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Wieder mehr Asyl-Anträge - Fekter sieht "Alarmsignal"

29.08.2010 | 14:18 |   (DiePresse.com)

Die Zahl der Asylanträge in Österreich ist im August auf 1300 angestiegen. Innenministerin Fekter drängt neuerlich auf eine Anwesenheitspflicht für Asylwerber.

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Die Zahl der Asylanträge ist in den letzten Wochen wieder gestiegen. Während zu Beginn dieses Jahres rund 800 Personen pro Monat in Österreich um Asyl angesucht haben, werden im Innenministerium für den August rund 1300 Anträge erwartet.

Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) sieht darin ein "Alarmsignal" und drängt deshalb neuerlich auf die von ihr geforderte Anwesenheitspflicht für Asylwerber, wie ihr Sprecher Gregor Schütze am Sonntag erklärte. Man sei zuversichtlich in dieser Frage und bei dem geplanten Bundesamt für Migration mit der SPÖ bis zum Herbst eine Einigung zu erzielen, erklärte Schütze. Ein drittes Erstaufnahmezentrum ist für die Ministerin aber nach wie vor kein Thema, obwohl auch in den beiden bestehenden Zentren in Traiskirchen und in Thalham die Belagszahlen zuletzt wieder gestiegen sind.

Kritik von Opposition

Kritik kommt erwartungsgemäß von der Opposition. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky forderte eine Aufenthaltspflicht in einem Asylbetreuungszentrum nicht nur für einige Tage sondern und das über die gesamte Verfahrensdauer hinweg. Zudem eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen.

Für BZÖ-Menschenrechtssprecher Gerald Grosz macht Fekter nur "halbe Sachen". Er forderte klare Regeln auf europäischer Ebene für den Umgang mit straffällig gewordenen Asylwerbern, die außerhalb der EU-Grenzen gebrachte werden sollten. Dazu sei auch einen strengere Überwachung der EU-Außengrenzen nötig.

Eine Innenministerin, die mehr Schutzsuchende als Alarmsignal sieht und das Einsperren dieser Menschen propagiere, ist für die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun "völlig untragbar". Fekter sei nichts zu billig, um ihre Pläne einer Anwesenheitspflicht durchzudrücken. Korun forderte Fekter auf, sich auf EU-Ebene für einheitliche Asylstandards einzusetzen.

Rasanter Anstieg im August

Die Steigerung der Asylzahlen ist erst auf den zweiten Blick in die Statistik zu erkennen. Von Jänner bis Juli wurden 5950 Anträge registriert, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum noch 8850 (im gesamten Jahr 2009: 15.821) und im Jahr 2008 waren es 6400 (im gesamten Jahr 2008: 12.841).

Nach dem Inkrafttreten des Fremdenrechtspakets mit einer Eindämmung der Folgeanträge und einer Verschärfung der Schubhaft wurden bis April rund 800 Anträge pro Monat gestellt. Von Mai bis Juli waren es jeweils knapp über 900, für den August wird jetzt aber ein rasanter Anstieg auf rund 1300 Anträge erwartet.

Im Innenministerium erklärt man sich diese Entwicklung damit, dass nach dem Inkrafttreten des neuen Fremdenrechtspakets die Orientierungsphase nun wieder vorbei sei und sich die Informationen über die neuen Bedingungen jetzt herumgesprochen hätten. Zudem waren die Antragszahlen im zweiten Halbjahr immer schon höher als im ersten, was auch damit zusammenhängt, dass sich die Menschen eher im Sommer auf die Reise machen.

Viele Roma aus Mazedonien

Zur Aussage Fekters, wonach die Anwesenheitspflicht von Asylwerbern auch deshalb notwendig sei, um zu gewährleisten, "dass aus der Asyl-Grundversorgung nicht ein vorübergehendes Taschengeld für Roma aus südosteuropäischen Staaten wird", heißt es im Innenministerium, dass die Asylwerber nicht nach Ethnien, sondern nach Herkunftsländern registriert werden.

