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Junge ÖVP will Waffenverbot für Zivildiener aufheben

03.02.2010 | 11:29 |   (DiePresse.com)

Zivildiener müssen einen Passus unterschreiben, dass sie den Dienst mit der Waffe aus moralischen Gründen ablehnen. Sie dürfen dann 15 Jahre lang keine Waffe tragen. Die JVP hält das für nicht mehr zeitgemäß.

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Die Junge ÖVP will den Zivildienst reformieren. Das berichtet das "Ö1 Morgenjournal" am Mittwoch. Konkret verlangt JVP-Obmann Sebastian Kurz, dass die Gewissensklausel gestrichen wird. Dabei müssen Zivildiener unterschreiben, dass sie den Dienst mit der Waffe aus moralischen Gründen ablehnen.

Der Passus sei nicht mehr zeitgemäß, sagt Kurz. Nur mehr ein Mini-Prozentsatz lehne den Dienst mit der Waffe aus moralischen Gründen ab. Als Konsequenz der Gewissensklausel dürfen Zivildiener 15 Jahre lang keine Waffe mehr tragen. Sie können daher weder Polizist noch Justizwachebeamter werden. Kurz ist aber überzeugt, dass auch Zivildiener gute Polizisten werden können und fordert daher eine Änderung des Zivildienst-Gesetzes.

Zivildiener-Plattform mit Petition

Eine ähnliche Forderung haben Gewerkschaftsjugend und die Zivildiener-Plattform bereits im Oktober 2009 in einer Petition an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer formuliert. Darin wird ein Ende der derzeitigen Frist zum Führen einer Waffe von 15 Jahren gefordert, damit auch Zivildiener den Beruf eines Polizisten ergreifen können, wie ÖGJ-Vorsitzender Jürgen Michlmayr am Mittwoch sagte. Über den kompletten Entfall der Gewissensklausel könne man "natürlich ebenfalls diskutieren".

Erfreut über den Vorstoß der Jungen VP zeigt sich Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend. Das Waffenverbot ist aber seiner Meinung nach nur für einen kleinen Prozentsatz der Zivildiener ein Problem. Viel dringender reformbedürftig sei die "seit der Einführung des Zivildienstes gegebene, Schlechterstellung der Zivis gegenüber ihren Bundesheerkollegen", so Moitzi.

Im von der SPÖ geführten Verteidigungsministerium verweist man auf das zuständige von der ÖVP geführte Innenministerium. Dort heißt es, man werde den Vorschlag prüfen. Ähnliches ist auch aus der ÖVP-Parteizentrale zu hören.-

(APA/Red.)

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247 Kommentare
 
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Gewissensklausel = Gewissensklausel ???

Hallo,
wer sagt eigentlich das Gewissensklausel und Gewissenklausel das selbe ist?
Wenn ein junger Mann sich entscheidet zum Zivildienst zu gehen, und dort beispielsweiße bei der Rettung, oder in einem anderen sozialen Umfeld seine Leistung erbringt, dann wird er höchstwahrscheinlich, dass lieber machen als beim Heer die Zeit runterdrücken.
Und wenn man sich für den Sozialhilfreichen Weg entscheidet, hat das nichts damit zu tun das man "keine Waffe in die Hand nehmen kann".
Andersrum, wenn man zum Heer geht, sollte es dort nicht auch eine Klausel geben die wie folgt lautet?
"Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, das mir in einer Medizinischen Notsituation von 'Zivildienern' oder 'Rettung' geholfen wird. Gleichzeitig verpflichte ich mich, die nächsten 15 Jahre, nicht mit einem Rettungswagen mit zu fahren, sowie nicht von der OP in den Aufwachraum gebracht zu werden."
Da gibt es so "Herrn" bei diesen Kommentaren, die meinen Zivis wären weiblich, schwach, ect. - da hofft man doch, das diesen Leuten einmal die Hilfe von Zivis im Notfall verweigert wird.
Aber es muss ja so halbstarke Angeber geben, damit die wahren Helfer auffallen.
Der Vorschlag, freiwillige Wehrpflicht, wäre doch Prima, so wären nur die FRAUEN UND MÄNNER dort, die diesen Dienst auch gern machen. Bekanntlich macht man ja seine Arbeit besser, wenn man Sie gern macht.
Ich bezweifle das der Schwerpunkt darin liegt, als ExZivi Polizist zu werden, liegt eher beim Thema Waffenschein, Schützenverein, usw. .

