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Pensionen: Blecha für Boni bei späterem Antritt

29.08.2010 | 10:58 |   (DiePresse.com)

Seniorenratspräsident Karl Blecha unterstützt den Vorstoß von Wirtschaftskammer-Präsident Leitl zur Erhöhung des Pensionsalters. Im Herbst will er mit der Regierung darüber reden.

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Auch Seniorenratspräsident Karl Blecha pocht auf Boni für Arbeitnehmer, die später in den Ruhestand treten. "Es höchst an der Zeit, ein Anreizsystem für längeres Arbeiten zu schaffen", sagte der SP-Pensionistenchef am Rande des Forum Alpbach. Insofern stehe er dem jüngsten Vorschlag von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl zur Erhöhung des Pensionsalters durchaus positiv gegenüber.

Der Seniorenrat wird diese Frage im Herbst mit der Regierung im Zuge der Verhandlungen über die Pensionsanpassung besprechen, kündigte Blecha an. Zum Thema Pensionserhöhung will er vorerst weiterhin nicht verraten, mit welchen Forderungen der Seniorenrat in die Verhandlungen gehen wird. Blecha verweist nur auf die gesetzlichen Bestimmungen, die eine Abgeltung der Inflation vorsehen und das waren in den vergangenen zwölf Monaten 1,2 Prozent.

Anreize durch Bonus-System

Das am Mittwoch von der Wirtschaftskammer präsentierte Bonus-Modell für "Spät-Pensionisten" sieht vor, dass Arbeitnehmer, die über das Regelantrittsalter hinaus in Beschäftigung bleiben, ein Viertel ihres Pensionsanspruchs zusätzlich zum Gehalt ausbezahlt bekommen. Ein weiteres Viertel soll der Arbeitgeber erhalten, der damit weniger Lohnkosten hätte. Die Hälfte verbliebe in der Pensionskasse. Blecha hält dies für "einen guten Diskussionsbeitrag", schließlich gebe es in Österreich derzeit "nur ein ausgeklügeltes Malussystem und keine Entsprechung durch ein Anreize bietendes Bonus-System".

Leitls Vorschlag orientiere sich am schwedischen Modell, das höhere Pensionen vorsieht, wenn die Arbeitnehmer später in den Ruhestand wechseln. Auch das finnische biete eine interessante Variante der Bonifikation von längerer Arbeit, sagte Blecha. Der Seniorenrat werde bis Herbst die Modelle durchrechnen und der Regierung entsprechende Vorschläge unterbreiten.

Regelpensionsalter soll gleich bleiben

Die Anhebung des Regelpensionsalters komme in Österreich jedoch "nicht in Frage", sagte der Seniorenvertreter. "Eine Erhöhung würde de facto nur eine Pensionskürzung bedeuten", glaubt Blecha. Jene, die im fortschreitenden Alter arbeitslos würden, würden dann mit niedrigeren Auszahlungen rechnen müssen.

Grundsätzlich bestehe die Herausforderung aber darin, die Lücke zwischen dem Regelpensionsalter und jenem Alter, in dem die Durchschnittsösterreicher tatsächlich in Pension gehen, zu verkleinern, betonte Blecha. "Es ist geradezu absurd, dass ein Industriestaat die Kenntnisse der älteren Generation in der Arbeitswelt nicht abrufen möchte." Durchschnittlich treten die Österreicher bereits mit 58 Jahren in den Ruhestand. Das Regelpensionsalter bei Männer ist 65, für Frauen 60 Jahre.

(APA)

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22 Kommentare
Ferrum
31.08.2010 09:01
0 0

Bleibt festzuhalten

dass die Pension des strafrechtlich Verurteilten Herrn Blecha € 14.100.- beträgt. Ganz ohne Boni. Und es bleibt die Frage, wieviel davon tatsächlich "wohlerworben", also durch Beiträge gedeckt ist. Ein würdiger Vertreter der Gattung: Sozialisten, die keine Ahnung haben, wovon sie eigentlich reden.

Gast: Roland Wieser
30.08.2010 15:36
0 0

Irrsinn!

