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Parlament: "Zorniger" Pröll verteidigt Griechenland-Hilfe

05.05.2010 | 16:44 |   (DiePresse.com)

Die geplante Finanz-Hilfe für Griechenland wurden zum parlamentarischen Spielball zwischen den Parteien. Für Minister Pröll ist die Hilfe "alternativlos", BZÖ-Chef Bucher prophezeit das Ende des Euro.

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Der vom BZÖ in der Nationalratssondersitzung am Mittwoch eingebrachte Misstrauensantrag gegen Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) ist erwartungsgemäß abgelehnt worden. Einzig die FPÖ stimmte mit dem BZÖ mit. Am Ende der Debatte über Griechenland wurde noch auf Antrag der Grünen über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Buwog-Affäre debattiert.

Zuvor hat Minister Pröll in der Beantwortung der Dringlichen Anfrage des BZÖ die Griechenland-Hilfen Österreichs verteidigt und betont, davon auszugehen, dass die Gelder mit Zinsen zurückbezahlt werden. Die Hilfe werde auch nur dann fließen, wenn Athen seine Spar-Zusagen einhalte. Die Stützungsmaßnahmen seien jedenfalls "alternativlos" gewesen, betonte der Vizekanzler.

Pröll: "Das macht mich zornig"

Neuerlich kritisierte Pröll Griechenland deutlich. Man habe jahrelang über seine Verhältnisse gelebt und dabei die EU hinters Licht geführt: "Das macht mich zornig." Die jetzige Situation hätten Athen aber auch Spekulanten zu verantworten. Fakt sei aber, dass die griechische Krise zur Belastungsprobe für den Euro und einer Bewährungsprobe für die Union geworden sei.

Jetzt zu handeln sei Gebot der Stunde. Eine Insolvenz Griechenlands hätte den Euro an den Rand der Währungsunion gebracht. Bei einem Auseinanderbrechen wäre von einem volkswirtschaftlichen Verlust von zwanzig bis vierzig Milliarden Euro auszugehen gewesen, was abertausende Arbeitsplätze gefährdet hätte, betonte der Minister.

Gleichzeitig machte Pröll klar, dass die Hilfen an Athen nicht einfach so fließen würden: "Wir werden die Kredite tranchenweise und bei Bedarf Zug um Zug zuweisen." Gezahlt werde nur, wenn Griechenland die gestellten Forderungen erfülle und die Mittel auch brauche. Österreich werde maximal 2,29 Milliarden Euro über drei Jahre zur Verfügung stellen. Die erste Zahlung sei für Mitte Mai vorgesehen. Die Rück- und Zinszahlungen sollten vierteljährlich erfolgen.

BZÖ: "Wenn es Spanien trifft, ist der Euro Geschichte"

BZÖ-Klubchef Josef Bucher hatte in der Begründung der "Dringlichen" kritisiert, dass hier über Nacht Milliarden zur Verfügung gestellt würden, während es auch nach Jahren der Diskussion in der EU noch immer nicht gelungen sei, eine Spekulantensteuer zu etablieren. In Sachen Griechenland hätten die Euro-Regierungen versagt, Brüssel habe weggesehen und sich von den Banken über den Tisch ziehen lassen.

Die Spekulanten seien jetzt aus Griechenland schon wieder abgezogen und konzentrierten sich auf die iberische Halbinsel, warnte der BZÖ-Chef: "Wenn es Spanien trifft, ist der Euro Geschichte."

Das Hilfspaket, zu dem auch Österreich beitrage, sei jedenfalls ein Fass ohne Boden, umso mehr, als es sicher nicht bei den 2,3 Milliarden bleiben werde. Dass die Regierung nun die Mittel zur Verfügung stellte, sei ein Verzweiflungsakt ohne Legitimation des Nationalrats.

Die beste Alternative wäre für Bucher, wenn Griechenland die Euro-Zone freiwillig verlässt. Etabliert werden sollte ein "Neben-Euro" für jene Länder, die die notwendige Kriterien noch nicht erfüllten, um einen harten Euro zu gewährleisten. So könnte ein "Selbstgesundungsweg" eingeschlagen werden, meint der BZÖ-Chef.

