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Anti-Israel-Demo: Kultusgemeinde erstattet Anzeige

16.06.2010 | 14:04 |   (DiePresse.com)

Auf Demos gegen die Stürmung der Gaza-Flotte wurden Transparente mit antisemitischen Botschaften geschwenkt. Die IKG fordert politische und rechtliche Konsequenzen.

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Zwei Demonstrationen gegen die israelische Militäraktion gegen die Gaza-Hilfsflotte sorgen für Aufregung in der jüdischen Gemeinschaft Österreichs. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) berichtet von antisemitischen Botschaften auf den Demos, die am 1. und 4. Juni in Wien stattfanden. Sie hat eine Anzeige wegen Verhetzung eingebracht.

Laut IKG-Präsident Ariel Muzicant wurden auf den Demos teils antisemitische Transparente geschwenkt. So wurde etwa der David-Stern mit dem Hakenkreuz gleichgesetzt. Auf einem Transparent war die Aufschrift "Wach auf Hitler" zu lesen, wie die IKG mit Fotos dokumentierte.

Muzicant forderte von der Politik, Stellung zu nehmen. "Es wurde eine rote Linie überschritten, die wir nicht akzeptieren können", sagte der IKG-Präsident. "Wo sind die Führer der muslimischen Gemeinde in Österreich, die so eine Hetze organisieren?"

IKG: Mehr Übergriffe auf Juden seit Gaza-Aktion

Seit der Militäraktion gegen die Gaza-Flotte seien auch Übergriffe auf Juden in Österreich deutlich angestiegen, berichtete Muzicant. Mitglieder der Gemeinde, vor allem jene, die durch ihre Kleidung klar als Juden identifizierbar seien, würden beschimpft und bespuckt. Muzicant betonte, dass nicht alle Muslime in Österreich, sondern nur eine Minderheit derartig agierten. Er erwartet sich aber "eine klare Aussage, dass für so etwas kein Platz ist".

Zu den Demonstrationen hatten mehrere pro-palästinensische Organisationen aufgerufen. Beim zweiten Termin waren der Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi, der eine Rede vor den Demonstranten hielt, und Fritz Edlinger von der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen (GÖAB) beteiligt.

Al-Rawi reagierte bereits am Dienstag auf die Vorwürfe der IKG:  "Solche Angriffe sind durch nichts zu entschuldigen und sind auf das Schärfste zu verurteilen", erklärte er in einer Stellungnahme. Auch distanzierte er sich von der ersten, "wilden" Demonstration, auf der das Plakat "Wach auf Hitler" geschwenkt worden war.

Der Politikwissenschafter Thomas Schmidinger sieht in der Zusammensetzung der zweiten Demonstration eine "Allianz des politischen Islam". Auch türkische Rechtsextremisten, wie die Jugendorganisation "Die grauen Wölfe", hätten sich beteiligt. Aus antisemitischen Antrieb hätten "Gruppen zusammengefunden, die sonst wenig miteinander zu tun haben". Dass der Konflikt nach Wien"importiert" werde, könne nicht im Interesse der Parteien sein.

Schakfeh weist "unqualifizierte Angriffe" zurück

Die Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) hat am Mittwoch die Kritik der IKG an der Demonstration gegen die blutig verlaufene israelische Militäraktion gegen die Gaza-Hilfsflotte zurückgewiesen. IGGiÖ-Präsident Anas Schakfeh nannte die Pressekonferenz-Aussagen von IKG-Präsident Ariel Muzicant "unqualifizierte Angriffe" - und warnte, man sollte die Dialogkultur zwischen Juden und Muslimen in Österreich nicht gefährden.