Nur Leute die ihr Leben lang nicht schwer gearbeitet haben, wollen gerne länger bleiben.

Also Beamte, Lehrer ...

Durch die Mehrarbeit, wird die Jugendarbeitslosigkeit noch stärker anwachsen.

Da frage ich mich wer dann für die hohen Pensionen dieses Klientels aufkommt?

Antworten Gast: gast
30.08.2010 18:10
0 0

Re: Irrsinn!

Feine Sache.
Als Beamter geht man dann 3 Jahre in Krankenstand und bekommt zum Aktivbezug noch ein Viertel Pension ausbezahlt.

Gast: Angela00000000
30.08.2010 08:58
0 1

Marionette Bevölkerung

Man kann ja alles mit den Menschen machen, denn viel merken nicht, welch trauriges Spiel abläuft mit dem Ergebnis, dass die Reichen noch reicher werden (mit Geld dass es eigentlich gar nicht gibt) und unter dem Vorwand FÜR die Bevölkerung zu arbeiten.

Nur eine Frage kommt mir in den Sinn. Wie wird Arbeitslosigkeit vermieden, wenn die Menschen länger in den Jobs bleiben sollen?! Jeder Platz der durch Pension frei wird brignt einen Arbeitsplatz für Junge.

Aber Logik und Verstand haben die Politik ja schon lange verlassen. Schade, dass der Mensch in seiner Gier nicht merkt, wie er sich selbst die Grundlage zum Leben entzieht und keiner denkt daran - am Ende kann niemand was mitnehmen!

Gast: vollgas
30.08.2010 08:28
0 1

in die falsche richtung

das ist die dümmste idee die ich je gehört habe!

wer benötigt mit 65 noch mehr geld?
geld brauchst du wenn du jung bist mit 65 willst deine ruhe haben und hoffst dass die zeit die schon viel zu schnell vergeht nicht so schnell vergehen mag. das sind wirklich alle vollkoffer.

besser wäre es wenn ein pensionist vor seiner ruhezeit, wenn er schon so wichtig ist dass man seine dienste weiterhin benötigt, einen jungen menschen bei seite gestellt bekommt der seine fähigkeiten annähernd erwerben darf.
aber in dem einzelkämpfertum praktisch unmöglich.

anderer vorschlag: du kannst dir ein jahr pension als junger mensch abkaufen lassen - sagen wir mal um 30.000 bis 100 000 euro.

damit hast dann auch was von der kohle und musst halt ein jahr länger arbeiten.

aber nachdenken tut ja weh herr leitl - oder?
sind alle so innovativ wie ein ziegelstein.
mit solchen typen kannst nur in der kriese landen.

und danach wars wieder keiner......
aber die steuerzahler dürfen es vorsorglich auslöffeln.

ergo: von denen ist keiner mehr wählbar!


Rinnhofer
29.08.2010 23:03
1 0

Mangelnde Akzeptanz

Abgesehen von weiteren ungelösten Fragen(Arbeitsmarkt für Ältere?) sei daran erinnert, dass es (theoretisch) auch jetzt die Möglichkeit gibt, Zuschläge für längeres Arbeiten (bis 68) zu lukrieren ("Korridorpension"); analog dazu gibt es Abschläge bei früherem Pensionsantritt. Ein gerechter Ansatz, doch das "Angebot nach oben" wird kaum in Anspruch genommen.

Kaum verwunderlich: Pekuniär betrachtet verhalten sich Leistungswillige, sich freiwillig der Ruhegenusszeit beraubend, irrational: Pensionserhöhungen erfolgen in "sozialer Staffelung": Niedrige Pensionen werden - für die Zukunft explizit angekündigt - tendenziell stärker erhöht und geringer besteuert)

Höhere Pensionen dagegen, die durch lange Beitragszeiten, berufsspezifisch überdurchschnittliche Pensionsbeiträge, Verzicht auf Abfertigung und Höchstbeitragsgrundlage erreicht wurden, werden seit Jahren ab gewisser Höhe ("halber Median") nur mit Fixbetrag „erhöht", der zudem durch Hochprogression beschnitten wird.

