihren Postings zeigen die Burscherl hier ja deutlich, dass sie sehrwohl rechtsextrem sind!


Q.E.D.

Gast: naklaro
29.01.2010 18:16
0 0

Ich mag Antifa-Demos!

Leuten die den Heer4U Spot toll finden eins drauf Semmeln macht Spass!

Gast: gast
29.01.2010 17:48
0 1

Den im Foto abgebildeten Paradiesvogel-Kostümchen nach zu urteilen, dürfte der Ball dem Life Ball nicht unähnlich sein.

Womit freilich kein Wort über die sexuelle Orientierung der Teilnehmer verloren ist. Denn auch Heterosexuelle besuchen den Life Ball - oder Männerbünde.

Entropix
29.01.2010 16:13
2 4

Ich mag Antifa-Demos!

Es ist wie damals im Kasperltheater, die Spannung, ob sich das Krokodüüü auch zeigt, das erhebende Gefühl, den Kaschperl durch lautes Schreien vor dem Schlimmsten bewahrt zu haben! Selbst wenn man langsam erwachsen wird und dahinter kommt, dass das arme Krokodüüü eigentlich nur aus kommerziellen Interessen zum Monster hochstilisiert wird, ist es doch immer wieder schön, die lieben Kleinen mit roten Wangen und leuchtenden Augen schreien zu hören "Kaaaschperl, pass auf, Krokodüüüü!" Wie gesagt, ich mag Antifa-Demos!

Antworten Gast: Kapitalist
29.01.2010 17:35
0 1

Re: Ich mag Antifa-Demos!

Der Sozialismus ist tot. Es lebe der Kaptialismus!

Antworten analogo
29.01.2010 16:31
8 0

Re: Ich mag Antifa-Demos!

und nicht vergessen, die ehemalige Berliner Mauer als Antifasch.Wall (lt. DDR ) gegen die westl. Demokratien (zu loben). Ja so ulkig sind sie, unsere linken Anarchos.

" STAATSOPER "

Die Türen der Staatsoper schauen auf den Ring
Das Volk schaut auf die Staatsoper
Es ist den Besuchern gleichgültig !

* * *

BALL

Ball ist Ball
Es gibt
Politikball
Krisenball
Bankenball
Hassfütterer-Stracheball
De¿fekterball
Opernball
Das Volk Opferball
Spielt Ihr mit dem Volk
Wie Fussball !

 
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