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Neuer FPÖ-Richtungsstreit: "Müssen liberaler werden"

27.04.2010 | 14:33 |   (DiePresse.com)

Die Freiheitlichen streiten nach der verlorenen Hofburg-Wahl wieder um ihre Linie. Oberösterreichs FP-Chef Haimbuchner fordert eine liberalere blaue Politik. FPÖ-Obmann Strache will davon nichts wissen.

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Das Ergebnis der freiheitlichen Kandidatin Barbara Rosenkranz bei der Bundespräsidentenwahl stellt nicht alle Freiheitlichen zufrieden: Nach dem Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), Fritz Amann, kritisiert nun auch Manfred Haimbuchner, Obmann der FPÖ-Oberösterreich, die Parteilinie. "Wir müssen liberaler werden und in die Mitte rücken, um wählbar zu sein", erklärte Haimbuchner in den "Salzburger Nachrichten" (Dienstag-Ausgabe). Es gebe "keinen Änderungsbedarf", meinte hingegen Generalsekretär Harald Vilimsky.

Die FPÖ sollte beispielsweise stärker für eine liberalere Wirtschaftspolitik eintreten, etwa für ein Leistungsprinzip bei Steuern, sagte Haimbuchner. Er hätte auch nichts gegen eine insgesamt liberalere Ausrichtung der Partei, "wir müssen an Profil gewinnen und dürfen weder rechts noch links anstreifen".

Indes haben rund ein Dutzend freiheitliche Politiker dem FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache öffentlich den Rücken gestärkt.

Strache: "Mitte-Rechtspolitische Kraft"

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will von einer liberaleren Ausrichtung seiner Partei nichts wissen. Die FPÖ sei eine "Mitte-Rechtspolitische Kraft", erklärte er am Dienstag im Ö1-"Mittagsjournal". Eine entsprechende Kursänderung werde es nicht geben, er stehe ja jetzt schon für Liberalität, Freiheit und mehr Freiheitsrechte. Eines machte Strache aber auch klar: Wer seinen Weg nicht mittrage und "eine Vergangenheitspartei will", müsse sich eine andere Partei suchen.

Vilimsky kontert der Kritik

Er glaube, Haimbuchner sei "unvollständig zitiert" worden, entgegnete Vilimsky, denn der Chef der oberösterreichischen FPÖ sei ein Vertreter einer patriotischen Politik und nicht klassisch wirtschaftsliberal. In der "sozialen Heimatpolitik" der FPÖ sei aber ohnehin auch Platz für eine "liberale Wirtschaftspolitik". Die Freiheitlichen seien auf einem "Erfolgskurs", die Parteilinie werde auch seit Jahren bestätigt, immerhin sei man bei allen vergangenen Wahlen erfolgreich gewesen, betonte Vilimsky.

Es gebe daher "keinen Änderungsbedarf", im Gegenteil, man wolle die Sozialpolitik, die "Kritik am Vorgehen Brüssels" und den "Erhalt der eigenen Kultur" noch stärker akzentuieren. Auch Gerüchte über Pläne, personelle Umbauten innerhalb der Partei vorzunehmen oder die Macht gewisser Proponenten zu beschneiden, wie etwa die Tageszeitung "Österreich" in den vergangenen Tagen berichtet hatte, seien "frei erfunden", betonte Vilimsky.

Strache: "Sind einer Meinung"

Auf eine Meinungsverschiedenheit mit dem oberösterreichischen FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner, der sich einen liberaleren Kurs gewünscht hatte, wollte sich Obmann Strache nicht festlegen lassen: Haimbuchner "unterstützt ja meinen Weg eines freiheitlichen Erfolgsweges und Zukunftsweges", betonte der FPÖ-Chef. Wenn es aber "da jemanden geben sollte, der eine Vergangenheitspartei will, muss er sich eine andere Partei suchen, für so einen Weg stehe ich nicht zur Verfügung".

"Frust in Vorarlberg"

Der Vorarlberger Landesparteiobmann-Stellvertreter Amann, der am Montag FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kritisiert und ein Umdenken in Richtung freiheitlich-liberale Werte gefordert hatte, sei lediglich "frustriert" und "spricht nicht mit der Zunge der Vorarlberger Freiheitlichen", sagte Vilimsky. Auch FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl wies die "unqualifizierten Äußerungen" des "Politpensionärs" in einer Aussendung zurück. Wenn Amann etwa mit einer "an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientierten Ausländerpolitik" ein Problem habe, solle er sich "besser heute als morgen die Frage stellen, ob er nicht in einer anderen Partei besser aufgehoben wäre".