Diese Pensionisten sind daher seit Langem von gewaltigem Kaufkraftverlust betroffen.

Daher würde auch vom versprochenen Bonus" nichts bleiben. Das erkennen die Menschen schön längst.

Österreich ist mentalitäts- und steuerpolitisch leistungsfeindlich: Von unsäglichen Neiddebatten um "Besserverdiener" sind alle Mehr-Leister und Länger-Arbeiten-Zuschlags-Pensionisten betroffen.
Eher werden Arbeitskräfte aus dem Ausland angeworben als Inländer zur Mehrarbeit motiviert

Gast: Luzifer
29.08.2010 22:12
0 0

Schweinchen schlau: Pensionsantrittsalter auf 70 Jahre anheben -

aber erst in 20 Jahren!!!

0 0

interessant

Und kann mir der Hr. Blecha auch erklären, wo die Arbeitgeber sind, die 'alte' Leute länger arbeiten lassen`?

Antworten Gast: markus trullus
07.04.2011 16:44
0 0

Re: interessant

Genau das wollte ich Hr Blecha mal persönlich fragen. Ab 55 nicht mehr vermittelbar... zu alt, zu über- oder unterqualifiziert, vielleicht (!) krank, oder "neigung zur krankheit", oder.. oder... oder. Interessanterweise gibts U, die alte beschäfrigen; mit besten Erfolgen... aber die will man nicht hören...

PastaPasta
29.08.2010 17:18
1 0

die genossen und das geld ...

wie sich die spö-wien die millionen holt, kann man sich hier ansehen
http://www.youtube.com/watch?v=Sr4_0m8zfI8
und hier: http://www.profil.at/articles/1034/560/276383/genossenschaftswesen-wie-gemeinde-wien-spoe-wien durchlesen ....
ein Wahnsinn, die genossen haben ein system der totalen bereicherung geschaffen!

Gast: meschek
29.08.2010 17:16
1 1

Blecha tut so,

als wüßte er nicht, wie es in der Praxis läuft:
Man wird ins Personalbüro gerufen und gefragt, ab man - zB - in die Korridorpension gehen will.
Die Alternative ist: Entlassung.

Frühpensionen und Pensionsalter sind keine freiwillige Minderleistung der Betroffenen, sondern ein Regulativ ausschließlich für die Unternehmen.

andreas90
29.08.2010 16:58
0 0

14

Interessanter Vorschlag mit der doppelten 1/4-Regelung.

Man darf gespannt sein, was sich da noch tut.

LG,
http://zuwi.at

Gast: isidoro
29.08.2010 15:36
1 0

alle Pensionen auf ASVG Höchstpension einkürzen

Und schon sind die Pensionsprobleme für die nächsten 10 Jahre gelöst.

Gast: schreker
29.08.2010 15:28
7 0

Wieso läßt man eigentlich einen Altpolitkier,

der mehrfach über seine eigene Korruptheit gestolpert ist, eigentlich immer noch öffentlich auftreten?

Antworten enzo
29.08.2010 23:53
1 0

Re: Wieso läßt man eigentlich einen Altpolitkier,

Weil das Netzwerk in der SPÖ gut funktioniert.
Warum ist ein verurteilter wohl Präsident des Pensionistenvereins ????

Antworten ridere
29.08.2010 17:39
1 0

Re: Wieso läßt man eigentlich einen Altpolitkier,

...gute Frage und genieren sich gar nicht! Siehe Androsch & Co. Politik und Partei ist eben alles.

Länger arbeiten, wo denn??

Beamte ja, Politiker sowieso (Fischer &Co) in der Privatwirtschaft kaum möglich, nichts als dumme Sprüche zwecks Daseinsberechtigung. Richtige Arbeit kennt diese Liga ja kaum. Jedes Monat Gehalt, nicht wenig, unser aller Geld, geniert man sich ja auch nicht in Anspruch zu nehmen.........usw.

Korruptheit unter Parteifreunden, egal welcher coleur....ist ja nicht schlimm, wo kämen wir denn da hin!!!!?(ein kleines Lächeln ist erlaubt).