Gast: Christoph Baumgarten
04.02.2010 20:08
0 0

Die Idee ist gut, aber nicht von der JVP

Siehe:
http://www.politwatch.at/stories/alles-nur-geklaut/

jowmosc
04.02.2010 18:09
0 0

Sozialpolizisten-grüngefangen im verbalismus

klausel:den Gebrauch von Waffen aus moralischen Gründen abgelehnt zu haben;würde logischerweise folgern,eine erklärung abgeben zu müssen,und zwar eine persönlich verfasste,warum die gewissensänderung zustandekam,ausserdem sollte auch der Oppostion die frage laut gestellt werden,wenn es um eine Berufung Polizist zu werden ginge,warum hätte dies dann nicht 6 monate zeit um den dienst beim heer zu absolvieren?und auch jenen die hier zum ersten mal zu wort kommen und deren politische reife gewiss noch gebildet werden müsste,herr Zuckerstätter von der ÖGB,sollte gesagt sein,dass es den Präsenzdienst und das heer nicht aus sinnlosigkeit,sondern in anbetracht aktueller,zukünftiger konflikt-und ausnahmesituationen im in-und ausland gibt ,deswegen gewiss ein polizist seine zugehörigkeit im falle einer solchen situation nicht erst beweisen darf,sondern der staat diesem vertrauen muss können-was gewiss nicht ohne weiteres gegeben ist,ohne präsenzdienst geleistet zu haben-demnach auch das argument um,"sozialen,menschlichen und"verbalitäts"(sic!)zugang"misslungen ist,-Sie dürften die rolle eines gesetzeshüters missverstehen,ausserdem bestimmt polizeiarbeit nichts mit erkenntnissen aus der notfallmedizin zu tun hat,im gegenteil-leiden viele unter möglich blutigem alltag und sprechen nachher von psychose..anders wäre es vielleicht um eine mögliche forderung zivildiener zu legitimieren ordnungshüter im zivilen sinne zu werden..parksherrifs,sozialarbeiter..oder gegen müll oderim gemeindebau

Gast: pour le merite
04.02.2010 16:08
1 1

Entwaffnet die Soldaten! Bewaffnet die Pazifisten!


Paßt eigentlich punktgenau in das völlig entrückte Weltbild der Linken.


Gast: Hm
04.02.2010 13:22
0 0

Klartext bitte

"Ein Ansatzpunkt könnte sein, dass die Gewissensklausel künftig auch noch nach Ableisten des Zivildienstes widerrufen werden kann."

Scherzkekse. Eine Willenserklärung sollte im allgemeinen doch eher ernsthaft abgegeben werden...Statt um die Wehrpflicht, geht es um eine Scherzerklärung.

Ist eine Wehrpflicht nun gewollt oder nicht? Darum geht es doch. Dann könnte man sich die Debatten über einen möglichen späteren Polizeidienst auch sparen. Abgesehen von der Tatsache, dass Bundesheer und Polizei hoffentlich noch verschiedene Aufgaben haben. Auch wenn man durch den "Assistenzeinsatz" des Heeres im Burgenland und in NÖ eines Besseren belehrt wird.

Vielleicht ist das ja der Beginn einer entsprechenden Debatte.

0 0

Eigentlich selbstverständlich.

Wenn man "Untauglich" oder auch "Unabkömmlich" war und daher weder BH noch Zivi machen musste, darf man trotzdem eine Waffe tragen.

DerÄtzer
04.02.2010 11:35
0 2

Unlängst sah ich in einem Bericht, wie ein durch ein Geräuch erwachter Polizist in seinem Haus sofort die Waffe zog.