(APA)

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108 Kommentare
 
1 2 3

Stimmt das Gerücht, daß der Bundeskanzler Faymann heißt?


Zornige Frage an den Herrn Pröll:

Haben nur die €-Länder Griechenland Kredite gewährt, oder andere Staaten sehr wohl auch?

Warum dürfen dann nur die €-Länder Griechenland aus der Patsche helfen, besser gesagt den kreditgebenden Banken?????

Gast: gast
06.05.2010 21:25
0 0

Unser Schattenkanzler soll vor der eigenen Tür...

...kehren. Von der Pro Kopf Verschuldung her liegen wir nur mehr ein paar Tausend Euro hinter Griechenland. Von den angeblich aufgefangenen Banken sind mehrere pleite: Hypo, Volksbank, Bawag-PSK, Raiffeisen... Unsere Regierung ist unfähig, den neun Landeskaisern die Schneid abzukaufen und in der Verwaltung einzusparen.
Gleichzeitig steigen die Sozialtransfers massiv.
Wenn die zahlreichen Nachkriegsmodelle alle in Pension gehen, krachts auch bei uns.

Re: Unser Schattenkanzler soll vor der eigenen Tür...

Ich bin auch zornig, aber über unsere Regierungen, die um absolut nichts besser sind als die Griechen!

Auch unsere Politiker sind höchst ideenreich, wenn es gilt, die Schulden zu verstecken!

Wahrscheinlich ist Österreich ohnehin das nächste Opfer der amerikanischen €-Spekulation. Und in Wahrheit wäre es für unser Land sogar ein großer Vorteil, denn ausschließlich auf diese Weise könnte unsere schleimige Politik zu ernsten Sparmaßnahmen gezwungen werden!!!

Gast: Pauli
06.05.2010 14:27
0 0

Verfassungsklage in Deutschland wegen Griechenlandhilfe!

http://www.freiewelt.net/nachricht-4172/verfassungsklage-gegen-griechenland-hilfe.html

Gast: Österreicher
06.05.2010 13:19
0 1

Systemrelevante Banken

"Systemrelevante" Hypo Kärnten sagt alles!

Das System eines Auftrages von Bundeskanzler Pöll und Feymann zum Wohle der EU in den Balkan auszuschwärmen und den Kärntnern mit ein paar Geschenken, Stadion, Prunkwörtherseehotel, Golfplätze die EU schmackhaft zu machen und mit einzubinden in die Spekulationen! Man hat das Land für die EU gekauft und die Politiker in dem Land haben teils/teils es gewusst bzw. erst wie es zu spät war bemerkt, dass der Zug rettungslos abgefahren ist und man Teil des Systems geworden ist.

So und jetzt schreiben Sie das alles nocheinmal

dafür aber etwas verständlicher! Wir haben ja Geduld mit Ihnen!

Gast: herbert
06.05.2010 12:59
1 0

wieso

wenn solche herren wie an pröll in die privathaftung genommen würde wenn so was schief geht würds anders ausschauen. jeder kleine GF nimmt man sofort in die Privathaftung GKK FA usw. was dem passieren kann dass man ihn nicht mehr wählt das wars dann an konsequenzen.
wir sind eine demokratie bei solchen sachen gehört eine volksabstimmung her, und nicht entschieden von ein paar einzelnen EU fetischisten.

jetztredi
06.05.2010 11:41
0 2

1) die fpö bzö fluffis haben NULL wirtschaftskompetenz


2) die griechen politiker der letzten 20 Jahre gehören wegen betrug angeklagt und verurteilt

Antworten LUPO
06.05.2010 12:52
1 0

Re: 1) die fpö bzö fluffis haben NULL wirtschaftskompetenz

wie die ÖBB Politik in unseren Breiten, der Cap denkt ja schon in diese Richtung.

Herberti
06.05.2010 11:32
3 0

Pröll vor 3 Wochen:

"Kein Kredit an Griechenland"

Pröll vor 2 Wochen:
"Super 400-Millionen Kredit an Griechenland, der tolle Zinsen bringt"

Pröll vor 2 Tagen
"Wir benötigen 2.3 Milliarden Euro an "Löschwasser" für Griechenland"

Pröll gestern:
"Weiß nicht, ob das Löschwasser reicht"

Uns hülfe nur eines: eine Demokratie nach Schweizer Vorbild, wo die Bevölkerung die wichtigen Entscheidungen per Volksentscheid direkt trifft.

