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Südkärnten: Ortstafeln nun korrekt

13.07.2010 | 18:28 |   (Die Presse)

Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK), gegen den in dieser Angelegenheit sogar wegen Amtsmissbrauchs ermittelt wurde, ließ die verfassungswidrigen Tafeln mit den Zusatzschildchen ersetzen.

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Wien/Klagenfurt (oli/APA). 2006 ließ Landeshauptmann Jörg Haider kleine Zusatztafeln mit den slowenischen Ortsbezeichnungen unter die Ortstafeln von Bleiburg, Ebersdorf und Schwabegg montieren, die Haupttafeln blieben einsprachig. Daraufhin erklärte der Verfassungsgerichtshof die Zusatztafel in Bleiburg für verfassungswidrig. 2007 ließ Haider die Zusatzschildchen dann in die großen Ortstafeln hineinmontieren. Am 9. Juli 2010 nannte dies der VfGH im Falle Bleiburgs erneut verfassungswidrig.

Nun folgte eine doch überraschende Wende: Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK), gegen den in dieser Angelegenheit sogar wegen Amtsmissbrauchs ermittelt wurde, ließ die verfassungswidrigen Tafeln mit den Zusatzschildchen durch richtige ersetzen. Und zwar nicht nur in Bleiburg, sondern gleich auch in Ebersdorf und Schwabegg.

Dörfler beharrt zwar darauf, dass das seinerzeitige Erkenntnis des VfGH eine Fehlentscheidung gewesen sei, da es sich mit „falschen“ Ortstafeln befasste. Eine Fehlentscheidung, die jedoch zu respektieren sei. So wie auch Fehlpfiffe von Fußballschiedsrichtern als Tatsachenentscheidungen zu respektieren seien.

Vom Kärntner BZÖ wurde Dörfler prompt dafür kritisiert. Parteichef Stefan Petzner ortet einen Rechtsbruch und will rechtliche Schritte gegen den Landeshauptmann wegen Amtsmissbrauchs prüfen, da das entsprechende Erkenntnis des VfGH vom 9. Juli noch gar nicht rechtsgültig sei, weil die Kundmachung durch die Landesregierung noch ausstehe.

 

Faymann: Lösung bis 2012

Lob gab es von der Republik Slowenien: Dies sei ein „Präzedenzfall“, man hoffe auf weitere positive Schritte. VfGH-Sprecher Christian Neuwirth hielt gestern fest: „Die Einzelentscheidungen des Verfassungsgerichtshofes können eine generelle Regelung nicht ersetzen.“ Es müsse endlich eine verfassungskonforme politische Lösung geben. Bundeskanzler Werner Faymann hofft weiterhin, dass es in der Ortstafelfrage eine Lösung unter Einbindung Kärntens bis 2012 geben könnte. Für die Grünen ist Faymann selbst gefordert. Der Kanzler solle endlich eine verfassungskonforme Ortstafelverordnung vorlegen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2010)

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43 Kommentare
 
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Gast: Gast
14.07.2010 18:19
0 0

Sieg von Rot über Blau?

das ganze Ortstaferltheater nach 55 Jahren ist doch der Nachhall des Kampfes vom roten Wien gegen Jörg Haider, der als Kärtner Landeshauptmann die Interessen der Kärntner eindrucksvoll vertreten hat. In Wien hält man Dörfler offenbar für einen Schwachmatiker, der nach der Wiener Pfeife zu tanzen hat.

Gast: Sani
14.07.2010 12:15
0 1

Gut gemacht

ihr ach so guten verantwortlichen Politiker! Durch die unnötigen neuen Ortstafeln haben wir wieder massig Konfliktpotenzial.
Der Ortstafelstreit ist das dümmste und vor allem das unnötigste Thema der letzten Jahre!

Gast: Tracht
14.07.2010 11:56
0 0

Der Unterschied

den geistigen Unterschied der Leserschaft der Presse und der des Standard erkennt man anhand der Postings. Hier punktet die Presse eindeutig.