Da dachte ich bei mir, im eigenen Lebensbereich dürfte es kein Verbot geben, das mich am Verteidigen von Leib, Leben Eigentum hindert.

Ist es vielleicht nur gemacht, um im Falle von Politwirren gefahrlos bei Ausgehverbot unliebsame Menschen zu liquidieren?


Antworten Gast: erstaunt
04.02.2010 12:45
1 0

Re: Unlängst sah ich in einem Bericht, wie ein durch ein Geräuch erwachter Polizist in seinem Haus sofort die Waffe zog.

Durch ein Geräuch erwacht, ist da etwas angebrannt?

Gast: Eric Price
04.02.2010 10:30
0 0

Rubbish

The young group talks a lot of rubbish. I stronly suggest they first tun on their brain before talking so much rubbish. Remember you are in he EU now. You cannot refuse to take up the weapon against and enemy, yet take it up against your own people. Remeber you are not alone anymore!

derpradler
04.02.2010 10:19
0 0

Da geht es nicht um das DÜRFEN

sondern um die Einstellung des EINZELNEN. Wenn er den Militärdienst ablehnt aber zur Polizei geht kann mit seiner "geistigen Einstellung" etwas nicht stimmen.
Außerdem gäbe es bei der Polizei genügend Arbeit, die keine Waffen erfordert!

Antworten DerÄtzer
04.02.2010 11:38
4 0

Re: Die Einstellung, die meint, ich setze mein Leben nicht für Parteibonzen aufs Spiel.

Millitärdienst ablehnen ist einen Zwang ablehnen. Waffennutzung hat damit gar nichts zu tun.

Ihre geistige Einstellung wird mir schon auffällig.

Antworten Gast: Berger
04.02.2010 11:12
2 1

Im Gegenteil.

Wer lieber hilft statt säuft (und um nichts anderes geht es bei der Wahl zwischen Zivildienst und österr. BH), sollte bei der Polizei sogar bevorzugt werden, oder?

harbard
04.02.2010 08:06
2 0

...wenn ein spö-wehrdienstverweigerer

...verteidigungsminister werden kann
...dann sollte auch ein övp-zivi polizist werden dürfen!;)
...tu felix austria!

Antworten JoL
04.02.2010 11:39
2 0

...

Das ist durchaus ein Argument.

War der Karl-Heinz jetzt eigentlich noch beim Heer, oder war er bei der Fiona unabkömmlich?

Antworten Gast: Historiker
04.02.2010 11:15
2 0

Wenn untaugliche ÖVPler

Verteidigungsminister sein durften (da gab es viele seit 1955!), ist das noch schlimmer. Sie wissen ja, was untauglich heißt: "Zur Verwendung beim Heer ungeeignet! ...

Antworten Gast: florenzso
04.02.2010 08:45
2 0

Re: ...wenn ein spö-wehrdienstverweigerer

Schon geschehen, Ernst Strasser, Ex-Zivi, war ein paar Jahre Ober-Polizist (=Innenminister).

Achja, Darabos ist nicht der erste "Wehrdienstverweigerer", sehr viele Politiker (u.a. Ex-Kanzler Schüssel) waren "unabkömmlich", also haben sich jeglichen Dienst am Staat erspart.

LindaM
04.02.2010 01:52
0 2

Naja...

aber ich hoffe, alle Wehridienstverweigerer stehen nach wie vor zu ihrer moralischen Einstellung gegen die Waffe.

Alles andere wäre nur Lug und Trug und dann würde auch ich der Annahme sein, sie hätten das nur ausgesagt, um den Präsenzdienst nicht absolvieren zu dürfen.

Ich gehe davon aus, dass diese Leute gewusst haben, was sie wollen und auch heute überhaupt kein Bedürfnis haben, das zu revidieren und vielleicht als bewaffnete Polizisten aufzutreten...

Antworten Gast: gast4321
04.02.2010 13:03
0 1

Re: Naja...