Schakfeh wies auch "aufs Schärfste die unqualifizierten Angriffe auf Omar Al Rawi zurück". Und er wandte sich dagegen, "rechtschaffene Menschen, aufrechte Antifaschisten" als "Hetzer ins Eck" zu stellen - oder "in Geiselhaft" zu nehmen für "jene zwei oder drei Gestalten, ... die außerhalb der Demonstrationskultur der Kundgebung agierten". "Inakzeptable Plakattext" (die IKG hatte ein Transparent mit der Aufschrift "Wach auf Hitler" kritisiert) verurteile die IGGiÖ ebenso wie die Demo-Veranstalter. Und "selbstverständlich sind auch jegliche Übergriffe auf Juden in aller Entschiedenheit zu verurteilen", betonte Schakfeh.

Er wies es aber zurück, die Strategie der Demonstration pauschal als "antisemtisch" zu diffamieren. Damit sollten wohl die "bequemen Denkschranken aufrechterhalten werden, mittels derer die Politik Israels niemals kritisch infrage zu stellen" sei. Die Kundgebung habe jene Kritik zum Ausdruck gebracht, die "weltweit" gegen die Politik Israels laut geworden sei, nachdem einem Angriff der israelischen Streitkräfte auf die Gaza-Hilfsflotte neun türkische Friedensaktivisten zum Opfer fielen.

Schakfeh bekräftigte aber die Position, "dass Kritik an der umstrittenen Politik des Staates Israel niemals in Antisemitismus münden darf". Dies habe sich auch wie ein roter Faden durch die Redebeiträge bei der Demo gezogen - wo auch zwei jüdische Rednerinnen zu Wort gekommen seien.

 

(APA/Red.)

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264 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6
Gast: eu-Kritiker
13.07.2010 18:52
1 5

antisemitismus

Man darf doch alles, aber nicht Untaten von Israel kritisieren, das ist sofort Antisemitismus ! Einer darf alles, da er den Holocaust sich durch die UN hat Patentieren lassen !

Antworten Gast: quoker
07.10.2010 12:56
1 0

Re: antisemitismus

... kommt in wien von links

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/574130/index.do


Antworten Stephanos
21.07.2010 22:51
3 1

Re: antisemitismus

Jüdische Mitbürger in den Öffis bespucken läuft bei Ihnen unter Kritik an Israel?
Was haben diese Rabbiner den spuckenden Moslems getan?
Gar nichts.
Offensichtlich genügt es, dass sie Juden sind, um wieder Freiwild in Ö zu sein, diesmal halt für die hiesigen Türken.
Und so etwas heißen Sie noch gut!

Gast: gast
03.07.2010 18:19
1 1

Widerlich

Widerlich ist lediglich, dass es bei den Linksextremen wohl zur Standartfloskel geworden ist in allem einen antisemitischen Hintergrund zu sehen.

pk
18.06.2010 20:16
2 2

ist eigentlich herr muzikant

kein provokateur? Wie sonst sollte man all seine kommentare uund aussagen verstehen, die er seit jahren von sich gibt?

0 0

Man kann es

mit der hetz- propaganda auch sehr übertreiben...

Miteinander statt Gegeneinander ist die einzige lebenswerte Chance für uns alle!

Sie haben uns umgevolkt ...

.... da soll sich der Herr Musikant nicht über die sich daraus logischerweise ergebenden Konsequenzen aufplempern.

ichmeine
18.06.2010 08:17
5 0

in Linz feierten die Grauen Wölfe schon im roten Rathaus

vielleicht ziehen sie nach der nächsten Wahl ins Wiener Rathaus ein

Langsam glaube ich, Häupl ist betrübt, dass er aus seinen Lebensgefährtinnen immer ein Geheimnis machen muss,

eine Frau Bürgermeister mit Kopftuch, das wär doch was:
auf einer bilateralen Tagung der Stadtoberhäupte Wien-Ankara wäre er dann nicht mehr von anderen zu unterscheiden
(das erinnert mich an den Schluss der Animal Farm)

Gast: Ariopag
17.06.2010 21:26
3 1

Rücktritt

Paul Chaim Eisenberg erzählte in Willkommen Östrerreich jiddische Witze und vermittelt den sittlichen Ernst eines Rabbiners. Was Ariel Muzicant absondert ist weder humorvoll noch ernst zu nehmen ist. Vielmehr eine große Last für die IKG und das gesellschaftliche Klima in Österreich. Er sollte wissen, was zu tun ist.

