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Bauernbund-Obmann: "Das ist Klassenkampf pur"

27.07.2010 | 18:43 |  OLIVER PINK (Die Presse)

Über die Einheitswerte könne man reden, sagt Bauern-Chef Fritz Grillitsch. Aber nicht jetzt. Man sollte das erst dann machen, wenn es eine entsprechend gute Einnahmensituation in der Landwirtschaft gibt.

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„Die Presse“: Der Staat muss sparen beziehungsweise braucht neue Einnahmen. Die Einheitswerte bei den Bauern, Basis für deren Einkommensteuer- und Sozialversicherungsbeiträge wurden allerdings seit gut 20 Jahren nicht mehr erhöht. Wäre es nicht an der Zeit, diese der Gegenwart anzupassen?

Fritz Grillitsch: Derzeit schließe ich das aus. Man kann mit mir darüber reden, wenn man mir eine andere Berufsgruppe in Österreich zeigt, die ebenfalls ein Einkommensminus von 28 Prozent hatte wie im vergangenen Jahr die Bauern. Da noch zusätzlich steuerlich an der Schraube zu drehen, halte ich für falsch. Das würde sich auch sonst niemand gefallen lassen. Jetzt gebe ich schon zu, dass das Einheitswertsystem adaptiert und der Zeit angepasst werden muss. Man sollte das allerdings erst dann machen, wenn es eine entsprechend gute Einnahmensituation in der Landwirtschaft gibt.

Das heißt: Sparen überall, nur nicht bei den Bauern.

Grillitsch: Wir wollen intelligent sparen – in der Verwaltung, im Bund und in den Ländern. Der SPÖ hingegen kommt das Wort sparen gar nicht über die Lippen, sie redet nur von neuen Belastungen. Ich finde, dass diese Diskussionen über neue Steuern, Reichensteuer, Grundsteuer, Erbschaftssteuer, notwendig sind wie ein Kropf. Weil sie nur dazu beitragen, dass der Wirtschaftsstandort Österreich geschwächt wird. Und das in einer Zeit, in der wir aus der Krise herauskommen sollten. Das ist absolut verantwortungslos – von der SPÖ und einigen ihrer Landeshauptleute wie Franz Voves. Bei der Grundsteuer muss man klipp und klar dazusagen: Das trifft nicht nur die Bauern. Sondern die Häuslbesitzer, die Besitzer von Eigentumswohnungen und letztlich auch die Mieter. Denn die höheren Kosten können in den Betriebskosten weiterverrechnet werden. Das trifft dann wirklich den leistungsfähigen Mittelstand. Das wird es mit uns nicht geben. Jene Menschen zu bestrafen, die für das von ihnen Erarbeitete bereits Steuern bezahlt haben.

Und wo wird nun bei den Bauern gespart?

Grillitsch: Da gibt es genügend Möglichkeiten. Die ich jetzt nicht öffentlich kundtun möchte. Ich kenne sie, wir kennen sie. Wir gehen Josef Prölls Weg mit und werden unsere Hausaufgabe erfüllen: Bis 2014 500Millionen Euro im Agrarbudget einzusparen. In erster Linie in der Verwaltung, in der Bürokratie, in der Kontrolle. Aber wir werden sicher nicht mit dem Rasenmäher über die Förderprogramme für die Bauern fahren.

ÖGB und Arbeiterkammer sehen da aber durchaus auch Einsparungsmöglichkeiten.

Grillitsch: Ich habe da immer den Eindruck, da sind fossile Nilpferde am Werk, die mit diesen alten Dogmen herumrennen. Seit ich denken kann, höre ich das. Das ist Klassenkampf pur auf dem Rücken der Bauern. Die Arbeiterkammer und der ÖGB wollen eine industrialisierte Landwirtschaft. Ich will eine bäuerlich strukturierte Landwirtschaft, wie wir sie derzeit in Österreich haben.

Die Regierung lässt sich mit der Budgetpräsentation nun Zeit bis Dezember. Wohl wegen der Landtagswahlen in der Steiermark und Wien, oder?

Grillitsch: Also wenn man wirklich ordentlich und sinnvoll Strukturen verbessern will, effizienter und kostengünstiger sein will, dann braucht das eben seine Zeit – innerhalb der Partei und innerhalb der Regierung.