Ich glaube nicht das die mehrheit der zivildiener ein problem mit dem dienst an der waffe hätte... sondern nur ein problem mit den rechtslastigen, geltungsbedürftigen, möchtegern-autoritätspersonen welche sich wichtig fühlen wenn sie die um die 20 jährigen herum kommandieren dürfen...
das österreichische bundesheer sollte in einen (natur)katastrophen-hilfsdienst ohne waffe umgewandelt werden, denn mir fällt niemand ein gegen den uns "unser" heer verteidigen soll/kann...

Antworten DerÄtzer
04.02.2010 11:41
0 1

Re: Diese Floskel wurde oktruiert - wer keinen Wehrdienst machen wollte, hatte ein dutzend anderere Gründe!

Schließlich wird man zu agressiver Gewalt gezwungen - was eine Waffennutzung zur Eigenverteidigung nicht tangiert.


Antworten sirgerald
04.02.2010 09:49
1 0

Re: Naja...

.....solange der Strom aus der Steckdose kommt, brauchen wir für unsere Sicherheit auch keine bewaffneten Polizisten.
Unsere Sicherheit entsteht schliesslich und endlich dadurch, dass man zwischen zwei Tassen Kaffee, nette Postings aus .dem geheizten Zimmer versendet

Gast: Posa
04.02.2010 01:22
1 1

Natuerlich duerfens sie niemals Waffen tragen

Einmal Pazifist immer Pazifist! Es gibt kein soziales Waffentragen. Wer eine Ueberzeugung hat, der opfert sie doch nicht fuer eine Karriere! Oder?

Antworten Gast: Josef
04.02.2010 11:16
1 0

Pazifismus hat aber nichts mit dem Polizeiwesen zu tun.

Lernens Verfassung.

Gast: Jochen H
03.02.2010 23:14
2 0

Kasperliade

Zwangsdienst - ewig Gestrige finden soetwas wahrscheinlich ansprechend, doch mündige Bürger lehnen es ab, da es einer modernen Gesellschaft einfach nicht entspricht. Wer im Erdreich gerne Indiander spielt der soll dies machen, doch Leute dazu zu zwingen und ihnen Lebenszeit stehlen das geht einfach zu weit. Daher Berufsheer - ein Volk sollte seine Verteidigung nicht auf Zwang aufbauen - denn Sicherheit kostet und ist mehr wert als viele andere Dinge für die in diesem Zwergenstaat Geld zum Fenster hinaus geworfen wird. Obgleich der Schutz durch die momentane Ersatzfeuerwehr in Frage zu stellen ist.

Antworten sirgerald
04.02.2010 11:30
0 0

Re: Kasperliade

Berufsheer ja, aber wie sieht es mit der Gefahr der Überalterung dieses Berufsheeres aus?
Ausserdem hätte eine Berufsheer m.E. nur Sinn im Rahmen der EU, womit wir bei der Neutralität waren die, aber ist unsere liebste Mozartkugel.

Antworten Gast: Knochen G
04.02.2010 00:05
0 0

Re: Kasperliade

"und ihnen Lebenszeit stehlen das geht einfach zu weit"

Scheinbar sind sie dann auch gegen den Zivildienst?

Sicherheit erreicht man nicht dadurch, das man ein "sehr" kleines Berufsheer ins Leben ruft..

Ihren Worten ist zu entnehmen das sie scheinbar überhaupt keine Ahnung haben was Landesverteidigung anbelangt.

Antworten Antworten Gast: Peter F
04.02.2010 07:34
0 0

Re: Re: Kasperliade

Sicherheit bla bla - fühlen sie sich wirklich so bedroht - zu Tode gefürchtet ist auch gestorben. Alle Angsthasen sollen sich halt einen Indianerverein halten, doch die anderen damit in Ruhe lassen - obendrein ist auch der Zivildienst ein Zwangsdienst und daher abzulehnen. Rudelleben war gestern - Individualität und Selbstbestimmung ist heute und wer das nicht möchte der kann ja in div. Sozialisierungsvereinen auf freiwilliger Basis den Anschluß suchen den er sonst scheinbar nicht findet.

 
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