Eine einzige Stimme entschied letztlich über den Einzug der Liste Burgenland nach der Landtagswahl im Mai - und sie könnte gefälscht gewesen sein: Wie die Info-Illustrierte News in ihrer am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Burgenland derzeit wegen des Verdachts der Wahl- und Unterschriftenfälschung.
Ein Jungwähler aus dem kleinen Unterrabnitz im Mittelburgenland soll den Fall ins Rollen gebracht haben: Er war zum Zeitpunkt des Urnengangs im Ausland und hatte auch keine Wahlkarte beantragt. Durch Zufall habe er erfahren, dass er trotzdem eine Wahlkarte erhalten hatte.
"Unterschrift gefälscht und abgestimmt"
"Die Ermittlungen der zuständigen Behörden ergaben dann, dass die Unterschrift für die Wahlkarte des Jungwählers gefälscht wurde (sogar sein Name war falsch geschrieben) und dass seine Stimme auch abgegeben wurde", berichtet die Info-Illustrierte in einer Vorab-Meldung am Mittwoch.
Der Ermittlungsakt werde als "Verschluss" geführt, seit Mitte August liege der Staatsanwaltschaft Eisenstadt eine umfangreiche Sachverhaltsdarstellung vor. Da laut "News" schon mehrere Personen niederschriftlich einvernommen wurden, könnte die Causa um den Jungwähler kein Einzelfall sein.
Bei der Bezirkswahlbehörde habe sich jemand schriftlich gemeldet und dargelegt, dass im Zusammenhang mit der Wahl und der Wahlkarte "etwas nicht so gelaufen ist, wie es hätte sein sollen". Das bestätigte deren Leiter, Bezirkshauptmann Klaus Trummer, gegenüber der Austria Presse Agentur. Man habe daraufhin versucht, den Inhalt näher zu hinterfragen und es schließlich zur weiteren Prüfung an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
(Red.)
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