Braucht Österreich mehr Zuwanderer?

Grillitsch: Wenn die Arbeitsplätze nicht mehr mit Österreichern besetzt werden können, dann muss man danach trachten, qualifizierte Arbeitskräfte aus den Nachbarländern zu bekommen. Auch in der Landwirtschaft haben wir hier ständig mit einem zu geringen Arbeitskräfteangebot zu kämpfen – im Weinbau, im Gemüseanbau, wo wir auf Saisonniers und Erntehelfer angewiesen sind. Das ist ein jährlicher Kampf mit dem AMS und den Ministerien.

Fritz Grillitsch (51) ist Obmann des Bauernbunds der ÖVP. Seit 2002 sitzt er als Abgeordneter im Parlament und ist stellvertretender Klubobmann. Seit über 20 Jahren ist der Bauernsohn aus Judenburg selbst als Landwirt tätig. Grillitsch hat drei Töchter aus erster Ehe und einen Sohn mit der früheren FPÖ-Politikerin Magda Bleckmann. Der Bauernbund ist mit mehr als 300.000 Mitgliedern die stärkste Teilorganisation der ÖVP.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.07.2010)

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30 Kommentare
 
1 2
derpradler
29.07.2010 10:00
0 0

Man hat die Bauern

aus gutem Grund, bis jetzt aus dem neoliberalen Konkurrenzkampf herausgehalten. Wenn sie jetzt die Folgen des "Freien Marktes" zu spüren bekommen ist das nur gerecht! Man hat sich unter der Landbevölkerung auch kaum Gedanken gemacht, wenn es der arbeitenden Bevölkerung immer dreckiger ging und geht!

Gast: Grüne Welt
28.07.2010 17:10
0 0

Traurig!

Als Bauer muss ich sagen, es ist mittlerweile eine Schande, dass solche Funktionäre im Bauernbund unqualifiziert und hetzerisch den Berufsstand Bauer vertreten. Diese Typen haben noch nie ihren eigenen Bauernhof, wenn vorhanden, wirtschaftlich bewirtschaften müssen bzw fanden kaum die Zeit dazu. Mit ihren vielen Ämtern beim Bauernbund, Landwirtschaftskammer, Nationalrat, Vorstandsvorsitz im Lagerhaus… beziehen diese Damen und Herren ihre Einkünfte aus ganz anderen Kassen. Mit Mundpropaganda „Die Anderen sind Schuld“ versuchen diese Typen ihre Wählerstimmen zuhalten!!!

Gast: Finanzexperte
28.07.2010 14:15
0 0

Finanzhilfen des Staates

Bevor das Thema Transparenzdatenbank noch weiter angesprochen wird sollte man sich den Subventionsbericht aus Deutschland anschauen. Aus Österreich lag nichts treffendes vor!

"Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der auf den Bund entfallenden Steuervergünstigungen
in den Jahren 2007 bis 2010"

Der Link:

http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_4542/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Finanz__und__Wirtschaftspolitik/Finanzpolitik/Subventionspolitik/100113__Subventionsbericht__anl__Druck,templateId=raw,property=publicationFile.pdf

... Wie man sieht, wird Kreuz und quer subventioniert und es werden Steuervergünstigungen /Finanzhilfen bei allen Sektionen, ob Privat oder Öffentlichkeit, ob Bauer oder Straße, ob Eigenheim oder Familienbeihilfe... bewilligt. Es trifft ALLE!!

Silvester
28.07.2010 13:27
1 0

ich würde ja gar nichts sagen dazu

dass zum beispiel die in der transparenzdatenbank angeführten beträge nur die hälfte dessen sind was die bauern bekommen, die nationale förderung ist nicht enthalten. von den sonstigen begünstigungen red ich erst gar nicht.
ich frag mich nur warum die bauern, die ja keinerlei kritik vertragen, ihrerseits stets heftigste kritik üben an anderen, insbesondere an arbeitnehmern! wer im dorfe lebt, weiß was ich meine! da wirst ständig kritisiert, wird dir ständig vorgeworfen dass du ja eh nichts arbeitest, dass sie dich erhalten müssen etc.
liebe bauern, warum seid ihr bloß so ekelhaft?

