09.09.2010 12:48 | Meine Presse Merkliste0

Rumoren im BZÖ

02.04.2010 | 18:47 |   (Die Presse)

Intrigen und Abspaltungen und interne Machtkämpfe häufen sich. Ob Petzner eine Zukunft im BZÖ hat, wird wohl davon abhängen, wie sein Machtkampf mit Westenthaler ausgeht.

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Im BZÖ rumort es. Auf die Abspaltung der Kärntner Landesgruppe im Dezember hat die selbst aus einer Abspaltung von der FPÖ hervorgegangene Partei noch professionell reagiert und eine neue Landesorganisation auf die Beine gestellt, der man anfangs durchaus Chancen einräumen konnte. Doch seitdem ist der Schwung etwas verloren gegangen, die Hoppalas häufen sich.

Zunächst hat das BZÖ die Chance vergeben, Parteichef Josef Bucher bei der Bundespräsidentenwahl antreten zu lassen und ihm so eine Bühne zu verschaffen. Bucher selbst, so hört man aus dem BZÖ, habe sehr wohl kandidieren wollen, das sei aber vom Parteivorstand abgedreht worden. Und zwar mit dem Argument, dass man sich nicht der Peinlichkeit aussetzen wolle, an den notwendigen 6000 Unterstützungserklärungen zu scheitern. Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben, kann man da nur sagen.

Die ohnehin brustschwache Wiener Landesgruppe, die bei der letzten Landtagswahl mit 1,15 Prozent der Stimmen hinter der KPÖ gelandet war, hat sich gleich zweimal gespaltet: Hans-Jörg Schimanek, Spitzenkandidat im Jahr 2005, will ebenso mit einer eigenen Liste antreten, wie der frühere geschäftsführende Wiener Parteichef Helmut Stubner – der auch gleich einen guten Teil der Funktionäre mitnahm.

Ob man jetzt bei der Wiener Wahl angesichts geringer Erfolgsaussichten überhaupt kandidieren soll, wird parteiintern noch heftig diskutiert. Wenn ja, dann wohl mit einem der Wiener Nationalratsabgeordneten an der Spitze. Infrage kämen da Peter Westenthaler oder Herbert Scheibner. Beide wurden von Bucher auch ins „Team Wien“ berufen, das den Wahlkampf vorbereiten soll. Im Gegensatz zu Generalsekretär Stefan Petzner, der sich im Vorjahr noch als Wiener Spitzenkandidat angeboten hat und um den sich nach seiner Nichtberücksichtigung prompt Rücktrittsgerüchte rankten. Petzner selbst dementiert.

Ob Petzner eine Zukunft im BZÖ hat, wird wohl davon abhängen, wie sein Machtkampf mit Westenthaler ausgeht. Denn der wird hinter den Kulissen mit harten Bandagen ausgetragen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.04.2010)

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9 Kommentare
Gast: Urs Maier
04.04.2010 14:57
1 0

Richtigstellung

Das BZÖ hat in Wien keine 700 Mitglieder. Diese Zahl kam zustande, weil der momentane Obmann Michael Tscharnutter es den Funktionären um Helmut Stubner verunmöglichen wollte die Unterschriften von 1/3 der Mitglieder einzusammeln, um einen längst fälligen Landesparteitag einzuberufen. Deshalb hat Tscharnutter alle nur möglichen Karteileichen aktiviert. Das BZÖ hat ungefähr 220 Mitlieder in Wien. 700 sind reine BZÖ- Propaganda.

Antworten Gast: OrangesWeiblein
04.04.2010 20:58
0 0

Re: Richtigstellung

Das BZÖ hat sehr wohl 700 Mitglieder lieber Herr Urs Maier!

Wie nämlich auf ORF.at steht hat NIE das BZÖ behauptet 700 Mitglieder zu haben.
Dies hat unter neutraler Berichterstattung
der ORF (bekennened eher links) behauptet:
"Derzeit habe das BZÖ Wien 700 Mitglieder. "

http://oesterreich.orf.at/wien/stories/432935/

Soviel zur Propagada. Das BZÖ hat diese Zahl nämlich gar NIE in die Welt gesetzt. Die unabhänige Berichterstattung wird es wohl richtig wissen, und nicht Sie als befangenes Ex-Mitglied, das gerne warhaben würde das dass BZÖ am schwinen ist.
Es wird aber aufleben!