Antworten Paroles
29.06.2010 00:11
0 1

Re: Rücktritt

Schließe mich dieser Meinung zu 100% an.

Gast: Cortex
17.06.2010 17:24
10 0

Gefährliche Entwicklung-rücksichtsloses Handeln der SPÖ

Sehen sie sich das Bild an! Der blinde Hass von gefährlichen Fanatikern!
Freunde der SPÖ und Lieblingsklientel Herrn Häupl`s.
Die galoppierente Zunahme dieser Muslime macht Angst Herr Bgm.
Da geht es längst nicht mehr nur um ihre Wiederwahl!!!

Gast: Syntax
17.06.2010 16:14
12 0

Anbiederung an Türkische Rechtsextreme?

Im Machtrausch, dem streben um Machterhalt und dem Buhlen um die Stimmen seiner Türkenfreunde, riskiert unser Türkenfreund Häupl sogar eine tiefe Verstimmung mit der Israelitischen Kultusgemeinde.
Dieses ständige Anbiedern an die Muslime, ohne Rücksicht auf die Altwiener ist peinlich und beschämend Herr Bgm.
Ich hoffe, sie bekommen die Rechnung dafür präsentiert.

Cymry
17.06.2010 14:48
9 0

Wien ist wieder einmal der Schandfleck

Österreichs geworden. Hauptsache die Wahlen werden gewonnen. Dieser Wiener Opportunismus ist einfach ekelerregend. 1938 antisemitisch, nach 1945 prosemitisch unter dem Druck der USA, heute wieder antisemitish unter dem Druck moslemischer Bevölkerungsgruppen.

Antworten Gast: h
18.06.2010 00:18
0 0

Re: Wien ist wieder einmal der Schandfleck

Qualtinger!! Übernehmen Sie, Herr Karl ist gefragt.

19 0

Das ist erst ein ganz kleiner Vorbote

von dem was da noch kommen wird.

Mit jedem zusätzlichen Prozent an Moslems in der Bevölkerung werden die immer dreister.

Das war uns ist so.
Überall auf der Welt von Malmö bis Riad.

Antworten Gast: gast
17.06.2010 13:07
13 1

Die Spuckangriffe von TERRORISTEN auf Rabbiner rechtfertigen meiner Meinung den Einsatz körperlicher Gewalt zum Abwehren der Angreifer .


13 0

Re: Die Spuckangriffe von TERRORISTEN auf Rabbiner rechtfertigen meiner Meinung den Einsatz körperlicher Gewalt zum Abwehren der Angreifer .

"Spuckangriffe" sind nur die Ouverture zu körperlicher Gewalt, die es ja auch schon tagtäglich gibt.
Außerdem sind Spuckangriffe ein zeichen eines Hasses, der sich nicht lange mit soetwas begnügen wird!

Austrian
17.06.2010 10:58
9 1

"Heil H...!"

Gesellschaft: "Was haben Sie da grade geschrien?"

Voll.idiot: "Nein äh, ja, das ist doch nur zur Unterstützung der armen Palästinenser gegen diese babymordenden Scheißju-"

Gesellschaft: "Oh, ach so. Dann hat das also gar nichts mit Antisemitismus zum tun, Sie sind einfach nur über die Menschenrechtsverletzungen im Gazastreifen empört. Na wenn das so ist..."

Voll.idiot: "Ja, genau."

Gesellschaft: "Na, dann machen's mal ruhig weiter."

Voll.idiot: " J... ist Gas! H... erwache! Free Gaza!"