JEF
14.07.2010 10:45
0 1

Jetzt bin ich aber neugierig,

was die Slowenen als nächstes aushecken, nachdem sie ihre Ortstafeln haben?

Antworten Gast: Cherubim
14.07.2010 11:21
0 0

Re: Jetzt bin ich aber neugierig,

Ich hoffe dass es zu keinen Unabhängigkeitsbestrebungen kommen wird. Den einen Staatenbund (Jugoslawien) haben sie von ein paar Jahren bereits verlassen und sich für unabhängig erklärt..

Antworten Antworten Stephanos
14.07.2010 11:56
0 0

Re: Re: Jetzt bin ich aber neugierig,

Sie verwechseln Slowenien mit Kärnten.

Antworten Antworten Antworten Gast: Cherubim
14.07.2010 12:12
0 0

Re: Re: Re: Jetzt bin ich aber neugierig,

Nein verwechsle ich nicht! Was wenn sie sich mit den Ortstafeln nicht zufrieden geben und weiter machen? Das war der Hintergedenake meiner Aussage...
Keine Sorge, eine ehemalige Provinz aus Jug verwechsle ich sicher nicht mit Kärnten ;-)


Antworten Antworten Antworten Antworten Stephanos
14.07.2010 12:53
0 0

Re: Re: Re: Re: Jetzt bin ich aber neugierig,


ad Hintergedanke: Falls Sie Kärntner sind oder auch nicht, setzen Sie sich zu ihnen mit einem Glas Wein, lernen Sie sie kennen und Sie werden merken, dass man nur fürchtet, was man nicht kennt :)

Slowenien war als Sozialistische Republik Slowenien eine Teilrepublik der SFRJ.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: dergast
14.07.2010 12:44
0 0

Re: Re: Re: Re: Jetzt bin ich aber neugierig,

es gibt 12.000 "Slowenen" in Kärnten, was wolle die den bitte groß machen?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Cherubim
14.07.2010 13:07
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Jetzt bin ich aber neugierig,

Da gebe ich Ihnen Recht!
Nur sollte man sicherheitshalber diese Situation trotzdem nicht unbeaufsichtigt lassen und weiter verfolgen/kontrollieren!


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Stephanos
14.07.2010 17:40
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Jetzt bin ich aber neugierig,

Könnten Sie mir schildern, was Sie konkret befürchten?

Gast: mr vain
14.07.2010 09:36
0 0


fmoedrit
14.07.2010 00:09
3 1

Zeit für mehrsprachige Strassenschilder in Wien

Türkisch und Serbisch bietet sich in einigen Bezirken an...

Antworten fireone
14.07.2010 06:50
2 0

Re: Zeit für mehrsprachige Strassenschilder in Wien

In unserem Bezirk ist das nicht so einfach. Da ist von Fernost bis Schwarzafrika alles vertreten. Der Platz für all diese Schilder wird nicht reichen.

Antworten Antworten Allah
14.07.2010 19:43
0 0

Re: Re: Zeit für mehrsprachige Strassenschilder in Wien

Würde als Denkmal/Wahrzeichen zu Wien passen, wie die Faust aufs Auge.

JoL
13.07.2010 23:17
0 0

Schön, dass es so viele Steuergelder zu verprassen gibt.

Und damit mein ich nicht die Kosten für die Ortstafeln, das steckt wenigstens eine Wirtschaftsleistung dahinter.

Andrerseits, vielleicht gibts ja auch bald die 3-Sprachigen Tafeln in Wien. Türkisch, "Jugoslawisch", Deutsch!?! Das gäb' an Aufstand.

Positv muss man allerdings vermerken, im Zuge des Ortstafeldramas hab' ich zum ersten Mal eine Politiker richtig arbeiten gesehen.
Das war, als der Dörfler die Ortstafer versetzt hat.