Man könne aber davon ausgehen, dass viele Roma aus Mazedonien kommen und die Zahl der Asylwerber aus diesem Land derzeit bei 30 bis 40 pro Woche liegt - früher waren es etwa zehn. Für Mazedonier, das als sicherer Herkunftsstaat gilt, besteht Visafreiheit. Für Asylwerber aus diesem Land kommt daher ein beschleunigtes Verfahren zur Anwendung.

Asyl-erstaufnahmezentren
Die beiden Erstaufnahmezentren in Traiskirchen und Thalham sind derzeit mit rund 350 bzw. 100 Personen noch nicht an der Grenze ihrer Kapazitäten. Mit den Ländern Nieder- und Oberösterreich wurde eine Maximalzahl von 480 bzw. 120 Personen vereinbart. Die beiden Ausgleichsunterkünfte in Bad Kreuzen in Oberösterreich und in Reichenau in Niederösterreich sind allerdings schon voll, und bei derzeit rund 100 neuen Anträgen pro Tag würden die Kapazitäten bald ausgeschöpft sein, so das Innenministerium

(APA)

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73 Kommentare
 
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unglaublich widerlich

... ist die diskussion hier in diesem forum zum thema asyl! hat noch nie jemand von Ihnen etwas vom menschenrecht auf asyl gehört? können Sie immer noch nicht migration und asyl auseinanderhalten? wenn man ihre kommentare liest, glaubt man in der kronen zeitung gelandet zu sein - niveaulos und ohne jedes verständnis von bürgerlichen grundfreiheiten!
menschen ohne straftat, ohne verbrechen, ohne auch nur den geringsten verdacht einzusperren, ist massiv verfassungswidrig, schon allein der vorschlag lässt an längst vergangene (oder vergangen gehoffte) zeiten erinnern.

Antworten Gast: Hochwürden
30.08.2010 19:27
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Antworten Dagobert
30.08.2010 14:48
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Re: unglaublich widerlich

Sie kennen wohl nicht den Unterschied zwischen einer Haftstrafe und einer Unterbringung bei Kost und Logis.

Das eine erhält man aufgrund eines Vergehens, dass andere wird Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.

Als unglaublich widerlich empfinde ich die Tatsache, dass es Leute wie sie gibt, die ganz bewusst, trotz besseren Wissens, diesen fundamentalen Unterschied negieren will.

Mir ist auch verständlich, dass in so einem Beitrag der Hinweis auf vergangene Zeiten nicht fehlen darf, da er sonst irgendwie "unfertig" wäre.

Antworten Antworten digiom
30.08.2010 15:16
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Re: Re: unglaublich widerlich

Das lässt sich fortsetzen: Sie kennen eindeutig nicht den Unterschied zwischen an Freiheitsberaubung grenzendem Hausarrest und Hotelaufenthalt.

Als unglaublich widerlich empfinde ich die Tatsache, dass es Leute wie sie gibt, die ganz bewusst, trotz besseren Wissens, diesen fundamentalen Unterschied negieren wollen.


Antworten Antworten Antworten Dagobert
30.08.2010 16:12
0 0

Re: Re: Re: unglaublich widerlich

Zuerst nachdenken dann schreiben. Macht mehr Sinn als umgekehrt.

Entweder ist es Freiheitsberaubung, oder nicht. Eine angrenzende Freiheitsberaubung ist im österreichischen Recht nicht vorgesehen.

Weshalb versuchen sie daher einen Aufhenthalt in einem definierten Bereich als Freiheitsberaubung hinzustellen?

Zur Aufheiterung und weil es in ihre Argumentationskette passt:
Jeder Bundeswehrangehörige muss sofort Beschwerde wegen Freiheitsberaubung einlegen, wenn er eine Nacht in der Kaserne verbringen muss.

Antworten Antworten Antworten Dagobert
30.08.2010 16:01
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Re: Re: Re: unglaublich widerlich

..an Freiheitsberaubung grenzendem Hausarrest...