Gast: MR- Förderung
28.07.2010 12:35
1 0

Fern von der Realität

@Bauernsohn
Maschinenringe werden in Österreich mit ca 20.000 € je festen Arbeitsplatz gefördert. (Grüner Bericht). Da der Bereich Landwirtschaft uninteressant geworden ist, vermitteln nun der MR die Bauern beim Personalleasing oder machen Kommunalarbeiten wie Winterdienst, Gärtner-arbeiten. Diese Bauern brauchen keine Sozialabgaben (Pensionskasse, Krankenkasse) abgeben und können legal ohne Gewerbeschein arbeiten. Gerade die Maschinenringe haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, das Bauern in Maschinengemeinschaften deutlich in zu große Technik investiert haben. Der MR- Geschäftsführer braucht diesen Umsatz für Verbesserung seiner Tantieme (Boni).

Zu Fritz Grillitsch:
"Ein Experte ist ein Mensch, der über Irgendetwas alles weiß und von allem Anderen keine Ahnung hat."
... mit diesen Raiffeisen - RWA/ Lagerhaus gesteuerten Mann sind die meisten Bauern auch nicht zufrieden, nur leider fehlt ihnen das Rückgrat in der eigenen Bauernschaft / Öffentlichkeit zu ihrer Meinung zu stehen!!!

Antworten Gast: eamonclever
28.07.2010 13:11
0 1

Re: Fern von der Realität

sie irren, wenn der landwirt nebengewerbliches einkommen hat muss er dafür sv-beiträge zu kv & pv zahlen. Das wird auch kontrolliert. Er braucht keinen gewerbeschein, wenn diese tätigkeiten in einer verordnung aufgezählt sind, sonst braucht er jedoch sehr wohl einen etwa verabreichung warmer speisen beim heurigen etc.
Also vorher informieren!

Antworten Antworten Gast: MR- Förderung
28.07.2010 15:59
0 0

Re: Re: Fern von der Realität

@eamonclever
dann können Sie uns erklären, warum die Bauern ihre Betriebe unter Familienmitglieder für die Umgehung der Modulation der Fördergelder sowie zum Umgehung der Buchhaltungspflicht teilen. Bei Durchsicht der Transparenzdatenbank stelle ich immer wieder fest das eine Bauernfamilie mit zwei bis drei Betriebe gelistet sind. Es sollen. Dank der Pauschalbeträge und Freibeträge und Betriebsteilung bei gleicher Nutzung der Gebäude und Landtechnik schaffens die sogenannten armen kleinen Bauern, das sie ohne weiteres einen Gewinn von über 200.000€ steuerfrei einnehmen können. Ps. In Burgenland soll es einen Betrieb gegen, dem es mit nun knapp 350.000 € Gewinn in der Steuerfreien Kasse heiß geworden sein soll und er nun an eine Buchhaltung nachdenkt.
Lieber eamonclever, warum manchen nicht alle Bauern eine Buchhaltung, wie es in jeden Kleinstgewerbe verlangt wird? Wir hören immer, das Bauern Unternehmer sind und sie wissen nicht einmal wie ihre Betriebe steuerlich und betriebswirtschaftlich aussehen! Wo gibt es so etwas in anderen Branchen noch. Jammern kann jeder!

Antworten Antworten Gast: MR- Förderung
28.07.2010 15:57
0 0

Re: Re: Fern von der Realität

@eamonclever
dann können Sie uns erklären, warum die Bauern ihre Betriebe unter Familienmitglieder für die Umgehung der Modulation der Fördergelder sowie zum Umgehung der Buchhaltungspflicht teilen. Bei Durchsicht der Transparenzdatenbank stelle ich immer wieder fest das eine Bauernfamilie mit zwei bis drei Betriebe gelistet sind. Es sollen. Dank der Pauschalbeträge und Freibeträge und Betriebsteilung bei gleicher Nutzung der Gebäude und Landtechnik schaffens die sogenannten armen kleinen Bauern, das sie ohne weiteres einen Gewinn von über 200.000€ steuerfrei einnehmen können. Ps. In Burgenland soll es einen Betrieb gegen, dem es mit nun knapp 350.000 € Gewinn in der Steuerfreien Kasse heiß geworden sein soll und er nun an eine Buchhaltung nachdenkt.
Lieber eamonclever, warum manchen nicht alle Bauern eine Buchhaltung, wie es in jeden Kleinstgewerbe verlangt wird? Wir hören immer, das Bauern Unternehmer sind und sie wissen nicht einmal wie ihre Betriebe steuerlich und betriebswirtschaftlich aussehen! Wo gibt es so etwas in anderen Branchen noch. Jammern kann jeder!