*würg*

15 0

Bei den spontanen Freudenskundgebungen am 11. September 2001 in Wien hat man noch verschämz weggeschaut


Alle bisherigen Auswüchse wurden stillschweigend zur Kenntnis genommen oder sogar schöngeredet.

Mittlerweile hat sich der islamistische Extremismus hier manifestiert. Die latente Gewaltbereitschaft der jungen Muslime ist in Studien belegt. Jeder Schüler kennt sie aus leidvoller Erfahrung. Trotzdem lässt man sie gewähren, macht ihnen die Mauer, belohnt sie mit Staatsbürgerrechten.

Und ihr Einfluss steigt und steigt. Statt sie auszugrenzen, ihre Intoleranz anzuprangern werden sie hofiert und unterwandern, mit politischer Unterstützung von links-grün-mitte, höchste Gremien und Institutionen des Rechtsstaates.

Heute werden Juden angespuckt, weil sie eine wehrlose Minderheit sind. Wer sich als Nichtmoslem die demographische Entwicklung in Wien und Österreich genauer anschaut wird erkennen, dass auch seine Kinder und Enkel schon bald zu einer wehrlosen Minderheit gehören können.

Was dann?

Wir bestrafen, völlig zurecht, die paar ewiggestrigen Deppen, die das Nazi-Regime verherrlichen. Aber wir unternehmen nichts gegen die gar nicht so schleichende Radikalisierung großer Teile der moslemischen Jugend in Österreich.

Häupel interessiert sich nur für seine Wiederwahl.

Aber: Toleranz nützt nur den Rücksichtslosen!

Antworten Gast: Menschenrechte für alle
17.06.2010 11:25
0 13

Re: Bei den spontanen Freudenskundgebungen am 11. September 2001 in Wien hat man noch verschämz weggeschaut

"Heute werden Juden angespuckt, weil sie eine wehrlose Minderheit sind." Mir kommen die Tränen bei so viel Wehrlosigkeit - wann hören diese dummen Märchen einmal auf?

Aber ich geben Ihnen ansonsten Recht: man sollte keinen Extremismus dulden und bei der Einbürgerung besser aufpassen.

Antworten Antworten Gast: N:N
17.06.2010 17:24
8 1

Re: Re: Bei den spontanen Freudenskundgebungen am 11. September 2001 in Wien hat man noch verschämz weggeschaut

Ach so ein Märchen ist das also. Faktum ist dass die Juden, sofern sie nicht in Israel leben eine wehrlose Minderheit sind,. Überall. Die Geschichte beweist es. Und von Übergriffen in die andere Richtung habe ich noch nie etwas gehört.

Gast: Rund gehts
17.06.2010 10:14
3 1

Was sagt den der Ariel dazu

Wenn es gegen die FPÖ geht ist er ja auch schnell mit einer Absonderung zur Stelle. Aber bei denen
da traut er sich nicht, denn da hat er von den Linken ja keinen Rückhalt zu erwarten.Die stehen auf der Seite wo sie sich die meisten Stimmen erwarten und er damit auf verlorenem Posten.

Antworten Gast: N:N
17.06.2010 17:12
4 1

Re: Was sagt den der Ariel dazu

Was der Ariel dazu sagt, steht im Bericht. Und beweißt dass er mehr Mut hat als so manchen FPÖler, Moslem lieb ist

Gast: gast
17.06.2010 10:13
0 12

lustig

die braunen setzen sich für israel ein denn jetzt haben sie ja die türken auf die sie losgehen können

11 0

gar nicht lustig,

wie sich die Gutmenschen auf die Seite der Islamfaschos stellen.

Gast: gats
17.06.2010 10:01
1 12

Israels schiesswütige Teenage-Soldaten

Israels schiesswütige Teenage-Soldaten haben kaltblütig Zivilisten ermordet. Hoffentlich regnet es Klagen und Reparationszahlungen.

 
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