Also ist es keine Freiheitsberaubung, da es ja nur angrenzt, aber nicht zutrifft. Sie sollten sich wirklich vorher überlegen, ob das was sie schreiben wollen auch Sinner ergibt.

Nach ihrer "Definition" nach darf kein einziger Bundeswehrangehöriger gegen seinen Willen in einer Kaserne "eingesperrt" werden.

In Hotels halten sich Gäste auf die dafür bezahlen.
Asylsuchende werden vom Staat unterhalten, solange ihr Asylantrag läuft. Da es zu teuer kommen würde alle Asylanten in Hotels unterzubringen, müssen dafür andere Objekte herangezogen werden.

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Re: Re: unglaublich widerlich

sie wissen aber schon, dass der menschenrechtsbeirat des innenministeriums seit JAHREN und nach wie vor anprangert, dass die unterbringung von flüchtlingen in österreich äußerst mangelhaft ist und absolut nicht den europaweiten standards entspricht? im gegensatz zu ihnen habe ich mich lange mit dem thema auseinandergesetzt und auch schon flüchtlingsunterkünfte besucht - diese sind weit entfernt von ihrer "kost und logis"-darstellung.

Antworten Antworten Antworten Dagobert
30.08.2010 16:08
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Re: Re: Re: unglaublich widerlich

Mir ist durchaus bewußt, dass sich manche ein 4 Sterne Hotel zur Unterbringung wünschen würden. Leider kann das aber vom Steuerzahler nicht bezahlt werden.

Hui, sie haben sogar schon eine Flüchtlingsunterkunft besucht? Meine Hochachtung. Wieso kommen sie aber auf den Gedanken, dass ich mich nicht damit beschäftigt habe?. Gibt ihnen das irgendwie ein gutes Gefühl?

Es ist zwar schon etwas länger her, aber ich war einmal im Flüchtlingslager Traiskirchen beschäftigt und von daher denke ich, dass ich doch mehr Flüchtlingsunterkünfte als sie zu Gesicht bekommen habe :-)

Dagobert
30.08.2010 11:48
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Weiter so

Frau BM Fekter. Lassen sie sich nicht unterkriegen.

Eine Verwahrung bei Kost und Logis sollte doch jedem Asylwerber nur recht sein. Immerhin befinden sich diese Menschen auf der Flucht vor jemandem und der Staat Österreich gewährt ihnen für die Dauer des Verfahrens Schutz, Unterkunft und Verpflegung. Und das kostenlos.

Was ich irgendwie witzig (wenn es nicht so traurig wäre) finde: Asylwerber aus einem sicheren Herkunftsstaat.

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dauer des verfahrens?

wissen sie, dass verfahren mitunter 10 jahre dauern? 2007 warteten beispielsweise über 11.000 menschen über 3 Jahre auf eine entscheidung in ihrem verfahren. wollen sie die tatsächlich einsperren?

und zum sicheren herkunftsstaat: dies ist ein rechtlicher terminus technikus, und hat oft sehr wenig mit realer sicherheit in diesen ländern zu tun.

Antworten Antworten Dagobert
30.08.2010 14:42
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Re: dauer des verfahrens?

Wissen Sie, dass der Asylgerichtshof inzwischen die Arbeit aufgenommen hat und bereits mehr als 50% der wartenden Fälle abgearbeitet hat?

Insoferne gibt es kein Land auf dieser Welt das man als sicher bezeichnen könnte. Welchen Repressalien sind den Mazedonier ausgesetzt?

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Re: Re: dauer des verfahrens?

ja, der asylgerichtshof arbeitet mittlerweile, aber immer noch viel zu langsam, wie diverse berichte von UNHCR usw bestätigen.

Roma in Mazedonien sind als ethnische minderheit vielen repressalien (kaum zugang zu bildung etc) ausgesetzt, wie sie beispielsweise hier nachlesen können: http://www.state.gov/g/drl/rls/hrrpt/2009/eur/136044.htm
mit diesen unterlagen arbeiten übrigens auch die österreichischen behörden, das problem ist also bekannt.