(APA)

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1192 Kommentare
 
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Gast: 91
04.05.2010 18:48
0 0

Fehler in

Die FPÖ fiel bei der Grazer Gemeinderatswahl 2008 nicht von 27 % auf 8 % zurück, sondern 2003.
2008 legte sie um 3 % auf 11 % zu.

0 0

was man aus der BP-Wahl lernen kann

Wenn man eine Politik a la FPÖ will, soll man auch FPÖ Kandidaten wählen, zuhause bleiben bring genau null.

Gast: ...
01.05.2010 16:53
0 1

...

Die Pressekommentare werden offensichtlich von FPÖ Symphatisanten rotgepostet. Typisch Oppositioneller Schwachsinn...egal was der andere sagt wir sind dagegen...vor allem wenn es keinen blaubraunen Inhalte vermittelt.

Ich werde die Zeit stoppen bis ich für meine Feststellung die ersten roten Bewertungen bekomme!

Gast: Bruno Kreisky
30.04.2010 09:33
2 4

Tipp ...

Lernen´s Geschichte, Herr Kollege Strache. Jeder Versuch von FPÖlern in Richtung liberal war deren Anfang vom Ende. Die FPÖ ist nur für rechts angehauchte Proteststimmen "gut".

1 3

Mobilisierung

Die letzte Mobilisierung vor dem Untergang.....

2 3

mobilisierung

die letzte mobilisierung vor dem untergang.
sonst fällt mir dazu nichts ein.

Darabimo
30.04.2010 08:31
3 3

Wer postet hier?

Die SPÖ Zentrale?

Piwoli
30.04.2010 08:10
1 0

Politische Größen

Gestern im ehemaligen Linzer Zentral-Kino: Eine Veranstaltung, die die Figur Bruno Kreisky's zum Inhalt hatte.

Es war sicher nicht die spannendste Debatte, die da um den ehemaligen Kanzler der Republik geführt wurde, der vor 40 Jahre das Ruder in die Hand genommen hat.

Eines hat diese Veranstaltung jedoch recht deutlich aufgezeigt: Was immer man von Kreisky halten mag, in seinen Entscheidungen hat er sich meist als Mann mit Rückgrat erwiesen.

DAS ist letztlich der einzige Wertmaßstab, der einem Politiker angelegt werden sollte.

Wer sich die heutigen Führungsspitzen genauer ansieht, erblickt lediglich Gummipuppen, die sich nach allen Seiten verwinden, von ganz links bis ganz rechts. Strache ist da ebensowenig eine Ausnahme wie etwa Faymann, Glawischnig oder Pröll.

Gast: Ahab
30.04.2010 07:54
1 0

Dürftig

Naja, mit dem genannten Namen sind diese Ziele wohl kaum erreichbar. Vilimsky, Kickl und Co sind nicht unbedingt bekannt dafür liberal zu sein. Schuster bleib bei deinen Leisten.

Alfie
30.04.2010 06:53
2 6

Unterhaltunsgswert

Ich finde die Postings zu FPOE Artikeln ja recht lustig. Offenbar ist ja ein signifikanter Teil des harten FPOE Kerns hier beim posten vertreten.

Aber warum die Presse immer mehr zur Haus und Hof Zeitung dieser Randgruppe wird ist mir ein wenig schleierhaft. Jetzt haben wir seit der Nominierung von Rosenkranz fast jeden Tag einen FPOE Artikel unter den Schlagzeilen. Das wird dann sicher bei der Wienwahl so weiter gehen.

Liebe Presse: Es gibt noch 4 weitere Parteien und darueber hinaus noch wichtigere Themen als reine Parteipolitik.

1 5

es gibt zugegebenermaßen viele wege sich lächerlich zu machen,

aber dies ist ein neuer!

DIE GLORREICHEN 7!!! - ich hau mich ab...

strache überholt strache in sachen dämlichkeit mit turboboost.

mm6015
30.04.2010 02:48
1 1

lieber hc

in das Eck, in welches Sie sich begeben wollen, ist bereits glaubwürdiger von Josef Bucher besetzt.

Gast: Johan C.
30.04.2010 00:48
1 5

Glorreiche Menschen in der FPÖ?

Das ist so ungefähr, als würde man Heilige in einer Bank suchen.

Naja, aber "glorreich" ist eine Frage der Auslegung - in der FPÖ Steiermark versteht man unter "Glorreich" sicher die Kameradschaft IV.