Gast: Steuerzahler2000
28.07.2010 11:19
1 0

Klassenkampf ja,

aber einer, den die Bauern gegen uns Bürger betreiben.

Gast: Bauernsohn
28.07.2010 11:08
1 0

den Kleinen was wegnehmen u die Großen fördern

so ist die wahre Geschichte ! Die kleinen haben echte Probleme, da ist die SV richtig hoch bemessen im Vergleich zum erzielbaren Einkommen, die Großen können/müssen sich die schönsten und tollsten Maschinen kaufen... wobei sie mir auch leid tun. Kostendruck haben sie - und der administrative Kram ist aufwendig...
meiner Meinung nach müssten vielmehr die Maschinenringe - das Zusammenschließen zur effizienten Nutzung der Technik gefördert werden. Da liegt die Crux.

Gast: Egoisten
28.07.2010 10:33
1 0

sind sie,

die Bauern. keinerlei Selbstkritik, immer die Armen. Da vergeht einem die Lust auf Mitleid und Solidarität. Geringste Beiträge zum Steuersystem, zur SV, zur Pensionsversicherung. Aber immer jammern und abcashen.

Gast: freund der blasmusik
28.07.2010 10:31
1 1

bauern scheren sich um nichts

und niemand im normalfall! denen ist vollkommen egal, wie es anderen berufsgruppen geht, solange das geld aus den förderungen fließt. Grillitsch weist auf gesunkene Einkommen hin, aber gleichzeitig gingen auch die Förderungen in die Höhe! und jetzt, wo sie vielleicht ein bißchen beitragen müssen, heißt es gleich "Klassenkampf". Bei solcher Rethorik bin ich erst so richtig dafür, sich diesen Berufsstand genauer anzuschauen. Sie zahlen ganz wenig Sozialversicherung, wenig Steuern etc, also der Beitrag zum System ist gering. Jetzt werden wieder ein paar aufschreien, aber ich komme selber aus dem Bereich und bin jetzt "normaler Arbeitnehmer" und weiß, was los ist.

Gast: Gast
27.07.2010 23:51
2 1

die Bauern - sie kosten u. kosten u. kosten

Bauern - die teuerste Bevölkerungsgruppe Österreichs. Immer fühlen sie sich fleißig, oft sind sie neidig wenn andere Bevölkerungsgruppen etwas bekommen u. auch wenn der andere Bauer mehr hat etc. Wenn man sich dann die Förderungen ansieht mit denen durchschnittliche Betriebe gefördert werden, mit Beträgen um die 24000 Euro im Jahr dann sieht man wo die Gelder der Allgemeinheit hinfließen. Nicht zu den Arbeitslosen etc. sondern zu den Bauern, welche weit höhere Sozialleistungen der Allgemeinheit bekommen. Zieht man dann noch in Betracht, daß die Besteuerung auf Einheitswerten basiert - oft auch die Sozialleistungen u. dann noch der Diesel für unsere lieben Bauern günstiger ist, ja dann weiß man warum Bauern immer eine gewisse Partei wählen. Es ist quasi die Abgeltung für ein Wahlpool, welches dafür auf Kosten der anderen Österreicher entlohnt wird u. welches für andere Gruppen im Pool der Österreicher Verarmungspartei das Stimmvieh abgibt da diese anderen Gruppen bevölkerungszahlenmäßig nicht so gut ausgestattet sind jedoch in ihren Vorstandsetagen in Banken etc. gerne machen möchten was sie wollen u. daher die braven Bauern benötigen damit die Österreicher Verarmungspartei nebst Kämmerern etc. auf die Stimmen kommt, welche sie benötigt sich zumindest in jeder Regierung breit zu machen um weiter ihr Klientel auf Kosten der anderen Bürger dieses Landes sozial zu unterstützen. Bankensozialhilfe, Bauernsozialhilfe, Wirtschaftsförderungssozialhilfe etc. etc.