Antworten Gast: OrangerausWien
04.04.2010 19:27
0 0

Re: Richtigstellung

Korrigiere: Ok dass sind 3 Sachen die ich weiß ;)
Wollte ja ursprünglich nur Punkt 1 und 3 aufzählen, aber das mit Süd-Tirol weiß jeder nicht insider sogar.

Antworten Gast: OrangerausWien
04.04.2010 19:25
0 0

Re: Richtigstellung

und wieviele sollgen dass gewessen sein ihr sogenanntes "1/3" wenn sie sich da so sicher sind

Was ich weiß sind 2 Sachen:

1.) Die meisten leute konnten diesen Hr. Stubner nie ausstehen und das hab ich auch von einfachen Mitgliedern gehört ja, also kommen Sie mir nicht mit "die Basis stand hinter ihm".
2.) Er hat einen einen Krieg gegen Südtirol versucht,allein deshalb hätte dieser Herr lieber zur FPÖ gehen sollen mit Martin Graf und wie sie sonst heißen.
3.)Punkto Mitgliederzahlen:
Die Zahl 700 ist ziemlich sicher, weil dass hat der ORF behauptet auf
http://oesterreich.orf.at/wien/stories/432935
und außerem hat BZÖ selbst ÜBERHAUPT KEINE Zahlen bekanntgegeben, da sehen wirs wieder reine Abspalterpropaganda.

Gast: OrangerausWien
04.04.2010 02:29
0 1

in Wien wird das BZÖ

mit bereits 700 Mitglieder sicher bald eine wichtige Rolle spielen.
Das ist der Anfang des BZÖ in Wien und der demokratischer Verantwortung für unsere Mitmenschen.
Sowie das BZÖ in Österreich kaum wegdenkbar ist so wird dies auch in Wien bald sein.
Das neue nächste Wien , kann nur mit dem BZÖ entstehen.

Gast: Adrian
03.04.2010 18:31
1 0

BZÖ

Mit Jörg Haider ist das BZÖ gestorben, wen interessieren jetzt noch die zurückgebliebenen.
Deren Verhalten gegenüber Rosenkranz hat sie endgültig disqualifiziert.

Gast: pour le mèrite
03.04.2010 14:38
1 1

Ob Petzner eine Zukunft im BZÖ hat, ist ja völlig wurscht.

Hauptsache das BZÖ hat keine Zukunft mehr.

Gast: Schiedsrichter
02.04.2010 20:34
1 0

eine Abspaltung jagt die andere

gibt es nicht noch die ehemaligen BZÖ-Floridsdorfer um Dietmar Schwingenschrot, die öfters in der Zeitung auftauchen unter iwb-2010

habe mir die Seite angeschaut, www.iwb-2010.at, da ist ja fast die gesamte BZÖ-Wien-Mannschaft am Schiff.

Liste BZÖ Tscharnutter
Liste BZÖ ( Abspaltung ) Helmut Stubner
Liste Bürger ( BZÖ ) Hans Jörg Schimanek
IWB-2010, Initiative Wiener Bürger, Dietmar Schwingenschrot
......

.......

Gast: Insider
02.04.2010 20:22
2 0

Ironie pur

Ironie pur: Josef Bucher kehrt "mutig" in Wien "mit dem eisernen Besen aus", vertreibt einen Großteil der arbeitenden und intellektuell herzeigbaren Funktionäre, die ein Scheibner nicht hochkommen hat lassen und dann klappt nicht einmal die eigene Präsidentschaftskandidatur. Das Problem des BZÖ ist, dass es eine Gründung von oben ist und Leute wie Scheibner, Westenthaler und Petzner sich vor allem fürchten was eine Spur intelligenter als sie selber ist. Die GR- Wahl in der Steiermark hat gezeigt, dass es dem großmäuligen Gerald Grosz in 5 Jahren nicht gelungen ist Basisstrukturen aufzubauen. Stattdessen hat er auf die Wirkung seines Grinse-Gesichtes in den Medien vertraut. All diese Leute wurden von Haider in die Politik geholt und haben von seiner Strahlkraft gelebt. Jetzt wo er weg ist, sieht man was wie unfähig sie allesamt sind.