Zum Schuss noch eine Meldung ähnlicher Wichtigkeit:

In China ist grad' ein Reissack auf ein Fahrrad gefallen.

Einen schönen Abend wünsch' ich.

Gast: gast
13.07.2010 22:45
2 2

endlich schaut kärnten aus

wie jugoslawien.
großartige leistung.

Antworten Scaurus
14.07.2010 02:22
1 1

Re: endlich schaut kärnten aus

Wie recht Sie haben. Mit den 3 zweisprachigen Ortstafeln ist Kärnten nun quasi Tito-kommunistisch.

Kaum auszuhalten, ich kann gar nicht mehr einschlafen, soooo schrecklich ist das!

kapitalist
13.07.2010 22:40
1 1

In Sopron/Ödenburg

gibt es sogar zweisprachige Strassenschilder und in Ágfalva/Agendorf teiweise überhaupt nur in Deutsch und keiner springt sich deshalb an die Gurgel. Ich verstehe diese übertriebene Aufregung bei uns einfach nicht. Die Banknoten der Monarchie waren auch mehrsprachig bedruckt. Welch eine wunderbare Tradition verlorengegangen ist!
Haben wir diesen ewigen Deutschtümlern zu verdanken!!
Ach ja... und den Sozis, die haben ja auch für den Anschluss gestimmt !!

Antworten Gast: Deutschösterreicher
14.07.2010 06:24
1 0

Re: In Sopron/Ödenburg

Tja, wenn Sie von Geschichte etwas mehr Ahnung hätten, wüßten Sie daß Ödenburg und Agendorf, wie viele anderen Orte, einfach immer deutsche Namen hatten, bis sie von Ungarn annektiert wurden. Acuh die deutschen Familiennamen wurden nach 1918 magyarisiert. Mit einem deutschen Namen hatte man damals keine Chance auf einen Job. In Ödenburg gab es eine Volksabstimmung, die massiv gefälscht wurde. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_in_%C3%96denburg

Antworten Antworten kapitalist
14.07.2010 15:37
1 0

Re: Re: In Sopron/Ödenburg

lieber Deutschtümler
1. ..nicht immer sondern AUCH
2.Ödenburg hatt übrigens eine der ältesten jüdischen Gemeinden in Europa bis sie von ungarischen und deutschen und deutsch-österreichischen Nationalisten deportiert und ermordet wurden!
3. wie weit wollen sie in der Geschichte zurück gehen? bis zu den Römern?
wie wäre es mit vier-sprachigen Ortstafeln und Strassenschildern? Auf Latein, Hebräisch, Ungarisch und Deutsch.
Sorry aber ihr Geschichtsbild ist einfach nur krank, kommt davon wenn man nur Wikipedia liest.

Gast: Exilkärntnerin
13.07.2010 22:27
3 0

Dass Dörfler ein Dofler ist, weiß man ja in Kärnten.

Aber wir haben da auch jede Menge Naz..gfraster, die glauben, Känten sei was Besonderes.

Antworten JoL
13.07.2010 23:13
1 0

Re: Dass Dörfler ein Dofler ist, weiß man ja in Kärnten.

Is es ja auch. Ob das positiv oder negativ ist liegt im Auge des Betrachters!! ;-)

:-D

Allah
13.07.2010 22:13
0 0

lol, so viel zensur ist gar nicht mehr

nachvollziebar liebe presse, fast schon verbrecherisch, oder feige, je nach dem.

Antworten Scaurus
14.07.2010 02:25
0 0

Re: lol, so viel zensur ist gar nicht mehr

Sie haben mein aufrechtes Mitleid, armer Poster. Ab sofort sind Sie in Ihrem Selbstmitleid nicht mehr alleine.

Antworten Antworten Allah
14.07.2010 17:47
0 0

Re: Re: lol, so viel zensur ist gar nicht mehr

hast a freund, du f a s c h o, hm?

 
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