Gast: Bello
29.08.2010 12:33
7 1

Sehr geehrter Herr Blecha,

Solche schwachsinnige Aussagen können nur Leute vorschlagen (länger zu arbeiten ) die schon in der Pension sind oder kurz davor.
Wahrscheinlich bekommen Sie Herr Blecha soviel Pension ausbezahlt, dass Sie Angst haben, dies ständig zu bekommen. Ich kann mir vorstellen, dass mit Ihrer Pension mindestens 5-8 Pensionisten auskommen würden. Da sollte man einsparen und nicht bei den abgerackerten und gesundheitlich erledigten Menschen, die sich für die Republik kaputt gearbeitet haben.
Gehen Sie lieber Entlein füttern, denn Sie ticken nicht mehr richtig!!!

Gast: Gast
29.08.2010 11:56
3 1

Wird wenig bringen


Solange das Hauptberufsziel des Österreichers die Frühpenion ist, werden Bonuszahlungen nicht den gewünschten Erfolg haben.

Viele Arbeitnehmer beginnen sich ab dem 50. Geburtstag systematisch auf die Frühpension vorzubereiten, diese Menschen werden sich auch von Bonuszahlungen nicht beeindrucken lassen sind sie doch bereit erhebliche Abschläge von der Pensionshöhe in Kauf zu nehmen für einen vorgezogenen Pensionsantritt.


Antworten Gast: Halbwissen
29.08.2010 15:10
2 0

Re: Wird wenig bringen

Ab dem 40. Geburtstag mit Kreuzbeschwerden und Kuraufenthalten.

Antworten Druven
29.08.2010 14:56
1 1

Re: Wird wenig bringen

mit fünfzig? Also es gibt schon eine Menge Österreicher, denen bereits nach ihrer Berufsausbildung keine andere Perspektive mehr bleibt als die staatliche Pension bis in die Steinzeit.
Ah ja, natürlich abgesehen vom Wochenende, wo man sich als 20-Jähriger Greis noch etwas Spaß erkaufen kann.

Gast: Parteiloser
29.08.2010 11:29
8 0

Die Kernproblem können nicht mit Boni gelöst werden!

Die Kernprobleme in Österreich sind ja folgende:

1) Ruhegenüsse in irren Höhen, welche weit über den Aktiveinkommen der Menschen in der Realwirtschaft liegen. Diese Umverteilung unserer Regierungen waren schon immer schwer Menschenrechtswidrig und stellen das finanzielle Hauptproblem dar. Blecha ist einer dieser über 300.000 Ruhegenießer.

Zu 100% politische Verantwortung!

2) ÖBB / Telekom / Post Frühpensionierungswellen, welche bis heute nicht abgeebbt sind.

Zu 100% politische Verantwortung!

3) Sonderregelungen für die meisten geschützten Bereiche wir OeNB, Sozialversicherungen, Kammer, etc. Auch wenn die Auszahlungen nur indirekt von Zwangsabgaben finanziert werden, so ist das auch ein Unrecht.

Zu 100% politische Verantwortung!

4) Einnahmenseitig besteht das Problem, dass die Realeinkommen der Beitragszahler immer weiter gesunken sind und damit auch die reale Beitragsleistung sinken musste. Würde die Regierung es schaffen, dass die Menschen wieder ein brauchbares Einkommen bekommen, dann würde es auch sofort zu einer verbesserten Beitragsleistung kommen.
Leider hat es die Politik verabsäumt, dass genug Mittel in der Realwirtschaft gelassen werden, damit sich diese auch brauchbar entwickeln konnte. Die Gier der Parteibonzen hat eine viel zu exzessive Umleitung in die geschützten Bereiche verursacht!

ZU 100% politische Verantwortung!

Die Boniregelung geht doch vollkommen am Kernthema vorbei. Der Altbonze ist doch schon durchgeknallt!

Gast: gast
29.08.2010 11:08
2 2

unverschämt

aha neue politikerregelung um noch höhere pensionen zu kassieren

ein hart arbeitender mensch kann gar nicht länger buckeln, der ist mit 60 physisch am ende

dass so etwas ein politiker nicht versteht, zeigt doch wie abgehoben diese gruppe ist

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