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Gebührender Empfang

Warum stellen wir nicht gleich ein paar arbeitslose Postler an die Grenze, ausgestattet mit einem Sturmgewehr, damit sie diese integrationsunwilligen, kriminellen, arbeitsscheuen Wirtschaftsflüchtlinge gleich gebührend empfangen können.
http://gedaunknsplitta.blog.de

PERSIL
30.08.2010 08:26
4 2

Österreichischen Straftätern wird


bei manchen Straftaten der Reisepass weggenommen, somit ist ihnen die Ausreise verboten !

Warum sollte das umgekehrt nicht möglich sein, auch unerwünschten EU-Bürgern die Einreise zu verbieten ?

Das würde natürlich wieder Grenzkontrollen erforderlich machen !

Das würde nur unserer Sicherheit dienen !


Gast: Plato
30.08.2010 08:11
4 1

Kann man diesen Schwindel endlich mal abstellen?

Wir haben schon genug Steuern zu zahlen für all die Hunderttausenden Kostgänger, die hier reingeschleust wurden.

Gast: nogo
30.08.2010 08:06
2 0

kennt niemand in der regierung

das dublinabkommen?

lobo
30.08.2010 00:00
4 1

Anwesenheitspflicht ist ausgezeichnet!!!

Ein Grund mehr, warum man vorsichtig sein sollte!!!

http://www.welt.de/politik/ausland/article7071597/Die-Kinder-Ehe-spaltet-die-tuerkische-Gesellschaft.html

Gast: Rüsseltier
29.08.2010 23:59
1 0

Schutz vor Übervölkerung

Also ich glaube, die Fotografen verwenden alle Photoshop um die gute Mizzi zu entfremden...


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Re: Schutz vor Übervölkerung

ich glaube eher, dass der notorische hass auf große teile der bevölkerung schön langsam das gesicht der gar nicht "guten mitzi" verzerrt ...

Antworten Gast: Nachleser
30.08.2010 10:48
0 0

Re: Schutz vor Übervölkerung

Ist leider so, dass im Laufe einer Pressekonferenz auch unvorteilhafte Fotos gemacht werden. Die finden sich dann als "besonderer Aufputz" wieder.

Gast: Vergelter-Bioniker
29.08.2010 22:59
4 0

An dieser Stelle nur ein Satz zum Thema

Hunderttausende Ausländer und eingebürgerte Migranten sollen aus Österreich weggeschafft werden.

Gast: think
29.08.2010 22:05
3 0

AustriaPissAway?

Ständig diese APA-Meldungen.
Und immer mit diesem gleichen „Anstrich“. Wer steckt da wirklich dahinter?
Und wie billig machen es sich die Medien, einfach unreflektiert eine APA-Meldung hinzuknallen?

Gast: sarazzene
29.08.2010 21:41
5 2

die Demografie ist mächtiger als alles feministische Geschwätz

Europa liegt darnieder. Und zwar nicht im Kreißsaal, sondern ist erledigt. Demographie ist wirkmächtiger als jedes feministische oder kulturrelativistische Geschwätz.

Dies dreckige, widerwärtige Feminismus mit all seinen krassen Auswüchsen ist Schuld an dieser Situtation. Ich hoffe, dass die Schwarzer noch lebt, wenn die Jagd auf sie und ihr dreckiges Erbe beginnt.

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zum kotzen

... solche widerwärtigen und revisionistischen postings unter einem artikel einer angesehenen tageszeitung zu lesen.

Antworten Antworten A.F.
30.08.2010 20:44
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Re: zum kotzen,...

dass Sie jetzt einmal in der Eile ein unpassendes Wort aus dem Antifaschlagwortkatalog erwischt haben

Merlin
29.08.2010 20:21
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Schön

Ist doch "schön" - die Attraktivität des Sozialhilfeschlaraffenlandes Österreich ist immer noch ungebrochen.

 
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Mein Parlament