Antworten Gerald
28.07.2010 09:47
1 0

Re: die Bauern - sie kosten u. kosten u. kosten

24.000 € im Jahr also.
Haben Sie sich schon mal angeschaut was ein landwirtschaftliches Gerät im Schnitt kostet? 24.000 ist da meist ein Lercherl.
Natürlich kann man die Sinnhaftigkeit mancher Agrarsubventionen hinterfragen, in einem Punkt hat Grillitsch aber Recht: Ohne Subventionen wäre unsere bäuerliche Landwirtschaft nicht möglich, vor allem Bergbauernhöfe müssten geschlossen zusperren, da könnten nur noch agroindustrielle Großbetriebe überleben. Gerade der Listerienskandal wo Milch aus Holland in Deutschland zu einer Art Topfen verabreitet wurde, um in Österreich dann original österreichischen Quargel daraus zu machen, hat gezeigt wohin sowas führen kann.

Wie gesagt: Man kann sicher über manche Subventionen streichen und auch nach 20 Jahren wäre es höchst an der Zeit die Einheitswerte zumindest teilweise inflationsanzupassen. Kommentare ala "die Bauern san eh olles reiche Schmarotzer, die es sich auf unsere Kosten guat gehn lassn" sind jedoch absoluter Blödsinn.

Antworten Antworten Gast: Brnadeis
28.07.2010 11:22
0 0

"unsere bäuerliche Landwirtschaft"

wollen wir Österreicher gar nicht mehr, wir wollen moderne Bauern, die ordentlich wirtschaften können (ohne Subventionen), die die Umwelt nicht ständig kaputt machen und keine Tiere quälen. Das muss doch möglich sein!

Antworten Antworten Antworten Gerald
28.07.2010 12:16
0 0

Re:

Was an meinem Posting war denn nicht verständlich?

Landwirtschaft ohne Subvention kann es schon geben, nur sieht die dann so aus: Keine Bergbauern mehr, wenige agrarindustrielle Großbetriebe im Flachland. Z.B. ein riesiger Stall wo die Tiere eine Nummer sind, niemals das Tageslicht sehen und der Stallroboter durchfährt. Ob da die Umwelt weniger belastet wird (man denke nur an die Gülle von tausenden Tieren an einem Fleck) wage ich zu bezweifeln. Kleinteilige Landwirtschaft mit z.B. Almauftrieb kann man dann vergessen, soviel auch zum Vorwurf Tierquälerei: Wo sind wohl die glücklicheren Kühe, auf der Almwiese oder im Massenstall?
Und ad "Gast" speziell: Wenn Sie schon mit der sonstigen Wirtschaft kommen. Auch dort gibt es beinahe überall Subventionen, also machen Sie sich nicht lächerlich. Man kann sicher über die Sinnhaftigkeit mancher Subventionen reden, vor allem wenn man im Gegenzug Bürokratie und Steuern abbauen würde, könnte man sicher mit weniger auskommen. Da Österreich aber ein überbürokratisiertes Hochsteuerland ist, würde eine komplette Streichung der Subventionen sowohl in der Privatwirtschaft als auch in der Landwirtschaft zu einem Massensterben an Betrieben führen.

Antworten Antworten Gast: Gast
28.07.2010 10:34
0 0

Re: Re: die Bauern - sie kosten u. kosten u. kosten

Wenn Marktwirtschaft dann für alle u. nicht eine Gruppe ausnehmen. Wieviel kostet ein landw. Gerät etc. - völlig egal, denn wenn man am Markt die Preise erzielt, welche kostentechnisch erforderlich sind ist es völlig egal. Wieviel kostet Anlagevermögen etc. in anderen Betrieben. Es wird erstens über Jahre abgeschrieben u. muß/sollte 2. über die Erlöse gedeckt werden. Daher nicht bei den Bauern eine Ausnahme machen von allg. gültigen marktwirtschaftl. Ansätzen. Rechnet sich der Bauer soll er weitermachen, rechnet er sich nicht soll er wie jeder andere etwas anderes machen - ergo sich einen anderen Job suchen u. nicht meinen nur er hätte das recht immer das was er möchte weiterzumachen egal ob wirtschaftl. sinnvoll oder nicht. Gleiches Recht für alle u. keine Bauernerbpacht auf ewiges gefördertes Bauernleben für das die anderen Bürger zahlen müssen.