Österreichs Politiker mögen sich um die Schwulenhochzeit und ähnliche Probleme kümmern, damit sind sie leicht ausgelastet, diese Deppen.

Antworten Gast: Entscheidung
06.05.2010 15:19
0 2

Re: Pröll vor 3 Wochen:

Sie wollen einem Volk von Krone und Österreich Lesern, Big Brother und Starmania Sehern eine Entscheidung treffen lassen, die mein Geld betrifft?!

Und wer ".. hülfe .." schreibt, dem gehört ohnehin das Wahlrecht entzogen.

LUPO
06.05.2010 11:10
1 0

Banken & Gewerkschaften

und schon funktioniert das Gesellschaftssystem nicht mehr, getragen von Menschen die an deren Leine hängen. Das mit dem Cap „Ernst der Lage“ war ein guter Witz.

ernestus
06.05.2010 11:07
0 1

Wenig Kultur

Wenn man die Postings liest, merkt man, daß diese von Hass, Unverständnis und politischer Dialektik nur so strotzen.

Wäre vielleicht einer der geschätzen Schreiber im Stande, eine konstruktiven Vorschlag zu machen, wie Europa, wie Österreich, wie Griechenland, aus der Misere herauskommt?

Es ist zu wenig, Politiker einfach zu beschimpfen, ohne selbst einen durchdachten Weg aufzuzeigen.

Jedes Kind weiß heutzutage, daß die europäischen Staaten von Griechenland wissentlich hinters Licht geführt wurden - dennoch hat sich die Kommission und das Parlament entschlossen, diesen Staat in die eurozone aufzunehmen. Weshalb weiß kein Mensch.
Jetzt aber ist's einmal geschehen und es muß eine Lösung erarbeitet werden, um weiteren Schaden abzuwenden.

Ich selbst würde mir nicht zumuten, über richtig und falsch zu entscheiden. Und beneiden würde ich die Verantwortungsträger auch nicht.

Antworten Gast: Pauli
06.05.2010 12:40
2 0

Re: Wenig Kultur

Wir dürfen auch nicht entscheiden. Dafür dürfen die Entscheidungsträger auf unser Geld zurückgreifen - dies ist allein schon pervers!
Es gibt aber kluge Menschen und die haben schon durchgerechnet, daß ein Ausstieg Griechenlands aus der EURO-Zone die probateste Lösung ist. Denn wenn in Folge Spanien, Portugal, Italien etc. die gleiche Hilfe beanspruchen, kann sich ein Blinder mit Filzbrillen ausrechnen, was mit dem Euro und den EU-Staaten passieren wird! Schon Greenspan hat gesagt: "Der Euro wird kommen aber er wird von kurzer Dauer sein!"

Re: Re: Wenig Kultur, die Amis!

Ja, ja das war Greenspans Drohung und jetzt spekulieren seine Epigonen heftigst gegen den Euro und setzen alles auf eine Karte, wobei sie sogar auch den letzten Anschein von Ethik und Objektivität der Rating-Agenturen opfern!

Die Amis wollen eben mit aller Macht von ihrem hausgemachten Finanzdesaster ablenken und die Folgen möglichst weitgehend nach Europa exportieren!

Der tiefere Grund für die Währungskrisen sind die exorbitanten Staatsschulden und hier in erster Linie die der USA, nicht nur, aber sicher auch als Folge des Irakabenteuers!

Antworten Gast: Pauli
06.05.2010 12:39
0 0

Re: Wenig Kultur

Wir dürfen auch nicht entscheiden. Dafür dürfen die Entscheidungsträger auf unser Geld zurückgreifen - dies ist allein schon pervers!
Es gibt aber kluge Menschen und die haben schon durchgerechnet, daß ein Ausstieg Griechenlands aus der EURO-Zone die probateste Lösung ist. Denn wenn in Folge Spanien, Portugal, Italien etc. die gleiche Hilfe beanspruchen, kann sich ein Blinder mit Filzbrillen ausrechnen, was mit dem Euro und den EU-Staaten passieren wird! Schon Greenspan hat gesagt: "Der Euro wird kommen aber er wird von kurzer Dauer sein!"