Mir graust...

Das, was der liebe, dumme HC da krampfhaft versucht, hat Jörg Haider auch schon versucht - aber damals hat Strache sich von Haider abgespaltet. Jetzt auf einmal will er sich genau dieselben Ziele an die Fahnen heften.

So dumm können die Wähler garnicht sein, wie er sie gerade zu verkaufen versucht.

Gast: Wenn man aus Braun Braun entfernt - was bleibt über?
29.04.2010 23:27
2 6

Was? Neues Paintball-Team?

Was will dieser Politiker?

Strache war doch der, von dem manche sagen könnten er habe im Wald diese politisch motivierten Hinrichtungsszenen nachgespielt, als junger Mann?

Was? Dieser will jetzt die Gesetze für ALLE machen?

Oh, danke, sehr lieb - aber ich lehne ab.

Gast: ende
29.04.2010 23:19
2 7

BITTE WER INTERSIERT SICH FÜR DEN STRACHE?

der is doch sowas von fad

Antworten Darabimo
30.04.2010 08:29
1 1

Re: BITTE WER INTERSIERT SICH FÜR DEN STRACHE?

Warum postet du dann?

Gast: Ich der Steuerzahler ganz alleine
29.04.2010 22:51
1 8

Strache

gleich nach der "gesichtsverschönerung" eine "parteiverschönerung" - alles braune muss weg...

wer bleibt da über? 3000000 MIO€ Parteiförderung! und wer hat die gezahlt? na?

Sigmar
29.04.2010 21:44
2 9

Mehr?

Mehr von Kickl oder Lord Voldemort?

Bitte nicht. Ein Idiot reicht der die Öffentlichkeit mit Schwachsinn penetriert.

Gast: marbod
29.04.2010 20:32
5 3

Die Zukunft

ist eindeutig blau. Die Linken danken ab,

Antworten Fritz
30.04.2010 15:30
0 0

Re: Die Zukunft

Die Zukunft ist blau?
Ja höchstens beim Branntweiner, das liest man aus jedem Pro-Strache Posting!

Antworten GAnders
30.04.2010 00:22
1 1

Re: Die Zukunft

Falls es noch niemand bemerkt hat. Die FPÖ ist eine sehr linke Partei. Wirtschaftspolitisch betrachtet orientiert sie sich ebenfalls am Umverteilungsgedanken wie die Grünen und die SPÖ. Die gleichen Worthülsen, keine Substanz.

0 0

Re: Re: Die Zukunft

wirklich links ist die FPÖ auch in wirtschaftspolitischen Fragen nicht... Die Partei und allen voran HC Strache versucht gerne bei Veranstaltungen den kleinen,armen Mann anzusprechen und will diesen gegen die bösen Spekulanten beschützen..... aber wenn man sich mal das Parteiprogramm ansieht, sieht man doch dass die wirtschaftspolitische Linie ganz auf die "faire" Marktwirtschaft ausgerichtet ist...... "fair" bedeutet hierbei jedoch dasselbe wie "freie Marktwirtschaft", zumindest liest es sich so...

Antworten Antworten Antworten GAnders
30.04.2010 10:33
1 0

Re: Re: Re: Die Zukunft

Ich halte die Wirtschaftskompetenz dieser Partei für sehr fragwürdig. Ein typisches Beispiel ist das reflexartige Erwähnen von Basel II durch Strache. Ich habe nicht den Eindruck, dass er nur ansatzweise weiss, worum es bei Basel II geht, da er zwei Sätze später von klareren Regeln im Bankenbereich spricht. Ein weiteres Beispiel sind die heutigen Aussagen zum Thema Griechenland. Banken und Versicherungen hätten müssen mit dem Risiko einer Kreditabschreibung zu leben. Gut für alle Sparer.

Antworten Gast: Rosenkranz-Strache-FPÖ - Die Partei der Lächerlichkeit
29.04.2010 22:54
2 8

Die Zukunft

gehört den Gebildeten, Ehrlichen und Mutigen.

FPÖ - Sorry, leider nein!


Gast: frischer Nichtwähler
29.04.2010 20:27
2 11

Jetzt reichts

Wie leicht es doch ist, vom FPÖ zum Nichtwähler zu werden. Strache hat echt ein Talent einem das zu vereinfachen.

Weg mit Strache.
Her mit da Babsi.

Antworten Gast: Politologe
29.04.2010 20:46
5 2

Re: Jetzt reichts


So ein Stuss kann nur aus dem linken Eck kommen.

 
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