Gast: Canis Lupus
27.07.2010 22:56
1 1

Lehrer-Bauern-Övp


und der Rest Österreichs darf zahlen ...

Gast: gast
27.07.2010 22:18
1 0

Über die Einheitswerte könne man reden, aber nicht jetzt

hr. obmann, wär`der st. nimmerleinstag recht?

Antworten Gast: C.H.
27.07.2010 23:45
0 0

Re: Über die Einheitswerte könne man reden, aber nicht jetzt

Die Einkommen der Bauern werden wohl frühestens dann wieder steigen...

Gast: Gast
27.07.2010 21:24
0 1

Schlimm

Traurig das solche peinlichen Kommentare hier aufscheinen dürfen!

heri3
27.07.2010 21:07
2 1

der schwarz-blaue grillitsch.

ein eigenartiger tap,er schimpf über den klassenkampf betreibt ihn selbst aber im höchsten maße!
er ist derjenige der seine abzockerbauern über die arbeitnehmer stellt!
für ihn gilt nur, wer aus der steuerkasse sein leben in saus und braus führt!
sparen will er ja sicher bei den knechten und mägden!
die verdienen jetzt schon wenig und sollen noch mehr geschröpft werden,damit die großbauern weiter als maden im speck weiterleben können!

Antworten peter155
27.07.2010 21:44
0 0

Re: der schwarz-blaue grillitsch.

sag mal, weißt du eigentlich wovon du sprichtst? An Dir sind die letzten 100 Jahre wohl spurlos vorübergegangen ansonsten kannst Du nicht von Knechten u. Mägden sprechen.

Antworten Antworten heri3
28.07.2010 02:02
0 0

Re: Re: der schwarz-blaue grillitsch.

die wenigen knechte und mägde die es noch gibt sind die einzigen die der grillitsch zu kassen bitten will!
und es gibt sie noch denn in unseren dorf kenne ich noch einige.

Antworten Antworten Gast: Steir.Bauer
27.07.2010 23:38
1 1

Re: Re: der schwarz-blaue grillitsch.

Sehr verehrter Heri3,
Sie haben offensichtlich nicht die geringste Ahnung von der realen Situation der österreichischen Landwirtschaft.

Die Bauern befinden sich in einer Klemme von immer strenger werdenden gesetzlichen Regelungen betreffend Tier- und Umweltschutz, ständig steigenden werdenden Treibstoff-, Maschinen- und Arbeitskosten, Beschränkungen wie Gentechnikfreiheit und das alles bei einem sinkendem Einkommen. Minus 30% in den letzten 20 Jahren sind ein Faktum! Jeden Tag Arbeit, kein Urlaub, kein Krankenstand.

Da fragen sich immer mehr warum sie sich das antun. Wenn Sie die Grundsteuern trotz sinkender Einkommen erhöhen trägt das nur etwas zum Bauernsterben und zur fortschreitenden Industrialisierung der Landwirtschaft bei.

Maden im Speck gibt es in Österreich sicher. Bauern unter diesen Umständen als Maden im Speck zu bezeichen zeugt entweder von großer Unwissenheit oder Bösartigkeit.

Antworten Antworten Antworten heri3
28.07.2010 01:56
0 1

Re: Re: Re: der schwarz-blaue grillitsch.

immer wieder reden sie alle vom bauernsterben.wenn einer mit seinen grund und boden nicht wirtschaften kann, soll er verkaufen. aber zu den preis für den er steuer bezahlen!
es wird einer kommen der geld damit macht.
es muß gespart werden,auch bei den bauern.
der grillitsch will aber davon nichts hören er ist der meinung der steuerzahler hat die bauern zu erhalten!

 
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