0 5

Faymann ist wie eine Giraffe - denn dank des langen Halses hat sie einen Weitblick.

Insider bezeichnen Faymann längst als Giraffo. Ein Kompliment, denn nur die Giraffe besitzt Weitblick.

Verantwortung für die Bürgerin, Staatstragend und diplomatisch, sorgt sich Faymann stündlich um unsere Anliegen.

So wie klares Wasser, scharf wie eine Rassierklingel und sanft wie Seide, so findet er immer wieder die Worte, die wir verstehen.

"Ich mag es immer so, wenn er die Bürgerinnen begeistert. Immerhin ist nur er sozial, kompetent und fair", sagen seine Wählerinnen.

Antworten LUPO
06.05.2010 11:19
2 0

Re: Faymann ist wie eine Giraffe - denn dank des langen Halses hat sie einen Weitblick.

Ist die SPÖ ein Zoo?

Ja, ja, die SPÖ als Zoo!

Da assoziiert man dann schnell mit Schlangen, Raubtieren und vor allem Affen, Affen, Affen.....

Gast: pour le mèrite
06.05.2010 10:25
1 0

Eines steht mittlerweile zweifellos fest:

Pröll und Faymann vertreten keine österreichischen Interessen,

sondern sind nichts weiter, als folgsame Büttel der EU Bonzen und Finanzbankster!

Leider ist der Durchschnittsösterreicher, dem außer seinem Bier und Schnitzel so ziemlich alles wurscht ist, nicht in der Lage, diesen Verrat unserer Heimat auch nur im entferntesten zu realisieren.


galli leo
06.05.2010 10:23
1 0

"Ja, Griechenland habe über seine Verhältnisse gelebt und „uns alle“ damit hinters Licht geführt. Das, sagt Pröll, „macht mich zornig“"

mich macht etwas anderes zornig:

ist es nicht die nationalbank mit ihren echt mies bezahlten mitarbeitern, die solches recherchieren, auswerten und der politik vorlegen soll?

selbst ich als oftmaliger gr-tourist habe mich bei der euro-einführung mehr als gewundert, dass gr die kriterien erfülle.

wie verantworten sich eigentlich die 'fachleute' in der ÖNB, dass sie das nicht bemerkt haben?

? 1. wir sind faul, verschlafen und inkompetent.
? 2. wir haben eh was gemerkt, aber den mund gehalten, da wir nicht direkt gefragt wurden.
? 3. wir haben unsere bedenken eh weitergegeben, wurden aber ignoriert.

da letztlich die politik die verantwortung für das agieren der bediensteten der ÖNB trägt, macht mich zornig, dass (fall 1.) dieser saustall nicht ausgemistet wurde, dass (fall 2 und 3) nicht reagiert wurde.

in dieser nationalratssitzung hätten also auch die namen der damals letztverantwortlichen genannt werden müssen!
vorarbeiten für euro-einführung: vraantz+klima+edlinger.
euro-einführung + erste jahre: schüssel+grasser!

Gast: pour le mèrite
06.05.2010 10:07
1 0

Alternativlos ist der Niedergang des Euros und der EU!

...und sonst gar nix.

Gast: 1090
06.05.2010 09:24
0 0

Gebt den Kärntnern

was sie wollen: Unabhängigkeit von € und Österreich.
Dann schau ich mir von der Pack die heraufdräuende Steinzeit an...

Gast: Graf Gudenus
06.05.2010 08:00
0 0

Bartoszewski, Auschwitz-Überlebender

Wurden somit in Auschwitz auch Nicht-Juden über Gas ermordet?

Gast: mionik
06.05.2010 05:19
1 1

wer oder was ist proell

Eigentlich erstaunlich, dass diesen wohlgenährten Hanswurst überhaupt noch jemand ernst nimmt. Man braucht doch nur seine Aussagen (in chronologischer Rehenfolge oder auch nicht, ist egal ...) betrachten und man weiss, dass er sich ja überhaupt nicht auskennt. Ein Befehlsempfänger der Bank-Mafia, sonst nichts.

 
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